Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Sporaden
Die Kapelle klebt am Felsen, als hätte man sie dort vergessen – eine steile, in den Fels gehauene Treppe führt hinauf, und oben passen kaum zehn Leute auf die Terrasse über dem Meer.
Das bekannteste Motiv der Sporaden steht auf Skopelos: die kleine weiße Kapelle Agios Ioannis sto Kastri, die auf einem steilen Felskegel über dem türkisen Wasser thront und in "Mamma Mia!" die Hochzeitskirche spielte. Der Aufstieg über die in den Fels gehauene Treppe dauert nur ein paar Minuten, wird oben aber eng – komm früh am Morgen oder in den letzten Stunden vor Sonnenuntergang, bevor die Ausflugsboote und Mietwagen aus der Chora eintreffen. Die Kapelle liegt an der Nordostküste, rund eine halbe Autostunde von Skopelos-Stadt entfernt.
Skiathos selbst ist die Bühne für die berühmten Strände, aber das kulturelle Herz ist die Chora mit dem Geburtshaus des Schriftstellers Alexandros Papadiamantis, heute ein kleines Museum. Über dem Hafen liegt die Halbinsel Bourtzi mit den Resten einer venezianischen Festung, und im Nordwesten der Insel klettert der Weg zum Kastro, der verlassenen mittelalterlichen Inselhauptstadt auf einem Felsvorsprung, die die Bewohner einst vor Piraten schützte. Von dort blickst du über eine Steilküste, an die nur Boote herankommen – darunter der weiße Kieselstrand Lalaria mit seinem Felsbogen.
Auf Alonissos dreht sich alles um den Nationalpark Nördliche Sporaden, den ersten und größten Meeres-Nationalpark Griechenlands: Von Patitiri starten genehmigte Bootstouren zu den unbewohnten Inselchen rund um Gioura und Kyra Panagia, wo mit etwas Glück die seltene Mittelmeer-Mönchsrobbe auftaucht. Oberhalb des Hafens liegt Palia Alonissos, die alte Bergsiedlung, die nach dem Erdbeben von 1965 verlassen und später liebevoll wieder aufgebaut wurde – enge Gassen, Bougainvillea und ein Panorama über die ganze Inselkette bis Skopelos.
Skyros fällt aus der Reihe, im besten Sinn: Die Chora liegt unter einem byzantinischen Kastro und dem Kloster Agios Georgios auf einem Felsen, und die weißen Würfelhäuser mit ihren geschnitzten Möbeln und handbemalten Tellern wirken kykladischer als der Rest der Sporaden. Im Süden weiden die kleinen Skyros-Ponys, eine der ältesten Pferderassen Europas, und auf dem Friedhof im Süden liegt das Grab des britischen Dichters Rupert Brooke. Weil Skyros nur von Evia aus per Fähre erreichbar ist, bleibt es das ruhigste Kapitel des Archipels.































