Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Zakynthos
Die bekanntesten Motive der Insel liegen fast alle im Norden und Westen, und dorthin fährst du von Chora aus gut eine Stunde über die Bergstraße.
Navagio ist der Grund, warum viele überhaupt nach Zakynthos fliegen: eine Bucht aus weißem Kies zwischen fast senkrechten Kalkwänden, in der seit 1980 das Wrack des Frachters Panagiotis liegt. Zum Strand selbst führt kein Weg, du kommst ausschließlich per Boot – die kürzeste Überfahrt startet in Porto Vromi an der Westküste, längere Touren fahren ab Agios Nikolaos im Norden und ab dem Hafen von Zakynthos-Stadt. Ein Punkt, den ältere Reiseberichte gern verschweigen: Wegen Steinschlags aus den Wänden sind Strandzugang und Aussichtsplattform in den vergangenen Jahren wiederholt eingeschränkt oder zeitweise gesperrt worden. Prüfe die aktuelle Lage kurz vor der Reise und verlass dich nicht auf Fotos, die ein paar Sommer alt sind.
Der klassische Tiefblick von oben kommt von der Klippenplattform oberhalb der Bucht, die du über die Straße von Anafonitria erreichst. Von dort fällt der Blick fast senkrecht hinab auf das Wrack, das im Kies liegt wie ein liegen gelassenes Spielzeug, und weil die Kante nicht durchgehend gesichert ist, gilt hier mehr als anderswo: Abstand halten und Kinder an die Hand nehmen. Am frühen Morgen liegt die Bucht noch im Schatten der hohen landseitigen Ostwand – wer das leuchtende Türkis auf dem Foto will, kommt zwischen dem späten Vormittag und dem frühen Nachmittag, wer Ruhe will, in der ersten Stunde nach Sonnenaufgang.
Die Blauen Grotten liegen an der Nordspitze zwischen dem Fischerhafen Agios Nikolaos und dem Kap Skinari: eine Kette von Meereshöhlen und Felsbögen, in denen das Licht durch das klare Wasser reflektiert und Wände wie Bootsrümpfe in ein sattes Blau taucht. Kleine Boote fahren ab dem Hafen von Agios Nikolaos und ab der Anlegestelle unterhalb des Leuchtturms von Kap Skinari hinein, und je kleiner das Boot, desto tiefer kommst du in die Höhlen. Der Effekt hängt vollständig vom Sonnenstand ab – fahr am frühen Vormittag, wenn das Licht flach von Osten hereinfällt und das Wasser noch glatt liegt. Viele Anbieter kombinieren die Grotten mit einem Badestopp und der Weiterfahrt nach Navagio.
Im Süden steht die zweite Bühne der Insel. Vor Laganas liegt das unbewohnte Marathonisi im Wasser, dessen Umriss an einen Schildkrötenpanzer erinnert und dessen Sandstreifen zu den geschützten Niststränden zählt. Weiter westlich steht über dem Kap Marathia der Leuchtturm von Keri, von dem aus du an klaren Abenden bis nach Kefalonia siehst und unter dem die beiden Felsnadeln der Mizithres aus dem Meer ragen. Bei Agios Sostis führt eine Holzbrücke auf das Felseninselchen Cameo Island, und an der Nordostküste sprudeln bei Xigia Schwefelquellen so nah am Ufer ins Meer, dass du den Geruch schon auf der Treppe zum Strand wahrnimmst.













