Stadt · Griechenland

Korfu

Auf der Straße von Kerkyra nach Westen reißen die Olivenhaine irgendwann auf, und unter dir liegen sechs Buchten, in denen das Wasser innerhalb von hundert Metern die Farbe wechselt.

6 Stadtviertel8 Sehenswürdigkeiten5 Hotels
Überblick

Deine Korfu-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai bis September; Frühjahr und Herbst zum Wandern
Anreise
Flughafen CFU, ca. 3 km vom Zentrum; Fähre ab Igoumenitsa (rund 1-1,5 Std.)
UNESCO-Welterbe
Altstadt von Kerkyra (seit 2007)
Region
Ionische Inseln, Griechenland
Inselhauptstadt
Kerkyra (Korfu-Stadt)
Zeitzone
Europe/Athens (MEZ +1 Std.)
Über Korfu

Reisen nach Korfu

Korfu ist die nördlichste der Ionischen Inseln und die grünste: gut 60 Kilometer lang, überzogen von Millionen Olivenbäumen, die die Venezianer über Jahrhunderte mit Prämien pflanzen ließen. In der Hauptstadt Kerkyra steht deshalb keine typisch griechische Altstadt, sondern ein venezianisches Stadtbild mit sechsstöckigen Häusern, engen Kantounia und zwei Festungen – die historische Altstadt zählt seit 2007 zum UNESCO-Welterbe. Dazu kamen die Franzosen mit den Arkaden des Liston und die Briten mit Cricket auf der Spianada, Ginger Beer und dem Palast der Heiligen Michael und Georg. Draußen auf der Insel wechseln die Küsten den Charakter im Halbstundentakt: Im Nordwesten fallen die Klosterfelsen von Paleokastritsa in türkisfarbenes Wasser, an der Westküste liegen lange Sandstrände von Glyfada bis Agios Gordios unter grünen Steilhängen, im Nordosten reihen sich stille Kieselbuchten mit Blick auf die albanischen Berge. Über allem der 906 Meter hohe Pantokrator, südlich der Stadt Sisis Achilleion, und dazwischen ein Inselinneres aus Bergdörfern, Ölmühlen und Zypressen.

Korfu – Karte
Reiseführer

Korfu von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Am späten Nachmittag legen die Fähren aus Igoumenitsa an, die Sonne steht dann schon hinter dem Liston, sein Arkadenschatten liegt über den Tischen auf der Spianada, und gegenüber leuchten die Mauern der Alten Festung noch warm. Ein paar Straßen weiter, im Campiello, hängt Wäsche zwischen Häusern, die sechs Stockwerke hoch sind, weil innerhalb der venezianischen Mauern kein Platz zum Ausbreiten war. Und keine vierzig Minuten später, hinter dem letzten Olivenhain, fällt die Straße nach Paleokastritsa ins Türkis hinunter. Korfu ist beides an einem Tag, und genau deshalb reicht eine Woche gerade so.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Korfu

Die großen Ziele der Insel liegen fast alle im Umkreis von 30 Kilometern um Kerkyra, drei Tage mit Auto decken sie ab.

Angefangen wird in Kerkyra, und zwar auf der Alten Festung. Die Felslandzunge war schon in byzantinischer Zeit befestigt und bildete den Kern der Stadt. Die Venezianer bauten die Anlage ab dem 15. Jahrhundert zur heutigen Festung aus und trennten sie mit der Contrafossa, einem ausgehobenen Meereskanal, vom Rest der Stadt ab; heute führt eine Brücke hinüber. Oben stehen die britische Garnisonskirche Agios Georgios, die von außen wie ein dorischer Tempel aussieht, und ein Leuchtturm, von dem aus du die ganze Altstadt, den Yachthafen und bei klarer Luft die albanischen Berge überblickst. Die Neue Festung über dem alten Hafen ist die jüngere und wuchtigere der beiden Anlagen, entstanden nach den osmanischen Belagerungen des 16. Jahrhunderts, mit Tunneln, Bastionen und deutlich weniger Publikum.

Vor der Alten Festung breitet sich die Spianada aus, einer der größten Plätze Griechenlands. Die Venezianer ließen das Viertel, das hier stand, abreißen, um freies Schussfeld vor der Festung zu haben, die Briten legten mitten hinein einen Cricket-Rasen, auf dem bis heute gespielt wird. An der Westseite zieht sich der Liston entlang, eine Arkadenzeile aus der kurzen französischen Zeit, deren Vorbild die Pariser Rue de Rivoli war; darunter sitzt man im Kaffeehausschatten und zahlt die Lage mit. Am Nordende steht der Palast der Heiligen Michael und Georg, den die Briten ab 1819 für ihren Hochkommissar errichten ließen und der heute das Museum für Asiatische Kunst beherbergt.

Mitten in den Gassen ragt der höchste Glockenturm der Insel über der Kirche des Heiligen Spyridon auf. Im Inneren liegt der Inselpatron in einem silbernen Schrein, und mehrmals im Jahr tragen ihn die Korfioten in einer Prozession durch die Stadt, begleitet von den Blaskapellen der Philharmonischen Gesellschaften, deren älteste 1840 gegründet wurde. Rund zehn Kilometer südlich, oberhalb des Dorfes Gastouri, ließ Kaiserin Elisabeth von Österreich ab 1889 das Achilleion errichten, ein neoklassizistisches Schloss mit Säulenhallen, Statuengarten und weitem Blick über die Ostküste. Nach ihrem Tod kaufte Kaiser Wilhelm II. das Anwesen und stellte einen eigenen, deutlich größeren Achill in den Garten.

Der meistfotografierte Punkt der Insel liegt auf der Halbinsel Kanoni südlich der Stadt: von der Terrasse dort oben blickst du auf das weiße Kloster Vlacherna, das ein schmaler Damm mit dem Ufer von Kanoni verbindet, und dahinter auf die zypressenbewachsene Mäuseinsel Pontikonisi. An der Nordwestküste warten das Kloster Panagia Theotokos über den Buchten von Paleokastritsa und, ein Stück oberhalb bei Krini, die Burgruine Angelokastro auf ihrem Felsgipfel. Sie hielt mehreren osmanischen Belagerungen stand, und vom letzten Mauerrest reicht der Blick über die gesamte Nordwestküste bis zur nächsten Landzunge.

Sehenswürdigkeiten in Korfu

Alle 8 Sehenswürdigkeiten
Kerkyra & Altstadt

Die UNESCO-Altstadt von Kerkyra zu Fuß entdecken

Die Altstadt passt in einen Kreis von rund einem Kilometer Durchmesser, und im Campiello verläufst du dich trotzdem garantiert.

Altstadt von Kerkyra
Altstadt von Kerkyra

Die historische Altstadt steht seit 2007 auf der UNESCO-Liste, begründet wurde das nicht mit einem einzelnen Bauwerk, sondern mit dem Ensemble: eine befestigte Hafenstadt, die über vier Jahrhunderte venezianisch war, danach kurz französisch, dann ein halbes Jahrhundert britisch, und die all das noch im Grundriss trägt. Osmanisch war Korfu nie, die großen Belagerungen scheiterten an genau den Mauern, auf denen du heute stehst. Deshalb fehlen hier die Minarette und Hamams, die andere griechische Altstädte prägen, und stattdessen stehen Fensterläden, Innenhöfe, Arkaden und Kirchtürme, die man eher an der Adria vermuten würde.

Das dichteste Stück davon ist das Campiello nordwestlich der Spianada. Weil innerhalb der Mauern kein Platz war, bauten die Venezianer in die Höhe: fünf, sechs, stellenweise sieben Stockwerke an Gassen, die keine drei Meter breit sind. Diese Gassen heißen auf Korfu kantounia, sie knicken alle paar Meter ab, öffnen sich unvermittelt auf einen Platz mit einem alten Brunnen und laufen dann wieder ins Halbdunkel. Über dir hängt Wäsche, aus offenen Fenstern hört man Fernseher und Geschirr, und die Orientierung verlierst du innerhalb von zehn Minuten. Genau dafür ist dieses Viertel da, ein Plan hilft dir hier weniger als eine freie Stunde.

Nach Osten hin wird es geordneter. Zwischen Liston und Hafen liegen die geraden Geschäftsstraßen der britischen Zeit, am Fuß der Neuen Festung der städtische Markt mit Fisch, Gemüse, Oliven und Käse, und an der Uferstraße das Gebäude der Ionischen Akademie, die 1824 unter britischer Verwaltung als erste Hochschule des modernen Griechenland gegründet wurde. Ein paar Schritte weiter erinnert der Name Ioannis Kapodistrias an den ersten Regierungschef des unabhängigen Griechenland, der aus Korfu stammte und dem der Inselflughafen seinen Namen verdankt. Vier Herrschaften auf engstem Raum, und alle haben etwas hinterlassen, das du anfassen kannst.

Zur Praxis: Kerkyra ist ein großer Kreuzfahrthafen, und das merkst du zwischen zehn und sechzehn Uhr in jeder Gasse rund um Liston und Agios Spyridon. Wer gegen halb neun morgens losläuft, hat das Campiello fast für sich, sieht die Läden aufmachen und kann die Festung ohne Warteschlange betreten. Den frühen Nachmittag verbringst du dann besser am Wasser, den späten wieder in der Stadt, wenn die Schiffe abgelegt haben. Südlich der Altstadt lohnt außerdem Mon Repos: eine klassizistische Villa von 1831, gebaut für den britischen Hochkommissar, Geburtsort von Prinz Philip im Jahr 1921 und heute Museum, umgeben von einem Park, unter dem die antike Stadt Palaiopolis liegt.

Strände & Buchten

Die schönsten Strände auf Korfu von Glyfada bis Porto Timoni

Für Korfu gilt eine einfache Grundregel – Sand und Wellen im Westen, Kiesel und stilles Wasser im Osten.

Die Strände der Westküste
Die Strände der Westküste

Die klassischen Sandstrände liegen an der Westküste. Glyfada ist der bekannteste: ein breiter, heller Bogen unter bewaldeten Steilhängen, komplett organisiert mit Liegen, Strandbars und Wassersport, die Zufahrt eine steile Serpentine hinab. Gleich nördlich schließt Kontogialos an, auch Pelekas Beach genannt, etwas weniger dicht belegt und bei Nachmittagswellen ein Ziel für alle, die im Wasser lieber springen als schwimmen. Weiter südlich zieht sich Agios Gordios mit dem markanten Felsen Ortholithi vor der Küste über einen guten Kilometer. Und zwischen Glyfada und Ermones versteckt sich Myrtiotissa unter einem Kloster, erreichbar nur über einen steilen Fahrweg, den man besser zu Fuß nimmt.

Im Nordwesten wird die Küste felsiger und das Wasser noch klarer. Paleokastritsa ist keine einzelne Bucht, sondern ein halbes Dutzend, getrennt durch bewaldete Felsnasen, mit grobem Sand und Kies und einem Wasser, das schon im Juni kühler bleibt als im Osten. Von hier starten die Boote zu den Meereshöhlen und den Buchten, die vom Land aus nicht zu erreichen sind. Weiter nördlich liegen die langen Sandstrände von Agios Georgios Pagon und Arillas, und über dem Dorf Afionas führt ein rund zwanzigminütiger Pfad hinunter nach Porto Timoni, einer Doppelbucht, bei der du dich beim Hinabsteigen für eine der beiden Seiten entscheiden musst.

Der Norden ist die Familienecke. Bei Sidari haben Wind und Wasser weiche Sandsteinrippen ausgewaschen, zwischen denen der schmale Canal d'Amour verläuft, und in Roda und Acharavi fällt das Wasser über etliche Meter so flach ab, dass Kleinkinder darin stehen können. Von Barbati an bis Kassiopi wird die Küste dann zu einer Kette aus weißen Kieselbuchten: Nissaki, Kalami mit dem Haus, in dem Lawrence Durrell in den dreißiger Jahren wohnte, Agni mit seinen drei Tavernen am Wasser, Kerasia und Avlaki. Hier ist das Meer fast immer glatt, dafür brauchst du Badeschuhe, denn Kiesel und Felsplatten sind die Regel.

Im Süden und Südwesten wird es weit. Hinter der Lagune von Korission zieht sich Halikounas über einen Dünenstreifen, der Kitesurfer anzieht, weiter östlich liegen Issos und der lange Sandstrand von Agios Georgios Argiradon. Ganz unten an der Südspitze folgt auf die Partymeile von Kavos abrupt die unbebaute Steilküste zum Kap Asprokavos mit dem verfallenen Kloster über dem Strand von Arkoudilas. Zwei praktische Punkte für alle Küsten: Am Nachmittag frischt der Wind im Westen zuverlässig auf, Vormittage sind dort die ruhigere Badezeit; und die Zufahrten zu den Weststränden sind eng und steil, was mit einem großen Mietwagen weniger Spaß macht als mit einem kleinen.

Rundreise & Route

Korfu-Rundreise mit dem Mietwagen in einer Woche

Die Insel ist gut 60 Kilometer lang, aber die Serpentinen strecken jede Strecke – rechne mit deutlich mehr Zeit, als die Karte suggeriert.

Eine Woche reicht für die ganze Insel, wenn du sie in vier Blöcke teilst. Tag eins und zwei gehören Kerkyra: Alte Festung, Campiello, Agios Spyridon, Liston, dazu am zweiten Nachmittag Kanoni und Mon Repos. Tag drei fährst du nach Süden zum Achilleion oberhalb von Gastouri und weiter die Ostküste hinunter nach Benitses oder Moraitika. Tag vier gehört dem Nordwesten mit Paleokastritsa, einer Bootstour zu den Meereshöhlen und dem Abstecher hinauf nach Angelokastro. Tag fünf und sechs nimmst du den Norden mit Pantokrator, Alt-Perithia und den Buchten zwischen Barbati und Kassiopi, und Tag sieben bleibt für die Weststrände zwischen Pelekas und Agios Gordios.

Wechsle dabei nicht ständig die Unterkunft. Korfu ist klein genug für ein einziges Standquartier, und die naheliegendste Lösung ist die Ostküste zwischen Gouvia und Dassia: von dort erreichst du die Stadt in einer Viertelstunde, Paleokastritsa in gut vierzig Minuten und den Norden in knapp einer Stunde. Wer den Schwerpunkt auf Strände legt, sitzt an der Westküste um Pelekas besser, verlängert damit aber jede Fahrt in die Stadt. Zwei Quartiere ergeben nur Sinn, wenn du den äußersten Norden ausgiebig erkunden willst; dann teilst du die Woche zwischen dem Raum Korfu-Stadt und Kassiopi oder Acharavi auf.

Beim Fahren solltest du zwei Dinge einkalkulieren. Erstens sind die Straßen im Norden und Westen eng, kurvig und an vielen Stellen ohne Leitplanke, mit Steinschlag am Hang und Bussen im Gegenverkehr; die Küstenstraße zwischen Nissaki und Kassiopi ist landschaftlich großartig und fahrerisch anspruchsvoll. Zweitens ist Parken in Kerkyra das eigentliche Problem: Fahr nicht in die Altstadt hinein, sondern stell den Wagen an der Uferstraße oder in einem der bewachten Parkplätze am Hafen ab und geh die letzten Minuten. In den Dörfern der Westküste enden viele Straßen an einem Wendehammer über der Bucht, weiter unten wird es Fußweg.

Wer mehr Zeit hat, hängt eine Insel an. Nach Paxos und Antipaxos fahren im Sommer Ausflugsboote ab Korfu-Stadt und von den südlichen Küstenorten, meist als Tagestour mit Badestopps an den Höhlen der Westküste und in den hellen Buchten von Antipaxos. In die andere Richtung liegt Albanien: Saranda ist über die Meerenge in gut einer halben Stunde zu erreichen, von dort geht es weiter zur antiken Stadt Butrint, die ebenfalls UNESCO-Welterbe ist. Für diesen Ausflug brauchst du einen gültigen Reisepass oder Personalausweis und musst die Fährzeiten vorher prüfen, weil die Verbindungen saisonal wechseln.

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Übernachten

Hotels auf Korfu und die richtige Küste für deinen Urlaub

Die Entscheidung fällt auf Korfu nicht zwischen Sternen, sondern zwischen Küsten, und die liegen charakterlich weit auseinander.

Die dichteste Hotellandschaft liegt nördlich von Kerkyra, zwischen Kontokali, Gouvia, Dassia und Ipsos. Hier steht auch das Gros der großen Häuser: Das Grecotel Corfu Imperial belegt das Ende der privaten Halbinsel Kommeno mit mehreren Stränden, das Ikos Dassia setzt auf ein Premium-All-inclusive-Konzept mit langem Privatstrand, und das Kontokali Bay Resort & Spa liegt auf einer bewaldeten Landzunge rund eine Viertelstunde vor der Stadt. Der praktische Vorteil dieser Ecke ist die Lage: Altstadt, Flughafen, Fährhafen und die Straßen in den Norden und Westen sind alle in kurzer Zeit erreichbar.

Die Südostküste zwischen Benitses, Moraitika und Messonghi ist die zweite Resortachse, ruhiger als der Norden und mit flach abfallendem, geschütztem Wasser. Das Domes Miramare steht dort auf einem ehemaligen Onassis-Anwesen und ist ein Haus für Paare ohne Kinder, das MarBella bei Agios Ioannis Peristeron dagegen ausdrücklich auf Familien ausgelegt, mit Wasserpark und entsprechendem Programm. Wer keinen Mietwagen nimmt, ist hier gut aufgehoben, weil die Küstenstraße von Bussen bedient wird und das Achilleion in unmittelbarer Nähe liegt.

Anders funktioniert die Westküste. Rund um Pelekas, Glyfada, Agios Gordios und Paleokastritsa sind die Häuser kleiner, oft familiengeführt, häufig ein Stück oberhalb des Strandes an einem Hang gebaut. Dafür bekommst du die Sonnenuntergänge, die auf der Ostseite fehlen, und die deutlich besseren Strände direkt vor der Tür. Der Preis dafür sind längere Wege in die Stadt und schmale Zufahrten. Ganz anders wiederum eine Übernachtung in der Altstadt selbst: kleine Häuser in restaurierten venezianischen Gebäuden, kein Pool, kein Strand, aber die Stadt in dem Zustand, in dem die Tagesgäste sie nie sehen.

Zur Buchung drei nüchterne Hinweise. Erstens ist die Saison kurz: Ein erheblicher Teil der Hotels macht erst im April oder Mai auf und Ende Oktober wieder zu, im Winter bleiben vor allem die Häuser in der Stadt geöffnet. Zweitens sind Juli und August auf Korfu die teuerste und vollste Zeit, während dieselben Zimmer im Mai, Juni oder September spürbar günstiger sind. Und drittens lohnt der Blick auf die Entfernung zum Strand in Höhenmetern, nicht in Metern: Viele Häuser an der Westküste liegen fünfzig oder hundert Meter über dem Wasser, und der Rückweg nach dem Baden ist eine andere Übung als der Hinweg.

Hotels in Korfu

Alle 5 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken auf Korfu von Pastitsada bis Kumquat

Die korfiotische Küche schmeckt anders als die griechische Standardkarte, weil vierhundert Jahre Venedig in den Töpfen hängen geblieben sind.

Vier Gerichte solltest du kennen. Pastitsada ist der Sonntagsklassiker: Hahn oder Rind, stundenlang in einer Tomatensauce mit Zimt, Nelke und Piment geschmort und mit dicken Nudeln serviert. Sofrito ist dünn geschnittenes Kalbfleisch in einer hellen Sauce aus Weißwein, Knoblauch, Essig und viel Petersilie. Bourdeto ist der scharfe Gegenentwurf, Fisch in einer roten Sauce aus Paprika und Pfeffer, traditionell mit Drachenkopf zubereitet. Und Bianco ist dessen milde Schwester, Fisch mit Knoblauch, Zitrone, Olivenöl und Kartoffeln, ohne jede Tomate. Wer das in dieser Reihenfolge probiert, hat die Insel kulinarisch verstanden.

Für die guten Adressen musst du meist aus der Stadt heraus. Die Tripas Taverna im Bergdorf Kinopiastes serviert seit 1936 ein festes Mehrgangmenü, bei dem nicht bestellt, sondern aufgetragen wird, abends mit Tanzprogramm. Die Klimataria N. Bellos in Benitses ist eine kleine Familien-Fischtaverne, die auf der Insel regelmäßig als beste Fischadresse gehandelt wird. Toula's Seaside liegt direkt am Wasser in der Bucht von Agni an der Nordostküste, wo man den Tisch vom Boot aus ansteuern kann. In der Altstadt selbst kocht The Venetian Well am Kremasti-Platz auf Fine-Dining-Niveau, das Rex hinter dem Liston seit 1932 klassisch korfiotisch, und To Paradosiakon im Spilia-Viertel Hausmannskost ohne Inszenierung. Reservieren ist in der Hochsaison überall sinnvoll.

Das Olivenöl ist dabei kein Zusatz, sondern die Basis jeder Karte: Es steht in der Pfanne, in der Schmorsauce, über dem Salat und am Ende noch einmal roh auf dem Tisch, und Griechenland verbraucht pro Kopf mehr davon als jedes andere Land. Auf Korfu kommt es fast überall von der einheimischen Sorte Lianolia, deren Bäume großteils noch aus venezianischer Zeit stammen. Frisch gepresst schmeckt dieses Öl grasig und bitter und kratzt hinten im Hals – das sind die Polyphenole, die mit den Monaten in der Flasche verschwinden. Aussagekräftig sind deshalb Säuregrad und Erntejahr auf dem Etikett, nicht die Farbe. In Agios Matheos führt der Familienbetrieb The Governor durch Hain und Mühle und lässt seine besonders polyphenolreichen Öle verkosten; nimm eine Flasche mit, und zwar vom Erzeuger und nicht aus dem Supermarktregal am Flughafen.

Bei den Getränken ist die britische Zeit noch am Glas ablesbar. Tsitsibira ist die korfiotische Version von Ginger Beer, süß, scharf und alkoholfrei, und wird bis heute auf der Insel abgefüllt. Der Kumquat, eine Zwergorange, kam im 19. Jahrhundert unter britischer Verwaltung nach Korfu und ist inzwischen zur Inselspezialität geworden, als leuchtend oranger Likör, als kandierte Frucht und als Löffelsüßigkeit. Beim Wein lohnt es sich, nach der einheimischen weißen Rebsorte Kakotrygis zu fragen, die es kaum außerhalb der Ionischen Inseln gibt. Und noch etwas Praktisches: In vielen Dorftavernen wird spät gegessen, vor halb neun sitzt du oft allein am Tisch, und Bargeld ist abseits der Küstenorte nach wie vor der sicherste Weg.

Restaurants in Korfu

Wandern & Aktivitäten

Wandern, Bootstouren und Aktivitäten auf Korfu

Die beste Wanderzeit liegt vor und nach der Hitze – im Juli steigst du auf den Pantokrator vor acht Uhr morgens oder gar nicht.

Der Corfu Trail durchquert die Insel auf rund 220 Kilometern vom Kap Asprokavos im Süden bis an die Nordspitze und lässt sich in etwa acht bis zehn Tagesetappen gehen. Wer nicht die ganze Strecke will, pickt sich Abschnitte heraus, und der lohnendste führt in den Norden: Von Alt-Perithia steigt ein Weg in rund zwei Stunden zum Gipfel des Pantokrator hinauf, wo neben den Sendemasten ein Kloster steht und der Blick bei klarer Luft die albanischen Berge im Osten und die halbe Insel im Süden abdeckt. Wer nicht laufen möchte, fährt die schmale Straße ab Strinylas hinauf, muss aber mit Gegenverkehr an unübersichtlichen Stellen rechnen.

Vom Wasser aus sieht Korfu noch einmal anders aus. Ab Paleokastritsa starten kleine Boote entlang der zerklüfteten Westküste zu den Meereshöhlen und in Buchten, die keinen Landzugang haben, meist als kurze Rundfahrt mit Badestopp. Größere Ausflugsschiffe fahren im Sommer nach Paxos und Antipaxos, mit einem Stopp an den blauen Grotten und einem zweiten in den hellen Buchten der kleineren Schwesterinsel. Wer lieber selbst steuert, mietet in fast jedem Küstenort ein kleines Motorboot; für die schwächeren Motoren brauchst du in Griechenland in der Regel keinen Bootsführerschein, aber frag nach den Bedingungen und lies die Wettervorhersage, bevor du an der Westküste ablegst.

Für Wassersport gilt wieder die Küstenlogik. Der Nachmittagswind über der Lagune von Korission macht den Dünenstrand Halikounas zum Kitesurf-Revier, an den organisierten Weststränden wie Glyfada gibt es Verleih für Surfbretter, Kajaks und Bananenboot-Programme, und geschnorchelt und getaucht wird am besten im klaren, felsigen Wasser um Paleokastritsa, wo mehrere Basen Kurse und Ausfahrten anbieten. Die Ostküste zwischen Dassia und Ipsos ist wegen des ruhigen Wassers die entspanntere Wahl für alle, die mit Kindern aufs Wasser wollen.

Und dann die Aktivitäten, die keinen Muskelkater machen. Ein geführter Rundgang durch die Altstadt sortiert die vier Herrschaftsepochen an Ort und Stelle und ist mehr wert, als es klingt, weil man die Schichten sonst leicht übersieht. Eine Führung durch das Achilleion in Gastouri erklärt, warum ein österreichisches Kaiserinnen-Schloss auf einer griechischen Insel steht. Auf der Ölmühle The Governor in Agios Matheos verkostest du Öl wie andernorts Wein. Und wer den Spuren der Durrells folgen will, findet sie im Norden: in Kalami, wo Lawrence Durrell im weißen Haus am Wasser lebte, und in den Olivenhainen um Kontokali und Kanoni, in denen Gerald Durrells Kindheit spielte.

Aktivitäten & Touren in Korfu

Anreise & Mobilität

Anreise nach Korfu und unterwegs auf der Insel

Vom Rollfeld bis in die Altstadt sind es keine drei Kilometer, und das ist auf einer griechischen Insel eine Seltenheit.

Der Flughafen Ioannis Kapodistrias liegt rund drei Kilometer südlich des Stadtzentrums, direkt an der Lagune von Chalikiopoulou; wer auf Kanoni steht, sieht die Maschinen unmittelbar über dem Damm einschweben. Aus Deutschland dauert der Flug je nach Abflughafen gut zwei bis knapp drei Stunden, in der Sommersaison gibt es Direktverbindungen ab vielen deutschen Flughäfen, im Winter schrumpft das Angebot deutlich zusammen. Vom Terminal in die Stadt sind es mit dem Taxi wenige Minuten, zu Fuß mit Gepäck ist es unangenehm, und der Mietwagenschalter liegt direkt im Ankunftsbereich.

Die zweite Route führt über das Wasser. Vom Festlandhafen Igoumenitsa setzen Fähren nach Korfu über, die Überfahrt dauert je nach Schiff etwa ein bis anderthalb Stunden, und du kannst dein Auto mitnehmen. Wer mit dem eigenen Wagen aus Deutschland anreist, nimmt in der Regel eine der Fähren aus Venedig, Ancona, Bari oder Brindisi, die Korfu auf dem Weg nach Patras anlaufen. Und nach Nordosten liegt die albanische Hafenstadt Saranda in Sichtweite, erreichbar in gut einer halben Stunde mit dem Schnellboot; das ist ein Auslandsübertritt, du brauchst also Ausweispapiere und solltest die Fahrpläne vorher prüfen.

Auf der Insel selbst ist der Mietwagen die naheliegende Lösung, weil die schönsten Strände und die Bergdörfer nicht an den Buslinien liegen. Nimm die kleinste Klasse, die dein Gepäck fasst: Die Zufahrten an der Westküste sind eng, steil und oft ohne Wendemöglichkeit, und im Norden musst du an den Küstenstraßen regelmäßig an einer Ausweichstelle warten. Getankt wird an den Hauptstraßen, im Inselinneren sind die Abstände zwischen den Stationen größer, als man denkt. Und in Kerkyra selbst fährst du besser gar nicht erst in die Gassen, sondern parkst an der Uferstraße oder am Hafen.

Ohne Auto kommst du trotzdem herum. Die grünen Überlandbusse der KTEL verbinden Kerkyra mit den größeren Orten im Norden, Westen und Süden und starten am Terminal in der Nähe der Neuen Festung, die blauen Stadtbusse decken die Vororte und die Küstenorte im Umland ab, darunter Gastouri unterhalb des Achilleion und Kanoni. Die Takte sind im Sommer dichter als im Winter und am Wochenende dünner als werktags, deshalb hol dir den aktuellen Fahrplan vor Ort, statt dich auf gefundene Zeiten im Netz zu verlassen. Für einzelne Ausflüge sind Taxis eine Alternative, für die Weststrände auch die Ausflugsboote, die im Sommer entlang der Küste pendeln.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Orte & Küstenabschnitte

Korfus Orte und Küstenabschnitte im Überblick

Wer auf Korfu Urlaub macht, entscheidet sich zuerst für einen Inselteil, und der Rest ergibt sich daraus fast von allein.

Paleokastritsa
Paleokastritsa

In Kerkyra selbst gibt es zwei Adressen, die man kennen muss. Das Campiello ist der älteste und dichteste Teil der Altstadt, ein Gassengeflecht aus venezianischer Zeit mit hohen Häusern, Innenhöfen und kleinen Plätzen, auf denen noch die alten Brunnen stehen. Direkt östlich davon öffnet sich mit der Spianada das genaue Gegenteil, eine riesige freie Fläche mit Cricket-Rasen, Musikpavillon und Palmen, an deren Westrand sich der Liston mit seinen Arkaden entlangzieht. Zwischen beiden liegen keine fünf Gehminuten, und sie erzählen zusammen die ganze Stadtgeschichte.

Der Norden ist der landschaftlich vielfältigste Teil der Insel. Kassiopi im Nordosten ist ein altes Fischerdorf um einen Naturhafen, über dem die Reste einer byzantinischen Burg liegen; von den Tavernen am Kai schaut man auf die albanische Küste gegenüber. Weiter westlich reihen sich mit Acharavi, Roda und Sidari die Badeorte der Nordküste, mit langen, flachen Stränden und dem ausgewaschenen Sandsteinkanal von Sidari. Dahinter steigt das Land zum Pantokrator an, an dessen Hängen mit Alt-Perithia das älteste Dorf Korfus liegt, jahrzehntelang verlassen und inzwischen teilweise wieder bewohnt.

Die Westküste ist die Strandseite. Pelekas ist ein Bergdorf über dem Meer, bekannt für den Aussichtspunkt Kaisers Thron, von dem aus Kaiser Wilhelm II. die Sonnenuntergänge betrachtete, und darunter liegen die Sandstrände von Kontogialos und Glyfada. Weiter nördlich folgt Paleokastritsa mit seinen Buchten, dem Kloster auf dem Felsen und den Bootstouren zu den Höhlen, weiter südlich Agios Gordios mit seinem langen Strand und dem vorgelagerten Felsen. Wer den Sonnenuntergang zum festen Programmpunkt machen will, wohnt auf dieser Seite.

Der Süden ist zweigeteilt. An der Ostküste liegen mit Benitses, Moraitika und Messonghi ruhige Badeorte mit geschütztem, flach abfallendem Wasser, im Westen die weite Dünenlandschaft um die Lagune von Korission. Ganz unten an der Spitze steht Kavos, die Partyhochburg der Insel, mit einer kilometerlangen Ausgehmeile und einem sehr jungen Publikum; wer damit nichts anfangen kann, macht einen Bogen darum, sollte aber wissen, dass gleich dahinter mit dem Kap Asprokavos einer der einsamsten Küstenabschnitte Korfus beginnt. Dazwischen liegt mit Lefkimmi eine echte Kleinstadt mit Kanal, Fährhafen und ohne jeden Tourismus.

Feste & Jahreslauf

Ostern auf Korfu und die Feste im Jahreslauf

Am Vormittag des Karsamstags fliegen in Kerkyra tausende Tonkrüge von den Balkonen, und der Knall hallt durch die ganze Altstadt.

Ostern ist auf Korfu das größte Ereignis des Jahres und ein anderes Fest als überall sonst in Griechenland. Am Karfreitagabend ziehen die Epitaphios-Prozessionen der Pfarreien mit den Blaskapellen der Philharmonischen Gesellschaften durch die Gassen, am Samstagvormittag folgt das Botides genannte Krugwerfen: Von den Balkonen entlang des Liston und der oberen Plätze fliegen große, mit Wasser gefüllte Tonkrüge auf das Pflaster, begleitet von einem Lärm, den man körperlich spürt. Danach spielt die Stadt weiter, bis um Mitternacht die Auferstehung verkündet wird. Wichtig für die Planung: Das orthodoxe Osterfest fällt meist nicht auf das westliche Datum, prüfe also den Termin, bevor du buchst.

Der zweite feste Punkt im Kalender ist der Inselpatron. Der Heilige Spyridon liegt in einem silbernen Schrein in der nach ihm benannten Kirche, und mehrmals im Jahr wird er in einer Prozession durch die Altstadt getragen, angeführt von den Musikvereinen. Die Korfioten führen mehrere überstandene Belagerungen und Epidemien auf ihn zurück, weshalb auffällig viele Männer der Insel Spyridon heißen. Wer an einem dieser Tage in der Stadt ist, sollte am Rand stehen bleiben und schauen, statt sich einen Weg durch die Prozession zu bahnen; die Gassen sind dann für Stunden dicht.

Im Sommer verlagert sich das Geschehen in die Dörfer. Von Juni bis September feiert fast jeder Ort sein Panigiri, das Kirchweihfest zum Namenstag des Ortsheiligen, mit langen Tischen auf dem Platz, gegrilltem Fleisch und einer Kapelle, die bis in den Morgen spielt. Diese Feste sind nicht für Gäste gemacht, aber Gäste sind willkommen; frag im Ort nach dem nächsten Termin, im Voraus findest du selten etwas. Dazu kommen in Kerkyra über die Saison verteilt Konzerte der Philharmonischen Gesellschaften. In der Stadt bestehen mehrere davon nebeneinander, jede mit eigener Uniform und eigener Musikschule, und im Sommer spielen sie regelmäßig auf dem Musikpavillon mitten auf der Spianada – dieselben Kapellen, die an Ostern die Prozessionen anführen.

Und dann gibt es die stille Jahreshälfte. Von November bis Februar liegen unter den Olivenbäumen die Netze, die Mühlen laufen, und die Insel riecht nach frisch gepresstem Öl. Gleichzeitig reifen die Kumquats, aus denen der leuchtend orange Likör gemacht wird. Viele Hotels und Strandtavernen sind in dieser Zeit geschlossen, die Fährverbindungen dünnen aus, und es regnet mehr als in fast jeder anderen Ecke Griechenlands. Wer trotzdem kommt, bekommt eine Stadt ohne Kreuzfahrtschiffe, grüne Hügel statt verbrannter Hänge und Preise, die mit der Hochsaison nichts zu tun haben.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Korfu – und welches zu dir passt

CampielloCampielloDas älteste Viertel der Altstadt und das dichteste dazu: sechsstöckige venezianische Häuser an Gassen, die keine drei Meter breit sind, Wäscheleinen über dem Kopf und immer wieder ein kleiner Platz mit einem alten Brunnen. Ohne Umweg kommst du hier nicht durch, und genau das ist der Punkt.Ideal für: Altstadt zu Fuß½ TagSpianada & ListonSpianada & ListonEiner der größten Plätze Griechenlands, von den Venezianern als freies Schussfeld vor der Festung angelegt und von den Briten mit einem Cricket-Rasen versehen. An der Westseite zieht sich der Liston entlang, eine Arkadenzeile aus französischer Zeit nach dem Vorbild der Rue de Rivoli.Ideal für: Kaffee & Stadtleben½ TagPaleokastritsaPaleokastritsaAn der Nordwestküste schieben sich sechs Buchten zwischen zypressenbewachsene Felsnasen, das Wasser ist tief, klar und kühler als im Osten. Über allem thront das Kloster Panagia Theotokos, vom Kai starten die Boote zu den Meereshöhlen, und oberhalb bei Krini liegt die Burgruine Angelokastro.Ideal für: Buchten & Bootstouren1 TagPelekasPelekasEin Bergdorf über der Westküste, bekannt für den Aussichtspunkt Kaisers Thron, von dem aus Kaiser Wilhelm II. die Sonnenuntergänge betrachtete. Hangabwärts liegen mit Kontogialos und Glyfada zwei der besten Sandstrände der Insel, dazwischen Serpentinen und viel Olivenwald.Ideal für: Sandstrände & Sonnenuntergang1–2 TageKassiopiKassiopiAltes Fischerdorf im Nordosten rund um einen Naturhafen, überragt von den Resten einer byzantinischen Burg. Von den Tavernen am Kai schaut man über die schmale Meerenge auf die albanischen Berge, ringsum liegen die hellen Kieselbuchten von Avlaki, Kerasia und Agni.Ideal für: Stille Kieselbuchten1–2 TageKavosKavosDie Partyhochburg an der Südspitze mit langem Sandstrand, kilometerlanger Ausgehmeile und sehr jungem Publikum. Wer damit nichts anfangen kann, fährt weiter: Gleich dahinter beginnt am Kap Asprokavos mit dem verfallenen Kloster über dem Strand von Arkoudilas die einsamste Küste Korfus.Ideal für: Nachtleben oder Weiterfahrt½–2 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Korfu mit Wetter und Wassertemperaturen

Korfu ist im Winter eine der regenreichsten Ecken Griechenlands und im Hochsommer verlässlich heiß, dazwischen liegen zwei sehr gute Reisefenster.

Das Klima auf Korfu ist mediterran, aber feuchter als auf den Inseln der Ägäis: Über tausend Millimeter Niederschlag im Jahr fallen fast ausschließlich zwischen Oktober und März, und genau das macht die Insel so grün. Der Sommer ist dafür trocken und heiß, mit Höchstwerten um 32 Grad im Juli und August und einem Meer, das von Juni bis Oktober warm genug zum Baden ist. Die Badesaison beginnt praktisch im Mai und endet Ende Oktober; außerhalb dieser Spanne sind viele Hotels und Strandtavernen geschlossen, während die Stadt ganzjährig funktioniert.

Jan14°6°nass, Olivenernte
Feb14°6°Regenzeit, vieles zu
Mär16°8°grün, erste warme Tage
Apr19°10°Ostern, Insel blüht
Mai24°14°Meer ab 20 Grad, ideal
Jun29°18°warm und noch ruhig
Jul32°20°Hochsaison, heiß
Aug32°20°voll und teuer
Sep28°17°Meer noch sommerwarm, ideal
Okt23°14°mild, erste Regentage
Nov19°11°Saisonende, Netze im Hain
Dez15°8°still, viel Regen

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Korfu sind Mai, Juni und September. Im Mai steht die Insel noch in ihrem Frühjahrsgrün, das Meer erreicht rund 20 Grad und die Wanderwege sind begehbar, ohne dass die Hitze bremst. Der Juni bringt Sommerwetter ohne die Preise und den Andrang der Ferienwochen, und im September liegt das Wasser mit rund 25 Grad noch fast auf Augustniveau, während die Tage bereits erträglicher werden. Juli und August funktionieren am Strand, sind aber heiß, voll und teuer. Oktober bleibt mild und badbar, mit steigendem Risiko für die ersten Regentage, und von November bis März reist du in eine grüne, sehr ruhige Insel, auf der ein großer Teil der Saisonbetriebe geschlossen hat.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Korfu

Wie viele Tage sollte man für Korfu einplanen?
Eine Woche ist das sinnvolle Minimum, wenn du mehr als einen Strand sehen willst: zwei Tage für Kerkyra und das Achilleion, je ein Tag für Paleokastritsa, den Norden mit Pantokrator und die Weststrände, dazu zwei Tage Puffer. Zehn bis vierzehn Tage erlauben zusätzlich Bootstouren, Wanderungen und einen Ausflug nach Paxos oder Albanien, ohne dass du jeden Tag im Auto sitzt.
Wann ist die beste Reisezeit für Korfu?
Mai, Juni und September. Im Mai liegen die Höchstwerte um 24 Grad und die Insel ist noch grün, im Juni bekommst du Sommerwetter vor der Ferienhochsaison, und im September liegt das Meer mit etwa 25 Grad noch fast auf Augustniveau. Juli und August sind heiß, voll und teuer, Oktober bleibt mild und badbar. Von November bis März regnet es viel, und viele Saisonbetriebe außerhalb der Stadt haben geschlossen.
Braucht man auf Korfu einen Mietwagen?
Für einen reinen Hotelurlaub an der Ostküste nicht, dort fahren Busse entlang der Küstenstraße. Sobald du die Weststrände, das Inselinnere oder den Norden sehen willst, ja: Myrtiotissa, Porto Timoni, Alt-Perithia oder die Bergdörfer liegen nicht an den Linien. Nimm einen kleinen Wagen, die Zufahrten zu den Buchten sind eng und steil, und plane für 40 Kilometer eher eine Stunde als eine halbe.
In welchem Teil von Korfu wohnt man am besten?
Kommt auf den Schwerpunkt an. Die Ostküste zwischen Gouvia und Dassia ist die zentralste Basis mit kurzen Wegen zu Stadt, Flughafen und Fähre. Die Südostküste um Moraitika und Benitses ist ruhiger, mit flachem Wasser für Familien. Die Westküste um Pelekas oder Paleokastritsa hat die besseren Strände und die Sonnenuntergänge, dafür längere Fahrten. Und in der Altstadt wohnst du dort, wo die Tagesgäste abends nicht mehr sind.
Welche Strände auf Korfu haben feinen Sand?
Die Sandstrände liegen fast alle an der West- und Nordküste: Glyfada, Kontogialos, Agios Gordios und Myrtiotissa im Westen, Agios Georgios Pagon und Arillas im Nordwesten, Roda und Acharavi im Norden, Agios Georgios Argiradon und Halikounas im Süden. Die Nordostküste zwischen Barbati und Kassiopi besteht dagegen aus hellem Kiesel mit sehr klarem, ruhigem Wasser, dort sind Badeschuhe die bessere Idee.
Wie kommt man von Deutschland nach Korfu?
Am schnellsten per Direktflug zum Flughafen Ioannis Kapodistrias, der nur rund drei Kilometer südlich der Altstadt liegt; die Flugzeit beträgt je nach Abflughafen gut zwei bis knapp drei Stunden, das Angebot ist im Sommer deutlich größer als im Winter. Alternativ setzt du vom griechischen Festlandhafen Igoumenitsa über, die Fähre braucht etwa ein bis anderthalb Stunden und nimmt Autos mit.
Ist Korfu mit Kindern zu empfehlen?
Sehr gut sogar, wenn du die Küste passend wählst. Der Norden um Roda und Acharavi und die Südostküste um Moraitika und Messonghi haben flach abfallendes, ruhiges Wasser und viele Familienhotels, teils mit Wasserpark. Die Weststrände sind schöner, haben aber nachmittags oft Wellen und steile Zufahrten. Als Programm funktionieren Bootstouren ab Paleokastritsa, der Statuengarten des Achilleion und die Sandsteinrippen am Canal d'Amour.
Was isst man auf Korfu?
Die Inselküche ist venezianisch geprägt und arbeitet mit Zimt, Nelke und Essig statt mit viel Oregano. Klassiker sind Pastitsada, in Gewürztomatensauce geschmortes Rind oder Hahn mit dicken Nudeln, Sofrito, Kalbfleisch in Weißwein-Knoblauch-Sauce, sowie Bourdeto und Bianco, zwei Fischgerichte, einmal scharf und rot, einmal mild mit Zitrone und Kartoffeln. Dazu Olivenöl der Sorte Lianolia, Ginger Beer namens Tsitsibira und Kumquat-Likör.
Wie warm ist das Meer auf Korfu?
Im Mai erreicht das Wasser rund 20 Grad, im Juni etwa 23, im Juli und August 25 bis 26 Grad, und im September liegt es mit etwa 25 Grad nur knapp darunter. Im Oktober liegen meist 22 Grad an, danach kühlt es rasch ab. An der geschützten Ostküste ist das Wasser tendenziell etwas wärmer und ruhiger, an den tiefen Felsbuchten im Nordwesten um Paleokastritsa spürbar frischer.
Kann man von Korfu aus nach Albanien übersetzen?
Ja, die albanische Hafenstadt Saranda liegt gegenüber und ist mit dem Schnellboot in gut einer halben Stunde erreichbar. Beliebtestes Ziel ist die antike Ausgrabungsstätte Butrint, die ebenfalls zum UNESCO-Welterbe zählt. Es handelt sich um eine Ausreise aus der EU, du brauchst also Reisepass oder Personalausweis. Die Fahrpläne wechseln saisonal, prüfe die Verbindungen und die Rückfahrzeit vor der Buchung.
Lohnt sich der Achilleion-Palast?
Für alle, die sich für die Geschichte des 19. Jahrhunderts interessieren, ja. Kaiserin Elisabeth von Österreich ließ das neoklassizistische Schloss ab 1889 oberhalb von Gastouri bauen, nach ihrem Tod übernahm es Kaiser Wilhelm II. Der Reiz liegt weniger in den Innenräumen als im Statuengarten mit den beiden Achilles-Darstellungen und im Blick über die Ostküste. Rechne mit ein bis zwei Stunden und komm möglichst am frühen Vormittag.
Was kann man auf Korfu bei Regen unternehmen?
Kerkyra trägt einen Regentag mühelos: das Museum für Asiatische Kunst im britischen Palast am Nordende der Spianada, das Archäologische Museum, die überdachten Gänge und Kasematten der Neuen Festung sowie die Kirche des Heiligen Spyridon. Dazu die Arkaden des Liston, unter denen man trocken sitzt. Außerhalb der Stadt funktionieren eine Ölmühlen-Führung mit Verkostung und ein langes Mittagessen in einer Dorftaverne.
Wo ist es auf Korfu am ruhigsten?
Im Inselinneren und an den Rändern. Die Bergdörfer um Agios Matheos, Sinarades und Chlomos sehen kaum Gäste, Alt-Perithia am Pantokrator ist ein halb verlassenes Dorf mit ein paar Tavernen, und die Dünen um die Lagune von Korission im Südwesten sind selbst im August leer. An der Küste sind die kleinen Kieselbuchten der Nordostseite und die Abschnitte hinter Kavos Richtung Kap Asprokavos die stillsten Stellen.

· Sehenswürdigkeiten

Das musst du gesehen haben.

· Hotels

Wo übernachten.

· Restaurants

Wo essen.

· Aktivitäten

Was erleben.

KorfuAuf der Straße von Kerkyra nach Westen reißen die Olivenhaine irgendwann auf, und unter dir liegen sechs Buchten, in denen das Wasser innerhalb von hundert Metern die Farbe wechselt.

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