Stadt · Griechenland

Zakynthos

Vierzig Kilometer Insel reichen hier für einen gestrandeten Frachter unter senkrechten Kalkwänden, Höhlen, in denen das Wasser blau leuchtet, und Strände, an denen im Juni Schildkröten ihre Eier vergraben.

5 Stadtviertel9 Sehenswürdigkeiten7 Hotels
Überblick

Deine Zakynthos-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai bis September; Mai und September ideal für Sonne ohne Hochsaison-Andrang
Anreise
Flughafen Zakynthos 'Dionysios Solomos' (ZTH) nahe Kalamaki; Fähre ab Kyllini in ca. 1 Std. 15 Min.
Region
Ionische Inseln, Griechenland
Inselhauptstadt
Zakynthos-Stadt (Chora), auch Zante genannt
Fläche
rund 406 km², drittgrößte Ionische Insel
Zeitzone
Europe/Athens (OEZ, UTC+2 / Sommerzeit UTC+3)
Über Zakynthos

Reisen nach Zakynthos

Zakynthos, von den Venezianern Zante genannt, liegt als südlichste der großen Ionischen Inseln vor der Westküste des Peloponnes und zerfällt in zwei sehr unterschiedliche Hälften. Im Westen fällt ein Kalkrücken in weißen Steilwänden ins Meer: Dort liegen die Schiffswrackbucht Navagio mit dem 1980 gestrandeten Frachter und Bergdörfer wie Volimes, Anafonitria und Kambi, in denen sich mittags nichts bewegt; an der Nordspitze, am Kap Skinari, fahren kleine Boote in die Blauen Grotten. Im Osten und Süden läuft die Insel flach aus – goldene Sandstrände auf der pinienbewachsenen Halbinsel Vasilikos, die weite Bucht von Laganas, in der seit 1999 ein Meeres-Nationalpark – Griechenlands erster für den Schildkrötenschutz – eine der wichtigsten Brutkolonien der Unechten Karettschildkröte im Mittelmeer schützt, und die Inselhauptstadt Chora, die nach dem Erdbeben von 1953 in venezianischen Arkaden wieder aufgebaut wurde. Dazwischen Olivenhaine, Weinberge mit dem einheimischen Verdea, Tavernen, in denen abends Kantades gesungen werden, und ein Straßennetz, das die meisten Ziele in unter einer Stunde erreichbar macht – auch wenn die Bergstraßen im Norden Zeit kosten.

Zakynthos – Karte
Reiseführer

Zakynthos von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Kurz nach sieben legt in Porto Vromi das erste Boot ab, und eine halbe Stunde später liegt es fast allein vor einer Bucht aus weißem Kies, in der ein rostiger Frachter seit über vierzig Jahren im Sand steckt – ob es dort anlanden darf, entscheiden inzwischen die Sperrungen wegen Steinschlags. Vierzig Autominuten weiter südlich hinterlässt die Nacht in der Bucht von Laganas eine frische Kriechspur im nassen Sand, breit wie ein Traktorreifen. Zakynthos ist beides an einem Vormittag – das lauteste Postkartenmotiv Griechenlands und ein Schutzgebiet, das genau davon lebt, dass sich Besucher an Regeln halten.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Zakynthos

Die bekanntesten Motive der Insel liegen fast alle im Norden und Westen, und dorthin fährst du von Chora aus gut eine Stunde über die Bergstraße.

Navagio ist der Grund, warum viele überhaupt nach Zakynthos fliegen: eine Bucht aus weißem Kies zwischen fast senkrechten Kalkwänden, in der seit 1980 das Wrack des Frachters Panagiotis liegt. Zum Strand selbst führt kein Weg, du kommst ausschließlich per Boot – die kürzeste Überfahrt startet in Porto Vromi an der Westküste, längere Touren fahren ab Agios Nikolaos im Norden und ab dem Hafen von Zakynthos-Stadt. Ein Punkt, den ältere Reiseberichte gern verschweigen: Wegen Steinschlags aus den Wänden sind Strandzugang und Aussichtsplattform in den vergangenen Jahren wiederholt eingeschränkt oder zeitweise gesperrt worden. Prüfe die aktuelle Lage kurz vor der Reise und verlass dich nicht auf Fotos, die ein paar Sommer alt sind.

Der klassische Tiefblick von oben kommt von der Klippenplattform oberhalb der Bucht, die du über die Straße von Anafonitria erreichst. Von dort fällt der Blick fast senkrecht hinab auf das Wrack, das im Kies liegt wie ein liegen gelassenes Spielzeug, und weil die Kante nicht durchgehend gesichert ist, gilt hier mehr als anderswo: Abstand halten und Kinder an die Hand nehmen. Am frühen Morgen liegt die Bucht noch im Schatten der hohen landseitigen Ostwand – wer das leuchtende Türkis auf dem Foto will, kommt zwischen dem späten Vormittag und dem frühen Nachmittag, wer Ruhe will, in der ersten Stunde nach Sonnenaufgang.

Die Blauen Grotten liegen an der Nordspitze zwischen dem Fischerhafen Agios Nikolaos und dem Kap Skinari: eine Kette von Meereshöhlen und Felsbögen, in denen das Licht durch das klare Wasser reflektiert und Wände wie Bootsrümpfe in ein sattes Blau taucht. Kleine Boote fahren ab dem Hafen von Agios Nikolaos und ab der Anlegestelle unterhalb des Leuchtturms von Kap Skinari hinein, und je kleiner das Boot, desto tiefer kommst du in die Höhlen. Der Effekt hängt vollständig vom Sonnenstand ab – fahr am frühen Vormittag, wenn das Licht flach von Osten hereinfällt und das Wasser noch glatt liegt. Viele Anbieter kombinieren die Grotten mit einem Badestopp und der Weiterfahrt nach Navagio.

Im Süden steht die zweite Bühne der Insel. Vor Laganas liegt das unbewohnte Marathonisi im Wasser, dessen Umriss an einen Schildkrötenpanzer erinnert und dessen Sandstreifen zu den geschützten Niststränden zählt. Weiter westlich steht über dem Kap Marathia der Leuchtturm von Keri, von dem aus du an klaren Abenden bis nach Kefalonia siehst und unter dem die beiden Felsnadeln der Mizithres aus dem Meer ragen. Bei Agios Sostis führt eine Holzbrücke auf das Felseninselchen Cameo Island, und an der Nordostküste sprudeln bei Xigia Schwefelquellen so nah am Ufer ins Meer, dass du den Geruch schon auf der Treppe zum Strand wahrnimmst.

Sehenswürdigkeiten in Zakynthos

Alle 9 Sehenswürdigkeiten
Strände & Buchten

Die schönsten Strände auf Zakynthos von Gerakas bis Porto Limnionas

Sand liegt im Osten und Süden, Fels und Tiefblau im Westen – und ein Teil der stillsten Buchten steht unter Naturschutz.

Gerakas und die Schildkröten
Gerakas und die Schildkröten

Die Halbinsel Vasilikos im Südosten hat die verlässlichste Strandreihe der Insel. Von Norden nach Süden folgen Porto Zoro mit seinen aus dem flachen Wasser ragenden Felsblöcken, der lange Banana Beach mit Wassersportangebot, die geschützte Bucht von Agios Nikolaos und am Südende Gerakas, ein Bogen aus goldenem Sand unter weichen Sandsteinklippen. Gerakas gehört zum Meeres-Nationalpark, und das strukturiert den Tag: Der obere, trockene Strandabschnitt ist während der Nistsaison abgesperrt, Liegen und Schirme stehen nur im vorderen Bereich, und ab Sonnenuntergang ist der Strand geschlossen. Genau diese Regeln machen ihn tagsüber so ruhig.

Nördlich von Zakynthos-Stadt zieht sich die flache Ostküste. Tsilivi ist ihr familienfreundlichster Abschnitt: breiter Sand, sanft abfallendes Wasser, Tavernen, Supermärkte und Mietwagenschalter direkt hinter der Strandlinie, dazu ein Wasserpark im Ort. Weiter nördlich folgen Alykanas und Alykes, benannt nach den alten Salinen dahinter – ruhiger, mit einem langen Sandstreifen und einer Bucht, in der am Nachmittag oft eine Brise aufkommt. Von hier ist es nicht mehr weit nach Xigia mit seinen Schwefelquellen und zum Fischerhafen von Agios Nikolaos, wo die Boote zu den Blauen Grotten ablegen.

Die Bucht von Laganas ist der längste zusammenhängende Sandstrand der Insel und zugleich ihr empfindlichster Abschnitt. Laganas selbst ist laut und voll, das benachbarte Kalamaki deutlich zurückhaltender, und beide Strände sind Niststrände: Zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang darfst du sie in der Saison nicht betreten, Sonnenschirme dürfen nur in den ausgewiesenen Zonen in den Sand, weil die Stäbe sonst Gelege zerstören. Am Westende der Bucht liegen Agios Sostis mit der Holzbrücke nach Cameo Island und dahinter Limni Keriou, ein kleiner Hafenort mit Kieselstrand, von dem Tauchbasen und Bootstouren starten.

Die Westküste hat keinen Sand, dafür das klarste Wasser der Insel. Porto Limnionas unterhalb von Agios Leon ist eine schmale Felsbucht, in die du über Stufen und eine Leiter ins tiefe Türkis einsteigst; eine Taverne über der Bucht macht daraus einen halben Tag. Porto Vromi weiter nördlich ist weniger Strand als Anlegestelle, dafür der kürzeste Startpunkt für die Boote nach Navagio. Nimm an dieser Küste Badeschuhe mit, plane den Rückweg vor Einbruch der Dunkelheit – die Serpentinen sind eng und unbeleuchtet – und rechne damit, dass es hier nachmittags spürbar windiger weht als im Osten.

Schildkröten & Nationalpark

Meeresschildkröten und der Nationalpark in der Bucht von Laganas

Die Bucht von Laganas ist einer der wichtigsten Niststrandkomplexe der Unechten Karettschildkröte im Mittelmeer und seit 1999 als Nationaler Meerespark geschützt.

Der Nationalpark umfasst die Bucht von Laganas mit ihren Niststränden, das Inselchen Marathonisi und die Küste um Gerakas auf Vasilikos. Er war 1999 der erste griechische Nationalpark, der eigens für den Schutz der Meeresschildkröten eingerichtet wurde, und er ist kein Etikett, sondern ein Regelwerk: Für Boote gelten in der Bucht Geschwindigkeitsbegrenzungen und Sperrzonen, ein Teil der Strände ist nachts komplett gesperrt, und der dichteste Niststrand von allen, Sekania, ist ganzjährig für Besucher geschlossen und nur von See aus zu sehen. Wer das als Einschränkung liest, hat den Punkt verpasst – ohne diese Zonierung gäbe es die Tiere, wegen derer alle kommen, in dieser Zahl längst nicht mehr.

Der Ablauf im Jahr ist immer derselbe. Ab Ende Mai kommen die Weibchen nachts an den Strand, an dem sie selbst geschlüpft sind, graben eine Höhle in den trockenen Sand und legen um die hundert Eier ab, bevor sie im Morgengrauen wieder ins Wasser gehen. Die Gelege reifen rund zwei Monate im warmen Sand, sodass ab Ende Juli und bis in den Oktober hinein die Jungtiere schlüpfen und Richtung Meer laufen. Sie orientieren sich dabei am helleren Horizont über dem Wasser, und genau deshalb sind die Lichtregeln an der Küste so streng: Eine Strandbar oder eine Taschenlampe kann eine ganze Generation landeinwärts schicken.

Sehen wirst du die Tiere am ehesten tagsüber im Wasser, wenn sie zum Luftholen auftauchen. Bootstouren starten in Agios Sostis, Laganas, Kalamaki und Limni Keriou, viele davon als Kombination mit den Höhlen von Keri und einem Stopp bei Marathonisi. Wähl einen kleinen Anbieter, der die Sperrzonen und die Geschwindigkeitsregeln erkennbar einhält, und sei skeptisch bei jedem, der eine Sichtung garantiert – garantieren lässt sich das bei wildlebenden Tieren nicht. Im Wasser gilt: Abstand halten, nicht hinterherschwimmen, nicht anfassen. Vom Kajak oder vom Stand-up-Board aus hast du oft die ruhigeren Begegnungen als vom Motorboot.

Am Strand selbst erkennst du die Arbeit des Parks an Details. Gefundene Gelege werden kartiert und mit Gittern oder Rahmen gegen Trittschäden gesichert, an den Strandaufgängen hängen Tafeln mit den Regeln, und in Laganas, Kalamaki und auf Vasilikos kontrolliert in der Saison Parkpersonal, ob Schirme und Liegen aus dem trockenen Sand heraus bleiben. Mithelfen kannst du vor allem durch Unterlassen: Gruben und Sandburgen abends wieder einebnen, nichts über Nacht am Strand stehen lassen, markierte Bereiche nicht betreten, keine Lampe Richtung Wasser richten. Findest du eine frische Kriechspur oder ein Jungtier, das in die falsche Richtung läuft, meldest du das dem Parkpersonal oder den Freiwilligen vor Ort, statt selbst einzugreifen – anfassen, tragen oder ins Wasser setzen schadet mehr, als es hilft. Dass die Schlupfzeit ab Ende Juli mitten in die vollste Phase der Saison fällt, ist der Grund, warum die Regeln ausgerechnet dann am strengsten sind.

Aktivitäten & Touren in Zakynthos

Chora & Bochali

Zakynthos-Stadt nach dem Erdbeben von 1953

Am 12. August 1953 legte ein schweres Erdbeben fast die ganze Stadt in Schutt – was du heute siehst, ist ein bewusst historisierender Wiederaufbau.

Chora und Bochali
Chora und Bochali

Vor 1953 galt Zakynthos-Stadt als eine der elegantesten Hafenstädte Griechenlands, von den Venezianern über drei Jahrhunderte geprägt und Fioro di Levante genannt, die Blume der Levante. Das Beben und die Brände danach löschten fast den gesamten Bestand aus. Beim Wiederaufbau entschied man sich gegen die schnelle Betonlösung und für eine Rekonstruktion im alten Maßstab: Arkadengänge entlang der Hafenzeile, niedrige Traufhöhen, Pastelltöne. Das Ergebnis wirkt auf den ersten Blick historisch und ist es doch nicht – ein Detail, das viele Besucher übersehen, weil sie die Stadt mit den Augen einer Altstadt lesen.

Der Bezugspunkt ist der Solomos-Platz am Nordende der Hafenpromenade, weit, hell und von Arkaden gerahmt. In der Mitte steht das Denkmal für Dionysios Solomos, den 1798 auf Zakynthos geborenen Nationaldichter, dessen Hymne an die Freiheit zur griechischen Nationalhymne wurde. An der Platzkante liegen das Byzantinische Museum mit geretteten Ikonen und Ikonostasen aus zerstörten Inselkirchen und die wieder aufgebaute Kirche Agios Nikolaos tou Molou. Ein paar Schritte weiter, am Agiou-Markou-Platz, erzählt das Museum zu Solomos und den bedeutenden Zakynthiern den kulturellen Teil der Inselgeschichte.

Am südlichen Hafenende steht die Kirche des Inselheiligen Agios Dionysios mit ihrem freistehenden Glockenturm – eines der wenigen Bauwerke, die das Beben überstanden haben, und der Ort, an dem am 24. August die größte Prozession des Jahres beginnt. Dazwischen zieht sich die Strada Marina am Wasser entlang, abends die Flaniermeile der Stadt, mit den Fähren aus Kyllini auf der einen und den Tischen der Fischtavernen auf der anderen Seite. In den Gassen dahinter, rund um die Alexandrou-Roma-Straße, findest du die Läden, in denen die Insel selbst einkauft, statt Souvenirs.

Über der Stadt liegt Bochali, der pinienbewachsene Hügel mit den Mauern der venezianischen Festung. Der Aufstieg zu Fuß dauert etwa zwanzig Minuten und ist steil, mit dem Auto sind es fünf Minuten; oben stehen die Tavernen mit Panoramaterrasse, in denen abends Kantades gesungen werden. Und weil Zakynthos auch eine Geschichte erzählt, die selten in Reiseführern steht: 1944 verweigerten der Bürgermeister Loukas Karrer und Bischof Chrysostomos den Besatzern die Liste der jüdischen Einwohner – alle rund 275 Mitglieder der Gemeinde überlebten. An der Stelle der später beim Erdbeben zerstörten Synagoge erinnert heute ein Denkmal an die beiden.

Dörfer & Landesinneres

Bergdörfer und die Westküste zwischen Volimes und Keri

Sobald du die Küstenstraße verlässt, wird Zakynthos innerhalb von zehn Minuten zur Bergprovinz mit Olivenhainen, Bienenstöcken und Ziegen auf der Fahrbahn.

Von Katastari an der Nordostküste schraubt sich die Straße in engen Kehren hinauf nach Volimes, das eigentlich aus mehreren Weilern besteht. An Mauern, Zäunen und Marktständen entlang der Durchfahrt hängen gewebte Decken, Läufer und Spitzen, dazwischen stehen Gläser mit Honig, Kanister mit Olivenöl und Kräuter aus der Umgebung. Weiter westlich liegt Anafonitria mit seinem Kloster, in dem der spätere Inselheilige Dionysios gewirkt haben soll; von dort führt die Stichstraße an die Klippenkante über der Schiffswrackbucht. Ganz in der Nähe verteilt sich der Askos Stone Park über eine terrassierte Steinlandschaft.

Die Westküste erreichst du über eine Handvoll Stichstraßen, und jede endet an einer Klippe. Kambi ist die bekannteste davon: ein Dorf hoch über dem Meer, über dem ein großes Betonkreuz als Denkmal steht, mit Terrassen, die exakt nach Westen zeigen – wer den Sonnenuntergang plant, kommt früh genug für einen Tisch am Rand. In Exo Chora steht ein Olivenbaum, dessen Alter auf weit über tausend Jahre geschätzt wird, mit einem Stamm, um den mehrere Menschen die Arme legen müssen. Zwischen den Dörfern liegen Maries und Agios Leon, von wo aus die Straße nach Porto Limnionas hinunterführt.

Der Südwesten gehört Keri. Das alte Bergdorf mit seiner Kirche liegt über der Küste, unten am Wasser sitzt der Hafenort Limni Keriou mit Tauchbasen und Booten. Weiter draußen, am Kap Marathia, steht der Leuchtturm auf einer Klippenkante, an der du abends über die Bucht von Laganas und hinüber zu den Felsnadeln der Mizithres blickst – der beste Sonnenuntergangsplatz im Süden, mit einer Taverne gleich daneben. Auf dem Rückweg lohnt der Abstecher in den Hügeln bei Lagopodo, wo Familienweingüter den einheimischen Verdea ausschenken.

Zwei praktische Dinge für die Fahrten ins Landesinnere. Erstens sind die Tankstellen fast alle im Osten und Süden, an der Westküste und im Bergland kann die nächste weit sein – tank in Chora, Tsilivi oder Lithakia voll, bevor du in den Norden aufbrichst. Zweitens sind die Straßen schmal, häufig ohne Leitplanke und im Sommer von Reisebussen befahren, die die Kurve komplett brauchen: fahr defensiv, nutz die Ausweichstellen und plane für 30 Kilometer eher eine Stunde. Wer unterwegs im Dorf einkehrt, isst oft besser und deutlich günstiger als an der Küste.

Route & Tagesplan

Zakynthos in einer Woche – eine Route über die ganze Insel

Von einem Standquartier aus erreichst du fast alle Ziele in unter einer Stunde – nur die weiteste Strecke von Vasilikos bis zum Kap Skinari dauert rund zwei Stunden, ein zweites Quartier braucht es trotzdem nicht.

Tag eins und zwei bleiben bewusst flach. Nach der Ankunft holst du den Mietwagen, richtest dich im Quartier ein und läufst am Nachmittag den nächstgelegenen Strand ab – Tsilivi, Vasilikos oder Kalamaki, je nach Basis. Den Abend nimmst du in Zakynthos-Stadt: erst über die Strada Marina zum Solomos-Platz, dann hinauf nach Bochali für den Blick über Hafen und Meer, danach Abendessen unten am Wasser oder oben auf der Terrasse. Am zweiten Tag holst du in Ruhe die Stadt bei Tageslicht nach, mit Byzantinischem Museum und der Kirche des Agios Dionysios, und schließt mit einem langen Nachmittag am Strand ab.

Tag drei ist der große Nordtag, und der beginnt früh. Über Katastari fährst du nach Volimes hinauf, weiter nach Anafonitria und an die Klippenplattform über Navagio, solange die Reisebusse noch unterwegs sind. Danach hinunter an die Nordostküste nach Agios Nikolaos oder ans Kap Skinari, wo die kleinen Boote in die Blauen Grotten fahren – vormittags steht das Licht am besten. Auf dem Rückweg passt der Badestopp an den Schwefelquellen von Xigia oder am langen Strand von Alykes, und wenn noch Zeit bleibt, der Askos Stone Park bei Volimes.

Tag vier gehört dem Wasser. Ab Limni Keriou, Agios Sostis oder Kalamaki fahren Boote in die Bucht von Laganas, zu den Höhlen von Keri und um Marathonisi herum – eine halbtägige Tour mit realistischer Chance, Schildkröten beim Auftauchen zu sehen. Tag fünf schickt dich an die Westküste: vormittags Porto Limnionas zum Schwimmen im Fels, mittags eine Taverne in Agios Leon oder Maries, nachmittags der uralte Olivenbaum in Exo Chora, abends Kambi über den Klippen oder der Leuchtturm von Keri, je nachdem, wo du beim Sonnenuntergang stehen willst.

Die letzten beiden Tage füllst du nach Geschmack: einen Strandtag auf Vasilikos mit Porto Zoro, Banana Beach und Gerakas, dazwischen eine Weinprobe in den Hügeln bei Lagopodo, und einen letzten langen Nachmittag dort, wo es dir am besten gefallen hat. Wer nur vier oder fünf Tage hat, streicht den zweiten Stadttag und die Westküste und behält Nordtag, Bootstag und zwei Strandtage. Und wer zwei Wochen bleibt, hängt eine Fährfahrt nach Kefalonia oder einen Abstecher aufs Festland nach Olympia an, statt die Insel ein zweites Mal abzufahren.

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Übernachten

Hotels auf Zakynthos und die passende Küste für deinen Urlaub

Die Entscheidung fällt hier weniger zwischen Hotelkategorien als zwischen vier Küstenabschnitten mit sehr unterschiedlichem Tempo.

Die dichteste Auswahl an gehobenen Häusern liegt an der Ostküste zwischen Tsilivi und dem Nachbarort Tragaki, wenige Autominuten nördlich der Stadt. Das Lesante Blu Exclusive Beach Resort ist ein Adults-only-Haus der Leading Hotels of the World mit Privatstrand und Suiten mit eigenem Pool, das Porto Zante Villas & Spa das Villenresort mit Waterfront-Spa an einem privaten Sandstrand. In Tsilivi selbst liegen das Olea All Suite Hotel, ein Mitglied der Design Hotels inmitten von Olivenhainen, das Adults-only-Boutiquehaus Zante Maris Suites und das Lesante Classic Hotel & Spa. Der Vorteil dieser Ecke: Strand, Tavernen, Mietwagenschalter und die Stadt sind alle in Reichweite.

Wer die Strände höher gewichtet als die kurzen Wege, wohnt auf der Halbinsel Vasilikos. Hier stehen die Häuser weit auseinander, zwischen Olivenhainen und Pinien, und viele liegen direkt an einer eigenen Bucht – das Fünf-Sterne-Strandhotel The Bay Hotel & Suites etwa an einem Sandstrand nahe Plaka und Agios Nikolaos, mit Pools, Tennisplatz und Kinderclub. Rechne damit, dass du für jeden Supermarktbesuch und jedes Abendessen außerhalb des Hotels ins Auto steigst, und dass die Straßen zu den kleineren Buchten teilweise unbefestigt sind. Dafür bekommst du abends eine Stille, die es an der Ostküste nicht gibt.

Der Süden ist die preiswerteste und die lauteste Ecke zugleich. In Laganas reihen sich Apartmenthäuser und Mittelklassehotels entlang der Hauptstraße, das Nachtleben der Insel spielt sich auf wenigen hundert Metern ab. Kalamaki ist der Kompromiss: derselbe Strand, ein ruhigeres Ortsbild, kurze Wege zum Flughafen. Genau daraus folgt der Nachteil – die Start- und Landebahn liegt unmittelbar hinter der Bucht, und in der Hochsaison hörst du das. Frag beim Buchen nach der Lage des Zimmers zur Einflugschneise, und wenn du empfindlich schläfst, weich nach Agios Sostis oder Limni Keriou aus.

Bleibt der Norden und Westen, wo Hotels die Ausnahme sind. Das Mabely Grand Hotel beim Bergdorf Kambi steht auf der Klippe über der Westküste, mit zwei Pools und weitem Blick über das Ionische Meer – eine bewusste Entscheidung für Abgeschiedenheit, ohne Auto nicht sinnvoll. Zur Planung generell: Die Saison läuft etwa von Mai bis Oktober, viele Häuser schließen im Winter komplett, und für Juli und August solltest du früh buchen. In der ersten Junihälfte und ab der zweiten Septemberwoche zahlst du für dieselben Zimmer spürbar weniger, bei praktisch gleichem Wetter.

Hotels in Zakynthos

Alle 7 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken auf Zakynthos

Die Küche der Insel trägt mehr venezianische Spuren als fast jede andere in Griechenland, und ihr Abendritual kommt mit Gitarre und Mandoline.

Zakynthos hat eine eigene Speisekarte, die du in den Ferienorten selten und in den Dorftavernen fast immer findest. Ladotyri ist ein Schafskäse, der in Olivenöl reift und dadurch fest und würzig wird. Skordostoumbi sind in Knoblauch, Tomate und Öl geschmorte Auberginen, die kalt oft besser schmecken als warm. Sartsa steht für Rindfleisch, das lange in Tomatensauce geschmort und mit reichlich Käse serviert wird. Dazu Kaninchen im Stifado, Wildkräuter aus den Hügeln und im Herbst Moustalevria aus eingekochtem Traubenmost. Als Süßigkeit gehört Mandolato dazu, das weiße Mandel-Nougat der Insel, und Pantespani, ein einfacher Biskuit.

In der Stadt liegen die bekanntesten Adressen dicht beieinander. Die Komis Fish Tavern am Hafen ist die klassische Wahl für den Fang des Tages, ambitionierter kocht Prosilio am Solomos-Platz, wo ionische Zutaten in einer modernen Küche landen und ein ruhiger Garten mitten in der Stadt liegt. Zu Mittag gehst du besser in die Altstadt zu To Kantouni, wo täglich wechselt, was in den Töpfen steht. Am Stadtrand hält Malanos seit Jahrzehnten die deftige Linie und spielt abends Live-Musik dazu. Und oben in Bochali sitzen Lofos und Latas auf ihren Panoramaterrassen über der Stadt, mit Kantades am späten Abend.

Kantades sind das musikalische Erbe der venezianischen Jahrhunderte: mehrstimmig gesungene Serenaden, begleitet von Gitarre und Mandoline, näher an Neapel als an der Bouzouki-Musik des Festlands. Einige Tavernen in Bochali und in den Dörfern pflegen die Tradition an festen Abenden, oft ohne Ankündigung im Netz – frag im Zweifel vor Ort nach. Außerhalb der Stadt lohnt sich der Weg an die Buchten: Porto Roma auf Vasilikos ist seit den späten Fünfzigerjahren in Familienhand und serviert Fisch direkt über der geschützten Bucht, ein Mittagessen, das gern drei Stunden dauert.

Zum Trinken bestellst du Verdea, den traditionellen weißen Landwein der Insel, der oxidativ ausgebaut wird und bernsteinfarben ins Glas kommt – ungewohnt, wenn du frische Weißweine erwartest, und genau deshalb interessant. Daneben füllen mehrere Familienweingüter im Süden auch moderne Weine aus einheimischen Sorten wie Goustolidi und dem roten Avgoustiatis ab; Verkostungen musst du meist vorher anmelden. Zwei Alltagshinweise: In den Dörfern wird spät gegessen, in den Ferienorten deutlich früher, und Karten werden fast überall akzeptiert – in kleinen Bergtavernen und an Strandkiosken solltest du trotzdem Bargeld dabeihaben.

Restaurants in Zakynthos

Alle 7 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise nach Zakynthos und unterwegs mit dem Mietwagen

Im Sommer fliegst du aus Deutschland direkt, außerhalb der Saison über Athen – und vom Flughafen sind es keine zehn Minuten bis Kalamaki.

Der Flughafen Zakynthos trägt den Namen des Nationaldichters Dionysios Solomos, hat das Kürzel ZTH und liegt nur wenige Kilometer südlich der Inselhauptstadt am Rand der Bucht von Laganas. In der Sommersaison wird er aus zahlreichen deutschen Flughäfen direkt angeflogen, außerhalb der Saison führt der Weg über Athen, von wo aus Inlandsflüge auf die Insel gehen. Die Transferzeiten sind kurz: Nach Kalamaki und Laganas sind es Minuten, nach Zakynthos-Stadt und Tsilivi eine knappe Viertelstunde, auf die Halbinsel Vasilikos und nach Alykes jeweils rund eine halbe Stunde.

Die Alternative ist die Fähre. Vom Hafen Kyllini auf der Peloponnes fährt Levante Ferries nach Zakynthos-Stadt, die Überfahrt dauert etwa eine Stunde und fünfzehn Minuten und nimmt Fahrzeuge mit. Das ist die Route für alle, die ohnehin mit dem eigenen Auto durch Griechenland unterwegs sind oder die Insel mit Olympia und der Westpeloponnes verbinden wollen. Im Norden gibt es zusätzlich eine saisonale Verbindung von Agios Nikolaos nach Pesada auf Kefalonia, mit wenigen Abfahrten und kleinem Schiff – prüf den aktuellen Fahrplan, bevor du darauf einen Tagesausflug baust.

Auf der Insel selbst führt für alles außerhalb des eigenen Ferienorts kaum ein Weg am Mietwagen vorbei. Die Sehenswürdigkeiten verteilen sich über die gesamte Insel, und die Busse ab Zakynthos-Stadt bedienen vor allem die großen Küstenorte, nicht die Bergdörfer und die Westküstenbuchten. Nimm den kleinsten Wagen, der euer Gepäck fasst, buch früh für Juli und August und kalkuliere die Fahrzeiten großzügig: Die Serpentinen im Westen und Norden sind eng, teils ohne Leitplanke und im Sommer von Reisebussen befahren. Quads und Roller werden überall vermietet, sind auf Schotter und in Kurven aber die häufigste Unfallursache – wenn, dann mit Helm und ohne Ehrgeiz.

Zwei Dinge, die auf Zakynthos wichtiger sind als anderswo. Erstens: In Zakynthos-Stadt parkst du am besten entlang der Hafenzeile oder auf den ausgewiesenen Flächen und läufst die letzten Minuten – die Gassen dahinter sind eng und teils Einbahnstraßen. Zweitens: Auf den Straßen entlang der Niststrände in der Bucht von Laganas und auf Vasilikos gilt nachts besondere Rücksicht. Fahr langsam, verzichte auf Fernlicht Richtung Strand und lass Taschenlampen und Handydisplays aus, wenn du abends am Wasser unterwegs bist. Schlüpfende Jungtiere orientieren sich am Licht, und jede zusätzliche Lichtquelle führt sie in die falsche Richtung.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Ausflüge

Ausflüge ab Zakynthos nach Kefalonia und aufs Festland

Zwei Fährhäfen und eine kurze Überfahrt machen aus einem Inselurlaub eine Reise mit zwei oder drei Zielen.

Blaue Grotten
Blaue Grotten

Kefalonia liegt zum Greifen nah und ist trotzdem kein selbstverständlicher Tagesausflug. Die saisonale Fähre von Agios Nikolaos im Norden nach Pesada legt nur wenige Male am Tag ab, das Schiff ist klein, und von Pesada bis Argostoli oder zum Strand von Myrtos bleibt anschließend noch ein gutes Stück Fahrt. Mit einer Übernachtung wird daraus ein entspannter Kurztrip, als Tagestour ein Wettlauf mit dem Fahrplan. Wer nur einen Blick auf die Nachbarinsel werfen will, ist mit einem Ausflugsboot ab dem Norden oft besser bedient als mit der Autofähre.

Aufs Festland kommst du über Kyllini, und dort beginnt der lohnendste Ausflug: Das antike Olympia liegt von der Fähranlegestelle aus rund eine Autostunde entfernt. Stadion, Zeustempel, Palästra und das archäologische Museum mit dem Hermes des Praxiteles füllen einen halben Tag, und wer früh übersetzt, ist am Abend zurück. Schon wenige Kilometer hinter dem Fährhafen lohnt der Stopp an der Kreuzritterburg Chlemoutsi über der Ebene von Elis, deren Ringmauer man begehen kann. Rechne die Fährzeiten in beide Richtungen ein und plane den Tag mit Puffer, nicht auf Kante.

Am wenigsten Aufwand kosten die Bootstouren rund um die eigene Insel. Von Zakynthos-Stadt, Agios Nikolaos, Porto Vromi und Limni Keriou starten Halb- und Ganztagesfahrten, die Navagio, die Blauen Grotten, die Höhlen von Keri und Marathonisi in unterschiedlichen Kombinationen anlaufen. Die kleinen Boote kommen näher an die Felsformationen heran, die großen sind bei Wellengang ruhiger. Sonnenuntergangsfahrten legen am späten Nachmittag ab und geben dir die Westküste aus einer Perspektive, die von Land aus niemand hat.

Und wenn du mehr Zeit mitbringst, funktioniert Zakynthos gut als erster oder letzter Baustein einer längeren Reise. Über Kefalonia erreichst du Ithaka, über Kyllini und Patras den Norden der Peloponnes, und der Flughafen Athen liegt eine kurze Inlandsverbindung entfernt – zwei, drei Tage in der Hauptstadt lassen sich mühelos an die Inselwoche hängen. Wer stattdessen bei den Ionischen Inseln bleiben will, kombiniert Zakynthos mit Kefalonia und Lefkada zu einer Route, die den Charakter der Inselgruppe deutlich besser abbildet als jede einzelne Insel für sich.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Zakynthos – und welches zu dir passt

Zakynthos-Stadt (Chora)Zakynthos-Stadt (Chora)Die Inselhauptstadt am Hafen wurde nach dem Erdbeben von 1953 in venezianischen Arkaden wieder aufgebaut. Solomos-Platz, Byzantinisches Museum, die Kirche des Inselheiligen und der Burghügel Bochali liegen dicht beieinander, dazu die beste Auswahl an Tavernen der Insel.Ideal für: Stadt & Abendessen1–2 TageTsilivi & PlanosTsilivi & PlanosWenige Kilometer nördlich der Stadt liegt der entwickeltste Abschnitt der Ostküste. Breiter, flach abfallender Sandstrand, Tavernen und Läden direkt hinter der Strandlinie, ein Wasserpark im Ort und im benachbarten Tragaki die dichteste Auswahl an Fünf-Sterne-Häusern der Insel.Ideal für: Familien & Hotels3–7 TageVasilikosVasilikosDie pinienbewachsene Halbinsel im Südosten fällt in stillen Buchten ans Wasser. Porto Zoro, Banana Beach, Agios Nikolaos und Gerakas liegen an einer einzigen Küstenstraße, der Süden gehört zum Meeres-Nationalpark – ohne Mietwagen kommst du hier allerdings kaum von der Stelle.Ideal für: Strände & Ruhe4–7 TageLaganas & KalamakiLaganas & KalamakiDie weite Sandbucht im Süden trägt zwei Gesichter: Laganas ist der lauteste Ferienort der Insel, das benachbarte Kalamaki deutlich zurückhaltender. Beide Strände zählen zu den geschützten Niststränden des Nationalparks und haben eigene Regeln nach Sonnenuntergang.Ideal für: Nachtleben & Nationalpark3–7 TageNorden (Volimes & Anafonitria)Norden (Volimes & Anafonitria)Die gebirgige Nordwestseite mit weißen Steilklippen, den Bergdörfern Volimes und Anafonitria und den beiden bekanntesten Zielen der Insel – der Schiffswrackbucht Navagio und den Blauen Grotten am Kap Skinari. Zum Übernachten abgelegen, für einen ganzen Fahrtag genau richtig.Ideal für: Klippen & Bergdörfer1–2 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Zakynthos mit Wetter und Wassertemperaturen

Die Saison läuft von Mai bis Oktober, und innerhalb dieses Halbjahrs entscheidet weniger das Thermometer als die Frage, wie voll du es haben willst.

Zakynthos hat ein mediterranes Klima mit heißen, fast regenfreien Sommern und milden, nassen Wintern – die Ionischen Inseln bekommen deutlich mehr Niederschlag als die Ägäis, und genau daher stammt ihr Grün. Der Meltemi, der im Hochsommer über die Kykladen fegt, spielt hier kaum eine Rolle; Wind bekommst du am ehesten nachmittags an der exponierten Westküste. Zwischen November und April schließen viele Hotels, Bootsanbieter und Tavernen in den Ferienorten, dann beschränkt sich das Inselleben auf Chora und die Dörfer.

Jan14°7°nass und grün, Orte geschlossen
Feb15°7°Karneval mit venezianischen Wurzeln
Mär17°8°Wildblumen, kaum Betrieb
Apr20°10°Saisonstart, Meer noch kühl
Mai24°13°Meer um 20 Grad, ideal
Jun29°17°warm, Nistsaison beginnt
Jul32°19°Hochsaison, Boote ausgebucht
Aug32°20°heißester und teuerster Monat
Sep28°17°Wasser am wärmsten, ideal
Okt24°14°mild, Saisonende im Monatsverlauf
Nov19°11°Regen, Insel wird still
Dez16°8°grün und nass, Fest am 17.

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Zakynthos sind Mai, Juni und September. Im Mai blüht die Insel noch, das Meer liegt bei rund 20 Grad und die Bootstouren fahren bereits. Im Juni ist es zuverlässig warm, ohne dass die Preise der Hochsaison greifen. Ende August und im September ist das Wasser mit rund 26 bis 27 Grad am wärmsten, im September sind die Strände dazu wieder leer. Juli und August liefern verlässlich Sonne, kosten am meisten und sind mit Werten um 32 Grad an den Aussichtspunkten anstrengend. Von November bis April ist Zakynthos grün, ruhig und in den Ferienorten weitgehend geschlossen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Zakynthos

Wie viele Tage sollte man für Zakynthos einplanen?
Fünf bis sieben Tage sind das richtige Maß. Zwei davon gehen für die Nordroute mit Navagio-Aussichtspunkt, Volimes und den Blauen Grotten sowie für eine Bootstour in der Bucht von Laganas drauf, der Rest bleibt für Strände, Chora und die Westküste. Bei nur drei Tagen konzentrierst du dich auf den Norden und einen Strandabschnitt.
Braucht man auf Zakynthos einen Mietwagen?
Für alles außerhalb des eigenen Ferienorts ja. Die Sehenswürdigkeiten verteilen sich über die ganze Insel, und die Busse ab Zakynthos-Stadt bedienen vor allem die großen Küstenorte, nicht die Bergdörfer und Westküstenbuchten. Nimm den kleinsten Wagen, der euer Gepäck fasst – die Serpentinen im Westen sind eng und teils ohne Leitplanke.
Wo wohnt man auf Zakynthos am besten?
Tsilivi und das benachbarte Tragaki für Familien und die gehobenen Häuser, Vasilikos für ruhige Strandtage, Kalamaki als Mittelweg zwischen Betrieb und Ruhe, Laganas für Nachtleben und Zakynthos-Stadt, wenn du abends lieber essen gehst als am Pool zu sitzen. Der Norden ist landschaftlich stark, zum Übernachten aber abgelegen.
Welche Strände auf Zakynthos lohnen sich am meisten?
Gerakas am Südende von Vasilikos für Sand unter weichen Klippen, Porto Zoro und Banana Beach für lange Badetage, Tsilivi und Alykes für Familien, Xigia für die Schwefelquellen und Porto Limnionas an der Westküste für klares Tiefwasser über Fels. Navagio erreichst du nur per Boot, dort gibt es weder Schatten noch Infrastruktur.
Wie kommt man zu den Blauen Grotten am Kap Skinari?
Mit kleinen Booten ab dem Hafen von Agios Nikolaos im Nordosten oder ab der Anlegestelle unterhalb des Leuchtturms am Kap Skinari. Je kleiner das Boot, desto weiter fährt es in die Höhlen hinein. Fahr am frühen Vormittag, wenn die Sonne flach einfällt und das Wasser noch glatt liegt – dann ist der Blaueffekt am stärksten.
Welche Regeln gelten zum Schutz der Meeresschildkröten?
An den Niststränden der Bucht von Laganas und auf Vasilikos darfst du dich zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang nicht aufhalten. Sonnenschirme gehören ausschließlich in die ausgewiesenen Zonen, weil die Stäbe Gelege zerstören können. Nachts kein Licht Richtung Wasser, keine Sandburgen und Löcher im trockenen Sand, und im Meer Abstand zu den Tieren halten.
Wie warm ist das Meer auf Zakynthos?
Im Mai liegt das Wasser bei rund 20 Grad, im Juni um 23 Grad, und von Juli bis September pendelt es zwischen 25 und 27 Grad. Am wärmsten ist das Meer meist im späten August und im September, wenn die Luft schon wieder erträglicher geworden ist. Im Oktober sind vielerorts noch 22 bis 23 Grad drin, bevor die Saison ausläuft.
Ist Zakynthos für Familien mit Kindern geeignet?
Gut geeignet, wenn du die Ostküste wählst. Tsilivi, Alykanas und Alykes haben breite, flach abfallende Sandstrände, kurze Wege zu Tavernen und Läden und einen Wasserpark in Reichweite. Auf Vasilikos ist es ruhiger, dafür brauchst du für jede Besorgung das Auto. Bootstouren mit kleinen Kindern hältst du besser kurz und legst sie auf den Vormittag.
Ist Laganas nur ein Partyort?
Die Hauptstraße von Laganas ist tatsächlich das Zentrum des Inselnachtlebens, mit Bars und Clubs auf wenigen hundert Metern. Der Strand selbst ist tagsüber ein sehr breiter, ganz normaler Sandstrand und Teil des Meeres-Nationalparks mit entsprechenden Regeln. Wer die Bucht ohne Trubel will, wohnt in Kalamaki, Agios Sostis oder Limni Keriou.
Was sollte man auf Zakynthos probiert haben?
Ladotyri, den in Olivenöl gereiften Schafskäse, Skordostoumbi aus Auberginen, Knoblauch und Tomate sowie Sartsa, lange geschmortes Rindfleisch in Tomatensauce mit Käse. Als Süßigkeit Mandolato, das Mandel-Nougat der Insel. Dazu ein Glas Verdea, den traditionellen weißen Landwein, der oxidativ ausgebaut wird und bernsteinfarben ins Glas kommt.
Lohnt sich ein Tagesausflug nach Kefalonia?
Nur mit Puffer. Von Agios Nikolaos im Norden gibt es in der Saison eine Fährverbindung nach Pesada auf Kefalonia, aber die Abfahrten sind wenige und der Hafen liegt weit von Argostoli und vom Strand von Myrtos entfernt. Prüfe den aktuellen Fahrplan vorab; mit einer Übernachtung wird daraus ein deutlich entspannterer Ausflug.
Wie voll ist Zakynthos im August?
Voll und teuer. Im August sind Hotels, Bootstouren und die Zufahrt zum Navagio-Aussichtspunkt am stärksten ausgelastet, dazu kommen Höchstwerte um 32 Grad. Wenn du nicht an Schulferien gebunden bist, verschieb die Reise in den Juni oder in die zweite Septemberhälfte – gleiches Meer, spürbar weniger Andrang und niedrigere Preise.
Was unterscheidet Zakynthos von Kefalonia und Korfu?
Zakynthos ist die kompakteste der drei: Kaum eine Fahrt dauert länger als eine Stunde, nur von der Südostspitze bis zum Kap Skinari im Norden sind es rund zwei. Die bekanntesten Bildmotive Griechenlands liegen hier dicht beieinander. Kefalonia ist größer und bergiger und kostet mehr Fahrzeit, Korfu bringt die reichere Stadtgeschichte und mehr Grün mit. Für Strände plus Naturschutz auf kleinem Raum ist Zakynthos die dichteste Mischung.

· Sehenswürdigkeiten

Das musst du gesehen haben.

· Hotels

Wo übernachten.

· Restaurants

Wo essen.

· Aktivitäten

Was erleben.

ZakynthosVierzig Kilometer Insel reichen hier für einen gestrandeten Frachter unter senkrechten Kalkwänden, Höhlen, in denen das Wasser blau leuchtet, und Strände, an denen im Juni Schildkröten ihre Eier vergraben.

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