Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Saronischen Inseln
Vier Inseln, vier Charaktere – eine Tempelruine über Kiefernwald, ein Hafen ohne Autos, ein Wallfahrtskloster und ein Pinienhügel gegenüber der Peloponnes.
Das älteste und größte Bauwerk des Golfs steht auf Ägina: der dorische Tempel der Aphaia, um 500 vor Christus auf einem kiefernbestandenen Hügel im Nordosten der Insel errichtet und einer der besterhaltenen Griechenlands. Die Archäologen zeichnen gern ein Dreieck aus Aphaia-Tempel, Parthenon und dem Poseidon-Tempel am Kap Sounion – drei Heiligtümer in Sichtweite über dem Saronischen Golf. Komm am späten Nachmittag, wenn die Reisegruppen weg sind und das Licht die honigfarbenen Säulen anwärmt; das kleine Museum am Eingang ordnet die Funde ein.
Auf Hydra ist die Sehenswürdigkeit die Stadt selbst: ein Amphitheater aus grauen Steinhäusern, das sich um den hufeisenförmigen Hafen legt. Die stolzesten Bauten sind die Archontika, die Herrenhäuser der Reederfamilien, die im 18. und frühen 19. Jahrhundert mit ihrer Handelsflotte Vermögen machten – einige, wie das Haus der Familie Koundouriotis, kannst du als Museum besichtigen. Rund um das Hafenbecken stehen noch die Kanonen, mit denen die Insel im Unabhängigkeitskrieg von 1821 ihren Reichtum verteidigte. Steig die Gassen hinauf zum Kloster Profitis Ilias, dann hast du den ganzen Hafen unter dir.
Äginas zweite große Adresse ist geistlicher Natur: das Kloster des heiligen Nektarios, eine der größten Wallfahrtskirchen Griechenlands, ganzjährig Ziel von Pilgern. Gleich oberhalb liegt die mittelalterliche Geisterstadt Paleochora mit über dreißig verstreuten Kapellen an einem Hang – bis ins 19. Jahrhundert die Inselhauptstadt, aus Angst vor Piraten weit weg von der Küste gebaut. Am Rand von Ägina-Stadt ragt aus dem Kolona-Areal eine einzelne Säule des antiken Apollon-Tempels auf, Namensgeber der Ausgrabung und Landmarke für jedes einlaufende Schiff.
Poros trägt seine Marken kompakter: der weiße Uhrturm von 1927 auf dem Hügel über der Stadt, von dem aus du die Meerenge zur Peloponnes überblickst, und die spärlichen Reste des Poseidon-Tempels auf dem Inselteil Kalavria, wo sich der Redner Demosthenes der Überlieferung nach das Leben nahm. Der eigentliche Zauber liegt aber gegenüber auf dem Festland: das Lemonodasos, ein Zitronen- und Orangenwald mit Tausenden Bäumen bei Galatas, den du mit einem kleinen Boot über die schmale Straße erreichst und zu Fuß durchwanderst.


























