◆ STADT · SARONISCHE INSELN
Ägina ist die Insel zum Greifen nah: nur eine kurze Fährfahrt vom Athener Hafen Piräus entfernt liegt im Saronischen Golf ein Eiland, das gleichermaßen für seinen prachtvoll erhaltenen Aphaia-Tempel, für duftende Pinienhaine und für die berühmten Pistazien mit geschützter Ursprungsbezeichnung bekannt ist. Hier verbinden sich antike Geschichte, orthodoxe Pilgertradition und entspanntes Inselleben zu einem Reiseziel, das sich an einem Tag erleben und über eine Woche lieben lässt.
Schon in der Antike spielte Ägina eine Rolle weit über ihre Größe hinaus. Die Insel gilt als einer der frühesten Orte, an denen in der westlichen Welt Münzen geprägt wurden – die silbernen Staters mit dem Bild einer Meeresschildkröte zirkulierten im gesamten Mittelmeerraum und machten Ägina zur Seehandelsmacht. Am Hügel Kolona, dem Heiligtum des Apollon, erinnert heute eine einsam aufragende Tempelsäule an diese ferne Blütezeit, gleich über dem Hafen der Inselhauptstadt.
Im 19. Jahrhundert schrieb Ägina erneut Geschichte: Während des griechischen Unabhängigkeitskampfes diente die Insel der provisorischen Regierung als Sitz, und unter Ioannis Kapodistrias wurde Ägina kurzzeitig zum Verwaltungszentrum des jungen Staates. Der Turm von Markellos und die klassizistischen Häuser am Hafen erzählen bis heute von dieser Episode, in der die kleine Insel im Zentrum der griechischen Nation stand.
Wer heute über die Insel fährt, sieht zwischen Pinien und Olivenhainen vor allem eines: die niedrigen Bäume der Ägina-Pistazie. Erst im späten 19. Jahrhundert eingeführt, wurde der Anbau so erfolgreich, dass die Frucht zur geschützten Ursprungsbezeichnung 'Fistiki Aeginis' und zum Wahrzeichen der Insel avancierte – gefeiert jeden September beim großen Pistazienfest in der Inselstadt.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel
· Sehenswürdigkeiten
02 · Was tun
Antike & Kultur
Vom Säulenheiligtum Kolona über dem Hafen quer durch die Insel zum dorischen Aphaia-Tempel im Osten – einem der besterhaltenen Tempel Griechenlands – und weiter in die mittelalterliche Geisterstadt Paleochora mit ihren verstreuten Kapellen.
Pilgern & Glauben
Ägina ist eine bedeutende Pilgerinsel: Das Kloster des Heiligen Nektarios zählt zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten Griechenlands. Kombiniert mit den Kapellen von Paleochora wird daraus eine stille, spirituelle Inselroute.
Meer & Genuss
Die langen, flach abfallenden Sände von Agia Marina im Osten laden Familien ein, während das Fischerdorf Perdika im Süden mit Tavernen am Wasser und Blick auf das Inselchen Moni lockt – dazwischen überall Stände mit frischen Ägina-Pistazien.
03 · Wann
Dank der Nähe zu Athen ist Ägina ganzjährig per Fähre erreichbar. Frühling und Frühherbst gelten als ideale Reisezeiten: angenehme Temperaturen, badewarmes Meer und deutlich weniger Trubel als im Hochsommer.
04 · Häufige Fragen
Ägina ist per Fähre vom Athener Hafen Piräus erreichbar. Schnellfähren (Katamarane/Tragflügelboote) brauchen etwa 40 Minuten, konventionelle Fähren rund 1 Stunde 10 bis 20 Minuten. Dank der häufigen Verbindungen eignet sich die Insel auch hervorragend als Tagesausflug von Athen.
Auf Ägina wird die Sorte 'Fistiki Aeginis' angebaut, die als geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) anerkannt ist und als besonders aromatisch gilt. Die Pistazie ist zum Wahrzeichen der Insel geworden; jeden September wird ihr in der Inselstadt mit dem mehrtägigen Pistazienfest gehuldigt.
Zu den Höhepunkten zählen der dorische Aphaia-Tempel im Osten der Insel, der Tempelhügel Kolona über dem Hafen, das Wallfahrtskloster Agios Nektarios, die mittelalterliche Geisterstadt Paleochora und das Fischerdorf Perdika. Für Familien ist der lange Sandstrand von Agia Marina beliebt.
Mai bis Juni und September bis Oktober gelten als ideal: Das Wetter ist mild, das Meer angenehm warm und es herrscht weniger Andrang als im Hochsommer. Wer das Pistazienfest erleben möchte, reist im September an.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Ägina.
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