Stadt · Griechenland

Rhodos

Morgens läufst du durch eine Ritterstadt, mittags schnorchelst du in einer Felsbucht, und abends steht im Bergdorf ein Krug Athiri auf dem Tisch.

6 Stadtviertel8 Sehenswürdigkeiten5 Hotels
Überblick

Deine Rhodos-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Ende April bis Oktober; Juni bis September für Badeurlaub
Anreise
Flughafen Rhodos „Diagoras" (RHO), ca. 13 km südwestlich; Fähren ab Piräus und Nachbarinseln
Region
Dodekanes, Südliche Ägäis
Land
Griechenland
Inselgröße
Größte Insel des Dodekanes, rund 1.400 km²
Zeitzone
Europe/Athens (OEZ, MEZ +1 Std.)
Über Rhodos

Reisen nach Rhodos

Rhodos ist die größte Insel des Dodekanes, rund 80 Kilometer lang, und packt auf diese Strecke mehr unterschiedliche Reisen als die meisten Inseln der Ägäis. Im Norden liegt hinter vier Kilometern Festungsmauer die mittelalterliche Stadt der Johanniter, seit 1988 UNESCO-Welterbe, mit dem Großmeisterpalast, der Ritterstraße und einem osmanisch geprägten Viertel, in dem Moscheen und ein altes Hammam zwischen Kopfsteingassen stehen. Fünfzig Kilometer weiter südlich klebt Lindos als Gewirr weißer Würfel unter der Akropolis mit dem Tempel der Athena Lindia. Dazwischen reihen sich an der windgeschützten Ostküste Buchten wie die Anthony Quinn Bay und lange Strände bei Faliraki, Tsambika und Afandou, während die Westküste dem Meltemi gehört und Surfer nach Ixia und ganz in den Süden nach Prasonisi zieht. Landeinwärts steigt die Insel zu Pinienwäldern, zum Attavyros mit den Weindörfern um Embonas und zu Ritterburgen wie Monolithos an – Rhodos ist damit weniger ein Badeziel als eine Insel, die du abfährst.

Rhodos – Karte
Reiseführer

Rhodos von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Kurz nach sieben fällt das Licht flach in die Ritterstraße, der Stein gibt die Hitze des Tages zurück, und zwei Gassen weiter riecht es schon nach gegrilltem Oktopus. Eine halbe Autostunde südlich liegt zur selben Zeit eine Bucht, in der außer dir niemand mehr im Wasser steht, und noch eine Stunde weiter, oben am Attavyros, schenkt jemand Athiri aus einem Metallkännchen nach. Rhodos ist deshalb keine Insel, die man vom Hotelstrand aus erledigt – es ist eine Insel, die man fährt.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Rhodos

Die großen Ziele liegen weit auseinander – zwischen der Altstadt und der Akropolis von Lindos liegen rund fünfzig Kilometer Küstenstraße.

Am höchsten Punkt der Altstadt steht der Großmeisterpalast, die Burg der Johanniter, die Rhodos von 1309 bis 1522 regierten. Was du heute betrittst, ist zu großen Teilen ein Wiederaufbau: 1856 entzündete ein Blitz die seit der Belagerung vergessene Pulverkammer in der Nachbarkirche Agios Ioannis – die Kirche verschwand, der Palast verlor seine Obergeschosse. Die italienische Verwaltung setzte ihn in den 1930er Jahren als repräsentative Residenz wieder zusammen und legte in den Sälen antike Mosaikböden aus, die von Kos herübergeschafft wurden. Vom Palasttor führt die Ritterstraße rund zweihundert Meter bergab, gesäumt von den Herbergen der einzelnen Ordenszungen – Frankreich, Italien, Spanien, Provence –, deren Wappen bis heute über den Portalen sitzen. Geh sie früh am Morgen, wenn die Sonne flach durch die Gasse fällt und noch niemand darin steht.

Am unteren Ende der Ritterstraße öffnet sich das gotische Ritterhospital, in dem heute das Archäologische Museum von Rhodos untergebracht ist. Der große Krankensaal mit seiner offenen Dachkonstruktion ist für sich schon sehenswert, dazwischen stehen Grabstelen, Amphoren und die beiden Aphrodite-Statuen, für die das Haus bekannt ist – die stehende, vom Meer zerfressene Figur ist die Aphrodite Thalassia, die Lawrence Durrell in seinem Rhodos-Buch zur Marine Venus gemacht hat; die kniende wringt sich das Haar aus. Nördlich der Mauern beginnt am Mandraki-Hafen die von den Italienern gebaute Neustadt, mit der siebeneckigen Markthalle Nea Agora, drei Windmühlen auf der Mole und der Festung Agios Nikolaos am Kopf der Hafeneinfahrt. An der Einfahrt selbst stehen die Säulen mit den Hirschen Elafos und Elafina – an dieser Stelle soll der Koloss von Rhodos gestanden haben, die Bronzestatue des Helios, die 226 v. Chr. bei einem Erdbeben einstürzte.

Der zweite große Anlaufpunkt liegt rund fünfzig Kilometer südlich: die Akropolis von Lindos, die auf einem gut hundert Meter hohen Felsen über dem weißen Dorf sitzt. Der Aufstieg führt über Treppen an der Felswand entlang, und gleich am Fuß der Stufen ist ein Trierenheck in den Stein gemeißelt, das Relief eines antiken Kriegsschiffs. Oben stehen die Reste der Säulenhalle aus hellenistischer Zeit, die Propyläen und ganz am Rand der kleine Tempel der Athena Lindia, von dem aus du auf drei Seiten das Meer siehst. Die Johanniter haben die Anlage später mit einer Burgmauer umschlossen, weshalb Antike und Mittelalter hier buchstäblich übereinanderliegen.

Der Rest der Insel verteilt seine Höhepunkte über die Fläche. Das Tal der Schmetterlinge bei Petaloudes ist ein schattiger Bachlauf mit Holzstegen und Wasserfällen, in dem sich im Hochsommer Zehntausende Russische Bären sammeln, eine Nachtfalterart, die vom Harz der Amberbäume angezogen wird. An der Nordwestküste liegt die antike Stadt Kamiros terrassenförmig am Hang, mit Straßenraster, Zisterne und Wohnhäusern, aber ohne Stadtmauer – die Italiener gruben sie ab 1929 aus. Und über Ialysos thront der Filerimos mit dem Kloster Panagia Filerimos, einem Kreuzweg zum Aussichtskreuz und Pfauen, die zwischen den Zypressen herumspazieren.

Sehenswürdigkeiten in Rhodos

Alle 8 Sehenswürdigkeiten
Altstadt & Ritterzeit

Die Altstadt von Rhodos und das Erbe der Johanniter

Innerhalb der Mauern wohnen bis heute Menschen, und deshalb sieht dieselbe Gasse um acht Uhr abends völlig anders aus als um die Mittagszeit.

Ritterstadt von Rhodos
Ritterstadt von Rhodos

Die Mauer, die das alles zusammenhält, ist rund vier Kilometer lang und an den stärksten Stellen etwa zwölf Meter dick – die Johanniter bauten sie über zwei Jahrhunderte immer weiter aus, weil sie wussten, wer irgendwann davorstehen würde. 1522 belagerte Süleyman der Prächtige die Stadt ein halbes Jahr lang, danach zogen die Ritter ab und gingen nach Malta. Ein knappes Dutzend Tore führt durch den Ring; das eindrucksvollste ist das Seetor am alten Handelshafen, flankiert von zwei runden Türmen mit dem Wappen des Ordens darüber. Auf Teilstücken der Mauerkrone lässt sich zeitweise auch oben entlanggehen.

Innerhalb der Mauern steigt vom Seetor die Sokratous an, die Hauptgasse, die zur rosafarbenen Süleyman-Moschee hinaufführt und heute vor allem Lederwaren, Schmuck und Schwämme verkauft. Wer davon genug hat, biegt einfach ab: Das ehemals osmanisch geprägte Viertel im Westen ist ein Netz aus Sackgassen, Stützbögen über den Gassen und stillen Höfen, in dem noch immer Menschen wohnen. Dort stehen auch die Bibliothek des Hafiz Ahmet Aga und das alte Hammam am Arionos-Platz. Und selbst an der Sokratous führt eine Tür in einen begrünten Innenhof wie den Socratous Garden, in dem vom Gedränge draußen wenig ankommt.

Im Osten der Altstadt liegt das jüdische Viertel, das an den dunkelsten Tag der Inselgeschichte erinnert. Auf dem Platz der Jüdischen Märtyrer steht ein Brunnen mit bronzenen Seepferdchen, ein paar Schritte weiter die Synagoge Kahal Shalom von 1577, die älteste erhaltene Griechenlands, mit einem kleinen Museum im Nebenhaus. Im Juli 1944 wurde die jüdische Gemeinde der Insel – etwa sechzehnhundert Menschen – deportiert, nur wenige kehrten zurück. Das Viertel ist heute der ruhigste Teil innerhalb der Mauern, und genau deshalb der Ort, an dem die Altstadt am ehesten das erzählt, was in den Souvenirgassen untergeht.

Praktisch heißt Altstadt vor allem: zu Fuß und mit festen Sohlen. Das Pflaster besteht aus runden Kieseln, in dünnen Sandalen läufst du darauf unangenehm, und Autos dürfen ohnehin nur Anlieger hineinfahren – du parkst außerhalb der Mauern an den Hafenbecken und gehst durch eines der Tore. Der zweite Punkt ist die Uhrzeit. Über die Mittagsstunden schieben sich die Gruppen der Kreuzfahrtschiffe durch die Sokratous; morgens vor neun und abends nach acht gehört dir dieselbe Gasse fast allein, und im Sommer ist beides ohnehin die angenehmere Temperatur.

Lindos & Akropolis

Lindos und die Akropolis über der Bucht von Agios Pavlos

Ins Dorf selbst fährt kein Auto – du stellst den Wagen oberhalb ab und gehst die letzten Minuten zu Fuß hinunter.

Akropolis von Lindos
Akropolis von Lindos

Lindos siehst du erst, wenn du fast darüberstehst: Von der Straße öffnet sich die Bucht plötzlich nach unten, und im Rund liegt ein Gewirr weißer Würfel unter dem Burgfelsen. Hinter den unscheinbaren Türen der Kapitänshäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert liegen Innenhöfe mit Chochlakia, schwarz-weißen Kieselmosaiken, und geschnitzten Holzdecken; einige sind heute als Café, Laden oder Museum zugänglich, und der Blick hinein lohnt jedes Mal. Wer den Gassen nach oben folgt, landet früher oder später auf einer Dachterrasse mit Blick auf beide Buchten gleichzeitig.

Der Aufstieg zur Akropolis dauert je nach Tempo rund zwanzig Minuten und führt über Stufen und eine gepflasterte Rampe. Am Fuß der großen Treppe sitzt das in den Fels gehauene Relief eines Schiffshecks, darüber öffnet sich der Burghof der Johanniter, und erst dahinter beginnt die Antike: die hellenistische Säulenhalle, die Propyläen und der kleine Athena-Tempel auf der Felskante. Schatten gibt es oben praktisch keinen und Wasser auch nicht – nimm eine Flasche mit, setz einen Hut auf und geh entweder gleich zur Öffnung oder in der letzten Stunde vor Schluss.

Unten hat Lindos zwei Buchten mit sehr unterschiedlichem Charakter. Die Megali Paralia direkt unter dem Dorf ist flach, sandig und dicht belegt, mit kleinen Kindern die pragmatische Wahl und entsprechend voll. Auf der anderen Seite der Landzunge liegt die fast geschlossene Bucht von Agios Pavlos, in der der Apostel Paulus gelandet sein soll – ein Becken mit schmaler Öffnung zum offenen Meer und dem klarsten Wasser im Ort. Wer mehr Platz braucht, fährt zwei Kilometer nach Norden zur Vlycha-Bucht, an der auch die großen Hotels des Orts liegen.

Zwei Hinweise, die dir den Tag retten. Erstens die Esel: Die traditionellen Ritte hinauf zur Akropolis sind seit Jahren umstritten, Tierschutzorganisationen kritisieren Hitze, Lasten und lange Standzeiten – zu Fuß bist du in zwanzig Minuten oben und musst dich hinterher nicht rechtfertigen. Zweitens die Uhrzeit: Über die Mittagsstunden treffen die Busse aus den Hotelorten und die Ausflugsboote ein, dann ist die Hauptgasse eine Warteschlange. Komm früh am Morgen oder bleib bis zum Abend, wenn die Fassaden warm leuchten und auf den Dachterrassen die Tavernen öffnen.

Strände & Buchten

Die schönsten Strände auf Rhodos an Ost- und Westküste

Auf welcher Seite der Insel du badest, entscheidet weniger der Sand als der Wind.

Anthony Quinn Bay
Anthony Quinn Bay

Von Mai bis September weht der Meltemi überwiegend aus Nordwesten, und er trifft die Westküste zwischen Ialysos, Ixia und Kamiros frontal: Dort ist es kühler, das Wasser kabbelig, der Strand meist Kies. Die Ostküste liegt im Windschatten der Bergkette und hat deshalb fast alle klassischen Badestrände der Insel. Wenn du im Juli und August ans Wasser willst, ohne dass dir der Sand um die Ohren fliegt, buchst du im Osten – und wenn ein Board mitkommt, genau andersherum. Diese eine Entscheidung prägt den Urlaub stärker als die Sterne des Hotels.

Die Ostküste beginnt gleich hinter der Stadt mit der Bucht von Kallithea und den restaurierten Thermen aus der Italienerzeit, wo du zwischen Felsplatten und Rotunde schwimmst und schnorchelst. Ein Stück weiter liegen Faliraki mit seinem langen Sandstrand und dem großen Wasserpark, dahinter die Anthony Quinn Bay mit Felsplatten und klarem Wasser sowie die Nachbarbucht Ladiko. Weiter südlich folgen Traganou mit seinen Höhlen, Afandou, ein kilometerlanger Kiesstrand mit Golfplatz dahinter, die Bucht von Kolymbia und der goldsandige Tsambika-Strand unter dem Klosterfelsen; kurz vor Lindos liegt die geschützte Sandbucht Agia Agathi beim Fischerort Haraki. Hinter Lindos wird es ruhiger: Glystra, Kiotari und die weiten, kaum bebauten Strände von Gennadi und Lachania.

Der Süden gehört Prasonisi, und der Ort ist eine geografische Kuriosität. Eine schmale Sandzunge verbindet die Inselspitze mit einem vorgelagerten Felsen, und auf beiden Seiten dieser Zunge liegt ein anderes Meer – hier Ägäis mit Welle, dort ruhigeres Wasser. Im Sommer läufst du trocken hinüber, im Winter und Frühjahr steht die Zunge unter Wasser. Rundherum haben sich Surf- und Kiteschulen angesiedelt, weil kaum ein Spot in Europa Anfänger- und Wellenrevier so dicht nebeneinanderlegt. Von Rhodos-Stadt sind es rund neunzig Kilometer, also gut anderthalb Stunden Fahrt.

Ein paar Dinge laufen hier anders als an der Adria. Viele Strände sind Kies oder grober Sand, Badeschuhe sind keine schlechte Idee, gerade an der Anthony Quinn Bay und in Afandou. Liegen und Schirme werden fast überall vermietet, natürlicher Schatten ist selten – wer mit Kindern kommt, sucht sich einen Abschnitt mit Tamarisken. Und die Wassertemperatur hinkt der Luft gut einen Monat hinterher: Im Mai ist das Meer mit gut zwanzig Grad noch frisch, im September steht es bei rund sechsundzwanzig Grad und ist damit deutlich wärmer als im Juni.

Rundreise & Mietwagen

Rundreise über Rhodos – eine Inselwoche mit dem Mietwagen

Achtzig Kilometer Insellänge klingen nach wenig, bis du das erste Mal quer über den Bergrücken gefahren bist.

Rhodos belohnt es nicht, wenn du jede Nacht das Quartier wechselst. Am besten funktionieren zwei Standorte: vier bis fünf Nächte im Norden für Stadt, Altstadt und Westküste, danach drei bis vier Nächte weiter südlich im Raum Lindos oder Kalathos. Von dort sind alle Ziele in unter einer Stunde erreichbar, und du packst nur einmal um. Wer nur eine Woche hat, bleibt im Norden und macht den Süden zu einem langen Tagesausflug – dann solltest du allerdings früh los, weil die Rückfahrt am Abend die längste Etappe der ganzen Reise ist.

Tag eins und zwei gehören der Stadt: Altstadt, Großmeisterpalast, Ritterstraße und Archäologisches Museum am Vormittag, nachmittags Mandraki-Hafen, Nea Agora und der Strand von Elli an der Nordspitze. Am dritten Tag fährst du die Westküste hinauf – erst Filerimos mit Kloster und Kreuzweg, dann das Tal der Schmetterlinge und danach Kamiros, wo du zwischen den Grundmauern einer dorischen Stadt über dem Meer stehst. Wer Zeit hat, hängt die Burgruine von Kritinia an und isst unten in Skala Kamirou am Hafen.

Der vierte Tag ist der Bergtag. Über Salakos schraubt sich die Straße auf den Profitis Ilias, wo im Pinienwald zwei Berghotels aus der Italienerzeit stehen, weiter nach Embonas am Fuß des Attavyros mit seinen Weingütern und dann über Siana nach Monolithos, dessen Burg auf einem freistehenden Felsen sitzt – der beste Platz der Insel für den Sonnenuntergang. Am fünften Tag wechselst du an die Ostküste und arbeitest dich über Epta Piges, Tsambika und die Buchten bei Haraki südwärts nach Lindos vor.

Für den Süden planst du einen eigenen Tag ein: Lindos früh am Morgen, dann weiter über Gennadi und Lachania nach Prasonisi und zurück über die Inselmitte. Rechne großzügig – die Küstenstraßen sind gut ausgebaut, aber die Verbindungen quer über die Insel sind schmal, kurvig und teilweise ohne Mittelstreifen, und hinter jedem Traktor verlierst du zehn Minuten. Tank in einem der größeren Orte voll, bevor du in den Süden abbiegst; zwischen den Dörfern liegen die Tankstellen deutlich weiter auseinander als an der Nordküste.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Bergdörfer & Wein

Bergdörfer, Weinberge und das Inselinnere von Rhodos

Zwanzig Autominuten hinter der Küste hört der Tourismus auf und es beginnt eine Insel aus Pinienwald, Rebzeilen und Ziegenglocken.

Der Attavyros ist mit 1.215 Metern der höchste Berg der Insel, und an seinem Nordhang liegt Embonas, das Weindorf von Rhodos. Angebaut werden vor allem zwei einheimische Sorten: Athiri, ein leichter, zitrischer Weißwein, und Mandilaria, ein dunkler, gerbstoffreicher Roter. Mehrere Weingüter im Ort, darunter Emery, nehmen Besucher zu Verkostungen an, und im Dorf selbst wird eher gegrillt als fein gekocht. Dazu gehört Souma, ein klarer Tresterbrand, den man in den Bergdörfern in kleinen Karaffen auf den Tisch stellt – wer fährt, lässt ihn stehen.

Nördlich davon steigt der Profitis Ilias auf knapp achthundert Meter an und ist die grüne Gegenwelt zur Küste: dichter Pinienwald, kühlere Luft, Wanderwege statt Liegen. Auf der Passhöhe stehen zwei Hotels aus den 1930er Jahren, die die italienische Verwaltung als Berghäuser im alpinen Stil bauen ließ – benannt nach den Hirschen Elafos und Elafina, die auch die Einfahrt des Mandraki-Hafens bewachen. Der Weg dorthin führt über Salakos, wo im Ortskern kaltes Quellwasser aus dem Fels läuft und unter Platanen ein paar Tische stehen.

Die Südwestecke gehört den Burgen. Monolithos sitzt auf einem gut zweihundert Meter hohen, freistehenden Felsen; die letzten Meter gehst du zu Fuß hinauf und stehst dann in einer Ruine mit einer weiß gekalkten Kapelle darin, unter dir Kiefernwald und Meer. Ein Stück nördlich liegt die Burg von Kritinia mit Blick hinüber nach Chalki. Dazwischen Siana, bekannt für Honig und Souma, und weiter östlich Asklipio, dessen Dorfkirche die biblischen Geschichten in Freskenbändern über die ganzen Wände erzählt.

Im Osten der Inselmitte lohnen zwei Ziele den Umweg. Epta Piges, die Sieben Quellen bei Kolymbia, ist ein schattiger Platanenhain mit Bachlauf, Pfauen und einem 186 Meter langen Tunnel aus der Italienerzeit, durch den du – wenn er geöffnet ist – knöcheltief im Wasser zum Stausee waten kannst. Und Archangelos, das größte Dorf der Insel, lebt bis heute von Töpferei und Landwirtschaft; ein paar Kilometer weiter, über dem Fischerort Haraki, steht die Ruine der Ritterburg Faraklos, von der aus die Johanniter die Ostküste im Blick behielten.

Übernachten

Hotels auf Rhodos und die passende Küste für deinen Urlaub

Zwischen dem Resortgürtel bei Ixia und einer Suite in einem Ritterhaus liegen auf Rhodos zwei völlig verschiedene Urlaube.

Wo du wohnst, entscheidet über den Charakter der Reise mehr als die Hotelkategorie. Ixia und Ialysos direkt westlich der Stadt sind die Resortzone: große Häuser mit Pool und Spa, Kiesstrand, viel Wind und eine kurze Busfahrt in die Altstadt. Faliraki ist die Familien- und Ausgehadresse mit langem Sandstrand, Kolymbia und Kalathos an der mittleren Ostküste sind ruhiger und liegen nah an Lindos. Ganz im Süden, um Gennadi und Lachania, findest du kleine Häuser, weite leere Strände und fast keine Infrastruktur.

In der oberen Kategorie liegen die bekanntesten Adressen an der Küste. An der Bucht von Ixia, keine vier Kilometer von der Altstadt entfernt, steht das Sheraton Rhodes Resort, ein großes Haus, das mit Kindern gut funktioniert. Rund acht Kilometer vor der Stadt, an der Bucht von Kallithea, liegt das Elysium Resort & Spa direkt am Wasser. Und über der Vlycha-Bucht bei Lindos stehen mit dem Lindos Blu Luxury Hotel & Suites und dem Lindos Grand Resort & Spa zwei Adults-only-Häuser mit Blick über die Bucht – die richtige Wahl, wenn Ruhe wichtiger ist als Animationsprogramm.

Die interessanteste Alternative ist die Altstadt. In den mittelalterlichen Häusern innerhalb der Mauern sind kleine Hotels entstanden, in denen du nach dem Abzug der Tagesgäste in einem Innenhof sitzt und morgens als Erster in der Ritterstraße stehst – das Kókkini Porta Rossa mit seinen sechs Suiten in einem alten Ritterhaus ist die konsequenteste Version davon. Der Preis dafür: kein Pool, kein Strand vor der Tür, eingeschränkte Zufahrt und ein Koffer, den du über Kopfsteinpflaster ziehst. Für zwei, drei Nächte am Anfang oder Ende der Reise ist es trotzdem die bessere Erinnerung.

Zur Planung drei Punkte. Erstens die Saison: Viele Hotels auf Rhodos öffnen erst im Frühjahr und schließen im Spätherbst wieder; wer im Winter kommt, findet vor allem in Rhodos-Stadt etwas Offenes. Zweitens der Transfer: Vom Flughafen sind es an die Westküste rund eine Viertelstunde, nach Faliraki eine gute halbe Stunde und nach Lindos gut eineinviertel Stunden – rechne das bei einem späten Ankunftsflug mit ein. Drittens der Wagen: Wenn dein Haus keinen eigenen Stellplatz hat, wird der Mietwagen in Lindos und im Zentrum von Faliraki schnell zum Problem.

Hotels in Rhodos

Alle 5 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken auf Rhodos zwischen Taverne und Weindorf

Bestell die Meze für den Tisch statt für dich allein – so isst hier jeder, und die Karte ergibt plötzlich Sinn.

In der Altstadt liegen die Klassiker dicht beieinander. Mama Sofia in der Orfeos-Straße kocht seit den späten sechziger Jahren traditionell griechisch, ein paar Gassen weiter serviert das Marco Polo Mansion sein Abendessen im Garten einer rund fünfhundert Jahre alten osmanischen Villa. Pizanias The Sea Star ist die Fischadresse an einem ruhigen Platz, mit dem, was der Tag gebracht hat, und der Socratous Garden im begrünten Innenhof an der Hauptgasse ist die Pause, wenn dir das Gedränge draußen reicht. Etwas abseits der Touristenrouten steht Ta Marasia, eine Meze-Taverne in einem über hundert Jahre alten Haus in einem Wohnviertel von Rhodos-Stadt.

Rhodos hat eine eigene Küche, die über die üblichen Tavernenkarten hinausgeht. Pitaroudia sind frittierte Kichererbsenbällchen mit Zwiebel, Minze und Tomate, die hier in fast jeder Meze-Runde stehen. Melekouni, ein gepresster Riegel aus Sesam und Honig, wird traditionell zu Hochzeiten verschenkt und liegt in jedem Dorfladen. Dazu kommen Käse aus dem Inselinneren, Thymianhonig aus den Dörfern rund um Siana und Gemüse, das im Sommer aus den Gärten der Ostküste stammt. Fisch bestellst du wie überall in Griechenland nach Gewicht – frag vor dem Wiegen nach dem Kilopreis, dann gibt es hinterher keine Überraschung.

Beim Wein bist du auf Rhodos in einer der ältesten Anbauregionen Griechenlands. Der weiße Athiri von den Hängen des Attavyros ist trocken, leicht und zitrisch, der rote Mandilaria dunkler und kantiger, und die große Genossenschaft der Insel produziert daneben Schaumwein nach klassischer Methode. In den Tavernen kommt der offene Wein oft in Metallkännchen auf den Tisch, in Embonas verkosten mehrere Güter direkt ab Hof und verkaufen auch flaschenweise. Ein Karton im Kofferraum ist das ehrlichere Mitbringsel als alles, was in der Sokratous verkauft wird.

Ein paar Gewohnheiten machen den Abend leichter. Gegessen wird spät: Vor acht sitzt kaum ein Grieche in der Taverne, gegen zehn ist Hochbetrieb, und viele Küchen arbeiten bis Mitternacht. Bestellt wird für den Tisch statt pro Person – mehrere Meze in die Mitte, dazu Brot, Salat und ein gegrilltes Hauptgericht zum Teilen. In den Urlaubsorten steht mittags fast überall eine Karte mit Fotos vor der Tür; in den Bergdörfern gibt es das, was der Tag hergibt, und das ist in aller Regel die bessere Wahl.

Restaurants in Rhodos

Anreise & vor Ort

Anreise nach Rhodos und unterwegs auf der Insel

Vom Flughafen Diagoras bis in die Altstadt sind es keine zwanzig Minuten, bis nach Lindos gut eineinviertel Stunden.

Der einfachste Weg nach Rhodos ist der Flug. Der Flughafen Diagoras liegt bei Paradisi an der Westküste, keine fünfzehn Kilometer südwestlich von Rhodos-Stadt, und wird im Sommerhalbjahr aus vielen deutschen Städten direkt angeflogen; die reine Flugzeit liegt bei rund drei Stunden. Im Winter wird das Angebot deutlich dünner, dann führt der Weg meist über Athen. Vom Terminal fahren Taxis und Linienbusse, die meisten Pauschalreisenden nehmen den Transfer des Veranstalters, und die Mietwagenschalter liegen direkt bei der Ankunft.

Mit der Fähre kommst du ebenfalls hin, brauchst dafür aber Zeit. Ab Piräus dauert die Überfahrt je nach Schiff und Zwischenstopps über einen halben Tag, meist als Nachtfahrt mit Kabine. Interessanter sind die Verbindungen innerhalb des Dodekanes: Fähren und Katamarane laufen von Rhodos aus Kos, Symi, Tilos, Nisyros, Karpathos und Kastellorizo an, sodass sich die Insel gut als erster oder letzter Stopp einer Inselkombination nutzen lässt. Die Fahrpläne wechseln mit der Saison und mit dem Wetter – bei kräftigem Meltemi fallen Schnellboote auch mal aus.

Auf der Insel selbst fahren die KTEL-Überlandbusse die Hauptorte zuverlässig an. An der Nea Agora in Rhodos-Stadt liegen zwei Busbahnhöfe nebeneinander, einer für die Ostküste mit Faliraki, Kolymbia und Lindos, einer für Westküste und Flughafen. Für eine Woche Strandurlaub mit einem Ausflug nach Lindos reicht das völlig, und du sparst dir die Parkplatzsuche. Dazu kommen im Sommer Ausflugsboote, die von Mandraki entlang der Ostküste nach Lindos fahren – langsamer als der Bus, dafür mit Badestopps unterwegs.

Sobald Bergdörfer, Burgen oder der Süden auf dem Plan stehen, führt am Mietwagen kein Weg vorbei: Dorthin fahren nur wenige Busse, und die orientieren sich am Schulverkehr. Buch früh, gerade für Juli und August, und nimm die kleinste Klasse, in die euer Gepäck passt – in Lindos und in den Bergdörfern sind die Gassen eng. Klär vor der Abholung, wie die Selbstbeteiligung geregelt ist und ob unbefestigte Zufahrten mitversichert sind; einige Strandzufahrten im Süden sind Schotterpisten. Und tanke, solange du an der Küste unterwegs bist.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Ausflüge & Aktivitäten

Bootstouren und Tagesausflüge zu den Nachbarinseln

Die Boote nach Symi legen früh ab, und genau deshalb funktioniert dieser Ausflug so gut.

Der bekannteste Tagesausflug führt nach Symi. Vom Mandraki-Hafen laufen im Sommer täglich Boote aus; je nach Schiff dauert die Überfahrt zwischen einer und zwei Stunden. Was dich erwartet, ist der Gegenentwurf zu Rhodos: eine steile, karge Insel, in deren Hafenbucht Gialos sich neoklassizistische Kaufmannshäuser in Ocker, Rosa und Terrakotta die Hänge hinaufstapeln. Die meisten Touren hängen einen Stopp am Kloster Panormitis an der Südspitze an, viele auch eine Badepause in einer Bucht auf dem Rückweg.

Weiter westlich hat Rhodos einen zweiten Inselhafen: Von Skala Kamirou setzt eine kleine Fähre nach Chalki über, einer stillen Insel mit einem einzigen Ort, einer Handvoll Tavernen und Stränden, an denen im September kaum noch jemand liegt. Wer mehr Zeit mitbringt, hängt Tilos oder Nisyros mit seinem begehbaren Vulkankrater an – beides funktioniert allerdings besser mit Übernachtung als im Tagesrhythmus. Ganz weit draußen liegt Kastellorizo, näher an der türkischen Küste als an Rhodos und per Flugzeug oder Fähre erreichbar.

Auch die türkische Küste ist in Reichweite: In der Saison verkehren Katamarane nach Marmaris, die Überfahrt dauert je nach Schiff etwa eine bis anderthalb Stunden. Du brauchst dafür einen Reisepass, nicht nur den Personalausweis, und solltest die aktuellen Einreisebestimmungen vor der Buchung prüfen. Fahrpläne und Anbieter ändern sich von Jahr zu Jahr, buche deshalb vor Ort und leg den Ausflug nicht auf den letzten Urlaubstag, falls Wind oder Wetter dazwischenkommen.

Auf der Insel selbst ist das Angebot breit. In der Bucht von Kallithea schnorchelst du zwischen Felsplatten vor der restaurierten Bäderanlage, an der Westküste bei Ixia und ganz im Süden in Prasonisi geben Surf- und Kiteschulen Kurse für alle Niveaus. Dazu kommen der Wasserpark in Faliraki für Familien, der Golfplatz in Afandou, Tauchbasen in Rhodos-Stadt und Wanderungen – vom kurzen Rundweg durch das Tal der Schmetterlinge bis zum Aufstieg auf den Attavyros, für den du früh starten und reichlich Wasser mitnehmen solltest.

Aktivitäten & Touren in Rhodos

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Rhodos – und welches zu dir passt

Altstadt (Mittelalterliche Stadt)Altstadt (Mittelalterliche Stadt)Hinter vier Kilometern Ritterstadtmauer liegt eines der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtzentren Europas, seit 1988 UNESCO-Welterbe. Großmeisterpalast, Ritterstraße und Archäologisches Museum stehen keine zehn Gehminuten auseinander, dazwischen osmanische Moscheen, das jüdische Viertel und begrünte Innenhöfe.Ideal für: Kultur & Abende1–2 TageNeustadt (Mandraki)Neustadt (Mandraki)Direkt nördlich der Stadtmauern beginnt am Mandraki-Hafen die von den Italienern angelegte Neustadt. Die bronzenen Hirsche Elafos und Elafina markieren die Hafeneinfahrt, auf der Mole stehen drei Windmühlen und die Festung Agios Nikolaos, dahinter die Markthalle Nea Agora und der Stadtstrand Elli.Ideal für: Hafen & Bootstouren½ TagIxiaIxiaAn der Trianta-Bucht vor den Toren der Stadt reiht sich ein Resorthotel an das nächste, mit Kiesstrand, Pools und Spa-Bereichen. Der zuverlässige Meltemi macht den Ort zum Treffpunkt für Surfer und Kiter, und in die Altstadt sind es nur wenige Kilometer.Ideal für: Resorts & WassersportStandortIalysos (Trianta)Ialysos (Trianta)Ialysos, im Volksmund Trianta, ist einer der größten Ferienorte der Nordwestküste und hat neben dem windigen Strand echtes Ortsleben mit Bäckereien und Tavernen. Über dem Ort thront der 267 Meter hohe Filerimos mit Kloster, Kreuzweg und Pfauen zwischen den Zypressen.Ideal für: Strand & AlltagStandortFalirakiFalirakiDer Inbegriff des aktiven Strandurlaubs auf Rhodos: ein langer Sandstrand, der größte Wasserpark der Insel und ein Nachtleben, das den Ort bekannt gemacht hat. Nur wenige Kilometer nördlich liegen die Thermen von Kallithea, südlich die Felsbuchten Ladiko und Anthony Quinn Bay.Ideal für: Familien & NachtlebenStandortLindosLindosWeiße Würfelhäuser drängen sich um einen Felsen, gekrönt von der antiken Akropolis mit dem Tempel der Athena Lindia. Autofrei, eng und über die Mittagsstunden voll – dafür morgens und abends der stimmungsvollste Ort der Insel, mit der Bucht von Agios Pavlos unterhalb.Ideal für: Antike & Buchten1 Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Rhodos mit Wetter und Wassertemperaturen

Rhodos gilt als eine der sonnenreichsten Inseln Griechenlands, und die Badesaison zieht sich hier länger als auf den meisten Nachbarinseln.

Das Klima auf Rhodos ist mediterran, mit sehr trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern. Von Juni bis September fällt praktisch kein Regen, dafür weht in denselben Monaten der Meltemi aus Nordwesten: An der Ostküste macht er die Hitze erträglich, an der Westküste kann er den Strandtag verkürzen. Das Meer hinkt der Luft gut einen Monat hinterher – im Mai ist es mit rund zwanzig Grad noch frisch, im August und September mit etwa sechsundzwanzig Grad am wärmsten. Die Werte unten gelten für Rhodos-Stadt; im Inselinneren und oben am Attavyros ist es mehrere Grad kühler.

Jan15°9°mild und grün, wenig los
Feb15°9°Mandelblüte, kühles Meer
Mär17°10°Wanderwetter, Insel blüht
Apr20°12°Ostern, erste Hotels öffnen
Mai24°16°warm, Meer noch frisch
Jun29°20°Sonne satt, Falter kommen
Jul31°23°Hochsaison, kräftiger Meltemi
Aug31°23°heiß, voll und teuer
Sep28°21°warmes Meer, weniger Andrang
Okt24°17°Baden bis Monatsmitte
Nov20°14°erster Regen, Altstadt leer
Dez17°11°grün und still

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Rhodos sind Mai, Juni, September und Oktober. Im Mai und Juni ist die Insel grün, die Tage haben 24 bis 29 Grad, und Altstadt wie Akropolis lassen sich ohne Hitzestau begehen. September und Oktober sind die bessere Badezeit, weil das Meer seine Höchstwerte von etwa sechsundzwanzig Grad hält und der Meltemi nachlässt. Juli und August funktionieren am Strand, sind aber heiß, voll und teuer – Besichtigungen legst du dann auf den frühen Morgen. Von November bis März ist Rhodos eine ruhige Wanderinsel, in der an der Küste vieles geschlossen hat.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Rhodos

Wie viele Tage sollte man für Rhodos einplanen?
Für Altstadt, Lindos und ein paar Strandtage brauchst du mindestens vier bis fünf Tage. Wer die Insel wirklich sehen will, also auch Kamiros, die Bergdörfer um Embonas und den Süden bis Prasonisi, plant sieben bis zehn Tage ein und wechselt einmal das Quartier vom Norden in den Raum Lindos.
Braucht man auf Rhodos einen Mietwagen?
Für einen reinen Strandurlaub in Faliraki oder Ixia nicht: Die KTEL-Busse fahren die Küstenorte und Lindos zuverlässig an. Sobald du Bergdörfer, Burgen wie Monolithos oder den Süden um Prasonisi sehen willst, brauchst du einen Wagen – dorthin fahren kaum Linienbusse, und die wenigen Verbindungen richten sich nach dem Schulverkehr.
Ostküste oder Westküste – wo ist es schöner?
Die Ostküste liegt im Windschatten der Bergkette und hat fast alle Sandstrände, von Faliraki über Tsambika bis Lachania; dort buchst du für ruhiges Badewasser. Die Westküste zwischen Ialysos, Ixia und Kamiros bekommt den Meltemi frontal ab, ist kühler und meist Kies – dafür ist sie das Revier für Surfer und Kiter.
Wo sind die schönsten Strände auf Rhodos?
Für klares Wasser über Felsplatten die Anthony Quinn Bay und die Nachbarbucht Ladiko, für Sand mit Kindern Tsambika und Faliraki, für lange Kiesstrände Afandou. Ruhiger wird es südlich von Lindos an der Glystra-Bucht sowie bei Gennadi und Lachania; Prasonisi an der Südspitze gehört den Surfern und Kitern.
Wann kann man auf Rhodos baden?
Die Badesaison reicht etwa von Mitte Mai bis in den Oktober hinein. Im Mai liegt das Meer bei rund zwanzig Grad und fühlt sich frisch an, im Juni bei etwa dreiundzwanzig, im August und September bei rund sechsundzwanzig und im Oktober noch bei ungefähr dreiundzwanzig Grad. Der September ist deshalb der angenehmste Monat zum Baden: warmes Wasser, weniger Andrang, nachlassender Wind.
Lohnt sich Rhodos auch im Winter?
Wenn du keinen Badeurlaub suchst, ja. Zwischen November und März ist die Insel grün, tagsüber liegen die Temperaturen meist bei 15 bis 20 Grad, und Altstadt, Kamiros und die Bergdörfer hast du fast für dich. Rechne aber damit, dass an der Küste viele Hotels, Tavernen und Ausflugsboote geschlossen sind und sich das Angebot auf Rhodos-Stadt konzentriert.
Wie kommt man von Rhodos-Stadt nach Lindos?
Mit dem KTEL-Bus vom östlichen Busbahnhof an der Nea Agora, mit dem Mietwagen über die gut ausgebaute Ostküstenstraße oder im Sommer mit einem Ausflugsboot ab Mandraki. Rund fünfzig Kilometer sind es, mit dem Auto etwa eine Stunde. Der Bus hält oberhalb an der Straße, denn ins Dorf selbst darf kein Fahrzeug hinein.
Wann fliegen im Tal der Schmetterlinge die Falter?
Etwa von Juni bis September, mit dem Höhepunkt im Hochsommer. Die Tiere sind keine Schmetterlinge, sondern Nachtfalter, die vom Harz der Amberbäume angelockt werden. Außerhalb dieser Monate ist das Tal ein schattiger Bachlauf mit Holzstegen, aber ohne Falter. Klatschen oder Lärm schadet den Tieren, weil es sie unnötig aufscheucht.
Wo übernachtet man auf Rhodos am besten?
Für Kultur und kurze Wege in Rhodos-Stadt oder direkt in der Altstadt, für große Resorts mit Spa in Ixia und Ialysos, für Familien mit Sandstrand in Faliraki oder Kolymbia. Wer vor allem Lindos und die ruhigeren Buchten im Blick hat, wohnt in Kalathos oder an der Vlycha-Bucht; ganz im Süden um Gennadi bekommst du leere Strände und wenig Infrastruktur.
Ist Rhodos für Familien mit Kindern geeignet?
Sehr gut. Die Ostküste hat flach abfallende Sandstrände wie Tsambika und Faliraki, dazu den größten Wasserpark der Insel, und viele Hotels arbeiten mit All-inclusive und Kinderbetreuung. Für Besichtigungen gilt: Akropolis und Altstadt am besten morgens, weil oben kaum Schatten ist – und das runde Kieselpflaster der Altstadt ist für Kinderwagen unbequem.
Welche Nachbarinseln lohnen sich als Tagesausflug?
Symi ist der Klassiker, mit dem Boot ab Mandraki in ein bis zwei Stunden erreichbar und wegen der neoklassizistischen Häuser über dem Hafen ein starker Kontrast zu Rhodos. Ruhiger ist Chalki, das von Skala Kamirou an der Westküste angefahren wird. Kos, Tilos und Nisyros gehen auch, funktionieren aber besser mit einer Übernachtung.
Was isst man auf Rhodos typischerweise?
Typisch sind Pitaroudia, frittierte Kichererbsenbällchen mit Minze und Zwiebel, dazu Käse aus dem Inselinneren und Thymianhonig. Als Süßigkeit gilt Melekouni, ein Riegel aus Sesam und Honig, der traditionell zu Hochzeiten verschenkt wird. Getrunken wird der weiße Athiri oder der rote Mandilaria vom Attavyros, in den Bergdörfern dazu Souma.
Gab es den Koloss von Rhodos wirklich?
Ja. Der Koloss von Rhodos war eine gewaltige Bronzestatue des Sonnengottes Helios und galt als eines der Sieben Weltwunder der Antike. Schon 226 v. Chr. stürzte er bei einem Erdbeben ein, erhalten ist von ihm nichts. Am Eingang des Mandraki-Hafens erinnern heute die Säulen mit den Hirschen Elafos und Elafina an die Stelle, an der er gestanden haben soll.
Wie kräftig bläst der Meltemi auf Rhodos?
Von Mai bis September weht der Meltemi meist aus Nordwesten, am kräftigsten im Hochsommer. An der Westküste um Ixia und Ialysos ist er deutlich zu spüren und macht die Insel für Surfer und Kiter interessant, an der Ostküste bleibt es im Windschatten der Berge ruhig. Bei starkem Wind fallen Schnellboote und Ausflugsfahrten gelegentlich aus.

· Sehenswürdigkeiten

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· Hotels

Wo übernachten.

· Restaurants

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· Aktivitäten

Was erleben.

RhodosMorgens läufst du durch eine Ritterstadt, mittags schnorchelst du in einer Felsbucht, und abends steht im Bergdorf ein Krug Athiri auf dem Tisch.

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