◆ STADT · KYKLADEN
Andros ist anders als ihre kahlen Schwesterinseln: Quellen, Bachläufe und schattige Schluchten ziehen sich durch ein Bergland, das jährlich Tausende Wanderer anlockt. In der Chora reihen sich neoklassizistische Kapitänsvillen an enge Marmorgassen, und vor dem venezianischen Kastell steht der Leuchtturm Tourlitis auf einem Felsen im Meer. Nur zwei Fährstunden von Rafina entfernt verbindet die Insel Seefahrtsadel, Bergpfade und fließendes Wasser zu einem Kykladenerlebnis abseits des Massentourismus.
Andros ist die nördlichste und nach Naxos zweitgrößte Insel der Kykladen, doch ihr Charakter hat wenig mit den weiß getünchten Postkartenmotiven der Region gemein. Zahlreiche Bergquellen speisen ganzjährig Bäche und kleine Wasserfälle, etwa in der Schlucht von Pythara bei Apoikia, und machen Andros zur wasserreichsten und grünsten Insel der südlichen Ägäis. In Dörfern wie Menites sprudelt das Wasser aus marmornen Löwenköpfen, und die berühmte Quelle Sariza in Apoikia gilt vielen als das beste Trinkwasser des Landes.
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde Andros zu einer Hochburg der griechischen Handelsschifffahrt. Reederfamilien wie Embirikos, Goulandris, Polemis und Palaiokrassas bauten Flotten auf, die Menschen und Waren über die Weltmeere transportierten; 1939 lag die Insel bei den Schiffsregistrierungen an zweiter Stelle hinter Piräus. Der erworbene Wohlstand prägt bis heute die Chora mit ihren neoklassizistischen Herrenhäusern, dem Schifffahrtsmuseum von 1972 und dem von der Familie Goulandris gestifteten Museum für Zeitgenössische Kunst.
Wanderer kennen Andros vor allem für das Netz der Andros Routes: hunderte Kilometer restaurierter, ausgeschilderter Maultierpfade und Steintreppen, gekrönt von der rund 100 Kilometer langen Andros Route quer über die Insel. Anders als auf den meisten Kykladen führen die Wege hier durch grüne Täler, über gewölbte Steinbrücken und vorbei an Wasserfällen, weshalb die Strecke von der European Ramblers Association als Leading Quality Trail ausgezeichnet wurde.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel
· Sehenswürdigkeiten
02 · Was tun
Wandern
Das ausgeschilderte Pfadnetz aus restaurierten Maultierwegen verbindet Bergdörfer, Steinbrücken und Wasserfälle. Wer die volle Durchquerung sucht, folgt der rund 100 Kilometer langen Andros Route über die Insel.
Kultur
Schmale Marmorgassen führen durch das Kapitänsviertel zum venezianischen Kastell und zum Leuchtturm Tourlitis. Schifffahrtsmuseum und das Goulandris-Museum für Zeitgenössische Kunst erzählen vom Wohlstand der Seefahrerfamilien.
Dörfer & Quellen
Apoikia mit der Quelle Sariza, das von Platanen beschattete Menites und das traditionsreiche Stenies zeigen das grüne, ländliche Andros fernab der Küste, wo das Wasser allgegenwärtig ist.
Strände
Von den belebten Stränden um Batsi und Agios Petros bis zu abgeschiedenen Buchten wie Vitali oder Tis Grias to Pidima mit ihrem markanten Felsen reicht die Auswahl an der zerklüfteten Küste.
03 · Wann
Andros lässt sich fast ganzjährig bereisen, doch jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Die grüne Landschaft und das milde Mittelmeerklima machen Frühling und Herbst zur idealen Wanderzeit, während der Sommer warm und trocken zum Baden einlädt.
04 · Häufige Fragen
Andros wird per Fähre vom Hafen Rafina nordöstlich von Athen angefahren. Die Überfahrt zum Inselhafen Gavrio dauert je nach Schiff etwa ein bis zwei Stunden, und es gibt täglich mehrere Verbindungen. Vom Hafen Gavrio sind es rund 36 Kilometer bis zum Hauptort Chora.
Andros ist außergewöhnlich wasserreich: Zahlreiche Bergquellen speisen ganzjährig Bäche, kleine Wasserfälle und Schluchten wie Pythara. Pinien, Walnuss- und Eichenbäume sowie üppige Täler prägen die Landschaft und unterscheiden die Insel deutlich von den kargen Nachbarinseln der Kykladen.
Ja. Andros besitzt mit den Andros Routes eines der am besten ausgebauten Wanderwegenetze Griechenlands aus restaurierten, ausgeschilderten Maultierpfaden. Die rund 100 Kilometer lange Andros Route quert die ganze Insel und wurde von der European Ramblers Association als Leading Quality Trail ausgezeichnet.
Andros war im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein Zentrum der griechischen Handelsschifffahrt. Familien wie Embirikos, Goulandris und Polemis bauten große Flotten auf; 1939 lag die Insel bei den Schiffsregistrierungen an zweiter Stelle hinter Piräus. Ihr Wohlstand prägt bis heute die neoklassizistische Chora und ihre Museen.
Mai und Juni sowie September gelten als ideal: Das Wetter ist warm, die Landschaft grün und das Meer angenehm zum Baden, während der Hochsommer-Andrang ausbleibt. Wanderer schätzen zusätzlich das blühende Frühjahr, Badegäste die stabilen Sommermonate.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Andros.
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