Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Korfu
Die großen Ziele der Insel liegen fast alle im Umkreis von 30 Kilometern um Kerkyra, drei Tage mit Auto decken sie ab.
Angefangen wird in Kerkyra, und zwar auf der Alten Festung. Die Felslandzunge war schon in byzantinischer Zeit befestigt und bildete den Kern der Stadt. Die Venezianer bauten die Anlage ab dem 15. Jahrhundert zur heutigen Festung aus und trennten sie mit der Contrafossa, einem ausgehobenen Meereskanal, vom Rest der Stadt ab; heute führt eine Brücke hinüber. Oben stehen die britische Garnisonskirche Agios Georgios, die von außen wie ein dorischer Tempel aussieht, und ein Leuchtturm, von dem aus du die ganze Altstadt, den Yachthafen und bei klarer Luft die albanischen Berge überblickst. Die Neue Festung über dem alten Hafen ist die jüngere und wuchtigere der beiden Anlagen, entstanden nach den osmanischen Belagerungen des 16. Jahrhunderts, mit Tunneln, Bastionen und deutlich weniger Publikum.
Vor der Alten Festung breitet sich die Spianada aus, einer der größten Plätze Griechenlands. Die Venezianer ließen das Viertel, das hier stand, abreißen, um freies Schussfeld vor der Festung zu haben, die Briten legten mitten hinein einen Cricket-Rasen, auf dem bis heute gespielt wird. An der Westseite zieht sich der Liston entlang, eine Arkadenzeile aus der kurzen französischen Zeit, deren Vorbild die Pariser Rue de Rivoli war; darunter sitzt man im Kaffeehausschatten und zahlt die Lage mit. Am Nordende steht der Palast der Heiligen Michael und Georg, den die Briten ab 1819 für ihren Hochkommissar errichten ließen und der heute das Museum für Asiatische Kunst beherbergt.
Mitten in den Gassen ragt der höchste Glockenturm der Insel über der Kirche des Heiligen Spyridon auf. Im Inneren liegt der Inselpatron in einem silbernen Schrein, und mehrmals im Jahr tragen ihn die Korfioten in einer Prozession durch die Stadt, begleitet von den Blaskapellen der Philharmonischen Gesellschaften, deren älteste 1840 gegründet wurde. Rund zehn Kilometer südlich, oberhalb des Dorfes Gastouri, ließ Kaiserin Elisabeth von Österreich ab 1889 das Achilleion errichten, ein neoklassizistisches Schloss mit Säulenhallen, Statuengarten und weitem Blick über die Ostküste. Nach ihrem Tod kaufte Kaiser Wilhelm II. das Anwesen und stellte einen eigenen, deutlich größeren Achill in den Garten.
Der meistfotografierte Punkt der Insel liegt auf der Halbinsel Kanoni südlich der Stadt: von der Terrasse dort oben blickst du auf das weiße Kloster Vlacherna, das ein schmaler Damm mit dem Ufer von Kanoni verbindet, und dahinter auf die zypressenbewachsene Mäuseinsel Pontikonisi. An der Nordwestküste warten das Kloster Panagia Theotokos über den Buchten von Paleokastritsa und, ein Stück oberhalb bei Krini, die Burgruine Angelokastro auf ihrem Felsgipfel. Sie hielt mehreren osmanischen Belagerungen stand, und vom letzten Mauerrest reicht der Blick über die gesamte Nordwestküste bis zur nächsten Landzunge.














