Region · Griechenland

Ionische Inseln

Sieben grüne Inseln vor Griechenlands Westküste, wo venezianische Altstädte auf türkisfarbene Buchten und endlose Olivenhaine treffen.

7 Städte59 Sehenswürdigkeiten38 Hotels
Überblick

Deine Ionische Inseln auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai–Mitte Juni & September–Oktober (Juli/August Hauptsaison)
Anreise
Direktflug nach Korfu (ca. 2,5 h); Kefalonia/Zakynthos/Kythira meist über Athen; Lefkada per Brücke (Flughafen Preveza)
Hauptinseln
Korfu, Paxos, Lefkada, Ithaka, Kefalonia, Zakynthos, Kythira
Fährhäfen Festland
Igoumenitsa (Korfu, Paxos), Kyllini (Kefalonia, Zakynthos), Patras (Kefalonia, Ithaka)
Meerestemperatur
badetauglich ab Mai, Juli–September ca. 25–28 °C
Besonderheit
grünste Inseln Griechenlands, venezianisch geprägt; höchster Regen-Anteil im Winter
Die Region

Was Ionische Inseln ausmacht

Die Ionischen Inseln sind das grüne Griechenland: Vier Jahrhunderte unter Venedig haben Korfu, Kefalonia, Zakynthos, Lefkada, Paxos, Ithaka und Kythira Festungen, Kampanile und eine eigene Küche hinterlassen, während die regenreichen Winter Olivenhaine und Zypressenwälder wachsen lassen, die man in der Ägäis vergeblich sucht. Dazwischen liegen einige der bekanntesten Strände Europas – die Schiffswrack-Bucht Navagio auf Zakynthos, der weiße Kiesbogen von Myrtos auf Kefalonia, Porto Katsiki unter den Steilwänden von Lefkada – und ein Revier aus geschützten Kanälen und Buchten, das Segler aus ganz Europa anzieht. Wer Altstadtgassen, Bergdörfer und Badebuchten in einer Reise verbinden will, findet hier den vielseitigsten Archipel des Landes.

Reiseführer

Ionische Inseln von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Wenn die Fähre von Igoumenitsa in den Kanal von Korfu einbiegt, schiebt sich zuerst die venezianische Festung ins Bild, dann die Kampanile der Altstadt, und dahinter steht ein Bergrücken in einem Grün, das nicht nach Griechenland aussieht – zu satt, zu dicht, zu viele Zypressen. Genau das ist der Punkt – die Ionischen Inseln sind das andere Griechenland, das mit den Olivenwäldern, den venezianischen Gassen und dem milchig-türkisen Wasser unter weißen Kalkwänden. Sieben Inseln, sieben Charaktere – und die Kunst besteht darin, die richtige für dich zu finden.

Sehenswürdigkeiten

Korfu Sehenswürdigkeiten und die Highlights der Ionischen Inseln

Morgens um neun, bevor die Ausflugsboote ablegen, gehören dir die Gassen der Korfu-Altstadt fast allein – nur der Duft von frischem Brot und ein paar Katzen auf den Treppen.

Korfu-Stadt ist der beste Auftakt: Die Altstadt steht seit 2007 auf der UNESCO-Liste, und ihr Grundriss erzählt die halbe Inselgeschichte – venezianische Wohnhäuser mit Wäscheleinen über den Gassen, die Arkaden des Liston aus der kurzen französischen Zeit, dem Pariser Rue de Rivoli nachempfunden, und davor die Spianada, auf der die Briten das Cricketspielen hinterlassen haben. Die Alte Festung auf ihrer Felszunge trennst du am besten von der Neuen Festung auf zwei Besuche; von oben blickst du über die Dächer bis zu den Bergen Albaniens, die nur wenige Kilometer entfernt liegen.

Südlich der Stadt steht das Achilleion, der Palast, den sich Kaiserin Elisabeth von Österreich – Sisi – 1890 auf einen Hügel mit Meerblick bauen ließ und den später Kaiser Wilhelm II. übernahm. Die Statuen des sterbenden und des triumphierenden Achill im Garten sind das Fotomotiv, der Blick über die Ostküste der eigentliche Grund für den Besuch. Auf dem Rückweg lohnt der Halt in Kanoni: Vom Aussichtspunkt schaust du auf das Inselkloster Vlacherna und die Mäuseinsel – und direkt darüber setzen die Flugzeuge zur Landung an, so niedrig, dass Planespotter eigens dafür anreisen.

Die Westküste Korfus liefert die Landschaftsbilder: Paleokastritsa mit seinem Kloster über sechs ineinander verschachtelten Buchten, das Bergnest Lakones darüber, und weiter nördlich die Ruine der Byzantinerburg Angelokastro auf ihrem Felskegel. Bei Sidari hat das Meer den Sandstein zum Canal d'Amour geschliffen, und ganz im Norden führt eine Stichstraße zum Kap Drastis mit seinen weißen Klippenfingern. Wer den höchsten Punkt will, fährt auf den Pantokrator: 906 Meter, ein Kloster, ein Sendemast und an klaren Tagen ein Blick über den gesamten Archipel.

Über Korfu hinaus haben drei Ziele Ikonen-Status: die Melissani-Höhle auf Kefalonia, deren eingestürzte Decke mittags einen Lichtkegel auf den unterirdischen See wirft – die Ruderboote fahren dann durch türkis leuchtendes Wasser –, der Aussichtspunkt über der Schiffswrack-Bucht Navagio auf Zakynthos und die Blauen Grotten am Kap Skinari, durch die Boote ab Agios Nikolaos kurven. Rechne die Fahrzeiten ehrlich: Das sind drei verschiedene Inseln, kein Tagesprogramm. Welche Bucht, Höhle und Festung zu welcher Insel gehört, klärt der Rest dieses Guides.

Sehenswürdigkeiten in Ionische Inseln

Alle 59 Sehenswürdigkeiten
Inselhopping

Inselhopping auf den Ionischen Inseln in 10 bis 14 Tagen

Anders als in den Kykladen gibt es hier keine zentrale Fährdrehscheibe – die Ionischen Inseln hängen wie Perlenkettenglieder an der Westküste, und die Route folgt der Geografie von Nord nach Süd.

Die klassische Route läuft von Nord nach Süd: Einflug nach Korfu, drei Tage für Altstadt und Westküste, dann mit dem Boot in gut einer Stunde hinüber nach Paxos für zwei ruhige Tage. Weiter geht es über das Festland – zurück nach Igoumenitsa und über Preveza nach Lefkada, das über eine Schwenkbrücke mit dem Festland verbunden ist. Von Vasiliki im Süden Lefkadas setzt du im Sommer nach Fiskardo auf Kefalonia über, bleibst drei, vier Tage und nimmst zum Schluss die kleine Saisonfähre von Pessada nach Agios Nikolaos auf Zakynthos. Rückflug ab Zakynthos – so fliegst du in eine Richtung und fährst nie dieselbe Strecke doppelt.

Der wichtigste Planungshinweis: Die Verbindungen zwischen den südlichen Inseln verkehren fast alle nur saisonal, manche nur einmal täglich, und die Fahrpläne stehen oft erst im Frühjahr fest. Prüfe die aktuellen Abfahrten vor der Buchung der Flüge, plane bei jedem Inselwechsel einen Puffertag ein und leg die Überfahrten nicht auf den Abreisetag. Wer im Juli oder August reist, reserviert die Fährtickets vorab – die kleinen Schiffe sind schnell voll. Außerhalb der Saison, etwa im Oktober, dünnen die Verbindungen so weit aus, dass Inselhopping über die Südkette kaum noch planbar ist.

Mietwagen und Inselhopping vertragen sich nur bedingt: Die meisten griechischen Vermieter verbieten die Mitnahme des Wagens auf Fähren oder verlangen eine schriftliche Genehmigung, und Einwegmieten zwischen Inseln gibt es praktisch nicht. Die entspannteste Lösung ist, auf jeder Insel neu zu mieten – für zwei, drei Tage statt für die ganze Reise – und die Überfahrten als Fußpassagier zu machen. Auf Paxos brauchst du ohnehin kein Auto, auf Ithaka reicht ein Roller, und auf Korfu, Kefalonia und Zakynthos bekommst du an Flughafen und Häfen problemlos einen Wagen.

Wer weniger Zeit hat, kürzt sinnvoll: In einer Woche kombinierst du entweder Korfu und Paxos im Norden oder Lefkada und Kefalonia in der Mitte – beides funktioniert ohne lange Transfers. Die eleganteste Variante des Inselhoppings ist hier ohnehin das Segeln: Zwischen Lefkada, Meganisi, Ithaka und Kefalonia liegen die Distanzen bei ein bis drei Stunden, das Revier ist geschützt, und Lefkada ist einer der größten Charterhäfen Griechenlands. Eine Woche Flottille oder Skipper-Charter ersetzt vier Fährfahrpläne – und ankert abends in Buchten, die vom Land aus unerreichbar sind.

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Korfu

Korfu Urlaub: venezianische Altstadt und grüner Norden

Auf Korfu stehen geschätzt drei bis vier Millionen Olivenbäume – die Venezianer prämierten einst jede Neupflanzung, und dieses silbergrüne Erbe bedeckt die Insel bis heute fast flächendeckend.

Korfu ist die etablierteste Urlaubsinsel des Archipels, und sie zerfällt in klar unterscheidbare Zonen: Der Nordosten zwischen Kalami und Kassiopi ist die ruhige, grüne Ecke mit Kiesbuchten und Tavernen direkt am Wasser – in Kalami steht das Weiße Haus, in dem die Schriftsteller-Brüder Durrell in den 1930ern lebten. Die Nordküste um Acharavi und Roda hat lange Sandstrände und flaches Wasser für Familien. Die Westküste um Paleokastritsa, Agios Gordios und Glyfada liefert die dramatischen Buchten und die Sonnenuntergänge, während der Süden um Kavos dem britischen Partytourismus gehört – gut zu wissen, egal ob als Ziel oder zur Vermeidung.

Plane mindestens einen vollen Tag für Korfu-Stadt, und zwar mit Übernachtung oder bis in den Abend hinein: Wenn die Kreuzfahrtgäste gegen 17 Uhr an Bord zurückkehren, verwandeln sich die Gassen zurück in eine Wohnstadt – am Liston trinken dann Einheimische ihren Kaffee, in den Seitengassen öffnen die Mikri-Tavernen, und die beleuchtete Alte Festung spiegelt sich in der Garitsa-Bucht. Die Stadt ist auch die beste Basis für einen Urlaub ohne Mietwagen: Die blauen Stadtbusse fahren ins Achilleion und nach Kanoni, die grünen Überlandbusse nach Paleokastritsa und in den Norden.

Für das Inselinnere brauchst du dann doch einen Wagen, und es lohnt sich: Die Dörfer am Pantokrator-Hang – Old Perithia ganz im Norden ist das bekannteste, ein einst verlassenes Bergdorf, in dem heute wieder Tavernen kochen – zeigen das Korfu vor dem Tourismus. Dazwischen Serpentinen durch Olivenwälder, Kapellen am Wegrand und immer wieder Blicke auf beide Küsten gleichzeitig. Kulinarisch ist Korfu die eigenständigste Insel Griechenlands: Pastitsada, Sofrito und Bourdeto stammen direkt aus der venezianischen Küche, dazu kommen Kumquat-Likör und Tsitsibira, eine Ingwerlimonade aus britischer Zeit.

Zeitbudget und Erwartung: Für einen reinen Korfu Urlaub sind sieben Tage gut gefüllt – drei Basistage am Strand, ein Stadttag, ein Westküstentag, ein Bergtag, ein Bootstag. Tagesausflüge nach Paxos und Antipaxos starten im Sommer täglich ab Korfu-Stadt und einigen Küstenorten; die Überfahrt dauert je nach Boot ein bis zwei Stunden. Und rechne mit mehr Grün als Sonne-satt-Garantie: Korfu ist die regenreichste Ecke Griechenlands, im Frühjahr und Herbst kann ein Schauer dazwischenliegen – genau deshalb blüht die Insel im Mai, wenn anderswo schon alles braun ist.

Kefalonia

Kefalonia zwischen Myrtos Beach, Melissani und dem Ainos

Die Küstenstraße nördlich von Argostoli klettert in Serpentinen – und dann liegt der weiße Kiesbogen von Myrtos unter dir, eingeklemmt zwischen zwei Steilwänden, in einem Blau, das auf keinem Foto übertrieben ist.

Kefalonia ist die größte Ionische Insel und zugleich die wildeste der bekannten vier: viel Fläche, wenig Bebauung, lange Strecken zwischen den Orten. Myrtos Beach ist das Pflichtmotiv – der Strand selbst ist grober weißer Kies mit schnell abfallendem, oft welligem Wasser, also eher Spektakel als Familienbad. Entspannter badet es sich am Antisamos bei Sami, einem Kiesstrand vor grünen Hängen, oder an den Sandstränden des Südens zwischen Skala und Katelios. Wer Rot mag, fährt zum Xi im Westzipfel bei Lixouri: rostroter Sand unter hellen Lehmklippen, flach und windgeschützt.

Das Höhlen-Doppel bei Sami gehört zu den meistbesuchten Zielen Griechenlands, und die Reihenfolge macht den Unterschied: Erst die Tropfsteinhöhle Drogarati mit ihrem großen Saal, dann Melissani zur Mittagszeit – zwischen etwa 12 und 14 Uhr fällt die Sonne senkrecht durch die eingestürzte Decke, und das Wasser unter den Ruderbooten leuchtet wie beleuchtet. In der Hochsaison bilden sich ab Vormittag Schlangen; komm früh oder eben gezielt zum Mittagslicht und stell dich auf eine kurze, aber lohnende Bootsrunde ein.

Fiskardo im Norden ist das Schaufenster der Insel: Als das Erdbeben von 1953 fast alle Orte Kefalonias zerstörte, blieb dieses Hafendorf weitgehend verschont – deshalb stehen hier noch die pastellfarbenen venezianischen Häuser, vor denen heute Yachten längsseits gehen. Teuer, ja, aber ein Abend am Hafen gehört ins Programm. Auf dem Weg dorthin liegt Assos, ein Dorf auf einer schmalen Landzunge unter einer venezianischen Festungsruine – der Aufstieg dauert eine gute halbe Stunde und belohnt mit einem der besten Ausblicke des Archipels.

Zwei Dinge machen Kefalonia besonders: der Ainos, mit 1.628 Metern der höchste Berg der Ionischen Inseln, dessen Gipfelregion als Nationalpark die endemische Kefalonia-Tanne schützt – eine asphaltierte Straße führt weit hinauf, der Rest ist unschwieriges Wandern über der Baumgrenze mit Blick bis Zakynthos. Und der Robola, ein mineralischer Weißwein aus den Hochlagen um Omala, den du in der Genossenschaftskellerei neben dem Kloster Agios Gerasimos probierst. Mit Mietwagen brauchst du fünf bis sieben Tage; die Distanzen sind größer, als die Karte suggeriert – von Argostoli nach Fiskardo fährst du gut anderthalb Stunden.

Zakynthos

Zakynthos Urlaub zwischen Navagio Beach und Schildkröten-Nationalpark

Vom Geländer der Aussichtsplattform bei Anafonitria fällt der Blick 200 Meter senkrecht hinab auf das rostige Wrack der Panagiotis, das seit 1980 im weißen Kies der Navagio-Bucht liegt.

Navagio Beach ist der berühmteste Strand Griechenlands, und die Realität vor Ort braucht Planung: Die Bucht ist nur per Boot erreichbar, die Ausflugsboote starten in Porto Vromi, am Kap Skinari und im Hafen von Zakynthos-Stadt. In den vergangenen Jahren war das Anlanden am Strand wegen Steinschlag- und Erdrutschgefahr allerdings wiederholt gesperrt – ob Boote in der Bucht nur ankern oder wieder anlegen dürfen, entscheidet sich je Saison; prüfe den Stand vor der Buchung. Die Aussichtsplattform oberhalb ist davon unabhängig zugänglich. Geh früh: Ab Mittag drängen sich dort die Busgruppen, und das Licht in der Bucht ist vormittags am besten.

Die zweite Berühmtheit der Insel schwimmt: In der flachen Bucht von Laganas im Süden legen Unechte Karettschildkröten ihre Eier ab, und seit 1999 schützt der Meeres-Nationalpark Zakynthos die Niststrände. Für dich heißt das: Am Gerakas und den anderen Parkstränden gelten Regeln – abends Strand räumen, keine Schirme in der Nistzone, Tempolimits für Boote. Wer die Tiere sehen will, bucht eine lizenzierte Bootstour ab Laganas oder Keri und meidet Anbieter, die den Tieren zu dicht auflauern. Laganas selbst ist zugleich die Partymeile der Insel – wer Ruhe sucht, wohnt in Vasilikos, Keri oder im Norden.

Jenseits der zwei Ikonen hat Zakynthos mehr Küste zu bieten, als ein Urlaub schafft: die Blauen Grotten am Kap Skinari, durch die kleine Boote ab Agios Nikolaos kurven und in denen das Wasser elektrisch blau leuchtet, die Felsbucht Porto Limnionas an der Westküste zum Schnorcheln, die Schwefelquellen am Strand von Xigia, deren Wasser nach Kur riecht und die Haut glatt hinterlässt. Im Landesinneren liegen Weinberge und Dörfer wie Exo Chora mit jahrhundertealten Olivenbäumen – das Hinterland ist der unterschätzte Teil der Insel.

Zakynthos-Stadt wurde nach dem Erdbeben von 1953 im alten Stil wieder aufgebaut, mit Arkaden und der Platia Solomou am Hafen; den besten Blick hast du abends vom Bochali-Hügel oberhalb der Stadt. Kulinarisch nimmst du Mandolato mit – weißen Nougat mit Mandeln, die Süßigkeit der Insel. Für einen Zakynthos Urlaub reichen fünf bis sieben Tage: zwei Basistage am Strand, ein Bootstag zu Navagio und den Grotten, ein Süd-Tag im Nationalpark, ein Westküsten-Tag. Direktflüge aus Deutschland landen von Mai bis Oktober; im Winter schließt ein Großteil der Hotels und Tavernen.

Lefkada

Lefkada: Steilküsten-Strände mit Brücke zum Festland

Lefkada ist die einzige griechische Insel, auf die du einfach fährst – eine kurze Schwenkbrücke überspannt den Kanal, kein Fährticket, keine Wartezeit. Zwanzig Minuten später stehst du über Stränden, die es sonst nur per Boot gäbe.

Die Anreise ist das erste Argument: Der Flughafen Preveza/Aktion liegt auf dem Festland nur rund 20 Kilometer nördlich, und über die Brücke bei Lefkada-Stadt rollst du ohne Fähre auf die Insel – deshalb funktioniert Lefkada auch als Roadtrip-Ziel oder als Baustein einer Festlandsreise durch Epirus. Die Hauptstadt selbst ist ein eigenwilliger Mix: Nach Erdbeben wurden die Obergeschosse traditionell leicht gebaut, oft mit Wellblech verkleidet und bunt gestrichen – eine Altstadt, die eher an die Karibik als an Venedig erinnert, mit einer langen Fußgängerzone und Cafés am Kanal.

Der Ruhm der Insel liegt an der Westküste: Porto Katsiki, wo ein weißer Kreidefelsen senkrecht in milchig-türkises Wasser fällt, Egremni mit seinem kilometerlangen Streifen unter 200-Meter-Wänden und Kathisma als längster und am besten erschlossener Strand. Die Zufahrten sind Serpentinen, die Parkplätze klein, die Treppen lang – nach dem Erdbeben von 2015 waren Teile der Steilküste zeitweise unzugänglich, informiere dich vor Ort über den aktuellen Zugang. Der Aufwand lohnt: Nachmittags, wenn die Sonne auf die Westwände fällt, leuchtet das Wasser hier wie an keinem zweiten Ort des Archipels.

Die Ostküste ist das Gegenprogramm: geschütztes, flaches Wasser, vorgelagerte Inselchen und der Hafenort Nidri, von dem Ausflugsboote nach Meganisi und in die vorgelagerte Inselwelt um Madouri und Skorpios starten. Lefkada ist einer der größten Yachtcharter-Standorte Griechenlands – die Marina von Lefkada-Stadt und die Buchten um Nidri und Sivota sind voller Segler, und selbst ohne eigenes Boot kommst du per Tagestour in Ankerbuchten, die vom Land unerreichbar sind. Im Süden hat sich Vasiliki als Windsurf-Revier etabliert: vormittags Flaute für Anfänger, nachmittags thermischer Wind für Könner.

Im Landesinneren wechselt die Insel noch einmal das Gesicht: Bergdörfer wie Karya, wo Frauen die traditionelle Stickerei pflegen, Weinterrassen, der Wasserfall bei Nidri als kurze Schluchtwanderung. Plane fünf bis sieben Tage und wohne strategisch: Wer die Weststrände im Fokus hat, sucht sich eine Basis um Agios Nikitas oder Kathisma; Familien und Segler sind an der Ostküste zwischen Nidri und Sivota besser aufgehoben. Und rechne im Hochsommer mit Verkehr – die fährfreie Anreise macht Lefkada auch bei griechischen Wochenendgästen beliebt.

Paxos, Ithaka & Kythira

Paxos, Ithaka und Kythira – die stillen Ionischen Inseln

Auf Paxos gibt es keinen Flughafen, keine Ampel und keinen Strand mit Liegenpflicht – nur drei Hafendörfer, ein Meer aus Olivenbäumen und Wasser, das im Sonnenlicht wie poliert wirkt.

Paxos ist die kleinste bewohnte der sieben Hauptinseln und die eleganteste: Die Hafendörfer Gaios, Loggos und Lakka bestehen aus wenigen Gassen mit Tavernen direkt an der Kaimauer, dazwischen liegen jahrhundertealte Olivenhaine mit Trockenmauern. Die Westküste bricht in Kalksteilwänden mit Meereshöhlen ab, die du per Bootstour siehst; gebadet wird an den Kiesbuchten der Ostseite. Der eigentliche Coup liegt vorgelagert: Antipaxos, ein Weinberg-Inselchen mit den Sandbuchten Voutoumi und Vrika, deren Wasser karibische Vergleiche aushält. Anreise per Boot ab Korfu oder ab Igoumenitsa – und über Nacht bleiben lohnt, denn nachmittags reisen die Tagesgäste ab.

Ithaka ist der Name, den jeder kennt, und die Insel, die kaum jemand besucht: Homers Heimat des Odysseus liegt Kefalonia direkt gegenüber und empfängt dich mit einer der schönsten Hafeneinfahrten Griechenlands – Vathy schmiegt sich an das Ende einer tief eingeschnittenen Bucht. Der Norden um das Dorf Stavros und den Miniaturhafen Kioni ist grün und still; archäologisch Gesicherte Odysseus-Stätten gibt es nicht, aber die Suche danach führt zu Aussichtspunkten, Klöstern und leeren Kiesbuchten. Du erreichst Ithaka per Fähre ab Sami oder Pisaetos auf Kefalonia – als Tagesausflug machbar, als Zwei-Tage-Stopp besser.

Kythira fällt geografisch aus der Reihe: Die Insel liegt weit im Süden vor der Spitze des Peloponnes, gehört aber historisch und kulturell zu den Ionischen Inseln – verwaltet wird sie heute von der Region Attika. Wer hierher kommt, kombiniert sie mit einer Peloponnes-Rundreise – die Autofähre legt in Neapoli ab, dazu gibt es Inlandsflüge ab Athen. Die Belohnung: die Chora mit ihrer venezianischen Festung hoch über dem Doppelhafen Kapsali, das Wasserfall-Tal von Mylopotamos, der Geisterort Paleochora in einer Schlucht und Strände wie Kaladi, an denen selbst im August Platz ist. Kythira ist die Ionische Insel für Wiederholungstäter, die Griechenland ohne Programm wollen.

Für alle drei gilt dieselbe Logik: Die Infrastruktur ist klein, die Unterkünfte sind früh ausgebucht, und genau das schützt den Charakter. Buche für Juli und August mehrere Monate im Voraus, stell dich auf Studios und Familienpensionen statt Resorts ein und nimm Bargeld mit – nicht jede Dorftaverne mag Karten. Als Faustregel für die Reiseplanung: Paxos passt als Zwei-bis-drei-Tage-Baustein an einen Korfu-Urlaub, Ithaka an Kefalonia, und Kythira ist eine eigene Reise. Wer alle drei in einem Urlaub abhaken will, verbringt die Hälfte der Zeit auf Fähren.

Unterkünfte

Hotel, Studio oder Villa – so wohnst du auf den Ionischen Inseln

Abends auf der Terrasse eines Studios über der Bucht, unter dir klirren Tavernengläser und ein Roller knattert den Hang hinauf – so klingt die Standardunterkunft des Archipels.

Das Rückgrat der ionischen Übernachtungslandschaft sind familiengeführte Studios und Apartments: zwei bis zehn Einheiten, eine Kochnische, ein Balkon mit Meerblick, oft von derselben Familie betrieben, die unten die Taverne kocht. Das ist keine Notlösung, sondern die beste Art, hier zu wohnen – du bekommst Frühstückstipps vom Vermieter statt vom Buffet und zahlst außerhalb der Ferienspitzen moderat. Klassische Resorts mit Pools und All-inclusive konzentrieren sich auf wenige Zonen: Korfus Nord- und Ostküste, den Süden von Zakynthos, vereinzelt Kefalonia. Der Rest des Archipels bleibt kleinteilig.

Die Standortwahl entscheidet mehr als die Sternezahl. Auf Korfu wohnst du im Nordosten für Ruhe und Kiesbuchten, an der Westküste für Sonnenuntergänge, in der Stadt für Kultur und Busanbindung – und meidest Kavos, wenn du nicht zum Feiern kommst. Auf Zakynthos trennt die Wahl zwischen Laganas (Party) und Vasilikos oder Keri (Natur) zwei komplett verschiedene Urlaube. Auf Kefalonia sind die Distanzen groß: Wer in Skala wohnt, fährt anderthalb Stunden nach Fiskardo – überlege, ob du die Insel in zwei Basen splittest. Auf Lefkada gilt Westküste für Strände, Ostküste für Familien und Segler.

Villen mit Pool sind das wachsende Segment, vor allem auf Korfu, Lefkada und Kefalonia: Steinhäuser in Olivenhainen, oft mit Meerblick, für Familien oder zwei Paare gerechnet. Die guten Objekte für Juli und August sind früh vergeben – buche im Winter, lies die Lage genau (die letzte halbe Meile ist häufig Schotterpiste) und plane den Mietwagen fest ein, denn ohne Auto bist du in der Villa gefangen. Auf Paxos und Ithaka ist das Angebot generell knapp: kleine Pensionen und Ferienhäuser, die zwischen Juni und September Monate im Voraus ausgebucht sind.

Der Saisonkalender diktiert alles: Von November bis März schließt ein Großteil der Betriebe auf allen Inseln – Hotels, Tavernen, Strandbars, selbst manche Tankstelle im Hinterland. Wer im April oder Oktober reist, findet Ruhe und niedrige Preise, sollte aber vorab prüfen, was am Zielort tatsächlich geöffnet hat; Korfu-Stadt, Argostoli und Zakynthos-Stadt bleiben als Ganzjahresorte die Ausnahme. Die Hauptsaison-Preise erreichen im August ihren Gipfel, wenn griechische und italienische Ferien zusammenfallen – Juni und September bieten dieselben Strände für deutlich weniger Geld.

Hotels in Ionische Inseln

Alle 38 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken auf den Ionischen Inseln

In der Taverne in Korfus Altstadt steht Pastitsada auf der Karte, dickmakkaroni unter einer zimtroten Sauce – ein Gericht, das mehr mit Venedig zu tun hat als mit dem Rest Griechenlands.

Die ionische Küche ist die venezianischste Griechenlands, und Korfu ist ihr Zentrum: Pastitsada schmort Rind oder Hahn in einer Tomatensauce mit Zimt, Nelken und Paprika und serviert sie über dicken Nudeln; Sofrito gart Kalbsschnitzel in Weißwein, Knoblauch und Petersilie; Bourdeto setzt Drachenkopf oder anderen Felsenfisch in eine scharfe Paprikasauce. Dazu kommen zwei Kuriositäten aus der britischen Zeit: Tsitsibira, eine hausgemachte Ingwerlimonade, und der Kumquat-Likör aus der Zwergorange, die nur auf Korfu angebaut wird. Bestell dich einmal quer durch – diese Gerichte findest du auf keiner anderen griechischen Insel.

Jede Insel hält eigene Spezialitäten bereit: Auf Kefalonia ist die Kreatopita das Nationalgericht – eine Fleischpastete mit Reis und Kräutern im Teigmantel –, dazu der Robola, ein trockener, mineralischer Weißwein aus den Kalk-Hochlagen um das Kloster Agios Gerasimos, den du direkt in der Genossenschaftskellerei probierst. Zakynthos macht Mandolato, weißen Mandel-Nougat, und würzt mit dem eigenen Ladotyri-Käse. Überall gilt: Das Olivenöl kommt vom eigenen Hain oder vom Nachbarn, und der Hauswein aus der Karaffe ist oft die ehrlichere Wahl als die teuerste Flasche der Karte.

Die Taverne funktioniert nach eigenen Regeln, und wer sie kennt, isst besser: Bestell wie die Griechen für den Tisch statt pro Person – drei, vier Mezedes und ein Hauptgericht zum Teilen schlagen jedes Einzelgericht-Menü. Fisch wird nach Gewicht berechnet; lass dir das Kilo ausrufen, bevor die Dorade auf den Grill geht, dann gibt es keine Überraschung auf der Rechnung. Gegessen wird spät – vor 20 Uhr sitzt du allein, ab 21.30 Uhr füllen sich die Tische mit Familien. Und die besten Adressen liegen selten in erster Hafenreihe: Zwei Gassen landeinwärts oder im nächsten Bergdorf kocht meist die Küche, für die du wiederkommst.

Saisonal isst der Archipel im Rhythmus des Meeres und der Haine: Im Frühsommer kommen Sardinen und Sardellen frisch vom Kutter, im Herbst beherrscht die Olivenernte das Landleben, und ab Oktober fließt das grüne, pfeffrige Frischöl in die Tavernen. Ein Ritual zum Übernehmen: das Vorabend-Volta, der Spaziergang durch die Gassen mit einem Stopp für Loukoumades oder ein Eis, bevor irgendwann spät das Abendessen beginnt. Wer im Winter oder zeitigen Frühjahr reist, findet außerhalb der Städte viele Küchen geschlossen – dafür kochen die verbliebenen für Einheimische, nicht für Durchreisende.

Restaurants in Ionische Inseln

Alle 44 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise auf die Ionischen Inseln per Flug, Fähre und Mietwagen

Knapp drei Flugstunden nach dem Start in Deutschland kippt die Maschine über der Lagune von Korfu in die Kurve – die Landebahn beginnt direkt am Wasser von Kanoni.

Vier Flughäfen erschließen den Archipel: Korfu (CFU), Kefalonia (EFL), Zakynthos (ZTH) und Preveza/Aktion (PVK) auf dem Festland für Lefkada. Direktflüge aus deutschen Städten fliegen alle vier an – allerdings fast ausschließlich saisonal von etwa Mai bis Oktober, oft nur an bestimmten Wochentagen. Außerhalb der Saison führt der Weg über Athen mit Anschlussflug oder Fähre. Buche die Sommerflüge früh: Die Kapazitäten sind kleiner als bei Kreta oder Rhodos, und in den Ferienwochen ziehen die Preise deutlich an. Kythira hat einen eigenen kleinen Flughafen mit Inlandsverbindungen ab Athen.

Die Fähr-Anreise läuft über die Häfen der Westküste: Von Igoumenitsa setzt du mehrmals täglich in rund anderthalb Stunden nach Korfu über – die Route bedienen auch die großen Italien-Fähren, weshalb sich Korfu gut in eine Anreise mit dem eigenen Auto über Venedig, Ancona oder Bari einbauen lässt. Nach Zakynthos fährst du ab Kyllini auf der Peloponnes-Westseite in etwa einer Stunde, nach Kefalonia (Poros) ebenfalls ab Kyllini. Lefkada braucht gar keine Fähre: Die Insel hängt über eine Schwenkbrücke am Festland. Wer Griechenland-Rundreise und Insel kombinieren will, hat hier die kürzesten Wege des Landes.

Vor Ort führt am Mietwagen wenig vorbei: Busnetze existieren auf Korfu, Kefalonia und Zakynthos, sind aber auf die Hauptorte getaktet – die Buchten, Bergdörfer und Aussichtspunkte, für die du gekommen bist, erreichst du damit selten. Nimm die kleinste Wagenklasse, die dein Gepäck fasst: Die Straßen sind eng, kurvig und in den Dörfern teils nur einspurig, und die letzte Strecke zum Strand ist öfter Schotter als Asphalt. Roller und Quads werden überall angeboten – unterschätze die Serpentinen und den Nachmittagswind nicht, und prüfe, ob dein Führerschein die Klasse tatsächlich abdeckt; bei Unfällen ohne passende Fahrerlaubnis zahlt keine Versicherung.

Für die Routenplanung zum Schluss drei ehrliche Zeitangaben: Auf Korfu und Kefalonia rechnest du für 40 Straßenkilometer gern eine Stunde – Serpentinen, Dörfer, Ziegen. Die Inselwechsel über die Saisonfähren brauchen Puffer, denn bei starkem Wind oder technischen Problemen fällt schon mal eine Abfahrt aus; leg zwischen letzte Fähre und Rückflug immer eine Übernachtung. Und wer mit dem eigenen Auto über Italien anreist, reserviert die Fährkabine für die Nachtüberfahrt frühzeitig – die Adria-Routen nach Igoumenitsa sind im Juli und August ausgebucht, während im Juni und September oft Restplätze bleiben.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Ionische Inseln – und welche Basis zu dir passt

KorfuKorfuVenezianische UNESCO-Altstadt, das Achilleion der Kaiserin Sisi und eine Westküste voller Klosterbuchten – Korfu ist die vielseitigste Ionische Insel und die mit der besten Infrastruktur für den ersten Besuch.Ideal für: Kultur & grüne Küsten5–7 TageKefaloniaKefaloniaMyrtos Beach, der Höhlensee von Melissani, das Hafendorf Fiskardo und der 1.628 Meter hohe Ainos – die größte Ionische Insel ist die wildeste und braucht einen Mietwagen und Zeit.Ideal für: Natur & Roadtrips5–7 TageZakynthosZakynthosDie Schiffswrack-Bucht Navagio, Blaue Grotten am Kap Skinari und der Schildkröten-Nationalpark in der Bucht von Laganas – Zakynthos packt Griechenlands bekannteste Fotomotive auf eine Insel.Ideal für: Ikonen-Strände5–7 TageLefkadaLefkadaPorto Katsiki und Kathisma unter weißen Steilwänden, Windsurfen in Vasiliki und Griechenlands größtes Charterrevier vor der Ostküste – erreichbar ohne Fähre über eine Brücke vom Festland.Ideal für: Strände & Segeln5–7 TagePaxosPaxosDrei Hafendörfer, Olivenhaine mit Trockenmauern und die Sandbuchten von Antipaxos vor der Tür – die kleinste Hauptinsel des Archipels ist die eleganteste Adresse für entschleunigte Tage.Ideal für: Ruhe & Bootstage2–4 TageIthakaIthakaDie Heimat des Odysseus empfängt mit der tief eingeschnittenen Hafenbucht von Vathy, dem Miniaturhafen Kioni und stillen Kiesbuchten – per Fähre ab Kefalonia in kurzer Zeit erreicht.Ideal für: Stille & Mythos2–3 TageKythiraKythiraWeit im Süden vor dem Peloponnes gelegen und doch ionisch: venezianische Festung über der Chora, das Wasserfall-Tal von Mylopotamos und Strände, an denen selbst im August Platz bleibt.Ideal für: Griechenland ohne Trubel4–6 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für die Ionischen Inseln im Jahresverlauf

Zwischen Mai und Oktober ist auf den Ionischen Inseln fast jede Woche eine gute Reisewoche – nur wer die grüne Seite des Archipels verstehen will, muss wissen, woher sie kommt: aus den regenreichen Wintern.

Das Klima ist mediterran mit einem entscheidenden Unterschied zur Ägäis: Die Ionischen Inseln fangen die Westwetterlagen ab und zählen zu den regenreichsten Regionen Griechenlands – fast der gesamte Regen fällt aber zwischen Oktober und März und macht den Archipel so grün. Der Sommer ist heiß, stabil und ohne den Meltemi der Ägäis; stattdessen weht nachmittags der moderate Maistro. Badesaison ist von Ende Mai bis Mitte Oktober bei Wassertemperaturen bis 26 Grad. Die Werte unten gelten für Korfu; im Süden um Zakynthos ist es geringfügig wärmer und trockener.

Jan14°6°mild, regenreich, vieles zu
Feb14°6°Regenschauer, erste Blüte
Mär16°8°grün, wechselhaft
Apr19°10°Blütezeit, Wanderwetter
Mai24°14°warm, alles öffnet
Jun28°17°badewarm, lange Tage
Jul31°20°heiß, Hochsaison
Aug31°20°heiß, voll, teuer
Sep28°17°warmes Meer, leerer
Okt23°14°mild, erste Schauer
Nov19°11°Regenzeit beginnt
Dez15°8°still, Olivenernte

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für die Ionischen Inseln sind Juni und September: Das Meer hat Badetemperatur, die Fähren und Ausflugsboote fahren im Vollprogramm, und die August-Massen fehlen. Der Mai punktet mit blühenden, tiefgrünen Inseln und Wanderwetter, verlangt beim Baden aber Hartgesottenheit. Juli und August liefern Sonnengarantie zu Höchstpreisen – und von November bis März schließen auf allen Inseln die meisten Betriebe, sodass sich Winterreisen nur für die Städte lohnen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Ionische Inseln

Welche Ionische Insel ist die schönste?
Kommt auf deinen Urlaubstyp an: Korfu bietet die Kombination aus UNESCO-Altstadt, grünem Hinterland und Infrastruktur, Kefalonia die spektakulärste Natur mit Myrtos Beach und Melissani-Höhle, Zakynthos die berühmtesten Fotomotive, Lefkada die besten Strände mit Auto-Anreise – und Paxos die meiste Ruhe auf kleinstem Raum.
Wie kommt man auf die Ionischen Inseln?
Am schnellsten per Direktflug: Korfu, Kefalonia, Zakynthos und Preveza/Aktion (für Lefkada) werden von Mai bis Oktober aus deutschen Städten angeflogen, Flugzeit knapp drei Stunden. Alternativ per Fähre ab Igoumenitsa (Korfu) oder Kyllini (Zakynthos, Kefalonia) – und nach Lefkada fährst du über eine Brücke ganz ohne Fähre.
Ist Inselhopping auf den Ionischen Inseln möglich?
Ja, aber anders als in den Kykladen: Die Verbindungen zwischen den südlichen Inseln verkehren meist nur saisonal und selten. Bewährt ist die Nord-Süd-Route KorfuPaxosLefkadaKefaloniaZakynthos in 10 bis 14 Tagen, mit Einflug Korfu und Rückflug Zakynthos. Fahrpläne vorab prüfen und Puffertage einplanen.
Wann ist die beste Reisezeit für die Ionischen Inseln?
Juni und September sind ideal: badewarmes Meer, voller Fähr- und Ausflugsbetrieb, weniger Andrang als im Hochsommer. Mai lockt mit blühenden grünen Inseln zum Wandern, Juli und August sind heiß und teuer. Von November bis März schließen die meisten Hotels und Tavernen – der Archipel macht dann weitgehend Winterpause.
Kann man Navagio Beach besuchen?
Die Schiffswrack-Bucht ist nur per Boot erreichbar; Touren starten unter anderem in Porto Vromi und am Kap Skinari. Wegen Steinschlaggefahr war das Anlanden am Strand in den letzten Jahren allerdings wiederholt gesperrt – ob Boote anlegen dürfen, ändert sich je Saison. Die Aussichtsplattform oberhalb der Bucht ist davon unabhängig zugänglich.
Braucht man auf den Ionischen Inseln einen Mietwagen?
Auf Korfu, Kefalonia, Zakynthos und Lefkada ja, wenn du mehr als den Strand vor der Tür sehen willst – Busse verbinden nur die Hauptorte. Nimm die kleinste passende Wagenklasse für die engen Serpentinen. Auf Paxos und Ithaka reichen Roller, Boot und die eigenen Füße; dort ist ein Auto eher Ballast.
Kefalonia oder Zakynthos – welche Insel passt besser?
Kefalonia ist größer, wilder und ruhiger: lange Strecken, Naturhighlights wie Myrtos, Melissani und der Ainos, wenig Massentourismus. Zakynthos ist kompakter und kontrastreicher: Navagio und Blaue Grotten, Schildkröten-Nationalpark im Süden, aber auch die Partymeile Laganas. Für Ruhe und Roadtrips Kefalonia, für Ikonen-Motive und kurze Wege Zakynthos.
Braucht man für Lefkada eine Fähre?
Nein – Lefkada ist über eine kurze Schwenkbrücke mit dem Festland verbunden und die einzige griechische Insel, die du komplett auf der Straße erreichst. Der nächste Flughafen ist Preveza/Aktion, rund 20 Kilometer nördlich; vom Terminal stehst du in etwa einer halben Stunde auf der Insel.
Wo sieht man auf den Ionischen Inseln Meeresschildkröten?
In der Bucht von Laganas auf Zakynthos, wo der Meeres-Nationalpark seit 1999 die Niststrände der Unechten Karettschildkröte schützt – lizenzierte Bootstouren ab Laganas und Keri halten den vorgeschriebenen Abstand. Auch im Hafen von Argostoli auf Kefalonia tauchen regelmäßig Schildkröten zwischen den Fischerbooten auf.
Sind die Ionischen Inseln windig wie die Kykladen?
Nein – der Meltemi, der die Ägäis im Sommer durchbläst, erreicht das Ionische Meer nicht. Stattdessen weht nachmittags der Maistro, ein moderater thermischer Nordwestwind, der abends wieder einschläft. Genau deshalb gilt das Revier als Griechenlands entspanntestes Segelgebiet und die See bleibt für Fähren meist ruhig.
Was kostet ein Urlaub auf den Ionischen Inseln?
Im Mittelfeld Griechenlands: Familienstudios und Tavernenessen sind außerhalb des Augusts moderat – ein Abendessen mit Hauswein liegt meist bei 20 bis 35 Euro pro Person. Teuer wird es in Fiskardo, auf Paxos und überall im August, wenn griechische und italienische Ferien zusammenfallen. Juni und September bieten dasselbe für spürbar weniger.
Welche Ionische Insel eignet sich am besten für Familien?
Korfus Nordküste um Acharavi und Roda bietet lange, flach abfallende Sandstrände und viel Infrastruktur, auf Lefkada ist die geschützte Ostküste um Nidri ideal, und auf Zakynthos passt der Südosten um Vasilikos. Kefalonia funktioniert mit älteren Kindern, die Fahrtzeiten wegstecken; Paxos und Ithaka sind eher etwas für Ruhesuchende.
Gehört Ithaka zu den Ionischen Inseln und lohnt ein Besuch?
Ja – Homers Odysseus-Insel liegt direkt gegenüber von Kefalonia und ist per Fähre ab Sami oder Pisaetos schnell erreicht. Es gibt keine großen Sehenswürdigkeiten, dafür die stille Hafenstadt Vathy, das Miniaturdorf Kioni und leere Kiesbuchten. Als Tagesausflug machbar, mit einer Übernachtung deutlich lohnender.
Ionische InselnSieben grüne Inseln vor Griechenlands Westküste, wo venezianische Altstädte auf türkisfarbene Buchten und endlose Olivenhaine treffen.

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