
◆ STADT · DODEKANES
Zwischen Rhodos und Kreta liegt Karpathos, die zweitgroesste Insel des Dodekanes und einer der eigenwilligsten Flecken der Aegaeis. Steile Bergkaemme fallen in tuerkise Buchten, der Norden bewahrt in Olymbos eine fast verschwundene Welt aus Trachten, Dialekt und Windmuehlen, und der Sueden gehoert dem Meltemi, der Afiartis zu einem der besten Surfreviere Europas macht. Wer hierherkommt, sucht keine Bettenburgen, sondern Straende ohne Strassenanschluss, Ziegenpfade und das Gefuehl, eine Insel zu betreten, die sich nie ganz angepasst hat.

Karpathos liegt so abgelegen, dass die Moderne hier immer ein wenig spaeter ankam. Genau das hat die Insel zu dem gemacht, was sie heute ist: ein Ort, an dem das Bergdorf Olymbos seine archaische Mundart, handgewebte Stoffe und alltaeglich getragene Trachten bewahrt hat, waehrend die Hauptstadt Pigadia an einer der breitesten Buchten der Ostkueste ein entspanntes Hafenleben fuehrt. Die rund 75 Windmuehlen ueber Olymbos, von denen einige noch mahlen, sind kein Museum, sondern gelebte Geschichte.
Die Geografie diktiert das Reisen. Die schoensten Buchten der Insel, allen voran Apella und Kyra Panagia, erreicht man oft am leichtesten per Ausflugsboot von Pigadia oder Diafani aus. Im Norden liegt das unbewohnte Eiland Saria mit Ruinen alter Siedlungen, das nur ueber das Wasser zugaenglich ist. Wer wandert, findet ueber die ganze Insel verteilt markierte Pfade durch Olivenhaine, Pinienwald und schroffe Hochebenen.
Und dann ist da der Wind. Von Mai bis September faecht der nordstaemmige Meltemi ueber die Aegaeis und trifft Karpathos mit voller Kraft. Was im Hochsommer fuer Abkuehlung sorgt, verwandelt die Bucht von Afiartis im Suedem in ein Weltklasse-Revier fuer Windsurfer und Kitesurfer. Karpathos ist damit zwei Inseln in einer: ein stilles Refugium fuer Traditionssuchende und Wanderer und zugleich eine Arena fuer alle, die den Wind brauchen.
01 · Auf einen Blick
Karte
· Stadtviertel




· Sehenswürdigkeiten

Unbewohnte Nachbarinsel im Norden mit Schlucht, antiken Ruinen von Palatia und einsamen türkisfarbenen Buchten.

Hügel bei Arkasa mit der Akropolis des antiken Arkesia und der frühchristlichen Basilika Agia Sofia samt Mosaikböden.

Restaurierte Steinwindmühlen auf den Graten über dem Bergdorf Olymbos, einige davon noch in Betrieb.

Auf einem Bergkamm thronendes Traditionsdorf, in dem Tracht, eigener Dialekt und alte Bräuche bis heute lebendig sind.

Die Dorfkirche von Olymbos aus dem 15. Jahrhundert mit markantem Glockenturm, Schauplatz des Panagia-Festes am 15. August.

Antike dorische Stadt im äußersten Norden mit Felskammergräbern und der Höhlenkirche Agios Ioannis.
· Hotels

Fünf-Sterne-Strandhotel an einer ruhigen Bucht bei Pigadia mit großem Infinity-Pool, Spa und zwei Restaurants.

Großzügiges Fünf-Sterne-Resort am Meer bei Pigadia mit vier Pools, Infinity-Becken, Spa und eigenem Strandzugang.

Adults-only Boutique-Hotel über den Buchten von Amoopi mit 21 individuellen Suiten, Pool und Spa-Anwendungen.

Familiengeführtes Boutique-Hotel im ruhigen Arkasa mit Suiten, Meerblick, Spa und Bio-Frühstück.
· Restaurants

Familiengeführte Taverne an der Hafenmole von Pigadia mit ehrlicher karpathischer Hausmannskost und Mezze.

Stilvolle Taverne in einem Stadthaus aus den 1930ern, abseits der Promenade von Pigadia, mit täglich wechselnder Karte.

Familientaverne an der Fußgängerzone von Pigadia mit klassischer griechischer Küche – ganzjährig geöffnet.

Familientaverne im Hafenort Diafani mit ehrlicher karpathischer Bergküche unter einer Weinlaube.

Fischtaverne direkt am Kai des winzigen Fischerhafens Finiki, wo der Fang oft am selben Tag auf den Teller kommt.
· Aktivitäten

Windsurfen an den Buchten von Makris Gialos im Süden, einem der zuverlässigsten Spots Europas.

Kitesurfen im Süden von Karpathos mit verlässlichem Sommerwind, getrennt vom Windsurfrevier von Afiartis.

Tagesausflug per Boot ab Pigadia zu den schwer erreichbaren Traumbuchten Apella, Kyra Panagia und Achata.

Tauchgänge in den geschützten Gewässern um die Insel Saria mit Riffen, Höhlen und Unterwasserbögen.

Aussichtsreicher alter Saumpfad vom Bergdorf Olymbos hinab zum Küstenhafen Diafani.
02 · Was tun
Tradition und Kultur
Die Serpentinenstrasse von Pigadia gen Norden fuehrt durch gruene Taeler hinauf nach Olymbos, wo Frauen im Alltag Tracht tragen, ein altertuemlicher Dialekt gesprochen wird und Windmuehlen ueber den Daechern stehen. Diafani am Meer ist der Ausgangshafen fuer Bootstouren.
Strand und Boot
Apella und Kyra Panagia zaehlen zu den schoensten Straenden Griechenlands, eingerahmt von Bergen, Pinien und roten Felsen. Viele der Traumbuchten erreicht man am bequemsten per Ausflugsboot ab Pigadia oder Diafani, oft kombiniert mit einem Abstecher zum Eiland Saria.
Wind und Wasser
Der Meltemi macht den flachen Sueden um Afiartis und die Chicken Bay zu einem Hotspot fuer Wind- und Kitesurfer aus aller Welt, mit verlaesslichen Boeen im Hochsommer. Direkt nebenan liegt der Inselflughafen, der die Anreise kurz haelt.
03 · Wann
Das Klima ist typisch mediterran mit heissen, trockenen Sommern und milden Wintern. Entscheidend fuer die Reisezeit ist, ob man baden, wandern oder surfen will, denn der Meltemi praegt die ganze warme Saison.
04 · Häufige Fragen
Karpathos hat einen eigenen Flughafen (AOK) im Sueden der Insel bei Afiartis, etwa 14 km von der Hauptstadt Pigadia entfernt, mit Inlandsverbindungen unter anderem nach Rhodos, Athen und Kreta. Zusaetzlich verkehren Faehren, die Karpathos mit Rhodos, Kreta und dem griechischen Festland verbinden; die Ueberfahrt von Rhodos dauert mehrere Stunden.
Olymbos im Bergland des Nordens ist eines der traditionsreichsten Doerfer Griechenlands. Wegen seiner abgeschiedenen Lage haben sich hier archaische Brauchtuemer erhalten: Frauen tragen im Alltag farbenfrohe Trachten, es wird ein altertuemlicher Dialekt mit Spuren des Altgriechischen gesprochen, und ueber dem Dorf stehen rund 75 alte Windmuehlen, von denen einige noch in Betrieb sind.
Zu den schoensten zaehlen Apella und Kyra Panagia, beide mit tuerkisem Wasser und dramatischer Bergkulisse. Viele der spektakulaersten Buchten haben keinen oder nur einen schwierigen Strassenanschluss und werden am besten per Ausflugsboot ab Pigadia oder Diafani angesteuert, oft kombiniert mit dem Eiland Saria im Norden.
Ja. Der flache Sueden um Afiartis und die sogenannte Chicken Bay gilt dank des verlaesslichen Meltemi-Windes von Mai bis September als eines der besten Wind- und Kitesurfreviere Europas und zieht im Sommer internationale Surfer an. Die staerksten Winde gibt es im Juli und August.
Fuer einen Badeurlaub sind Juni bis Mitte September am besten, wobei Juni und September warmes Wetter mit weniger Trubel verbinden. Zum Wandern eignen sich Fruehling (April/Mai) und Herbst (September/Oktober), wenn die Insel gruener und die Sonne weniger stark ist. Surfer kommen vor allem im windreichen Hochsommer.
05 · In der Nähe
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