Region · Griechenland

Saronische Inseln

Eine gute Fährstunde vor Athen liegt ein Golf mit vier Inseln, auf zweien davon – Hydra und Spetses – Esel, Kutschen und Wassertaxis den Autoverkehr ersetzen.

4 Städte30 Sehenswürdigkeiten21 Hotels
Überblick

Deine Saronische Inseln auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai, Juni, September & Oktober; Hochsaison Juli/August
Anreise
Fähre ab Piräus: Ägina ca. 40 Min, Hydra/Spetses ca. 1–2 Std
Lage
Saronischer Golf, zwischen Attika und der Peloponnes
Hauptinseln
Ägina, Poros, Hydra, Spetses (plus Angistri)
Fortbewegung
Hydra autofrei (Esel, Wassertaxi), Spetses Pferdekutschen & Mopeds
Ideal für
Inselhopping, autofreie Ruhe, Kultur & Genuss nahe Athen
Die Region

Was Saronische Inseln ausmacht

Die Saronischen Inseln sind das Meer vor Athens Haustür: Hydra, Ägina, Spetses und Poros liegen so nah am Piräus, dass die schnellen Fähren sie in vierzig Minuten bis gut zwei Stunden erreichen – ideal für alle, die griechisches Inselleben ohne die langen Überfahrten der Kykladen suchen. Auf Hydra ist jedes Auto verboten, den Hafen säumen die Steinvillen der alten Reederfamilien; Ägina duftet nach seinen Pistazienhainen und trägt mit dem Aphaia-Tempel eines der besterhaltenen Heiligtümer Griechenlands; Spetses rollt auf Fahrrad und Pferdekutsche durch Pinienwälder, und Poros liegt nur einen Ruderschlag von der Peloponnes entfernt. Dazu Fischtavernen an stillen Buchten, Klöster, die Geschichte von 1821 und ein Golf, den der Meltemi seltener aufwühlt als die offene Ägäis.

Reiseführer

Saronische Inseln von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Um kurz nach acht liegst du noch am Kai von Piräus, riechst Diesel und Kaffee aus den Pappbechern, und die Katamaran-Fähre schiebt sich rückwärts aus dem Hafenbecken. Keine zwei Stunden später steigst du auf Hydra aus, und das Erste, was auffällt, ist ein fehlendes Geräusch – kein Motor, kein Roller, nur Hufe auf Stein und das Klopfen der Taue an den Bootsmasten. Die Saronischen Inseln beginnen genau hier – nah genug an Athen für einen Morgen in der Plaka, weit genug weg, um am Nachmittag die Stadt vergessen zu haben.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Saronischen Inseln

Vier Inseln, vier Charaktere – eine Tempelruine über Kiefernwald, ein Hafen ohne Autos, ein Wallfahrtskloster und ein Pinienhügel gegenüber der Peloponnes.

Das älteste und größte Bauwerk des Golfs steht auf Ägina: der dorische Tempel der Aphaia, um 500 vor Christus auf einem kiefernbestandenen Hügel im Nordosten der Insel errichtet und einer der besterhaltenen Griechenlands. Die Archäologen zeichnen gern ein Dreieck aus Aphaia-Tempel, Parthenon und dem Poseidon-Tempel am Kap Sounion – drei Heiligtümer in Sichtweite über dem Saronischen Golf. Komm am späten Nachmittag, wenn die Reisegruppen weg sind und das Licht die honigfarbenen Säulen anwärmt; das kleine Museum am Eingang ordnet die Funde ein.

Auf Hydra ist die Sehenswürdigkeit die Stadt selbst: ein Amphitheater aus grauen Steinhäusern, das sich um den hufeisenförmigen Hafen legt. Die stolzesten Bauten sind die Archontika, die Herrenhäuser der Reederfamilien, die im 18. und frühen 19. Jahrhundert mit ihrer Handelsflotte Vermögen machten – einige, wie das Haus der Familie Koundouriotis, kannst du als Museum besichtigen. Rund um das Hafenbecken stehen noch die Kanonen, mit denen die Insel im Unabhängigkeitskrieg von 1821 ihren Reichtum verteidigte. Steig die Gassen hinauf zum Kloster Profitis Ilias, dann hast du den ganzen Hafen unter dir.

Äginas zweite große Adresse ist geistlicher Natur: das Kloster des heiligen Nektarios, eine der größten Wallfahrtskirchen Griechenlands, ganzjährig Ziel von Pilgern. Gleich oberhalb liegt die mittelalterliche Geisterstadt Paleochora mit über dreißig verstreuten Kapellen an einem Hang – bis ins 19. Jahrhundert die Inselhauptstadt, aus Angst vor Piraten weit weg von der Küste gebaut. Am Rand von Ägina-Stadt ragt aus dem Kolona-Areal eine einzelne Säule des antiken Apollon-Tempels auf, Namensgeber der Ausgrabung und Landmarke für jedes einlaufende Schiff.

Poros trägt seine Marken kompakter: der weiße Uhrturm von 1927 auf dem Hügel über der Stadt, von dem aus du die Meerenge zur Peloponnes überblickst, und die spärlichen Reste des Poseidon-Tempels auf dem Inselteil Kalavria, wo sich der Redner Demosthenes der Überlieferung nach das Leben nahm. Der eigentliche Zauber liegt aber gegenüber auf dem Festland: das Lemonodasos, ein Zitronen- und Orangenwald mit Tausenden Bäumen bei Galatas, den du mit einem kleinen Boot über die schmale Straße erreichst und zu Fuß durchwanderst.

Sehenswürdigkeiten in Saronische Inseln

Alle 30 Sehenswürdigkeiten
Hydra

Hydra in Griechenland – die autofreie Kapitänsinsel

Auf Hydra gibt es kein einziges Auto und keinen Roller – Fracht schleppen Maultiere die Treppengassen hinauf, und wer weiter will, nimmt das Wassertaxi.

Hydra hat das Autoverbot nicht aus Marketinggründen, sondern weil die Insel schlicht keine befahrbaren Straßen besitzt: Der Hauptort klettert so steil den Fels hinauf, dass Räder keinen Sinn ergeben. Also tragen Maultiere und Esel alles, vom Koffer bis zum Kühlschrank, und die Muli-Treiber am Hafen sind ein eigener Berufsstand. Für den Weg entlang der Küste zu den Badebuchten nimmst du eines der Wassertaxis, die vom Hafen ablegen – ein fester Tarif pro Strecke, den du vorab erfragst. Zu Fuß erschließt sich der Rest: enge Gassen, Treppen, weiß getünchte Höfe hinter blauen Türen.

Der Reichtum, den die Steinvillen erzählen, stammt aus dem Seehandel. Im 18. und frühen 19. Jahrhundert fuhr Hydras Handelsflotte bis nach Amerika, und als 1821 der Unabhängigkeitskrieg ausbrach, stellte die Insel Schiffe, Kapitäne und Geld – Admiral Andreas Miaoulis, dessen Feuerschiffe die osmanische Flotte in Brand setzten, war Hydriote. Jedes Jahr im Juni erinnert das Miaoulia-Fest mit einer nachgestellten Brandschiff-Attacke und Feuerwerk über dem Hafen daran. Die Häuser der Reeder, die Archontika, kannst du teils besichtigen; ihre dicken Mauern und Zisternen waren auf Belagerung ausgelegt.

Gebadet wird auf Hydra nicht am Sandstrand, sondern von Felsen und Betonplattformen ins tiefe, klare Wasser. Direkt am Ortsrand liegen Spilia und Hydronetta, wo du von den Klippen unter einer Bar ins Meer steigst; westlich reihen sich Kamini mit seinem Mini-Hafen und Vlychos mit einer alten Steinbogenbrücke. Weiter draußen erreichst du per Wassertaxi die Kiesbuchten von Bisti und Agios Nikolaos. Wer lieber läuft: Der Küstenpfad nach Vlychos und weiter nach Palamidas ist gut begehbar, am besten am frühen Morgen, bevor die Sonne über die kahlen Hänge steht.

Seit Leonard Cohen 1960 auf Hydra ein Haus kaufte und hier Teile seines Werks schrieb, hat die Insel einen Ruf als Künstlerort, den sie bis heute pflegt – Galerien, ein sommerliches Kunstprogramm in einem alten Schwammtaucher-Depot, Schmuck- und Keramikläden in den Gassen. Abends verlagert sich das Leben an die Kaimauer: Die Ausflügler sind mit der letzten Fähre zurück nach Athen, die Tavernen decken ein, und der Hafen gehört wieder denen, die bleiben. Genau diese Stunden nach 18 Uhr sind der Grund, mindestens eine Nacht zu bleiben statt Hydra als Tagestrip abzuhaken.

Ägina

Ägina, die Pistazieninsel direkt vor Athen

Vierzig Minuten mit der schnellen Fähre, und du stehst in einem Hafen, in dem Boote frischen Fisch und Säcke mit Pistazien direkt vom Deck verkaufen.

Ägina ist die Athen am nächsten gelegene der vier Inseln, mit der schnellen Fähre in rund vierzig Minuten, mit dem konventionellen Autoschiff in gut einer Stunde ab Piräus – deshalb der beliebteste Tagesausflug der Athener und die einzige Saronische Insel, auf der Autos wirklich eine Rolle spielen. Am Hafen von Ägina-Stadt ankern die Fischerboote, aus denen heraus verkauft wird, dahinter neoklassizistische Fassaden aus der kurzen Zeit, als der Ort 1828 kurzzeitig Regierungssitz des Staatschefs Kapodistrias und damit provisorische Hauptstadt des jungen griechischen Staates war und hier die erste Münze, der Phönix, geprägt wurde.

Der Name der Insel ist untrennbar mit ihren Pistazien verbunden: Das Fistiki Aeginas trägt eine geschützte Ursprungsbezeichnung, die kleinen, aromatischen Kerne aus den Hainen der trockenen Vulkanerde gelten als die besten Griechenlands. An jeder zweiten Ecke stehen Stände mit gerösteten, gesalzenen oder zu Paste und Süßigkeiten verarbeiteten Pistazien; im September feiert die Insel sie mit einem eigenen Fest, dem Fistiki Fest. Nimm eine Tüte mit – der Preisunterschied zum Supermarkt zu Hause ist deutlich, und die Frische schmeckst du sofort.

Kulturell dreht sich auf Ägina viel um zwei Pole. Der eine ist antik: der Aphaia-Tempel im Nordosten, dazu die Kolona-Säule am Stadtrand. Der andere ist orthodox: das riesige Kloster des heiligen Nektarios, Wallfahrtsort mit ganzjährigem Pilgerstrom, und darüber die mittelalterliche Geisterstadt Paleochora, in der über dreißig kleine Kapellen an einem einzigen Hang verstreut liegen. Für beide brauchst du entweder den Inselbus, ein Taxi oder einen Mietroller – die Wege sind zu weit, um sie vom Hafen aus zu Fuß zu machen.

Wer baden will, fährt an die Ostküste nach Agia Marina mit flachem Sandstrand oder nach Souvala, während im Süden das Fischerdorf Perdika mit einer Reihe Fischtavernen am Wasser lockt. Von Perdika setzt ein kleines Boot in wenigen Minuten auf das unbewohnte Inselchen Moni über, ein Naturreservat, auf dem Rehe, Pfauen und wilde Ziegen zwischen den Kiefern leben und man an einer ruhigen Bucht schwimmt. Für einen einzelnen Tag ab Athen ist die Kombination aus Tempel, Pistazien und einem Mittagessen in Perdika eine runde Sache.

Spetses

Spetses – grüne Insel der Bouboulina und der Kutschen

In Spetses' Ortskern sind Autos tabu – man rollt per Fahrrad, Roller oder Pferdekutsche über die Uferstraße, und der Duft von Aleppo-Kiefern liegt über allem.

Spetses ist die grünste und südlichste der vier Inseln, dicht bewaldet mit Aleppo-Kiefern, die bis fast ans Wasser reichen. Im Hauptort sind private Autos aus dem Zentrum verbannt – man bewegt sich mit dem Fahrrad, dem Roller, dem Wassertaxi oder in einer der Pferdekutschen, den Fiakra, die am Hafen warten. Die etwa 25 Kilometer lange Küstenstraße umrundet die ganze Insel und lässt sich in einem halben Tag mit dem Rad abfahren, vorbei an Kiefernhängen, kleinen Buchten und dem einen oder anderen Kloster. Ausgangspunkt ist die Dapia, der belebte Haupthafen mit seinen Cafés.

Die Insel lebt ihre Geschichte offen aus. Laskarina Bouboulina, Reederin und einzige weibliche Flottenkommandantin im Unabhängigkeitskrieg von 1821, stammt von hier – ihr Wohnhaus am alten Hafen ist heute ein Museum, das die Familie führt. Jeden September stellt das Armata-Fest die entscheidende Seeschlacht von 1822 mit Booten, Feuerwerk und dem brennenden Modell eines osmanischen Flaggschiffs im Wasser vor der Dapia nach – der spektakulärste Abend im Inseljahr, für den sich das Timing der Reise lohnt, wenn es passt.

Rund um die Dapia erzählt die Belle Époque vom späteren Wohlstand: Sotirios Anargyros, ein auf Spetses geborener Tabakhändler, der in den USA vermögend wurde, ließ Anfang des 20. Jahrhunderts das prächtige Poseidonion Grand Hotel und eine Internatsschule nach englischem Vorbild bauen. An dieser Schule unterrichtete in den 1950ern der britische Autor John Fowles, der Spetses später als Kulisse seines Romans „Der Magus“ verwendete. Der alte Hafen, das Palio Limani, mit seinen Werften, in denen bis heute Holzboote gebaut werden, ist der stimmungsvollste Teil der Insel.

Zum Baden sind die Buchten der Westküste die schönsten: Agioi Anargyroi mit hellem Sand und einer Höhle zum Durchschwimmen, das ruhige Zogeria in einer tiefen, kieferngesäumten Bucht und Agia Marina näher am Ort. Wer nicht radeln will, nimmt das Wassertaxi zu den entlegeneren Stränden oder umrundet die Insel per Boot. Anders als Hydra hat Spetses genug Strand, um einen ganzen Badeurlaub zu tragen, und mit seinen Pinienwäldern wirkt es an heißen Tagen ein paar Grad kühler als die kahleren Nachbarinseln.

Poros

Poros in Griechenland, zwischen Pinienhügel und Peloponnes

Poros liegt so dicht an der Peloponnes, dass ein kleines Boot die Meerenge nach Galatas in wenigen Minuten überquert – Insel und Festland fast in Griffweite.

Poros ist eigentlich ein Inselpaar: das kleine, felsige Sphairia, auf dem die Stadt liegt, und das größere, bewaldete Kalavria dahinter, beide durch eine Brücke verbunden. Von der Peloponnes trennt Poros nur ein rund 200 Meter schmaler Kanal – gegenüber liegt der Ort Galatas, und kleine Boote pendeln ständig hin und her. Diese Nähe zum Festland macht Poros zu einem der praktischsten Ziele im Golf: Du kannst mit dem Auto bis Galatas fahren, es dort parken und als Fußgänger übersetzen, oder umgekehrt vom bewaldeten Kalavria aus die Peloponnes erkunden.

Das Wahrzeichen ist der weiße Uhrturm von 1927, der über den pastellfarbenen Häusern des Ortes auf dem Hügel steht; der Aufstieg durch die Gassen lohnt für den Blick über die Meerenge und die Dächer. Auf dem Inselteil Kalavria liegen im Pinienwald die kargen Reste des Poseidon-Tempels, an dem der Überlieferung nach der athenische Redner Demosthenes 322 vor Christus Gift nahm, um der Gefangennahme zu entgehen. Viel ist nicht erhalten, aber der Weg dorthin durch den Wald und die Aussicht auf den Golf machen den Ausflug aus.

Der schönste Ausflug führt gar nicht auf die Insel, sondern gegenüber aufs Festland: Bei Galatas erstreckt sich das Lemonodasos, ein Zitronen- und Orangenwald mit Tausenden Bäumen, den man auf Pfaden durchwandert und an dessen Rand eine alte Taverne Zitronenlimonade ausschenkt. Zur Blütezeit im Frühjahr steht der ganze Hang unter einem Duftteppich. Poros selbst ist außerdem ein Segel- und Yachtrevier – die geschützte Bucht macht den Ort zu einem beliebten Ankerplatz, und rund um die Uferpromenade herrscht abends entsprechend Betrieb.

Zum Baden sind die Buchten auf Kalavria die erste Wahl: die kleine Love Bay (Agapi) mit Sand und flachem Wasser zwischen Kiefern, das lange Askeli mit Hotels und Wassersport sowie die Russian Bay, benannt nach den Ruinen einer russischen Flottenstation aus dem frühen 19. Jahrhundert. Ein Mietroller oder Fahrrad reicht, um die Insel zu erschließen, denn die Wege sind kurz. Poros eignet sich gut als erster Stopp beim Inselhopping – nah genug an Athen für einen entspannten Anreisetag, ruhig genug, um gleich anzukommen.

Inselhopping & Route

Inselhopping im Saronischen Golf – die schönste Route

Vier Inseln in einer Woche, ohne Nachtfähren und Umsteigemarathon: Der Saronische Golf ist das entspannteste Inselhopping-Revier Griechenlands.

Der große Vorteil gegenüber den Kykladen: Alle vier Inseln liegen an einer einzigen Fährachse ab Piräus, und die Überfahrten dauern zwischen vierzig Minuten und gut zwei Stunden statt eines halben Tages. Eine sinnvolle Reihenfolge von Nord nach Süd ist Ägina, Poros, Hydra, Spetses – die schnellen Katamarane von Hellenic Seaways verbinden Poros, Hydra und Spetses direkt miteinander, sodass du nicht jedes Mal nach Athen zurück musst. Ägina hängt fährtechnisch etwas separat und lässt sich gut als eigener Tagesausflug oder Auftakt einbauen.

Für eine Woche ist ein bewährter Zuschnitt: zwei Nächte Poros zum Ankommen, zwei bis drei Nächte Hydra für die Hafenstimmung und die Badebuchten, zwei Nächte Spetses für Pinienwald und Radtour, plus wahlweise ein Tag Ägina vom Festland oder Athen aus. Wer nur ein langes Wochenende hat, konzentriert sich auf eine einzige Insel – Hydra für Atmosphäre, Spetses zum Baden – und macht von dort per Wassertaxi oder Ausflugsboot einen Abstecher auf die Nachbarinsel. Weniger Inseln, mehr bleiben ist im Saronischen Golf fast immer die bessere Wahl.

Plane die Fährverbindungen im Voraus, aber nicht zu eng. In der Hochsaison sind die schnellen Katamarane zwischen Hydra und Spetses beliebt und einzelne Abfahrten ausgebucht – buche die Tickets für die Weiterfahrten ein paar Tage vorher online über die Reederei. Gleichzeitig fahren die Boote mehrmals täglich, sodass eine verpasste Verbindung selten den Tag ruiniert. Rechne einen Puffer ein, wenn du auf Hydra oder Spetses das Gepäck erst per Muli oder Kutsche zur Unterkunft und zurück zum Hafen bringen musst.

Autofreies Reisen ist im Saronischen Golf keine Einschränkung, sondern Programm: Auf Hydra und im Ortskern von Spetses gibt es ohnehin keine Autos, auf Poros sind die Wege kurz, und nur Ägina belohnt einen Mietwagen oder Roller, um Tempel, Kloster und Perdika zu verbinden. Für die meisten reicht die Kombination aus Fähre, Wassertaxi und den eigenen Füßen. Wer mehr Zeit hat, hängt an Poros oder Spetses einen Abstecher auf die gegenüberliegende Peloponnes an – Nafplio, die erste Hauptstadt des modernen Griechenland, liegt von dort in Reichweite.

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Unterkünfte

Übernachten auf den Saronischen Inseln – Hotels und Gästehäuser

Ein Kapitänshaus mit knarrenden Dielen über dem Hafen von Hydra oder ein Gartenzimmer unter Kiefern auf Spetses – die Unterkünfte hier haben mehr Charakter als Sterne.

Auf Hydra wohnst du am stimmungsvollsten in einem der umgebauten Steinhäuser – kleine, familiengeführte Boutique-Hotels in alten Kapitänsvillen mit dicken Mauern, Innenhöfen und Blick über die Dächer zum Hafen. Aufzüge gibt es kaum, dafür Treppen; wer im Ort schläft, sollte wissen, dass das Gepäck per Maultier zur Tür kommt und die Nächte am Hafen bis spät lebhaft sein können. Ruhiger liegen die Häuser in Kamini oder Vlychos, ein paar Gehminuten westlich, mit dem gleichen Meerblick, aber ohne den Trubel der Kaimauer.

Spetses hat die größte Bandbreite: vom historischen Poseidonion Grand Hotel an der Dapia, einem Belle-Époque-Bau von 1914, über mittelgroße Strandhotels bis zu Gästehäusern und Ferienwohnungen im Grünen. Weil die Insel bewaldet ist, findest du hier eher als anderswo ein Zimmer mit Garten und Pinienschatten. Auf Poros verteilen sich die Unterkünfte zwischen dem lebhaften Ort mit seinen Pastellhäusern und den ruhigeren Buchten von Askeli und Neorion auf dem bewaldeten Kalavria – Letztere sind besser, wenn du zum Baden vor der Tür stehen willst.

Ägina ist am ehesten die Insel für ein günstiges Zimmer oder eine Ferienwohnung, da sie weniger auf Übernachtungsgäste und mehr auf Athener Tagesausflügler ausgelegt ist. Familien mieten hier gern ein Apartment an der Ostküste bei Agia Marina. Grundsätzlich gilt für den ganzen Golf: Das Angebot ist überschaubar, echte Grand Hotels sind die Ausnahme, und der Reiz liegt in kleinen, persönlich geführten Häusern. Große Resorts und All-Inclusive-Anlagen suchst du vergeblich – das ist Teil des Charakters, nicht ein Mangel.

Buche früh, wenn du im Juli oder August oder über ein Festwochenende kommst. Die Bettenzahl auf Hydra und Spetses ist begrenzt, das Armata-Fest auf Spetses im September und die Miaoulia auf Hydra im Juni füllen die Insel, und die besten Zimmer mit Hafenblick sind dann Monate im Voraus vergeben. In der Nebensaison von Mai und Juni oder im September zahlst du spürbar weniger und hast die freie Auswahl. Von November bis März schließen viele Häuser ganz – dann ist der Golf ein anderes, sehr stilles Reiseziel.

Hotels in Saronische Inseln

Alle 21 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken auf den Saronischen Inseln

Der Wirt zeigt auf die Kiste mit dem Fang des Tages, wiegt den Fisch vor deinen Augen und rechnet nach Kilo ab – so bestellt man an diesen Häfen.

Die Küche des Saronischen Golfs ist Fisch- und Meeresküche, wie überall in der Ägäis. In den Hafentavernen von Perdika auf Ägina, in Kamini auf Hydra oder am alten Hafen von Spetses kommt der Fang frisch aus dem Boot: gegrillte Dorade und Wolfsbarsch, frittierte Kalamari, gegrillter Oktopus, der zuvor zum Trocknen an der Leine hing, und kleine Meze wie Taramosalata und gebackene Zucchinibällchen. Frischer Fisch wird nach Gewicht verkauft – lass ihn dir vor dem Bestellen zeigen und wiegen, dann gibt es hinterher keine Überraschung auf der Rechnung.

Spetses hat ein eigenes Signaturgericht: Psari a la Spetsiota, Fisch nach Spetses-Art, im Ofen in einer Sauce aus Tomaten, Knoblauch, Petersilie und Weißwein gebacken. Fast jede Taverne der Insel führt es, und es lohnt den Vergleich von Küche zu Küche. Dazu passt der herbe Retsina oder ein Glas des lokalen Weißweins. Auf Ägina landet die Pistazie fast überall auf dem Teller: in Pesto, in Süßspeisen, als Paste im Baklava und pur geröstet zum Ouzo – kauf am Hafen eine Tüte für unterwegs.

Süß wird es mit den Klassikern der griechischen Konditorei: Baklava und Kataifi, hier oft mit Äginas Pistazien, dazu Loukoumades, die in Honig getränkten Teigbällchen, und im Sommer ein Löffel Spoon-Sweet, kandierte Früchte oder Zitronenschale, zum Kaffee. Der griechische Kaffee kommt stark und ungefiltert im kleinen Briki gekocht; im Sommer bestellst du stattdessen den eiskalten Frappé oder Freddo Espresso, der an jeder Kafenio-Theke geschäumt wird. Ein Ouzo mit Wasser und Eis zum Sonnenuntergang gehört überall dazu.

Preislich sind die Saronischen Inseln zwiespältig: Weil Athen so nah ist und Hydra und Spetses ein wohlhabendes Publikum anziehen, sind die Hafentavernen an prominenter Lage teurer als auf entlegeneren Inseln – frischer Fisch an der Kaimauer von Hydra kostet, was er anderswo auch kostet, plus Aussicht. Wer sparen will, geht eine Gasse landeinwärts oder in ein einfaches Kafenio, wo dieselben Meze zum halben Preis auf den Tisch kommen. Mittags isst man leicht und spät, das Hauptessen ist ohnehin der lange Abend.

Restaurants in Saronische Inseln

Alle 25 Restaurants
Baden & Aktivitäten

Baden, Wandern und Wassersport am Saronischen Golf

Die schönsten Badestellen im Golf sind selten breite Sandstrände, sondern Felsplattformen und kieferngesäumte Buchten, die du oft nur per Wassertaxi erreichst.

Wer hier Kilometer weißen Sandstrand erwartet, sucht falsch: Der Reiz des Saronischen Golfs sind kleine, klare Buchten. Auf Hydra steigst du von Felsen und Betonplattformen wie Spilia und Hydronetta ins tiefe Wasser oder fährst per Wassertaxi zu den Kiesbuchten von Bisti und Agios Nikolaos. Spetses bietet mit Agioi Anargyroi und Zogeria die schönsten Sandbuchten der Region, Poros punktet mit der flachen Love Bay für Familien, und Ägina hat mit Agia Marina den einzigen längeren, kindertauglichen Sandstrand des Quartetts. Wassertaxis sind hier kein Luxus, sondern das normale Verkehrsmittel zum Strand.

Zu Fuß erschließt sich vor allem Hydra: Ein Netz alter Saumpfade führt vom Hafen über die kahlen Hänge zum Kloster Profitis Ilias, hinunter nach Vlychos und weiter zu abgelegenen Buchten. Die Wege sind gut sichtbar, aber schattenlos – geh früh morgens oder am späten Nachmittag und nimm reichlich Wasser mit. Auf dem bewaldeten Spetses und Poros wandert es sich angenehmer im Kiefernschatten, und das Lemonodasos gegenüber von Poros ist ein flacher, duftender Spaziergang durch Zitrusbäume, ideal auch mit Kindern.

Der Golf ist zudem ein etabliertes Segelrevier. Die kurzen Distanzen zwischen den Inseln, die geschützten Buchten und der im Vergleich zur offenen Ägäis mildere Meltemi-Wind machen ihn zu einem klassischen Einsteiger- und Flottillenrevier – von Athen oder Poros aus starten viele Segeltörns. Wer nicht selbst chartert, bucht einen Tagesausflug mit dem Ausflugsboot, das mehrere Buchten anläuft und zum Schnorcheln stoppt. In Poros und Spetses gibt es außerdem Anbieter für Stand-up-Paddling, Kajak und einfachen Wassersport an den größeren Stränden.

Feste sind eine eigene Aktivität, wenn das Timing passt. Die Miaoulia auf Hydra im Juni und die Armata auf Spetses im zweiten Septemberwochenende stellen jeweils eine Seeschlacht des Unabhängigkeitskriegs mit Booten, Feuerwerk und einem brennenden Schiffsmodell nach – Abende, für die sich eine Reise gezielt legen lässt. Dazu kommen kleinere Panigyria, orthodoxe Namenstagsfeste an den Dorfkapellen, mit Musik und Essen im Freien. Frag in deiner Unterkunft nach, ob während deines Aufenthalts eines stattfindet; sie stehen in keinem Reiseführer, sind aber der direkteste Draht ins Inselleben.

Aktivitäten & Touren in Saronische Inseln

Alle 20 Aktivitäten
Anreise & Fähren

Anreise zu den Saronischen Inseln und Fähren ab Piräus

Alle vier Inseln erreichst du vom selben Hafen – von Piräus südwestlich von Athen laufen die Boote den ganzen Tag über in den Golf aus.

Die Anreise beginnt fast immer in Athen. Vom Flughafen Eleftherios Venizelos bringt dich die Metrolinie 3 direkt zum Hafen von Piräus, ebenso ein Vorortzug und der Flughafenbus X96 – rechne je nach Verkehr mit gut einer Stunde. Am Piräus legen die Saronic-Fähren an den Toren im Bereich E8 und E9 ab, etwas abseits der großen Kykladen-Terminals; plane genug Zeit ein, um das richtige Gate zu finden. Die schnellen Katamarane und Tragflügelboote fahren mehrmals täglich, für Hydra, Poros und Spetses buchst du am besten vorab online.

Die Fahrzeiten ab Piräus im Überblick: Ägina erreichst du mit der schnellen Fähre in rund vierzig Minuten, mit dem konventionellen Autoschiff in gut einer Stunde. Poros liegt bei etwa einer Stunde mit dem Katamaran, Hydra bei rund anderthalb Stunden, und Spetses als südlichste Insel bei gut zwei Stunden. Betreiber sind vor allem Hellenic Seaways mit den schnellen Booten sowie die Saronic Ferries mit den langsameren Autofähren nach Ägina und Poros. Fahrpläne verschieben sich saisonal – prüfe sie kurz vor der Reise direkt bei der Reederei.

Autos sind im Saronischen Golf die Ausnahme. Nach Hydra kannst du grundsätzlich kein Auto mitnehmen, weil die Insel keine Straßen hat; auf Spetses bleibt der Wagen ohnehin außerhalb des autofreien Ortskerns. Nur auf Ägina und Poros ergibt ein Fahrzeug Sinn – und selbst dort ist es oft praktischer, das Auto am Festland zu parken (bei Poros im gegenüberliegenden Galatas) und als Fußgänger überzusetzen. Vor Ort mietest du bei Bedarf einen Roller oder ein Fahrrad; für Hydra brauchst du gar nichts außer festen Schuhen.

Ein Wort zur Saison: Der Fahrplan ist im Sommer am dichtesten und dünnt im Winter deutlich aus. Von November bis März fahren weniger Boote, und viele Hotels und Tavernen auf den Inseln schließen ganz – wer in dieser Zeit kommt, findet einen sehr ruhigen Golf, sollte aber Verbindungen und Öffnungszeiten vorher prüfen. Der Meltemi, der Sommerwind der Ägäis, trifft den geschützten Saronischen Golf schwächer als die Kykladen, kann aber im Juli und August einzelne Schnellfähren verzögern. Halte an windigen Tagen etwas Puffer im Reiseplan.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Saronische Inseln – und welche Basis zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für die Saronischen Inseln

Zwischen dem grünen Frühjahr und dem warmen Oktober liegt ein langes Fenster, in dem der Golf sein bestes Wetter zeigt – nur der Hochsommer verlangt einen Plan.

Das Klima der Saronischen Inseln entspricht dem von Athen: heiße, trockene Sommer mit über 30 Grad, milde Winter mit etwas Regen und ein langes, angenehmes Frühjahr und Herbst. Weil der Golf geschützter liegt als die offene Ägäis, trifft ihn der Meltemi-Wind schwächer, was die Fähren zuverlässiger und das Baden ruhiger macht. Die beste Reisezeit hängt vom Plan ab: Zum Wandern, für Tempel und Klöster sind Frühling und Herbst ideal, fürs Baden brauchst du Juni bis September. Von November bis März schließen viele Inselbetriebe.

Jan13°6°still, vieles geschlossen
Feb14°6°kühl, ruhig
Mär16°8°erstes Grün, Zitrusblüte
Apr20°11°grüne Hänge, Ostern
Mai25°15°warm, kaum voll
Jun30°19°Badebeginn, Miaoulia
Jul33°23°Hochsaison, heiß
Aug33°23°sehr voll, heiß
Sep29°19°warmes Meer, Armata
Okt23°15°mild, leerer
Nov18°11°erste Regen
Dez15°8°still, feucht

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für die Saronischen Inseln sind Mai, Juni und September: warm genug zum Baden, angenehm für Wanderungen und Sightseeing, dazu die Feste Miaoulia auf Hydra im Juni und Armata auf Spetses im September. Juli und August funktionieren am Wasser gut, sind aber heiß und auf Hydra und Spetses voll und teuer. Für Kultur und Ruhe sind April und Oktober die stilleren Alternativen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Saronische Inseln

Welche Inseln gehören zu den Saronischen Inseln?
Die vier bekanntesten sind Ägina, Poros, Hydra und Spetses, dazu kommen kleinere wie Salamis und Angistri. Sie liegen im Saronischen Golf zwischen Attika und der Peloponnes, alle in ein bis gut zwei Fährstunden ab dem Athener Hafen Piräus erreichbar.
Wie kommt man zu den Saronischen Inseln?
Mit der Fähre ab Piräus, dem großen Hafen südwestlich von Athen. Vom Flughafen fährst du per Metro, Zug oder Bus in gut einer Stunde dorthin. Schnelle Katamarane bedienen Poros, Hydra und Spetses, konventionelle Autofähren Ägina und Poros – mehrmals täglich.
Welche Saronische Insel ist die schönste?
Das hängt vom Reisestil ab: Hydra für die autofreie Hafenstimmung und den Künstlerflair, Spetses für Pinienwald und Badebuchten, Ägina für Tempel und Pistazien, Poros für die Nähe zur Peloponnes. Viele halten Hydra für die stimmungsvollste, Spetses für die entspannteste zum Baden.
Gibt es auf Hydra Autos?
Nein. Hydra ist komplett autofrei – es gibt keine Straßen, keine Roller und keine Fahrräder im Ort. Lasten tragen Maultiere und Esel, für Strecken entlang der Küste nimmt man das Wassertaxi, sonst geht man zu Fuß über die Treppengassen. Das ist der Hauptreiz der Insel.
Wie lange dauert die Fähre nach Hydra?
Mit dem schnellen Katamaran ab Piräus rund anderthalb Stunden, je nach Verbindung und Zwischenstopps auch etwas mehr. Konventionelle Autofähren fahren wegen des Autoverbots nicht nach Hydra – es verkehren nur schnelle Passagierboote, die mehrmals am Tag ablegen.
Kann man Ägina als Tagesausflug von Athen besuchen?
Ja, Ägina ist der klassische Tagesausflug der Athener: rund vierzig Minuten mit der schnellen Fähre ab Piräus. An einem Tag schaffst du den Aphaia-Tempel, das Kloster des heiligen Nektarios und ein Fischessen in Perdika, samt einer Tüte Pistazien für die Rückfahrt.
Wofür ist Ägina berühmt?
Für seine Pistazien mit geschützter Ursprungsbezeichnung (Fistiki Aeginas), die als die besten Griechenlands gelten, und für den dorischen Aphaia-Tempel aus der Zeit um 500 vor Christus. Außerdem war Ägina 1828 kurzzeitig Regierungssitz und provisorische Hauptstadt des jungen griechischen Staates, bevor Nafplio die erste offizielle Hauptstadt wurde.
Braucht man auf den Saronischen Inseln ein Auto?
Meist nicht. Hydra ist autofrei, Spetses' Ortskern ebenfalls, und auf Poros sind die Wege kurz. Nur auf Ägina lohnt ein Mietwagen oder Roller, um Tempel, Kloster und Strände zu verbinden. Sonst reichen Wassertaxi, Fahrrad, Kutsche und die eigenen Füße.
Wie kommt man zwischen den Saronischen Inseln hin und her?
Über die schnellen Katamarane von Hellenic Seaways, die Poros, Hydra und Spetses direkt verbinden, sodass man nicht nach Athen zurückmuss. Für kurze Strecken und abgelegene Buchten nimmt man Wassertaxis oder Ausflugsboote. Buche die Verbindungen in der Hochsaison ein paar Tage vorab.
Wann ist die beste Reisezeit für die Saronischen Inseln?
Mai, Juni und September sind ideal: warm genug zum Baden, angenehm zum Wandern, ohne die Hitze und den Andrang des Hochsommers. April und Oktober sind mild und ruhig, gut für Kultur. Von November bis März schließen viele Hotels und Tavernen.
Kann man auf den Saronischen Inseln gut baden?
Ja, wenn man Buchten statt breiter Sandstrände mag. Hydra bietet Felsplattformen und Kiesbuchten, Spetses mit Agioi Anargyroi und Zogeria die schönsten Sandbuchten, Poros die flache Love Bay für Familien und Ägina mit Agia Marina einen längeren Sandstrand. Badesaison ist Juni bis September.
Was ist das Besondere an Spetses?
Spetses ist grüner als seine Nachbarn, dicht mit Aleppo-Kiefern bewaldet, und hält Autos aus dem Ortskern heraus – man fährt Rad, Roller oder Pferdekutsche. Berühmt sind die Freiheitsheldin Bouboulina, das Belle-Époque-Hotel Poseidonion und das Armata-Fest mit nachgestellter Seeschlacht im September.
Sind die Saronischen Inseln teuer?
Gemischt: Weil Athen nah ist und Hydra und Spetses ein wohlhabendes Publikum ziehen, sind Hafentavernen und Zimmer mit Meerblick dort teurer als auf entlegeneren Inseln. Ägina und Poros sind günstiger. Eine Gasse abseits der Kaimauer und die Nebensaison drücken den Preis deutlich.
Lohnt sich Poros für einen Urlaub?
Ja, besonders als ruhiger Einstieg oder in Kombination mit der Peloponnes: Poros liegt nur einen schmalen Kanal vom Festland entfernt, hat einen hübschen Ort mit Uhrturm, Pinienwald mit Badebuchten und gegenüber das Zitronenwäldchen Lemonodasos. Es ist entspannter und günstiger als Hydra oder Spetses.
Saronische InselnEine gute Fährstunde vor Athen liegt ein Golf mit vier Inseln, auf zweien davon – Hydra und Spetses – Esel, Kutschen und Wassertaxis den Autoverkehr ersetzen.

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