Region · Griechenland

Dodekanes

Zwölf Hauptinseln reihen sich entlang der türkischen Küste durch die Südägäis – mit Ritterburgen, Schwammtaucherhäfen und einem begehbaren Vulkankrater.

11 Städte89 Sehenswürdigkeiten56 Hotels
Überblick

Deine Dodekanes auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai–Juni & Mitte September–Oktober
Anreise
Direktflüge ab D nach Rhodos, Kos, Karpathos; Fähren ab Piräus
Lage
Südöstliche Ägäis, entlang der türkischen Küste
Größte Insel
Rhodos (Hauptort Rhodos-Stadt)
Inselhopping
Dichtes Fährnetz, im Sommer tägliche Ausflugsschiffe
Sprache & Währung
Griechisch · Euro (EU/Schengen)
Die Region

Was Dodekanes ausmacht

Die Dodekanes-Inseln sind das sonnigste Stück Griechenland: Rhodos mit der von den Johannitern erbauten UNESCO-Altstadt und der Akropolis von Lindos, Kos mit dem antiken Asklepieion und flachen Radwegen, dazu die wilde Bergschwester Karpathos, die Kletterfelsen von Kalymnos und das Apokalypse-Kloster auf Patmos. Dazwischen pendeln Fähren und Katamarane, sodass sich Symis neoklassizistischer Hafen, der Stefanos-Krater auf Nisyros und stille Inseln wie Tilos oder Astypalea zu einer Inselhopping-Route verbinden lassen. Von April bis Oktober trägt die Saison, im Hochsommer kühlt der Meltemi die Nachmittage – eine Inselgruppe, die Badeurlaub, Antike und Bootslogistik ungewöhnlich dicht verzahnt.

Reiseführer

Dodekanes von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Wenn der Katamaran aus dem Hafen von Rhodos dreht, liegt backbord die Stadtmauer der Johanniter im Morgenlicht, und voraus staffeln sich Inselschatten bis zum Horizont – erst Symi, dahinter die Berge der Türkei, irgendwo im Dunst Kos und Kalymnos. Auf den Dodekanes ist das Meer keine Kulisse, sondern die Straße; jede Insel am Ende der Überfahrt spricht ihren eigenen Dialekt aus Rittersteinen, Schwammtaucherhäfen und weiß gekalkten Bergdörfern.

Sehenswürdigkeiten

Rhodos Sehenswürdigkeiten von der Ritterstraße bis Lindos

Um acht Uhr morgens hallen deine Schritte noch allein durch die Ritterstraße, bevor die ersten Gruppen durch das Meerestor drängen.

Die Altstadt von Rhodos ist seit 1988 UNESCO-Welterbe und eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte Europas: Von 1309 bis 1522 bauten die Johanniter hier ihre Ordenszentrale, und die Odos Ippoton – die Ritterstraße – führt noch heute schnurgerade zwischen den Herbergen der Ordenszungen hinauf zum Großmeisterpalast. Der Palast selbst wurde unter italienischer Besatzung in den 1930ern wuchtig rekonstruiert, mit antiken Mosaiken von Kos in den Sälen. Komm früh oder nach 17 Uhr: Dazwischen schieben sich Kreuzfahrtgruppen durch die Sokratous-Gasse, während zwei Ecken weiter in den Hinterhöfen Katzen zwischen Bougainvillea dösen.

Lindos, eine knappe Stunde südlich, ist der zweite Pflichttermin: Über dem autofreien Dorf aus weißen Kapitänshäusern liegt die Akropolis mit der Tempelterrasse der Athena Lindia und einer dorischen Säulenhalle, darunter leuchtet die runde Bucht türkis. Der Aufstieg dauert 20 bis 30 Minuten – geh ihn zu Fuß statt auf dem Rücken der Esel und leg ihn in den frühen Morgen, denn ab Mittag staut sich die Hitze zwischen den Gassen. Auf der Südseite des Akropolisfelsens versteckt sich die St.-Pauls-Bucht, ein fast geschlossenes Becken mit Kapelle, das sich für den Sprung ins Wasser nach dem Abstieg anbietet.

Rhodos hat mehr als die zwei großen Namen: In der Kallithea-Therme südlich der Stadt restaurierten die Italiener eine Badeanlage von 1929 mit Rotunde, Kieselmosaiken und Palmen direkt an einer Schnorchelbucht. Im Tal der Schmetterlinge (Petaloudes) sammeln sich von etwa Juni bis September Tausende Russischer Bären an den Stämmen der Orientalischen Amberbäume – bleib auf den Stegen und scheuche die Falter nicht auf, sie zehren von ihren Reserven. Und am Tsambika-Berg lohnt der kurze, steile Aufstieg zum Kloster für den Blick über die halbe Ostküste, den gleichnamigen Sandstrand eingeschlossen.

Rechne die Nachbarinseln in deine Liste ein, denn die stärksten Bauwerke der Dodekanes verteilen sich über das ganze Archipel: das Asklepieion auf Kos, dessen Terrassen zur bedeutendsten Heilstätte der Antike gehörten, das festungsartige Johanneskloster über der Chora von Patmos, seit 1999 UNESCO-Welterbe, und das Panormitis-Kloster in einer abgeschiedenen Bucht im Süden von Symi, Wallfahrtsort der ganzen Region. Auf Nisyros steigst du sogar in einen Vulkan: Der Stefanos-Krater ist begehbar, zwischen Fumarolen, Schwefelgeruch und heißem Boden unter den Sohlen.

Sehenswürdigkeiten in Dodekanes

Alle 89 Sehenswürdigkeiten
Rhodos

Rhodos Urlaub zwischen Ostküste, Bergdörfern und Inselsüden

Nachmittags um fünf wirft die Burg von Monolithos ihren Schatten auf den Fels, während unten an der Westküste der Wind die Gischt von den Wellen reißt.

Die Grundregel für deinen Rhodos-Urlaub steckt in der Geografie: Die Ostküste liegt im Windschatten, hier reihen sich die Sandstrände und Badeorte von Faliraki über Kolymbia und Tsambika bis Kiotari und Gennadi – ruhigeres Wasser, mehr Infrastruktur, mehr Hotels. Die Westküste bekommt den Meltemi voll ab: kiesiger, rauer, dafür leerer und mit den besseren Sonnenuntergängen. Rhodos-Stadt selbst taugt als Basis für Kulturtage, die Strände vor der Stadt sind aber Durchschnitt – wer vor allem baden will, wohnt besser zwischen Kolymbia und Lindos und fährt für die Altstadt einen Tagesausflug.

Bei den Stränden lohnt Auswahl statt Vollständigkeit: Tsambika ist der breite, goldene Klassiker unterm Klosterberg, Agathi bei Charaki eine kleinere Sandbucht mit flachem Einstieg, die Anthony-Quinn-Bucht ein von Felsen gerahmtes Schnorchelbecken, das seinen Namen den Dreharbeiten zu 'Die Kanonen von Navarone' verdankt – komm hier vor zehn, sonst sind Liegen und Parkplätze weg. Ganz im Süden treffen sich an der Landzunge von Prasonisi je nach Wasserstand zwei Meere: Auf der einen Seite glatte Lagune, auf der anderen Welle – seit Jahren ein fester Spot für Kite- und Windsurfer.

Das Innere der Insel fährt kaum jemand ab, dabei liegt hier das andere Rhodos: Embonas am Fuß des Attavyros, mit gut 1.200 Metern der höchste Berg der Insel, ist das Weindorf der Region – mehrere Weingüter schenken direkt aus, und in den Tavernen kommt Ziege aus dem Ofen statt Pizza. Die Quellen von Epta Piges plätschern durch ein schattiges Platanental, und auf der Westseite thront die Ritterburg von Monolithos auf einem freistehenden Felsen über der Küste. Für solche Tage brauchst du einen Mietwagen; die Hauptstraßen sind gut ausgebaut, auf Nebenstrecken bremst du für Ziegen.

Zur Saisonlogik: Rhodos gehört zu den sonnigsten Inseln Europas, die Badesaison trägt verlässlich von Mai bis in den Oktober. Im Juli und August füllen Charterflüge die Ostküsten-Resorts, und in Lindos wird es mittags drückend heiß – dann besichtigst du früh und liegst nachmittags im Wasser. Von November bis März schließen viele Hotels, Strandbars und Tavernen in den Badeorten; Rhodos-Stadt bleibt als einzige ganzjährig lebendige Basis. Direktflüge aus Deutschland brauchen rund dreieinhalb Stunden und landen im Sommer aus fast jedem größeren Abflughafen.

Kos

Kos Urlaub mit Rad, Asklepieion und flachen Sandstränden

In Kos-Stadt rollen mehr Fahrräder als Mopeds durch die Platanenalleen – die Insel ist so flach, dass das Rad hier ernsthaft als Verkehrsmittel funktioniert.

Kos ist die entspannteste Einsteigerinsel der Dodekanes: In der Stadt stehen antike Agora, römisches Odeon und die Johanniterfestung Neratzia dicht beieinander, und unter der Platane des Hippokrates soll der berühmteste Arzt der Antike gelehrt haben – der heutige Baum ist ein paar Jahrhunderte alt, der Ort trotzdem einer der meistfotografierten der Insel. Das Beste an Kos-Stadt ist ihre Fahrradtauglichkeit: Ein Netz aus Radwegen verbindet Hafen, Strände und Salzsee von Tigaki, und Verleiher findest du an jeder zweiten Ecke. Miete ein Rad für den ersten Tag und du hast die Stadt sortiert.

Vier Kilometer über der Stadt liegt das Asklepieion, die wichtigste Sehenswürdigkeit der Insel: drei Terrassen mit Tempelresten und Säulen, in der Antike Heilstätte, Kurort und Medizinschule in einem. Von der obersten Terrasse blickst du über Kos-Stadt bis zur türkischen Küste – Bodrum liegt nur eine kurze Fährstrecke entfernt. Den Sonnenuntergang nimmst du dagegen in Zia mit, dem Bergdorf am Hang des Dikeos: touristisch, ja, aber der Blick über die Insel ins Abendlicht trägt den Trubel weg. Wer mehr will, steigt vom Dorf in gut zwei Stunden auf den 846 Meter hohen Gipfel.

Die Strände verteilen sich fair über die Insel: Tigaki und Marmari im Norden sind lang, sandig und flach – mit Kindern die sicherste Wahl, auch weil der Meltemi hier eher kitesurf-freundliche Brise als Brandung bedeutet. Im Südwesten öffnet sich die Kefalos-Bucht mit ruhigem Wasser und Blick auf die Kapelleninsel Kastri, zu der geübte Schwimmer hinüberkraulen. Dazwischen liegen die 'Paradise'- und 'Magic'-Abschnitte mit Strandbar-Infrastruktur. Eine Eigenheit leistet sich Therma südlich der Stadt: Dort blubbert eine heiße Schwefelquelle direkt in ein Steinbecken am Meer – im Frühjahr und Herbst die angenehmste Badewanne der Insel.

Kos ist außerdem das beste Sprungbrett der Dodekanes: Ausflugsboote und Fähren ab Kos-Stadt und Kardamena bringen dich zum Vulkan von Nisyros und zurück an einem Tag, Katamarane verbinden die Insel mit Kalymnos, Leros, Patmos und Rhodos. Plane deshalb mindestens einen Bootstag ein. Zur Einordnung der Saison gilt dasselbe wie auf Rhodos: Hochbetrieb im Juli und August, angenehme Wärme von Mai bis Oktober, und zwischen November und März fährt die Insel auf Sparflamme – viele Hotels an den Stränden schließen, Kos-Stadt bleibt wach.

Karpathos

Karpathos – die wilde Bergschwester zwischen Rhodos und Kreta

Auf der Küstenstraße nach Norden greift der Wind ins Lenkrad, unten schäumt das Meer gegen die Felsen, und hinter der dritten Kehre taucht Olymbos auf – ein Dorf wie an den Grat genagelt.

Karpathos liegt allein im offenen Meer zwischen Rhodos und Kreta und ist die Insel für alle, denen die großen Nachbarn zu glatt geworden sind: ein fast fünfzig Kilometer langer Bergrücken, an dem der Meltemi ungebremst zerrt, mit Kiefernwäldern, Steilküsten und Dörfern, die sich in Falten des Gebirges ducken. Der Hauptort Pigadia am südöstlichen Golf ist Hafen, Versorgungsbasis und Ausgangspunkt zugleich – kein Schönheitspreis, aber ehrlich, mit Tavernen am Kai, in denen abends die Fischer neben den Gästen sitzen. Von hier fächern sich Straßen und Bootslinien über die Insel auf.

Der Norden ist das Kapitel, für das Karpathos bekannt wurde: Olymbos, hoch über der Westküste an den Grat gebaut, war bis in die 1980er nur per Boot und Maultierpfad erreichbar, und diese Isolation konservierte, was anderswo verschwand – Frauen in bestickten Trachten, Backöfen in den Höfen, ein eigener Dialekt mit altgriechischen Resten, Windmühlen am Ortsrand. Inzwischen führt eine asphaltierte Straße hinauf und tagsüber kommen Ausflügler; bleib bis in den späten Nachmittag oder übernachte, dann gehört das Dorf wieder seinen Bewohnern. Der Abstieg zum Hafenort Diafani lässt sich wandern.

Die Strände der Ostküste zählen zu den besten Griechenlands, und fast alle verlangen eine Anfahrt über Serpentinen oder ein Ausflugsboot ab Pigadia: Apella liegt als Sichel aus grobem, hellem Sand unter steilen Kiefernhängen, Kyra Panagia leuchtet mit rot bedachter Kapelle über türkisfarbenem Wasser, Achata versteckt sich am Ende eines engen Tals. Im Süden, rund um Ammoopi, wird die Insel sanfter und familientauglicher. Ganz unten am Flughafen liegt Afiartis: kilometerweit Wind ohne Hindernis, ein fester Trainingsspot der internationalen Windsurf-Szene mit mehreren Stationen.

Praktisch heißt Karpathos: planen, aber nicht überplanen. Im Sommer fliegen Chartermaschinen direkt aus Deutschland, außerhalb der Saison geht es über Athen oder Rhodos; auch Fähren verbinden die Insel mit Rhodos, Kreta und den Kykladen, allerdings mit dünnem Takt. Ein Mietwagen ist praktisch Pflicht, denn Busse fahren selten – nimm kein zu kleines Modell, die Straßen in den Norden sind kurvig und der Seitenwind real. Und respektiere den Meltemi: Wenn er im Juli und August auffrischt, fallen Bootsausflüge aus und ungeschützte Strände werden ungemütlich – die Ostbuchten im Lee bleiben dann die richtige Wahl.

Kalymnos

Kalymnos zwischen Schwammtauchern und Kletterfelsen

Über Massouri hängen die orangen Überhänge der Grande Grotta im Nachmittagslicht, und in den Seilschaften darüber wird auf Italienisch, Englisch und Griechisch gesichert.

Kalymnos hat zwei Identitäten, und beide hängen am Fels: Über ein Jahrhundert lang war die Insel das Zentrum der griechischen Schwammtaucherei – die Boote fuhren monatelang bis vor die libysche Küste, und der Wohlstand aus dem Handel baute die kapitänsbunten Häuser, die sich im Hafenort Pothia den Hang hinaufstapeln. Die Geschichte ist präsent geblieben: In Werkstätten am Hafen werden noch Schwämme gereinigt und verkauft, das städtische Museum erzählt von Taucherkrankheit und Helmtauchern, und am Kai steht das Denkmal für die Männer, die nicht zurückkamen.

Die zweite Identität ist jünger: Seit Ende der 1990er hat sich Kalymnos zu einem der bekanntesten Sportkletterziele der Welt entwickelt. Tausende eingerichtete Routen verteilen sich über Wände aus grauem und orangem Kalk, das Herzstück sind die Sektoren über Massouri und Armeos mit der tropfsteinbehangenen Grande Grotta. Geklettert wird vor allem im Frühjahr und Herbst, wenn die Temperaturen stimmen – dann füllen Seilschaften aus halb Europa die Studios der Westküste. Auch ohne Vorerfahrung kommst du an den Fels: Lokale Kletterschulen bieten Schnupperkurse mit Guide und Ausrüstung an.

Gegenüber der Kletterküste liegt Telendos, ein autofreier Inselfelsen, den ein Erdbeben in der Antike von Kalymnos trennte – kleine Boote pendeln in wenigen Minuten ab Myrties hinüber, drüben warten Tavernen am Wasser und ruhige Kiesbuchten. Auf Kalymnos selbst lohnt der Abstecher nach Vathys: ein fjordartiger Meeresarm, der zwischen steilen Felswänden in ein grünes Tal voller Mandarinengärten übergeht. Logistisch ist die Insel unkompliziert an Kos angebunden – Fähren ab Mastichari und Katamarane ab Kos-Stadt machen Kalymnos sogar als Tagesausflug möglich, auch wenn die Insel mehr Zeit verdient.

Aktivitäten & Touren in Dodekanes

Alle 56 Aktivitäten
Patmos & Symi

Patmos und Symi – Klosterinsel und Kapitänshafen

In der Chora von Patmos riecht es nach Jasmin und altem Stein, und über allem liegen die dunklen Mauern des Johannesklosters wie eine Festung aus einer anderen Zeit.

Patmos ist die stillste Berühmtheit der Dodekanes: In einer Grotte am Hang zwischen Hafen und Chora soll Johannes seine Offenbarung empfangen haben, und über dem Ort thront seit 1088 das festungsartige Kloster des Heiligen Johannes – Grotte, Kloster und Chora stehen gemeinsam auf der UNESCO-Welterbeliste. Der Weg lohnt sich auch ohne religiösen Anlass: Die Klosterterrassen öffnen den Blick über halb Patmos, die Schatzkammer zeigt Handschriften und Ikonen aus fast tausend Jahren, und in den weiß gekalkten Gassen der Chora wohnen alte Reederfamilien hinter schweren Holztüren.

Gleichzeitig ist Patmos keine reine Pilgerinsel: Im Hafenort Skala legen abends Segelyachten an, an der Ostküste liegt mit Psili Ammos ein Sandstrand, den du nur zu Fuß oder per Boot erreichst, und die Buchten von Grikos und Kampos füllen sich im August mit griechischen Familien. Die Anreise verlangt Planung, denn Patmos hat keinen Flughafen: Du kommst per Katamaran ab Kos oder Rhodos, mit der Fähre ab Piräus oder fliegst auf die Nachbarinseln Leros, Kos oder Samos und setzt über. Genau diese letzte Meile hält die Insel angenehm unterhalb des großen Tourismus.

Symi ist der optische Kontrapunkt: Wenn die Fähre in den engen Hafen von Gialos einläuft, staffeln sich neoklassizistische Kapitänshäuser in Ocker, Altrosa und Blau amphitheatralisch die Hänge hinauf – gebaut im 19. Jahrhundert, als Schwammhandel und Schiffbau die Insel zu einer der reichsten der Ägäis machten. Vom Hafen führt die Kali Strata, eine Treppe aus mehreren hundert Stufen, hinauf ins alte Oberdorf Chorio. Bestell danach in einer Hafentaverne die Spezialität der Insel: winzige, knusprig frittierte Symi-Garnelen, die mitsamt Schale gegessen werden.

Die meisten sehen Symi als Tagesausflug ab Rhodos – Katamarane und Ausflugsboote schaffen die Strecke in rund ein bis anderthalb Stunden, oft mit Stopp am Panormitis-Kloster, dem Wallfahrtsort in einer abgeschiedenen Bucht im Süden. Der bessere Plan ist eine Übernachtung: Zwischen 17 Uhr, wenn die Ausflugsboote ablegen, und dem nächsten Vormittag gehört der Hafen den Bewohnern, das Abendlicht färbt die Fassaden, und du isst ohne Wartezeit. Strände sind auf Symi klein und kiesig – hierher kommst du für Architektur, Wasserfarben und Ruhe, nicht für den Badetag.

Inselhopping

Inselhopping auf den Dodekanes-Inseln planen

Die Dodekanes liegen wie Trittsteine entlang der türkischen Küste – kaum eine Überfahrt dauert länger als zwei Stunden, und genau das macht die Gruppe zum besten Inselhopping-Revier der Ägäis.

Das Grundgerüst der Route ergibt sich aus der Geografie: Rhodos und Kos sind die beiden Flug-Tore mit Direktverbindungen aus Deutschland, dazwischen und darüber reihen sich Symi, Nisyros, Kalymnos, Leros und Patmos in Tagesetappen auf. Innerhalb der Gruppe verkehren schnelle Katamarane – unter anderem die der lokalen Reederei Dodekanisos Seaways – sowie größere Fähren; ab Piräus binden die Schiffe von Blue Star Ferries die Inseln in langen, oft nächtlichen Linien ans Festland an. Für die Planung heißt das: Du brauchst kein eigenes Boot und keine Rückfahrt zum Startpunkt, wenn du Ankunft und Abflug auf zwei verschiedene Inseln legst.

Eine bewährte Route für 10 bis 14 Tage: Start mit zwei, drei Tagen Rhodos für Altstadt und Lindos, dann per Katamaran nach Symi mit einer Übernachtung, weiter nach Kos als Mittelstation – von dort der Tagesausflug zum Vulkan von Nisyros. Anschließend die kurze Überfahrt nach Kalymnos, ein Abend in Pothia, und zum Abschluss Patmos mit Kloster und ruhigen Buchten, ehe es über Kos oder mit der Nachtfähre zurückgeht. Wer nur eine Woche hat, streicht die Enden: Rhodos, Symi und Kos ergeben auch in sieben Tagen eine runde Schleife mit täglichem Szenenwechsel.

Ein paar Regeln ersparen dir Nerven: Buche Katamaran-Tickets in der Hochsaison einige Tage im Voraus, die Schnellboote sind klein und im August voll. Plane keine Überfahrt auf den letzten Drücker vor deinen Rückflug – wenn der Meltemi kräftig bläst, bleiben gerade die Katamarane auch mal im Hafen, während die großen Fähren noch fahren; ein Puffertag auf der Flughafeninsel ist Pflicht. Die Taktung ist außerdem saisonabhängig: Von Juni bis September fährt fast täglich etwas, im Winterhalbjahr dünnen die Verbindungen stark aus, und kleine Inseln werden dann nur noch wenige Male pro Woche bedient.

Wenn dich die Hauptroute unterfordert, hängst du die Ausreißer an: Tilos zwischen Rhodos und Nisyros ist eine ruhige Wander- und Vogelschutzinsel, Astypalea ganz im Westen zieht mit schmetterlingsförmiger Silhouette, Windmühlen-Chora und Kastell schon optisch Richtung Kykladen, und Kastellorizo liegt als winziger Vorposten gut zwei Kilometer vor der türkischen Küste – erreichbar per Fähre oder Kleinflugzeug ab Rhodos, mit einem Hafenrund aus bunten Häusern und einer Blauen Grotte, in die Boote nur geduckt einfahren. Jede dieser Inseln kostet dich Umwege und Fährgeduld, gibt dafür aber das Gefühl zurück, das die berühmten Ziele im August verlieren.

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Unterkünfte

Unterkünfte auf den Dodekanes – vom Altstadthaus bis zum Strandresort

Abends, wenn die Tagesgäste weg sind, sitzt du auf der Dachterrasse eines Altstadthauses in Rhodos, und die angestrahlte Stadtmauer ersetzt den Fernseher.

Auf Rhodos entscheidest du dich zwischen zwei Welten: In der Altstadt sind aus Ordens- und Osmanenhäusern kleine Boutique-Hotels mit Innenhöfen und Dachterrassen geworden – du wohnst im Welterbe, gehst abends zu Fuß zum Essen und nimmst dafür Kopfsteinpflaster-Rollkoffer-Logistik in Kauf, denn Autos bleiben draußen. Die Alternative ist die Ostküste: Zwischen Faliraki, Kolymbia und Kiotari stehen die großen Strandresorts mit Pools und Halbpension, die den deutschen Pauschalmarkt tragen. In Lindos selbst schlafen Selbstversorger stimmungsvoll in umgebauten Kapitänshäusern – buch früh, das Kontingent ist klein und die Gassen sind eng.

Kos ist die Insel der planbaren Familienferien: Rund um Tigaki, Marmari und Kefalos konzentrieren sich Anlagen mit flachem Strandzugang, Kinderpools und All-inclusive-Konzepten, während Kos-Stadt mit Stadthotels und Studios die bessere Wahl für alle ist, die abends griechisch essen gehen und tagsüber Boote und Räder nutzen wollen. Auf den kleineren Inseln dreht sich das Bild komplett: Auf Kalymnos, Symi, Patmos oder Karpathos dominieren familiengeführte Pensionen, Studios mit Kochnische und einzelne kleine Hotels – hier telefonierst du im Zweifel direkt mit der Gastgeberin, und das Frühstück kommt vom Bäcker nebenan.

Drei Buchungsregeln für die Region: Erstens früh sein, wenn du im Juli oder August reist – auf den kleinen Inseln ist das Bettenangebot begrenzt, und die guten Häuser in Symi-Gialos oder der Chora von Patmos sind Monate vorher vergeben. Zweitens die Saisonränder prüfen: Viele Betriebe öffnen erst um Ostern und schließen zwischen Ende Oktober und November; wer im Winter kommt, findet fast nur in Rhodos-Stadt und Kos-Stadt verlässlich offene Häuser. Drittens kombinieren statt festnageln: zwei, drei Nächte Altstadt-Rhodos, eine Woche Strand, dazu ein bis zwei Inseln mit Pension – so nutzt du die Stärken jeder Station, statt von einem Standort aus allem hinterherzufahren.

Hotels in Dodekanes

Alle 56 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken auf den Dodekanes

In der Hafentaverne von Pothia stellt der Wirt erst Brot, Oliven und einen Krug Wein hin – bestellt wird später, wenn er erzählt hat, was das Boot heute gebracht hat.

Die Küche der Dodekanes ist Hafenküche mit langem Gedächtnis: Auf Rhodos gehören Pitaroudia auf den Tisch, knusprige Kichererbsenpuffer mit Tomate und Minze, dazu Meze-Klassiker von gegrilltem Oktopus bis zu kleinen Frittierfischen. Kalymnos isst, was das Meer der Schwammtaucher hergab – Tintenfisch in vielen Varianten und Mermizeli, den Inselsalat aus Zwieback, Tomaten und Frischkäse. Und auf Symi sind die winzigen, in heißem Öl knusprig frittierten Garnelen die Bestellung, an der keine Hafentaverne vorbeikommt: mitsamt Schale essen, Zitrone darüber, fertig.

Die Bergdörfer kochen ihr eigenes Kapitel: Auf Karpathos sind Makarounes das Nationalgericht – handgerollte Nudeln mit geschmelzten Zwiebeln und geriebenem Inselkäse, in Olymbos direkt neben dem Holzbackofen serviert. Kos steuert seinen in Rotwein gereiften Käse bei, der als Krasotyri oder Posa auf den Karten steht und zu einem Glas Weißwein reicht. Süß wird es wieder auf Rhodos: Melekouni, die Sesam-Honig-Rauten, werden traditionell zu Hochzeiten gereicht und sind das beste essbare Mitbringsel der Insel – haltbar, leicht und an jedem Markt zu finden.

Beim Trinken lohnt der Blick aufs Etikett: Rund um Embonas an den Hängen des Attavyros wächst der Wein von Rhodos, mehrere Güter lassen sich mit Verkostung besuchen, und auf den Karten der Insel stehen ihre Weißen aus der Athiri-Traube. Der Schnaps der Region heißt Souma, ein Tresterbrand, der auf den Inseln oft aus Feigen oder Trauben gebrannt und eiskalt gereicht wird. Und stell dich auf den Rhythmus des Südens ein: Mittags ist es still, gegessen wird spät – vor 20 Uhr sitzt du in vielen Tavernen allein, ab 21 Uhr füllen sich die Tische mit Familien, und niemand bringt dir ungefragt die Rechnung.

Restaurants in Dodekanes

Alle 67 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise auf die Dodekanes und Mobilität vor Ort

Drei, vier Flugstunden nach Südosten, dann senkt sich die Maschine über eine Kette aus Inselrücken – Rhodos und Kos sind die beiden Tore, alles Weitere erledigt das Schiff.

Der schnellste Weg führt über die beiden großen Flughäfen: Rhodos (Diagoras) und Kos werden im Sommerhalbjahr aus vielen deutschen Städten direkt angeflogen, die Flugzeit liegt bei rund dreieinhalb Stunden. Nach Karpathos gibt es saisonale Direktflüge, sonst fliegst du über Athen; kleine Plätze wie Leros, Kalymnos, Astypalea oder Kastellorizo erreichst du nur mit Inlandsmaschinen oder per Fähre. Außerhalb der Saison, etwa von November bis März, schrumpft das Direktflug-Angebot deutlich zusammen – dann läuft fast alles über Athen, und du solltest die Umsteigezeiten großzügig planen.

Die Alternative übers Wasser ist eher Erlebnis als Abkürzung: Ab Piräus verbinden große Fähren – allen voran Blue Star Ferries – die Dodekanes mit dem Festland, meist als Nachtfahrt mit Kabinenoption, denn bis Rhodos sind es je nach Route und Zwischenstopps deutlich über zwölf Stunden. Sinnvoll ist das vor allem, wenn du ohnehin in Athen startest oder ein Auto mitnehmen willst. Innerhalb der Inselgruppe übernehmen dann die schnellen Katamarane und Lokalfähren; die Abschnitte zwischen Rhodos, Symi, Kos, Kalymnos, Leros und Patmos sind kurz genug, um die Route frei zu kombinieren.

Vor Ort stellt sich die Mietfrage: Auf Rhodos, Kos und Karpathos lohnt der Mietwagen fast immer, denn die stärksten Ecken – Bergdörfer, abgelegene Buchten, der Inselsüden – liegen abseits der Buslinien. Die Hauptstraßen sind ordentlich, auf Nebenstrecken fährst du defensiv. Beim beliebten Roller gilt: Kläre vor der Buchung, welche Führerscheinklasse das Fahrzeug verlangt, denn der deutsche Pkw-Führerschein deckt motorisierte Zweiräder in Griechenland nicht automatisch ab – seriöse Vermieter prüfen das, und ohne passende Klasse riskierst du den Versicherungsschutz. Helm ist Pflicht, auch wenn ihn vor Ort nicht jeder trägt.

Ohne eigenes Fahrzeug kommst du trotzdem weit: Auf Rhodos verbinden Überlandbusse die Stadt mit Lindos und den Küstenorten, auf Kos ersetzt das Fahrrad viele Fahrten, und auf kleinen Inseln wie Symi oder Patmos erledigen Füße, Ausflugsboote und wenige Taxis den Rest. Kalkuliere die Inselgrößen realistisch: Rhodos misst fast 80 Kilometer in der Länge – wer in Rhodos-Stadt wohnt und täglich in den Süden pendelt, verbringt viel Zeit auf der Straße. Leg deine Basis dorthin, wo dein Schwerpunkt liegt, und hebe dir die entfernten Ecken für ein, zwei gezielte Ausflugstage auf.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Dodekanes – und welche Basis zu dir passt

RhodosRhodosDie Hauptinsel vereint die UNESCO-Altstadt der Johanniter, die Akropolis von Lindos und lange Ostküsten-Strände. Dazu Weindörfer am Attavyros und der Kite-Spot Prasonisi ganz im Süden – die vielseitigste Basis der Gruppe.Ideal für: Kultur & Strand5–10 TageKosKosFlache Radwege, das antike Asklepieion und Sandstrände bei Tigaki und Kefalos: Kos ist die unkomplizierteste Badeinsel der Dodekanes und das beste Sprungbrett zu Nisyros, Kalymnos und Patmos.Ideal für: Familien & Radfahrer4–7 TageKarpathosKarpathosEin windiger Bergrücken zwischen Rhodos und Kreta, mit Buchten wie Apella, dem Trachtendorf Olymbos und dem Windsurf-Revier Afiartis. Wild, kurvig und wohltuend weit weg vom großen Tourismus.Ideal für: Natur & Bergdörfer5–7 TageKalymnosKalymnosDie Insel der Schwammtaucher ist heute eines der bekanntesten Sportkletterziele der Welt – mit der Grande Grotta über Massouri, dem Hafenort Pothia und der autofreien Nachbarinsel Telendos direkt gegenüber.Ideal für: Kletterer & Aktive3–7 TagePatmosPatmosApokalypse-Grotte, das festungsartige Johanneskloster und eine weiß gekalkte Chora – alles UNESCO-Welterbe. Ohne Flughafen bleibt die Insel ruhig; abends teilen sich Pilger und Segler die Tavernen von Skala.Ideal für: Ruhe & Spiritualität2–4 TageSymiSymiNeoklassizistische Kapitänshäuser staffeln sich amphitheatralisch um den Hafen von Gialos, die Treppengasse Kali Strata führt ins Oberdorf. Berühmt für die frittierten Symi-Garnelen – am schönsten nach Abfahrt der Tagesboote.Ideal für: Architektur & Genuss1–3 TageNisyrosNisyrosDie Vulkaninsel südlich von Kos: Im begehbaren Stefanos-Krater zischen Fumarolen, oben am Kraterrand ducken sich die Dörfer Emborios und Nikia, am Hafen von Mandraki bleibt es abends dörflich still.Ideal für: Vulkan & Tagesausflug1–2 TageLerosLerosTiefe Buchten, eine Windmühlen-Chora unter dem Kastell und in Lakki ein ganzes Ortsbild italienischer Moderne aus den 1930ern: Leros ist die stille, geschichtsdichte Zwischenstation der Fährroute nach Patmos.Ideal für: Geschichte abseits2–3 TageTilosTilosKlein, grün und konsequent ruhig: Tilos setzt auf Naturschutz und erneuerbare Energie, Wanderwege verbinden verlassene Dörfer, Klöster und leere Kiesbuchten. Fähranleger ist Livadia mit Tavernen direkt am Wasser.Ideal für: Wanderer & Aussteiger2–3 TageAstypaleaAstypaleaDie schmetterlingsförmige Insel ganz im Westen wirkt mit weißer Chora, Windmühlenreihe und venezianischem Kastell schon wie die Kykladen – ein Umweg mit dünner Fähranbindung, der genau deshalb ruhig geblieben ist.Ideal für: Chora-Romantik2–4 TageKastellorizoKastellorizoDer östlichste Vorposten Griechenlands, nur gut zwei Kilometer vor der türkischen Küste: ein einziger Hafenbogen aus bunten Häusern, eine Blaue Grotte für Bootsbesuche und viel Zeit, die hier langsamer vergeht.Ideal für: Ende-der-Welt-Gefühl1–2 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für die Dodekanes im Jahreslauf

Kaum eine Ecke Europas sammelt mehr Sonnenstunden als Rhodos – die Frage ist weniger ob, sondern wann zwischen April und Oktober du kommst.

Das Klima der Dodekanes ist verlässlich mediterran: milde, teils regnerische Winter, ein kurzer grüner Frühling und ein langer, trockener Sommer, in dem von Juni bis September praktisch kein Regen fällt. Prägend ist der Meltemi, der trockene Nordwind, der im Juli und August am kräftigsten bläst – er kühlt die Hitze angenehm, kann aber Katamaran-Fahrten und ungeschützte Weststrände durcheinanderbringen. Die Werte unten gelten für Rhodos; auf den Bergen von Karpathos ist es windiger, im Landesinneren im Sommer heißer.

Jan15°9°mild, vieles geschlossen
Feb15°9°Regenspitzen, still
Mär17°10°erstes Frühlingsgrün
Apr20°12°Blüte, Saisonstart um Ostern
Mai24°16°warm, Meer erwacht
Jun28°20°Badestart, lange Tage
Jul31°23°heiß, kräftiger Meltemi
Aug31°23°Hochsaison, volle Fähren
Sep28°20°warmes Meer, ruhiger
Okt24°17°milder Badeausklang
Nov20°13°ruhig, Fähren ausgedünnt
Dez16°10°mild, Nebensaison

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für die Dodekanes sind Mai, Juni, September und Oktober: warmes Meer, offene Betriebe und deutlich weniger Andrang als im Hochsommer – der September gilt vielen als der beste Monat überhaupt, weil das Wasser dann am wärmsten ist. Juli und August funktionieren für reinen Badeurlaub, bringen aber Hitze, volle Katamarane und den kräftigsten Meltemi mit. Von November bis März schließen viele Inselbetriebe, und die Fährtakte dünnen aus – dann bleiben Rhodos-Stadt und Kos-Stadt die verlässlichen Ziele.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Dodekanes

Welche Dodekanes-Insel ist die schönste?
Kommt auf deinen Schwerpunkt an: Rhodos liefert die stärkste Mischung aus Welterbe-Altstadt, Lindos und Stränden, Karpathos die wildeste Landschaft mit dem Bergdorf Olymbos, Symi den fotogensten Hafen und Patmos die ruhigste Atmosphäre. Wer sich nicht entscheiden will, kombiniert zwei oder drei Inseln per Katamaran.
Rhodos oder Kos – welche Insel passt besser?
Rhodos ist größer und abwechslungsreicher: Ritter-Altstadt, Lindos, Bergdörfer und lange Ostküsten-Strände. Kos ist flacher, kompakter und entspannter – ideal mit Rad, mit Kindern und als Sprungbrett zu Nisyros und Kalymnos. Für die erste Reise mit Kulturanteil nimm Rhodos, für unkomplizierten Strandurlaub Kos.
Wie kommt man nach Karpathos?
Im Sommer fliegen Chartermaschinen direkt aus Deutschland nach Karpathos, außerhalb der Saison geht es mit Umstieg über Athen oder Rhodos. Zusätzlich verbinden Fähren die Insel mit Rhodos und Kreta, allerdings mit dünnem Takt. Vor Ort ist ein Mietwagen praktisch Pflicht, da Busse selten fahren.
Wie funktioniert Inselhopping auf den Dodekanes?
Du fliegst nach Rhodos oder Kos und springst dann mit Katamaranen und Fähren weiter – kaum eine Überfahrt dauert über zwei Stunden. Bewährt sind 10 bis 14 Tage für Rhodos, Symi, Kos, Nisyros als Tagesausflug, Kalymnos und Patmos. Buche Hochsaison-Tickets vorab und plane einen Puffertag vor dem Rückflug ein.
Wann ist die beste Reisezeit für die Dodekanes?
Mai, Juni, September und Oktober: warmes Meer, offene Tavernen und weniger Betrieb als im Hochsommer. Juli und August sind heiß und voll, dazu bläst der Meltemi am kräftigsten. Von November bis März schließen viele Inselbetriebe, und die Fährverbindungen dünnen stark aus.
Was ist der Meltemi und wie stark stört er?
Der Meltemi ist ein trockener Nordwind, der im Hochsommer über die Ägäis bläst, am kräftigsten im Juli und August. Er macht die Hitze erträglich, kann aber Katamaran-Abfahrten verschieben und Weststrände ungemütlich machen. Plane bei Inselhopping einen Puffertag ein und such dir an windigen Tagen Buchten im Lee der Ostküsten.
Lohnt sich ein Tagesausflug nach Symi?
Ja – Katamarane und Ausflugsboote ab Rhodos brauchen rund ein bis anderthalb Stunden, oft mit Stopp am Panormitis-Kloster. Noch besser ist eine Übernachtung: Nach 17 Uhr, wenn die Tagesboote ablegen, gehört der neoklassizistische Hafen von Gialos wieder den Bewohnern, und du erlebst das Abendlicht auf den Fassaden.
Kommt man auf Rhodos ohne Mietwagen zurecht?
Teilweise: Überlandbusse verbinden Rhodos-Stadt zuverlässig mit Faliraki, Kolymbia und Lindos, und die Altstadt erkundest du ohnehin zu Fuß. Für Bergdörfer wie Embonas, die Westküste und den Inselsüden um Prasonisi brauchst du aber ein eigenes Fahrzeug – dort fahren Busse selten oder gar nicht.
Welche Dodekanes-Insel eignet sich für Familien?
Kos ist die einfachste Wahl: flache Sandstrände bei Tigaki und Marmari, Radwege, kurze Distanzen und viele Hotels mit Kinderpools. Auf Rhodos funktionieren die Ostküsten-Orte wie Kolymbia und Kiotari gut. Kleine Inseln wie Symi oder Patmos sind eher etwas für ältere Kinder, die Bootsfahrten und Gassen spannend finden.
Wie kommt man nach Patmos ohne Flughafen?
Patmos erreichst du per Katamaran ab Kos oder Rhodos, mit der Fähre ab Piräus oder über die Flughäfen der Nachbarinseln Leros, Kos und Samos mit anschließender Überfahrt. Genau diese Anreise hält die Klosterinsel ruhig – plane die Verbindungen vorab, im Winterhalbjahr fahren deutlich weniger Schiffe.
Wie viele Tage sollte man für Rhodos einplanen?
Für Altstadt, Lindos und ein paar Strandtage reichen fünf bis sieben Tage. Wer auch Bergdörfer wie Embonas, die Westküste mit Monolithos und den Süden um Prasonisi sehen will, plant besser zehn Tage – die Insel ist fast 80 Kilometer lang, und die Fahrzeiten summieren sich schneller, als die Karte vermuten lässt.
Kann man auf den Dodekanes im November noch Urlaub machen?
Mit Abstrichen: Tagsüber sind um die 20 Grad möglich, und Rhodos-Stadt bleibt ganzjährig lebendig. In den Badeorten schließen aber viele Hotels, Strandbars und Tavernen zwischen November und März, und die Fährverbindungen zu kleinen Inseln dünnen stark aus. Für Städte- und Wandertage brauchbar, für klassischen Strandurlaub nicht.
DodekanesZwölf Hauptinseln reihen sich entlang der türkischen Küste durch die Südägäis – mit Ritterburgen, Schwammtaucherhäfen und einem begehbaren Vulkankrater.

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