Die schönsten Strände auf Lefkada
Die Westküste liefert die großen Klippenbuchten mit Brandung, die Ostküste das flache, ruhige Wasser für Kinder – plane beide Seiten ein, nicht nur eine.
Porto Katsiki an der Südwestküste ist der Strand, für den die meisten kommen. Vom Parkplatz oben auf der Klippe führt eine in den Fels gehauene Treppe hinunter zu einer schmalen Sichel aus hellen Kieseln, eingerahmt von rund 200 Meter hohen weißen Kalkwänden. Das Wasser fällt schnell tief ab und ist auch im August merklich kühler als an der Ostküste, dafür so klar, dass du deine Füße auf drei Meter Tiefe siehst. Schatten gibt es fast keinen, Kantinen stehen meist oben an der Klippe statt unten am Wasser. Fahr früh – in der Hochsaison ist der Parkplatz vormittags gefüllt, und die Reisebusse setzen mittags ein. Wer den Abstieg scheut, nimmt eines der Ausflugsboote, die von Nidri und Vasiliki aus vorbeikommen.
Ein paar Kilometer nördlich liegt Egremni, der lange Strand unter derselben Klippenkette. Sein Zugang ist seit dem Erdbeben vom November 2015 ein anderer als früher: Ein Hangrutsch verschüttete damals die alte Treppe, inzwischen führt vom Parkplatz oben an der Klippe wieder eine neue, lange Treppe hinunter. Rechne mit einem steilen Abstieg und einem deutlich anstrengenderen Rückweg ohne Schatten – nimm Wasser mit und geh nicht in der Mittagshitze hoch. Bequemer ist die Anfahrt vom Wasser aus: Die Ausflugsboote ab Nidri und Vasiliki fahren die Klippenstrände der Westküste an, und du sparst dir die Treppe komplett. Weiter nördlich sind Gialos und Kalamitsi die entspannteren Alternativen mit Straßenanbindung, Kieselgrund und deutlich weniger Publikum. Für alle Strände dieser Küste gilt dasselbe: Der Wind frischt nachmittags auf, die Wellen kommen von Westen ungebremst an, und Rettungsschwimmer gibt es nicht überall.
Kathisma ist der organisierteste Strand der Westküste – über einen Kilometer heller Kies und Sand, Liegenreihen, Beach-Bars und darüber die Gleitschirme, die vom Hang oberhalb starten. Wer es kleiner mag, fährt weiter nach Agios Nikitas: Die einzige Gasse des autofreien Dorfes endet direkt am Strand, und von dort setzen kleine Boote in wenigen Minuten zum Milos-Strand über, den du sonst nur über einen staubigen Bergpfad erreichst. Nördlich schließt der lange Kieselstrand von Pefkoulia an, der auch im August nie ganz voll wirkt, weil er einfach viel Platz hat. Badeschuhe sind an dieser Küste keine Marotte, sondern Grundausstattung – die Kiesel sind rund, aber groß.
Die Ostküste spielt in einer anderen Liga, und das ist bei Familien ein Vorteil. Zwischen Nikiana, Perigiali und Nidri liegen kleine, geschützte Buchten mit flachem Einstieg und kaum Wellengang, südlich davon die Bucht von Desimi mit Kiefern bis ans Wasser und Mikros Gialos bei Poros. Im Süden, gleich um die Ecke des Hafens von Vasiliki, liegt Agiofili – heller Kies, sehr klares Wasser und ein steiler Zugang, weshalb die meisten das Wassertaxi aus dem Hafen nehmen. Und direkt bei Lefkada-Stadt zieht sich die Sandzunge von Gyra in die Lagune, flach, windig und deshalb die Spielwiese der Kite- und Windsurfer statt der Sonnenliegen. Für die Wochenplanung heißt das: Wechsle die Küste nach Wetterlage statt nach Plan – steht der Nachmittagswind, ist es im Osten angenehm und im Westen unruhig, an windstillen Tagen dreht sich das um.














