Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Chalkidiki
Kurz nach neun, wenn die Ausflugsbusse noch auf der Schnellstraße sind, gehört dir die Aussichtsterrasse von Afitos fast allein – unten glitzert die Ägäis, gegenüber liegt Sithonia im Dunst.
Afitos ist der Ort, den du von Kassandra im Kopf behalten wirst: ein Dorf aus grauem Sandstein auf einer Kante über der Ägäis, mit Gassen, die auf Aussichtsterrassen zulaufen, und Tavernen unter Platanen. Komm am späten Nachmittag, wenn die Tagesgäste zurück an die Strände gefahren sind, und bleib bis zum Abendlicht. Ein paar Kilometer nördlich steht in Nea Fokea ein byzantinischer Wehrturm direkt über dem kleinen Hafen – zusammen mit dem Turm von Ouranoupoli das bekannteste Bauwerk-Duo der Halbinsel, beide einst Vorposten der Athos-Klöster.
Die Höhle von Petralona liegt am Hang des Katsika-Bergs, nur wenige Kilometer abseits der Strecke zwischen Thessaloniki und Kassandra – und damit ideal für den An- oder Abreisetag. In der Tropfsteinhöhle wurde 1960 ein mehrere hunderttausend Jahre alter Urmenschenschädel gefunden, einer der wichtigsten Fossilfunde Europas; die Ausstellung nebenan erzählt die Fundgeschichte. Der Rundgang führt durch Hallen voller Stalagmiten und Sintervorhänge, und unten bleibt es das ganze Jahr über höhlenkühl – nimm auch im Hochsommer eine Jacke mit.
Im Nordosten der Halbinsel, oberhalb des Dorfs Stagira, liegt der Aristoteles-Park: eine Terrasse mit weitem Blick über den Golf und interaktiven Instrumenten – Sonnenuhr, Prismen, Parabolspiegel –, die physikalische Phänomene aus den Schriften des Philosophen vorführen. Aristoteles wurde 384 v. Chr. im antiken Stagira geboren; die Ausgrabungen der Stadt liegen auf einer bewaldeten Landzunge beim Küstenort Olympiada, wo du den Spaziergang durch die Ruinen mit einem Tavernenessen am Wasser verbindest – die Muscheln aus der Bucht sind hier die Spezialität.
Das bergige Hinterland überspringen die meisten auf dem Weg zum Strand – dabei liegt zwischen den Fingern ein zweites Chalkidiki: Polygyros, der Hauptort, schmiegt sich an den Fuß des Cholomontas, dessen Eichen- und Kastanienwälder im Herbst Pilzsucher anziehen. Auf Sithonia lohnt Parthenonas, ein Steindorf am Hang des Itamos oberhalb von Neos Marmaras, das lange fast verlassen war und heute wieder Tavernen und Gästehäuser hat. Von dort oben siehst du bei klarer Luft weit über den Toroneos-Golf – und verstehst die Geografie der drei Finger mit einem Blick.



























