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Großmeisterpalast
Die mächtige Ordensburg auf dem höchsten Punkt der Altstadt zeigt heute antike Mosaike und Ausstellungen zu Mittelalter und Antike.
◆ STADTVIERTEL · RHODOS
Hinter vier Kilometern wuchtiger Ritterstadtmauer liegt eines der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtzentren Europas, seit 1988 UNESCO-Weltkulturerbe. Kopfsteingassen, der Großmeisterpalast und die rosa getünchte Süleyman-Moschee erzählen vom Nebeneinander von Johannitern, Osmanen und einer jahrhundertealten jüdischen Gemeinde.
Die Altstadt von Rhodos gliedert sich seit jeher in drei Bereiche: das Kollachium der Ritter im Norden, das ehemals türkische Viertel und das jüdische Viertel im Osten. Den höchsten Punkt beherrscht der Großmeisterpalast, im 14. Jahrhundert auf den Resten einer byzantinischen Akropolis errichtet und in der italienischen Epoche wiederaufgebaut. Von ihm führt die rund 200 Meter lange, kopfsteingepflasterte Ritterstraße (Odos Ippoton) bergab – gesäumt von den steinernen 'Herbergen der Zungen', in denen sich die ritterlichen Landsmannschaften aus Frankreich, Italien, Spanien, England und Deutschland einst einquartierten.
Das Herz des Alltags schlägt weiter unten: Die Sokratous-Straße verbindet die rosafarbene Süleyman-Moschee mit dem Platia Ippokratou (Hippokrates-Platz), wo sich Cafés und Tavernen um einen alten Brunnen drängen. Die Sokratous ist die belebte Einkaufsmeile mit Boutiquen, Souvenirläden und Goldschmieden. Im jüdischen Viertel steht die Kahal-Shalom-Synagoge, die älteste noch erhaltene Synagoge Griechenlands, deren angeschlossenes Museum an die einst große sephardische Gemeinde erinnert.
Abseits der Hauptachsen wird es ruhig: Verwinkelte Gassen, mit Efeu überwucherte Torbögen und versteckte Innenhöfe machen den eigentlichen Reiz aus. Wer die mittelalterlichen Tore wie das Tor des Heiligen Paulus oder das d'Amboise-Tor durchschreitet, betritt eine Welt, in der über 6.000 Menschen noch heute innerhalb der Stadtmauern leben – das unterscheidet Rhodos von einem bloßen Freilichtmuseum.
01 · Highlights
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Die mächtige Ordensburg auf dem höchsten Punkt der Altstadt zeigt heute antike Mosaike und Ausstellungen zu Mittelalter und Antike.
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Die wohl besterhaltene gotische Straße Europas, gesäumt von den historischen Herbergen der ritterlichen 'Zungen'.
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Die rosa getünchte Moschee an der Sokratous-Straße entstand nach der osmanischen Eroberung 1522 und prägt die Silhouette des Viertels.
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Die älteste erhaltene Synagoge Griechenlands im jüdischen Viertel mit angeschlossenem Museum zur Geschichte der Gemeinde.
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Der Uhrturm bietet gegen Eintritt einen der schönsten Rundumblicke über die Dächer der Altstadt und das Meer.
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Ja, die mittelalterliche Stadt von Rhodos gehört seit 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtkernen Europas.
Innerhalb der Stadtmauern ist die Altstadt weitgehend autofrei mit Kopfsteinpflaster. Man parkt außerhalb und erkundet sie zu Fuß.
Der Großmeisterpalast ist kostenpflichtig; vor Ort gilt der reguläre Museumstarif. Ein Kombiticket mit weiteren Museen der Altstadt kann sich lohnen.
Für Ritterstraße, Großmeisterpalast und einen Bummel durch das türkische und jüdische Viertel sollte man mindestens einen halben, besser einen ganzen Tag einplanen.
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