
◆ STADT · KYKLADEN
Kea, von den Einheimischen Tzia genannt, liegt nur eine Faehrstunde von Athen entfernt und ist doch eine andere Welt: stille Eichenwaelder, jahrhundertealte Steinpfade und ein autofreies Bergdorf, das sich bewusst dem Meer entzieht. Waehrend die grossen Kykladeninseln im Sommer aus allen Naehten platzen, bleibt diese gruene, herbe Insel das Wochenend-Refugium der Athener und ein Geheimtipp fuer alle, die Wanderwege, versteckte Buchten und ehrliche Tavernen den Postkartenkulissen vorziehen.

Schon die Anfahrt erzaehlt, worum es auf Kea geht: Statt aus dem Hafen von Piraeus startet die Faehre im verschlafenen Lavrio an der Suedspitze Attikas und erreicht nach gut einer Stunde Korissia, den Haupthafen der Insel. Diese Naehe zu Athen hat Kea geformt. Sie ist die Insel der Wochenenden, der Zweithaeuser, der Menschen, die das Meer suchen, ohne den Trubel von Mykonos oder Santorin in Kauf zu nehmen. Wer hier ankommt, merkt schnell: Tzia spielt nicht die Rolle der typischen weiss-blauen Kykladeninsel.
Statt blendend weisser Wuerfelhaeuser praegen erdfarbene, klassizistische Steinhaeuser mit roten Ziegeldaechern das Bild. Die Inselhauptstadt Ioulida liegt versteckt im Inneren, hoch am Hang und vom Meer aus unsichtbar, ein Erbe der Jahrhunderte, in denen Piraten die Aegaeis unsicher machten. Ihre Gassen sind so eng, dass keine Autos hineinpassen; man bewegt sich zu Fuss, vorbei am beruehmten Loewen von Kea, einer rund 2.600 Jahre alten, in den Fels gehauenen Figur.
Das eigentliche Herz der Insel aber liegt abseits der Straende. Kea besitzt das einzige zusammenhaengende Eichenwald-Gebiet der Kykladen, geschuetzt im Natura-2000-Netz, durchzogen von einem dichten Netz uralter, gepflasterter Saumpfade. Wer ihnen folgt, gelangt zur antiken Stadt Karthaia, deren Tempel- und Theaterreste nur zu Fuss oder per Boot erreichbar sind, ein lohnender Endpunkt fuer jeden, der Tzia langsam und mit eigenen Schritten entdecken will.
01 · Auf einen Blick
Karte
· Stadtviertel




· Sehenswürdigkeiten

Wichtigstes Kloster der Insel auf einem steilen Felsen ueber der Nordostkueste, mit weitem Blick auf Aegaeis und Andros.

Bedeutende bronzezeitliche Siedlung auf einer Halbinsel nahe Vourkari, eine der wichtigsten Fundstaetten der fruehen Aegaeis.

Abgelegene antike Stadt an der Suedostkueste mit dorischem Athena-Tempel und Theater, nur zu Fuss oder per Boot erreichbar.

Um 600 v. Chr. aus einem Felsblock gehauene, rund acht Meter lange Loewenskulptur mit raetselhaftem Laecheln bei Ioulida.

Museum in Ioulida mit Funden aus der Siedlung Agia Irini und der antiken Stadt Karthaia, darunter beruehmte Terrakotta-Figuren.

Kapelle auf einem Huegel im Suedosten, errichtet auf einem antiken Aphrodite-Heiligtum, mit Panoramablick aufs Meer.
· Hotels

Suiten und Villen im kykladischen Stil oberhalb von Ioulida, mit zwei Pools und Aegaeis-Blick.

Familiengefuehrtes Gaestehaus mit Bio-Weinberg und Olivenhain nahe Korissia, ganzjaehrig geoeffnet.

Boutique-Hotel mit neun Suiten ueber der Marina von Vourkari, mit Infinity-Pool und Aegaeis-Blick.

Boutique-Resort am Hafen von Korissia mit Pool, eigenem Strandabschnitt und weitem Blick auf die Aegaeis.

Villenanlage am Blaue-Flagge-Strand von Koundouros mit Strandbar, Wassersport und eigenem Mini-Markt.

Familiaeres Drei-Sterne-Hotel mit 14 Zimmern im Hafenort Korissia, nah an Strand und Faehre.
· Restaurants

Traditionsreiche Fischtaverne am Kai von Vourkari, seit 1965 beruehmt fuer ihre Hummerspaghetti.

Familientaverne mit Terrasse am Strand von Otzias, fuer Fisch, Grillgerichte und gekochte Klassiker.

Stylisch restaurierte Lagerhalle am Hafen von Korissia mit kykladischer Kueche und Hummerpasta.

Familiaere Fischtaverne mit Tischen direkt am Strand von Vourkari und Blick auf die Bucht.

Familientaverne in den Gassen von Ioulida mit hausgemachter kykladischer Kueche und Terrasse ueber den Daechern.

Stylisches Cafe im Herzen von Ioulida fuer Kaffee, frische Backwaren, Brunch und Drinks.
· Aktivitäten

Anspruchsvolle Wanderung von Ioulida durchs Inselinnere bis zur abgelegenen antiken Stadt Karthaia an der Suedkueste.

Eines der am besten markierten Wegenetze der Kykladen mit zwoelf Routen ueber alte Pfade und durch den groessten Eichenwald der Kykladen.

Tauchen in klarem Wasser vor Kea, in dessen Tiefe das Wrack der HMHS Britannic, des Schwesterschiffs der Titanic, liegt.

Bootsfahrt entlang der Kueste zu den nur vom Wasser gut erreichbaren Buchten und zum antiken Karthaia.

Wassersport am gut organisierten Strand von Koundouros im Suedwesten, dem einzigen Blaue-Flagge-Strand von Kea.
02 · Was tun
Auf alten Pfaden
Kea besitzt eines der besten markierten Wandernetze der Kykladen: rund ein Dutzend ausgeschilderter Routen folgen jahrhundertealten, gepflasterten Saumpfaden durch Eichenwaelder und Taeler. Der bekannteste Weg fuehrt zur antiken Stadt Karthaia mit ihren Tempel- und Theaterresten, erreichbar nur zu Fuss oder per Boot.
Kueste & Buchten
Tzias Kueste reicht von langen Sandstraenden mit flachem Wasser wie Otzias, ideal fuer Familien, bis zu lebhafteren, organisierten Buchten wie Koundouros mit Strandbars und ankernden Segelyachten. Dazwischen liegen ruhige Plaetze wie Pisses, Gialiskari und Spathi.
Unter Wasser
Die Gewaesser um Kea bergen mehrere Schiffswracks. Die Britannic, das Schwesterschiff der Titanic, liegt fuer Sporttaucher zu tief, doch Tauchbasen rund um Vourkari fuehren zu erreichbaren Wracks wie der 1897 gebauten Burdigala und einem versunkenen Flugzeug.
03 · Wann
Dank des milden Klimas laesst sich Kea fast ganzjaehrig besuchen. Fruehling und Herbst gehoeren den Wanderern, der Hochsommer den Badegaesten, und der Winter zeigt die Insel von ihrer stillsten Seite.
04 · Häufige Fragen
Kea ist die naechstgelegene Kykladeninsel zu Athen. Faehren fahren ganzjaehrig vom Hafen Lavrio an der Suedspitze Attikas und erreichen den Inselhafen Korissia in etwa einer Stunde. Lavrio liegt rund 60 km vom Athener Zentrum und etwa 35 km vom Flughafen entfernt und ist per KTEL-Bus angebunden.
Tzia ist der gebraeuchliche, im Alltag und unter Einheimischen verbreitete Name der Insel, waehrend Kea die offizielle und historische Bezeichnung ist. Beide Namen meinen dieselbe Insel und werden synonym verwendet.
Statt weiss-blauer Postkartenkulisse praegen erdfarbene Steinhaeuser mit roten Daechern das Bild. Kea besitzt zudem das einzige groessere Eichenwald-Gebiet der Kykladen, ein dichtes Netz antiker Steinpfade und mit dem autofreien Bergdorf Ioulida eine vom Meer aus verborgene Hauptstadt.
Zum Baden eignen sich Juni bis September am besten, mit Temperaturen um 28 bis 30 Grad. Fuer Wanderungen auf den antiken Pfaden sind der gruene Fruehling (Mai) und der milde Herbst (Oktober) ideal, wenn die Insel weniger besucht und die Landschaft am schoensten ist.
Zu den Hoehepunkten zaehlen das autofreie Ioulida mit dem rund 2.600 Jahre alten, in den Fels gehauenen Loewen von Kea, die antike Stadt Karthaia mit Tempel- und Theaterresten, die Eichenwaelder und Steinpfade sowie Straende wie Otzias, Koundouros und Pisses.
05 · In der Nähe
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