◆ STADT · IONISCHE INSELN
Kythira liegt einsam zwischen der Südspitze des Peloponnes und Kreta, dort, wo Ägäis, Ionisches und Kretisches Meer aufeinandertreffen. Venezianische Kastelle, eine fairy-tale-Schlucht mit Wasserfall und smaragdgrüne Buchten machen die Insel zu einem der ursprünglichsten Reiseziele Griechenlands
Kythira gehört zu den Ionischen Inseln, liegt aber abgeschieden vor dem Peloponnes – nur rund 20 Kilometer trennen die Insel vom Festland. Genau diese Randlage hat sie vor dem Massentourismus bewahrt: Statt Hotelketten prägen rund 60 verstreute Dörfer, leere Strände und Bergpfade das Bild. In der griechischen Mythologie gilt Kythira als Geburtsort der Aphrodite, die hier dem Schaum des Meeres entstiegen sein soll.
Über Jahrtausende wechselten die Herrscher: Minoer, Phönizier, Spartaner, Römer und schließlich Byzanz prägten die Insel, bevor 1204 die Venezianer kamen und ihr den noch heute gebräuchlichen Namen Tsirigo gaben. Ihr Erbe sind die Kastelle von Chora, Mylopotamos, Avlemonas und das verlassene Paleochora – die byzantinische Hauptstadt, die der Korsar Barbarossa 1537 von der Landseite her einnahm.
Die heutige Inselhauptstadt Chora thront über der Doppelbucht von Kapsali, ihre weiß getünchten Gassen winden sich unter eine venezianische Festung. Wer tiefer eintaucht, findet in Mylopotamos den Neraida-Wasserfall, in Avlemonas einen wie für einen Film gebauten Fischerhafen und vor Kapsali die Höhleninsel Chytra mit ihrem golden schimmernden Wasser.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel
· Sehenswürdigkeiten
02 · Was tun
Kultur & Geschichte
Von der Festung über Chora und der Doppelbucht Kapsali bis zum verlassenen Paleochora, der byzantinischen Hauptstadt hoch über zwei Schluchten – eine Reise durch Eroberer und Epochen.
Natur & Wandern
Bei Mylopotamos führt der Weg zum Neraida-Wasserfall vorbei an alten Wassermühlen, Steinbrücken und kleinen Kaskaden – ein märchenhafter Pfad durch grüne Vegetation.
Strände & Meer
Von den Steinbecken in Avlemonas über Kaladi, Chalkos und Melidoni bis zum türkisfarbenen Diakofti – und per Boot zur Höhleninsel Chytra vor Kapsali.
Dörfer & Genuss
Rund 60 verstreute Dörfer, von Potamos mit seinem Sonntagsmarkt bis zum fotogenen Fischerhafen Avlemonas, dazu lokaler Honig, Olivenöl und Fatourada-Likör.
03 · Wann
Kythira ist eine ausgesprochene Sommerinsel mit langem, mildem Herbst. Wer warmes Badewasser ohne große Menschenmassen sucht, reist am besten in den Randmonaten der Hauptsaison.
04 · Häufige Fragen
Kythira erreicht man per Fähre zum Hafen Diakofti im Osten der Insel – unter anderem von Neapoli auf dem Peloponnes (rund zwei Stunden), Gythio und Piräus. Zudem gibt es ganzjährig Flüge ab Athen zum kleinen Inselflughafen. Vom Hafen und Flughafen gibt es keinen öffentlichen Nahverkehr, daher empfiehlt sich ein Mietwagen oder Transfer.
Für Badeurlaub eignen sich vor allem die Monate Ende Mai bis Juni und September bis Oktober: Das Meer ist warm und die Strände sind ruhiger als im Hochsommer. Der Frühling ist ideal zum Wandern, während im Winter viele Tavernen und Unterkünfte geschlossen sind.
Zu den Höhepunkten zählen die Hauptstadt Chora mit ihrer venezianischen Festung über der Bucht von Kapsali, der Neraida-Wasserfall bei Mylopotamos, das fotogene Fischerdorf Avlemonas, die verlassene byzantinische Stadt Paleochora sowie die Höhleninsel Chytra, die man per Boot von Kapsali erreicht.
Ja. Es gibt keinen nennenswerten öffentlichen Nahverkehr, und die Sehenswürdigkeiten, Dörfer und Strände liegen über die rund 278 km² große Insel verstreut. Ein Mietwagen ist die praktischste Art, Kythira zu erkunden.
Nach der griechischen Mythologie, überliefert in Hesiods Theogonie, soll die Liebesgöttin Aphrodite aus dem Meeresschaum vor Kythira geboren worden sein. Daher trägt die Insel bis heute den Beinamen Insel der Aphrodite.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Kythira.
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