Stadt · Griechenland

Kos

Zwischen der Ritterburg am Hafeneingang und dem Radweg nach Tigaki liegen keine zehn Minuten – auf Kos beginnt der Strandtag direkt hinter der Antike.

5 Stadtviertel9 Sehenswürdigkeiten6 Hotels
Überblick

Deine Kos-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai bis Oktober; Hochsaison Juli/August, ruhiger im Frühjahr und Herbst
Anreise
Flughafen Kos-Hippokrates (KGS) bei Antimachia, Direktflüge ab Deutschland; rund 24 km nach Kos-Stadt
Region
Dodekanes, Südägäis (Griechenland)
Zeitzone
Europe/Athens (MEZ +1)
Fortbewegung
Sehr fahrradfreundlich; flacher Norden mit ausgebauten Radwegen, dazu Busse und Mietwagen
Türkei-Nähe
Nur wenige Kilometer zur türkischen Küste; Fähre nach Bodrum in rund 20 bis 45 Minuten
Über Kos

Reisen nach Kos

Kos ist die drittgrößte Insel des Dodekanes, gut 40 Kilometer lang, stellenweise nur wenige Kilometer breit und so nah an der türkischen Küste, dass du von der obersten Terrasse des Asklepieions hinüber zur Halbinsel von Bodrum siehst. Der Norden ist flach: eine fast durchgehende Sandlinie von Kos-Stadt über Tigaki und Marmari bis Mastichari, dahinter der Salzsee Alikes, in dem im Winterhalbjahr Flamingos rasten, und darüber ein Radwegenetz, wie es kaum eine zweite griechische Insel hat. Nach Südwesten läuft die Insel in einen schmalen Ausläufer aus, an dessen Bucht die bekanntesten Strände liegen – von Paradise Beach mit den aufsteigenden Gasblasen bis Agios Stefanos mit der Kapelleninsel Kastri. An der Südküste liegt Kardamena, der größte Pauschalort der Insel, mit langem Sandstrand und den Booten zur Vulkaninsel Nisyros; weiter östlich, bei Agios Fokas, wird der Strand zu dunklem Vulkankies, und bei Empros Thermes fließt heißes Quellwasser am Felsstrand in ein Meerbecken. Dazwischen steigt der Dikeos auf 846 Meter an, an seinen Hängen liegen die Bergdörfer um Zia. Und in Kos-Stadt liegt die Antike offen mitten im Straßenraster, weil ein Erdbeben 1933 die Agora freilegte und die italienische Verwaltung sie ausgrub und die Stadt mit breiten Palmenboulevards darum herum neu aufbaute.

Kos – Karte
Reiseführer

Kos von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Um sieben Uhr abends steht die Sonne flach über dem Hafen von Kos-Stadt, die Mauern der Ritterburg werden orange, und auf dem Radweg an der Uferpromenade rollen Familien mit nassen Handtüchern über dem Lenker zurück ins Hotel. Vier Kilometer weiter südwestlich liegt am Hang eine antike Heilstätte, in der Kranke jahrhundertelang auf Genesung warteten, und vierzig Kilometer weiter, am anderen Ende der Insel, steigen im knietiefen Wasser von Paradise Beach vulkanische Gasblasen aus dem Sand. Kos verlangt keine Entscheidung zwischen diesen Welten – die Insel ist flach, kurz und so gut erschlossen, dass beides in denselben Tag passt.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Kos

Die großen Stücke liegen dicht beieinander – vom Hafen bis zum Asklepieion sind es rund vier Kilometer, und die fährst du mit dem Rad in einer knappen Viertelstunde.

Das Asklepieion ist der Grund, warum Kos über die Badesaison hinaus bekannt ist. Rund vier Kilometer südwestlich der Stadt, oberhalb des Dorfes Platani, staffelt sich das Heiligtum des Heilgottes Asklepios auf drei Terrassen einen bewaldeten Hang hinauf, verbunden durch breite Treppenanlagen. Angelegt wurde es erst nach dem Tod des Hippokrates, entwickelte sich aber zu einer der bedeutendsten Kur- und Heilstätten der antiken Welt: Auf der untersten Ebene lagen Bäder und Räume für die Behandlung, auf der mittleren der ionische Tempel und die heilige Quelle, ganz oben der große dorische Tempel. Freigelegt wurde die Anlage zu Beginn des 20. Jahrhunderts, später restaurierten die Italiener Teile davon. Geh früh oder am späten Nachmittag – auf den Terrassen gibt es kaum Schatten, dafür einen Blick über die Ebene bis zur türkischen Küste.

In Kos-Stadt bewacht die Ritterburg Neratzia den Hafeneingang. Die Johanniter bauten sie im 14. und 15. Jahrhundert zu einer doppelten Festung aus und verwendeten dafür Steine, Säulentrommeln und Inschriften der antiken Stadt weiter, die bis heute in den Mauern stecken. Nach den Schäden des Erdbebens von 2017 war die Burg lange gesperrt und ist seit 2025 wieder zugänglich. Erreichbar ist sie über eine Brücke vom Platanenplatz, auf dem die riesige Platane des Hippokrates steht – ihre schweren Äste ruhen auf Gerüsten, und die Legende vom Lehrbaum des Arztes ist deutlich älter als der Baum selbst. Gleich daneben stehen eine osmanische Moschee aus dem späten 18. Jahrhundert und ein alter Brunnen mit antiken Spolien.

Ein paar Schritte weiter beginnt die Antike Agora, das ausgedehnte Markt- und Gesellschaftszentrum der antiken Stadt, das sich frei zugänglich zwischen Wohnhäusern und Cafés bis zum Hafen hinzieht. Freigelegt wurde sie durch das schwere Erdbeben von 1933, das große Teile von Kos-Stadt zerstörte; die italienische Verwaltung nutzte den Wiederaufbau, um auszugraben und die Stadt in weiten, palmengesäumten Achsen neu zu planen. Auf der anderen Seite des Boulevards liegen die Westlichen Ausgrabungen mit einem römischen Odeon, dem gepflasterten Decumanus und mehreren Mosaikböden unter Schutzdächern. Die Casa Romana, eine aufwendig rekonstruierte römische Stadtvilla mit drei säulengesäumten Atrien, und das Archäologische Museum am Eleftheria-Platz ergänzen das Bild.

Außerhalb der Stadt lohnen vor allem zwei Ziele. Auf einem Plateau im Inselinneren, oberhalb von Kardamena, steht das Kastell von Antimachia, eine weitläufige Johanniterburg aus dem 14. Jahrhundert: von den Wehrmauern ist ein langer Ring erhalten, im Inneren stehen zwei Kirchen zwischen Gras und Steinhaufen, und der Zugang kostet nichts. Nicht weit entfernt liegt der Plaka-Wald, ein schattiger Pinienhain, in dem freilaufende Pfauen zwischen den Stämmen stolzieren und Katzen unter den Bänken warten – ein Zwischenstopp, der auf keiner Liste steht und mit Kindern trotzdem der Höhepunkt des Tages wird. Dazu kommen das Bergdorf Zia am Hang des Dikeos und der Salzsee Alikes hinter Tigaki.

Sehenswürdigkeiten in Kos

Alle 9 Sehenswürdigkeiten
Strände & Buchten

Die schönsten Strände auf Kos von Tigaki bis Kefalos

Der Norden liefert flaches, warmes Wasser für Kinder, der Südwesten die Buchten, für die du das Auto brauchst.

Die Buchten von Kefalos
Die Buchten von Kefalos

Die Nordküste ist der unkomplizierte Teil der Insel. Von Kos-Stadt aus zieht sich über gut 25 Kilometer eine helle Sandlinie nach Westen: erst Lambi direkt vor der Stadt, dann Tigaki mit sehr flach abfallendem Wasser, in dem kleine Kinder minutenlang hinauslaufen können, weiter Marmari mit niedrigen Dünen und Surfschulen am Strand, schließlich Mastichari mit einem breiten, häufig windigen Strand neben dem Fischerhafen. Der Meltemi legt hier im Hochsommer am Nachmittag zu und schiebt Wellen an die Küste – wer ganz stilles Wasser will, geht vormittags baden oder wechselt an diesen Tagen auf die Südseite der Insel.

Die bekanntesten Strände liegen in der weiten Bucht am südwestlichen Inselende. Paradise Beach heißt bei den meisten nur Bubble Beach, weil im knietiefen Wasser vulkanische Gasblasen aus dem Sand aufsteigen; er ist voll organisiert, mit Liegereihen, Bar und Wassersport. Der Camel Beach nebenan ist das Gegenteil: eine kleine Bucht, zu der ein steiler Pfad von der Küstenstraße hinunterführt, entsprechend ruhiger und schlechter ausgestattet. Dazwischen reihen sich weitere Abschnitte mit eigenen Namen wie Magic Beach oder Sunny Beach, die alle zur selben langen Bucht gehören. Am westlichen Ende liegt Agios Stefanos, gegenüber der Kapelleninsel Kastri, und direkt am Strand stehen die Reste zweier frühchristlicher Basiliken aus dem 5. Jahrhundert mit aufgerichteten Säulen.

An der Südküste bestimmt Kardamena das Bild: ein langer, breiter Sandstrand vor dem Ort, gut ausgestattet und im Sommer entsprechend belegt, mit Hotelabschnitten, die sich nach beiden Seiten fortsetzen. Zwischen Kardamena und der Kefalos-Bucht bleibt die Küste dagegen weitgehend unbebaut, erreichbar nur über Stichstraßen und Pisten – dort findest du auch im August Abschnitte ohne Schirmreihen, allerdings ohne jede Infrastruktur. Ganz im Südwesten, hinter Kefalos, endet die Straße bei Agios Theologos an einem exponierten Strand mit kräftiger Brandung, einer einzelnen Taverne über den Felsen und einem Sonnenuntergang direkt über dem offenen Meer – die Alternative zum Panorama von Zia.

Ein paar praktische Punkte, die den Strandtag auf Kos entscheiden. Erstens der Untergrund: Im Norden und Südwesten ist es heller Sand, östlich von Kos-Stadt bei Agios Fokas dagegen dunkler vulkanischer Kies, der in der Mittagssonne sehr heiß wird – Badeschuhe helfen. Zweitens der Schatten: Baumbestand gibt es kaum, gemietete Schirme sind an den organisierten Abschnitten die Regel und kosten Geld, an den wilderen Buchten musst du eigenen Schatten mitbringen. Und drittens der Wind: An Meltemi-Tagen ist die Nordküste rau und die Südküste ruhig; nur an den selteneren Tagen mit südlicher Strömung dreht sich das Bild um. Ein Blick auf die Windvorhersage am Vorabend spart dir die Fahrt an den falschen Strand.

Kos-Stadt

Ein Tag in Kos-Stadt zwischen Hafen und Palmenboulevard

Kos-Stadt ist die einzige richtige Stadt der Insel und der einzige Ort, an dem auch im Winter Läden und Tavernen offen haben.

Ritterburg Neratzia
Ritterburg Neratzia

Der Bezugspunkt ist der Hafen Mandraki mit der Ritterburg auf der Landzunge und den Ausflugsbooten an der Kaimauer. Von dort führt eine Brücke über den ehemaligen Graben zum Platanenplatz mit der Platane des Hippokrates, der Moschee und dem Brunnen. Nach Süden öffnet sich der Eleftheria-Platz, an dem das Archäologische Museum in einem Bau aus der italienischen Zeit steht, daneben die alte Markthalle mit Ständen für Honig, Kräuter, Oliven und Schwämme. Zwischen beiden Plätzen liegt die Antike Agora frei im Straßenraum – du läufst zwischen Säulenstümpfen und Mauerresten, ohne eine Kasse zu passieren.

Auf der anderen Seite des Boulevards beginnen die Westlichen Ausgrabungen, der zweite große Grabungsbereich. Hier siehst du ein römisches Odeon mit wiederhergestellten Sitzreihen, den gepflasterten Decumanus, Reste von Thermen und mehrere Mosaikböden unter Schutzdächern, dazu die aufgerichteten Säulen einer antiken Sportanlage. Wenige Minuten entfernt steht die Casa Romana, die rekonstruierte römische Stadtvilla mit ihren drei Atrien, Mosaiken und Wandmalereien – der einzige Ort in Kos-Stadt, an dem du das Innere eines antiken Hauses statt seiner Grundmauern siehst. Für Agora, Westliche Ausgrabungen und Casa Romana zusammen brauchst du einen guten halben Tag, mehr nicht.

Abends verlagert sich alles an den Hafen und in das Gassenviertel dahinter. Rund um die Nafklirou-Straße reiht sich Bar an Bar, im Sommer bis tief in die Nacht und entsprechend laut; eine oder zwei Straßen weiter sitzen die ruhigeren Tavernen, in denen auch Einheimische essen. Wer es entspannter mag, läuft die Uferpromenade nach Norden Richtung Lambi oder nach Süden nach Psalidi – beides begleitet von einem Radweg, auf dem abends halb Kos-Stadt unterwegs ist. Von der Hafenmole und der Uferpromenade aus ist der Blick über das Wasser zur türkischen Küste in der Dämmerung der beste Programmpunkt, der nichts kostet – die Burg selbst ist eine Ticketstätte und wie die übrigen Grabungsareale nur tagsüber geöffnet.

Als Standquartier hat die Stadt ein Argument, das kein Strandort schlägt: Du brauchst hier kein Auto. Die Überlandbusse fahren von der Stadt aus in die Küstenorte und ins Inselinnere, die Fähren und Ausflugsboote legen im Hafen ab, Leihräder stehen an jeder zweiten Ecke, und die Strände von Lambi und Psalidi liegen in Fußweite. Dazu kommt, dass Kos-Stadt als einziger Ort der Insel ganzjährig funktioniert – im November und März, wenn in Kardamena und Kefalos fast alles geschlossen ist, sind hier Tavernen, Cafés und einzelne Hotels weiter geöffnet.

Bergdörfer & Inselinneres

Zia, der Dikeos und die Bergdörfer im Inselinneren

Hinter Zipari steigt die Straße in Kehren den Dikeos hinauf, und mit jeder Kurve wird die Luft eine Spur kühler.

Zia und der Dikeos
Zia und der Dikeos

Am Nordhang des Dikeos liegen die Asfendiou-Dörfer, von denen Zia das bekannteste ist. Eine einzige gepflasterte Gasse zieht sich durch den Ort, gesäumt von Läden mit Kräutern, Honig, Olivenseife und Schwämmen, dazwischen Terrassen, die nach Westen über die ganze Insel blicken. Am späten Nachmittag füllt sich Zia mit Bussen und Mietwagen, weil der Sonnenuntergang von hier oben zum festen Programmpunkt jeder Kos-Woche geworden ist. Wer den Trubel umgehen will, kommt vormittags, wenn zwischen den Häusern nur Katzen unterwegs sind, oder bleibt nach dem Sonnenuntergang noch eine Stunde zum Essen – dann leert sich der Ort so schnell, wie er sich gefüllt hat.

Über Zia führt der Weg auf den Dikeos, mit 846 Metern der höchste Punkt der Insel. Der Aufstieg zur Gipfelkapelle Christos Dikeos dauert von Zia aus gut anderthalb bis zwei Stunden, verläuft anfangs auf einer Piste und später auf einem steinigen Pfad und bietet fast keinen Schatten – geh im Frühjahr oder Herbst und nimm mehr Wasser mit, als du für nötig hältst. Oben reicht der Blick bei klarer Luft über Kalymnos und Pserimos im Norden, die Vulkaninsel Nisyros im Süden und die türkische Küste im Osten. Es ist die einzige Perspektive, aus der du verstehst, wie schmal Kos in der Mitte tatsächlich ist.

Weniger besucht, aber lohnender als mancher Strand ist Palio Pyli, das aufgegebene byzantinische Dorf über dem heutigen Ort Pyli. Von einem Parkplatz am Hangfuß führt ein Pfad hinauf zwischen verfallenen Häusern, Zisternen und mehreren kleinen Kirchen, in denen stellenweise noch Fresken zu erkennen sind, bis auf einen Felskopf mit den Resten einer Burg. Der Ort wurde im 19. Jahrhundert verlassen und liegt seitdem still im Hang. Unten in Pyli steht das Charmylio, eine antike Grabanlage, über der später eine Kapelle errichtet wurde – Griechenland in Schichten, übereinandergebaut auf wenigen Metern.

Der dritte Baustein des Inselinneren ist Antimachia, das Dorf auf der Hochebene nahe dem Flughafen. Am Ortsrand steht eine restaurierte Steinwindmühle, wenige Kilometer entfernt das Kastell aus dem 14. Jahrhundert mit seinem langen Mauerring und zwei Kirchen im Inneren, das ohne Kasse und Zaun zugänglich ist. Zwischen beiden liegt der Plaka-Wald mit seinen freilaufenden Pfauen. Zusammen ergibt das einen Nachmittag, den du problemlos an einen Strandtag im Süden anhängst, weil alle drei Ziele nur ein paar Minuten Fahrt auseinanderliegen und keiner von ihnen mehr als eine halbe Stunde braucht.

Route & Inselrunde

Kos in einer Woche – eine Route über die ganze Insel

Von Kos-Stadt bis Kefalos sind es gut 40 Kilometer, ein einziges Standquartier reicht deshalb für die ganze Insel.

Die ersten beiden Tage gehören der Stadt und ihrer Umgebung. Am Ankunftstag reicht die Uferpromenade mit Burg, Platanenplatz und einem Abendessen in den Gassen hinter dem Hafen. Am zweiten Tag nimmst du die Antike Agora, die Westlichen Ausgrabungen, die Casa Romana und das Archäologische Museum in beliebiger Reihenfolge – alles liegt in Gehweite – und fährst am späten Nachmittag mit dem Rad die vier Kilometer hinauf zum Asklepieion, wenn die Reisegruppen wieder unten sind. Zurück über Platani, wo sich rund um die Kreuzung im Ort mehrere Tavernen mit türkisch geprägter Küche halten.

Tag drei ist der Radtag im Norden. Von Kos-Stadt fährst du auf dem Küstenradweg nach Tigaki, das sind gut zehn Kilometer weitgehend flach, machst am Salzsee Alikes halt und lässt den Vormittag am flachen Strand ausklingen. Wer mehr will, hängt Marmari an und fährt bis Mastichari weiter, insgesamt rund 25 Kilometer ab der Stadt. Wichtig: Der Meltemi kommt im Sommer aus Nord bis Nordwest und legt am Nachmittag zu – fahr die Strecke nach Westen morgens und plane den Rückweg mit Rückenwind oder nimm für eine Richtung den Bus, der Räder in der Regel nicht mitnimmt.

Am vierten Tag geht es in die Inselmitte und den Süden: Zia am Vormittag ohne Andrang, dann über Pyli und Palio Pyli nach Antimachia mit Kastell und Plaka-Wald, hinunter nach Kardamena zum Baden und Abendessen. Tag fünf gehört dem Südwesten – Strandhopping in der Kefalos-Bucht von Paradise Beach über Camel Beach bis Agios Stefanos, ein Abstecher hinauf ins Dorf Kefalos und zum Abschluss der Sonnenuntergang bei Agios Theologos. Für Tag sechs bleiben zwei gute Optionen: das Boot nach Nisyros oder ein Tag am eigenen Strand, weil auch das zu einer Kos-Woche gehört.

Zur Basis: Für Ausflüge in alle Richtungen sitzt du in Kos-Stadt oder Tigaki am günstigsten, weil von dort keine Fahrt länger als eine gute Dreiviertelstunde dauert. Kardamena ist der beste Ausgangspunkt, wenn Nisyros und Nachtleben oben auf der Liste stehen, Kefalos die Wahl für alle, die morgens als Erste am Strand sein wollen und Fahrzeiten in Kauf nehmen. Umziehen musst du auf Kos in keinem Fall – die Insel ist so kurz, dass jeder Tagesausflug abends im selben Bett endet, und genau das unterscheidet sie von größeren Nachbarn wie Rhodos.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Aktiv auf der Insel

Radfahren, Windsurfen und heiße Quellen auf Kos

Das Fahrrad ist auf Kos kein Sportgerät, sondern ein Verkehrsmittel – vor den Hotels in Kos-Stadt stehen die Leihräder in Reihen.

Kos ist die Fahrradinsel Griechenlands, und das liegt an der Topografie: Der gesamte Norden ist eben, die Küstenstraße verläuft ohne nennenswerte Steigung, und in und um Kos-Stadt gibt es ein zusammenhängendes Radwegenetz, das an der Uferpromenade beginnt und an der Burg vorbeiführt. Leihräder bekommst du in der Stadt und in jedem größeren Urlaubsort, meist einfache Stadträder, zunehmend auch E-Bikes. Die Standardtour führt nach Tigaki, gut zehn Kilometer, die längere über Marmari nach Mastichari, rund 25 Kilometer ab der Stadt. Fahr morgens los, prüfe vorher die Bremsen und nimm mehr Wasser mit als geplant, denn Schatten gibt es auf der Strecke praktisch nicht.

Der Wind, der Radfahrer nachmittags bremst, ist für Surfer das Kapital der Insel. Der sommerliche Meltemi trifft die Nordwestküste am verlässlichsten, weshalb sich in Mastichari und Marmari Wind- und Kitesurfstationen direkt am Strand angesiedelt haben. Der flach abfallende Sandgrund macht beide Reviere anfängerfreundlich: Du stehst weit draußen noch, wenn etwas schiefgeht. Kurse und Materialverleih laufen über die Stationen am Strand, im Hochsommer solltest du Anfängerkurse ein paar Tage vorher anfragen. Wer lieber unter Wasser bleibt, findet Tauchbasen in Kos-Stadt und an der Südküste; die Sicht ist im Spätsommer am besten.

Ein Erlebnis, das nur wenige Inseln bieten, liegt südöstlich von Kos-Stadt hinter Agios Fokas: Bei Empros Thermes tritt heißes, schwefelhaltiges Quellwasser am Felsstrand aus und sammelt sich in einem Becken, das mit Steinen gegen das Meer abgemauert ist. Man sitzt also im heißen Wasser und lässt sich zwischendurch von einer Welle kühlen. Der letzte Abschnitt der Zufahrt ist grob, das letzte Stück geht zu Fuß über Stufen hinunter, und der Schwefelgeruch ist deutlich. Im Hochsommer ist das Becken mittags zu heiß und zu voll – die beste Zeit sind Frühjahr, Herbst oder der frühe Abend. Für das Bad selbst wird nichts verlangt.

Dazu kommen die Klassiker, die von Kos-Stadt und den Häfen aus starten: Bootstage zu den Nachbarinseln Pserimos und Plati mit Badestopps, Segeltörns in die Bucht, Ausritte im Hinterland und geführte Wanderungen auf den Dikeos. Für Familien funktioniert der Plaka-Wald mit seinen Pfauen als kurzer, kostenloser Programmpunkt, und der Salzsee Alikes bei Tigaki ist von Oktober bis in den Frühling ein ernstzunehmendes Vogelbeobachtungsgebiet – Flamingos, Reiher und Enten stehen dort teils dutzendweise im flachen Wasser. Ein Fernglas gehört in den Koffer, wenn du außerhalb der Hochsaison reist.

Aktivitäten & Touren in Kos

Übernachten

Hotels auf Kos und der passende Ort für deinen Urlaub

Die Ortswahl entscheidet auf Kos mehr als die Sternezahl, denn zwischen Kardamena und Kefalos liegen zwar nur gut 20 Kilometer, aber zwei sehr verschiedene Urlaube.

Rund um Kos-Stadt liegen die Häuser mit dem stärksten Profil. Am Strand von Lambi im Norden der Stadt stehen mit dem Aqua Blu Boutique Hotel & Spa, einem Mitglied der Small Luxury Hotels of the World, und dem Diamond Deluxe Hotel zwei Adults-only-Adressen der Fünf-Sterne-Klasse mit Spa und Poollandschaft. Südöstlich der Stadt, in Agios Fokas, liegt das Michelangelo Resort & Spa mit Infinity-Pool über dem Meer. Wer keinen Resortaufenthalt sucht, sondern die Stadt vor der Tür, bucht das ganzjährig geführte Astron Hotel direkt an der Hafenpromenade – von dort läufst du zur Burg, zu den Ausgrabungen und zu den Fähren.

Kardamena an der Südküste ist die Heimat der großen All-inclusive-Anlagen. Das Mitsis Blue Domes Resort & Spa steht dort an einem Strandabschnitt mit Blauer Flagge, und rechts und links davon reihen sich weitere Häuser derselben Größenordnung. Für Familien, die einmal ankommen und dann nicht mehr fahren wollen, ist das die passende Kombination, zumal die Boote nach Nisyros im Ort ablegen. Der Ortskern selbst ist im Hochsommer ein lautes, überwiegend britisch geprägtes Ausgehviertel – wer früh ins Bett will, bucht bewusst außerhalb des Zentrums und fragt beim Buchen nach der Lage zur Promenade.

Der Norden und der Südwesten sind die ruhigeren Alternativen. In Tigaki und Marmari dominieren mittelgroße Hotels und Apartmentanlagen hinter dem Strand, mit flachem Wasser vor der Tür und Radwegverbindung nach Kos-Stadt – die naheliegende Wahl für Familien mit kleinen Kindern. Mastichari ist von allen Strandorten der dörflichste, mit Fischtavernen am Hafen und der Fähre nach Kalymnos. Oberhalb von Kefalos liegt mit dem White Rock of Kos ein kleines Adults-only-Haus mit Infinity-Pool und Blick über die Ägäis; der gesamte Südwesten ist ruhig, hat aber die längsten Wege und funktioniert kaum ohne Mietwagen.

Vier Punkte für die Buchung. Erstens die Saison: Die meisten Häuser außerhalb von Kos-Stadt öffnen etwa Ende April und schließen im Lauf des Oktobers – prüfe die Öffnungszeiten, wenn du am Rand der Saison reist. Zweitens die Transferzeit: Vom Flughafen bei Antimachia sind es rund 24 Kilometer nach Kos-Stadt, nach Kardamena deutlich weniger, nach Kefalos etwa gleich weit in die andere Richtung. Drittens der Wind: Zimmer und Poolbereiche an der Nordküste bekommen den Meltemi ab, was im Hochsommer angenehm sein kann und im Mai kühl. Und viertens die Räder: Viele Hotels verleihen oder vermitteln Fahrräder – eine Frage, die sich auf dieser Insel wirklich lohnt.

Hotels in Kos

Alle 6 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken auf Kos von der Hafentaverne bis Zia

Die ehrlichsten Teller stehen selten direkt an der Promenade, sondern eine Straße dahinter oder oben am Berg.

In Kos-Stadt lohnt der Schritt weg vom Hafen. Das Stadium Restaurant sitzt in einer restaurierten neoklassizistisch-venezianisch geprägten Villa mit Gartenterrasse und Meerblick und ist die Adresse für den Abend, an dem es etwas mehr sein darf. Das Broadway wird von einer Familie geführt und kocht griechisch-mediterran mit eigener Handschrift, abseits der Touristenmeile. Und die Taverna Evdokia in der Nähe des Dolphins-Platzes ist die Sorte Lokal, in der jeden Tag ein paar Töpfe mit dem stehen, was gerade fertig ist – Hausmannskost ohne Bebilderung, zu Preisen, die auf der Promenade niemand mehr aufruft.

Oben in Zia gehört das Abendessen zum Sonnenuntergang. Das Oromedon ist die traditionsreiche Adresse mit einer von Bougainvillea überwachsenen Dachterrasse und dem berühmten Blick nach Westen, die Taverna Olympia die familiengeführte Alternative, die auch außerhalb der Saison geöffnet hat. An Sommerabenden füllen sich beide Terrassen lange vor dem eigentlichen Sonnenuntergang – reservier oder komm früh, sonst sitzt du in zweiter Reihe. In Kardamena ist die Avli der Gegenentwurf zur Promenadengastronomie: eine traditionelle Taverne in einem alten Haus mit Innenhof, in dem es abends deutlich leiser ist als draußen.

Regional isst du auf Kos die üblichen griechischen Klassiker plus ein paar Inselbesonderheiten. Krasotyri, der lokale Ziegen- und Schafskäse, reift im Trester des Weins und ist entsprechend würzig; er taucht auf Mezedes-Tellern und in gefüllten Teigtaschen auf, die hier Pougia heißen. Der Honig und die Kräuter von den Dikeos-Hängen liegen in jedem zweiten Laden in Zia. Zum Trinken gibt es neben Ouzo und Retsina die Kanelada, einen Zimtsirup, der mit Wasser aufgegossen wird und im ganzen Dodekanes verbreitet ist. In Platani, dem Dorf unterhalb des Asklepieions, halten sich mehrere Tavernen mit türkisch geprägter Küche – Mezedes, Gewürze und Süßspeisen, die es sonst auf der Insel nicht gibt.

Zur Praxis: Gegessen wird in Griechenland spät, viele Tavernen füllen sich erst ab 21 Uhr. In den Urlaubsorten sind die Küchen dafür meist durchgehend geöffnet, sodass auch ein spätes Mittagessen funktioniert. Fisch steht meist nach Gewicht auf der Karte und wird vor der Zubereitung gezeigt und gewogen – lass dir den Preis nennen, bevor er in die Pfanne kommt. In Kardamena und Teilen von Tigaki dominiert internationale Urlaubsküche samt englischem Frühstück; wer griechisch essen will, sucht dort gezielt die Seitenstraßen. Karten werden inzwischen fast überall akzeptiert, in kleinen Dorftavernen ist Bargeld trotzdem die sicherere Variante.

Restaurants in Kos

Ausflüge & Nachbarinseln

Ausflüge ab Kos nach Nisyros, Kalymnos und Bodrum

Kos liegt so zentral im Dodekanes, dass du nach dem Frühstück am Hafen mittags in einem dampfenden Vulkankrater stehen kannst.

Der bekannteste Ausflug führt nach Nisyros. Die kürzeste Überfahrt startet in Kardamena, daneben fahren Ausflugsboote ab Kos-Stadt. Ziel ist die Caldera im Inselinneren, in der du den Stefanos-Krater tatsächlich betrittst: Der Boden ist eine helle, aufgebrochene Kruste, an den Rändern zischen Fumarolen, es riecht nach Schwefel, und die Hitze steigt spürbar aus dem Untergrund. Feste Schuhe sind hier keine Formalität, sondern Voraussetzung. Dazu kommt das weiße Hafenstädtchen Mandraki mit dem in den Felsen gebauten Kloster darüber. Die organisierten Touren kombinieren Überfahrt, Bustransfer zum Krater und ein paar Stunden im Ort.

Nach Kalymnos setzt du von Mastichari über, die Überfahrt zum Hafen Pothia ist kurz. Kalymnos lebte jahrhundertelang vom Schwammtauchen, und dieses Erbe ist im Hafen, in den Werkstätten und im Museum noch präsent. Bekannt ist die Insel heute vor allem in der Kletterszene: An den Kalksteinwänden über Massouri hängen hunderte eingebohrte Routen, im Frühjahr und Herbst ist die Westküste entsprechend voll mit Seilschaften. Vor der Küste liegt die kleine Insel Telendos, die nur per Wassertaxi erreichbar ist und einen ruhigen halben Tag füllt.

Von Kos-Stadt aus laufen außerdem die klassischen Bootstage zu den Nachbarinseln Pserimos und Plati, meist mit mehreren Badestopps und Mittagessen an Bord. Über die Fähr- und Katamaranlinien des Dodekanes erreichst du weiter Leros, Patmos mit dem Johannes-Kloster und der Höhle der Apokalypse, Symi mit seinem Amphitheater aus neoklassizistischen Häusern sowie Rhodos. Diese Ziele funktionieren je nach Fahrplan als sehr langer Tag oder besser als Übernachtung – prüfe die Rückfahrt, bevor du buchst, denn die Verbindungen wechseln mit der Saison und sind außerhalb des Sommers deutlich dünner.

Und dann ist da die türkische Küste, die von der Hafenmole aus zum Greifen nah wirkt. Von Kos-Stadt gibt es Bootsverbindungen nach Bodrum, wo die Kreuzritterburg St. Peter mit dem Museum für Unterwasserarchäologie und das Gelände des einstigen Mausoleums von Halikarnassos auf dich warten. Zwei Dinge solltest du vorher klären: welche Ausweispapiere die Reederei für die Überfahrt verlangt und wann das Boot zurückfährt, weil der Tag eng getaktet ist. Wer nur baden und schnorcheln will, ist mit dem Bootstag nach Pserimos ohnehin besser bedient – die Türkei lohnt sich als Ausflug wegen der Stadt, nicht wegen der Strände.

Anreise & unterwegs

Anreise nach Kos und unterwegs auf der Insel

Der Flughafen liegt ungefähr in der Inselmitte, was die Transferzeiten in beide Richtungen kurz hält.

Die meisten Gäste kommen über den Flughafen Kos-Hippokrates (KGS) bei Antimachia, rund 24 Kilometer von Kos-Stadt entfernt. In der Sommersaison wird er von vielen deutschen, österreichischen und Schweizer Flughäfen direkt angeflogen, überwiegend im Charter- und Ferienflugverkehr; im Winter dünnt das Angebot stark aus, dann führt der Weg in der Regel über Athen. Der Transfer läuft bei Pauschalreisen über den Veranstalter, sonst über Taxi, Mietwagen oder die Flughafenbusse, die zu den Ankünften in Richtung Kos-Stadt und Kefalos fahren. Wer einen Mietwagen bucht, sollte das für Juli und August früh tun.

Die zweite Zufahrt ist das Meer. Vom Hafen in Kos-Stadt laufen Fähren nach Piräus – über Nacht und mit einer Fahrzeit im Bereich von zehn bis elf Stunden – sowie entlang der Dodekanes-Kette nach Kalymnos, Leros, Patmos und Rhodos; im Sommer ergänzen schnellere Katamarane das Angebot. Dazu kommen die kurzen lokalen Linien: Mastichari nach Kalymnos, Kardamena nach Nisyros und die Verbindungen zur türkischen Küste. Fahrpläne ändern sich saisonal deutlich, und bei starkem Meltemi können Abfahrten ausfallen – plane niemals einen Rückflug so, dass eine einzige Fährverbindung dazwischen steht.

Auf der Insel selbst hast du drei brauchbare Optionen. Die KTEL-Überlandbusse verbinden Kos-Stadt mit Tigaki, Marmari, Mastichari, Antimachia, Kardamena, Kefalos und den Bergdörfern; das Netz ist für griechische Verhältnisse dicht, außerhalb der Hauptsaison aber deutlich ausgedünnt. Mietwagen und Roller bekommst du in jedem Ort, die Hauptstraße läuft in gutem Zustand über die ganze Insel, und die Fahrzeiten bleiben kurz. Und schließlich das Fahrrad, das im flachen Norden ein vollwertiges Verkehrsmittel ist – für die Bergdörfer und den Südwesten reicht es allerdings nicht.

Ein paar Regeln fürs Fahren: Es gilt die 0,5-Promille-Grenze – für Roller- und Motorradfahrer sowie für Fahranfänger jedoch nur 0,2 Promille; auf dem Roller ist der Helm Pflicht, und die deutsche Führerscheinklasse muss zur gemieteten Maschine passen – der häufigste Ärger im Kos-Urlaub entsteht aus Rollerunfällen und der anschließenden Frage, was die Versicherung deckt. Prüfe vor der Übernahme Reifen, Bremsen und vorhandene Schäden und lass Kratzer im Übernahmeprotokoll festhalten. In Kos-Stadt ist Parken im Sommer knapp; die Parkflächen liegen am Rand des Zentrums, und wer dort übernachtet, braucht den Wagen ohnehin nur für Ausflüge.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Kos – und welches zu dir passt

Kos-StadtKos-StadtDie einzige richtige Stadt der Insel und der einzige Ort, der ganzjährig funktioniert. Ritterburg am Hafen, die Platane des Hippokrates, die Antike Agora offen im Straßenraster und dazu Palmenboulevards mit Radweg – von hier aus brauchst du kein Auto.Ideal für: Kultur & Urlaub ohne Auto2–3 TageTigaki & MarmariTigaki & MarmariKilometerlange helle Sandlinie westlich von Kos-Stadt, mit sehr flach abfallendem Wasser und einem Radweg bis in die Stadt. Dahinter liegt der Salzsee Alikes, in dem vom Herbst bis ins Frühjahr Flamingos stehen; am Strand von Marmari surfen Anfänger im Meltemi.Ideal für: Familien & Radfahrer3–5 TageMastichariMastichariDas dörflichste der größeren Strandziele: ein kleiner Fischerhafen an der Nordwestküste mit Tavernen rund um die Mole, ein breiter, oft windiger Sandstrand mit Surfstationen und die kurze Fährverbindung nach Kalymnos, die einen ganzen Ausflugstag trägt.Ideal für: Surfen & Fährtage2–4 TageKardamenaKardamenaDer große Pauschal- und Ausgehort an der Südküste, mit langem Sandstrand, dichter Promenade voller Bars und den großen All-inclusive-Anlagen daneben. Vom Hafen starten die Boote zur Vulkaninsel Nisyros, im Hinterland liegt das Kastell von Antimachia.Ideal für: All-inclusive & Nachtleben3–5 TageKefalosKefalosAm südwestlichen Inselende klebt das Bergdorf über einer weiten Bucht, an der die bekanntesten Strände von Kos aneinanderhängen – von Paradise Beach mit seinen Gasblasen bis Agios Stefanos mit der Kapelleninsel Kastri. Ruhig, weit weg, ohne Auto mühsam.Ideal für: Strandhopping & Ruhe3–5 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Kos mit Wetter und Wassertemperaturen

Die Badesaison auf Kos reicht von Mai bis weit in den Oktober, und der Unterschied zwischen den Monaten steckt weniger in der Lufttemperatur als im Wind und im Andrang.

Kos hat ein mediterranes Klima mit heißen, praktisch regenfreien Sommern und milden, feuchten Wintern. Von Juni bis August liegen die Höchstwerte verlässlich bei 30 Grad und darüber, der September bleibt knapp darunter, Regen fällt in diesen Monaten fast keiner. Dafür weht von Juni bis in den September der Meltemi aus Nord bis Nordwest, am kräftigsten im Juli und August, und macht die Nordküste am Nachmittag rau. Das Meer braucht bis Mai, um auf angenehme Werte zu kommen, hält die Wärme dafür bis in den Oktober. Im Winter bleibt es mild, aber viele Hotels, Tavernen und Strandbetriebe außerhalb von Kos-Stadt sind dann geschlossen.

Jan15°8°mild und nass, offen ist nur Kos-Stadt
Feb15°8°Mandelblüte, nur Kos-Stadt offen
Mär17°10°grün, gute Wanderwochen
Apr21°12°Saisonstart, Meer noch kühl
Mai25°16°Wasser um 20 Grad, ideal
Jun30°20°warm, noch vor dem Ferienandrang
Jul32°23°heiß, Meltemi, Hochsaison
Aug32°23°voll und teuer, Wasser um 27 Grad
Sep29°20°Meer noch warm, ruhiger
Okt24°17°mild, Saisonende im Monatsverlauf
Nov20°13°erste Regentage, Flamingos am Alikes
Dez17°10°still, Kos-Stadt bleibt geöffnet

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Kos sind Mai, Juni und September. Der Mai bringt eine noch grüne Insel, angenehme 25 Grad und Wassertemperaturen um 20 Grad – gut für Radtouren, den Dikeos-Aufstieg und das Asklepieion, weniger für lange Badetage. Der Juni liefert bereits volles Sommerwetter, ohne dass Preise und Belegung auf Ferienniveau stehen. Und der September ist der ausgeglichenste Monat des Jahres: Das Meer hat den ganzen Sommer Wärme gespeichert, der Meltemi lässt nach, und die Insel wird ab Mitte des Monats spürbar ruhiger. Juli und August funktionieren am Strand, sind aber heiß, teuer und an der Nordküste windig. Der Oktober bleibt lange badbar, mit steigendem Risiko, dass Betriebe bereits schließen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Kos

Wie viele Tage sollte man für Kos einplanen?
Vier bis fünf Tage reichen für Kos-Stadt mit Burg und Ausgrabungen, das Asklepieion, einen Strandtag im Norden und einen Nachmittag in Zia. Mit einer Woche kommen die Kefalos-Bucht, das Kastell von Antimachia und ein Bootstag nach Nisyros oder Kalymnos dazu. Zwei Wochen füllt die Insel nur, wenn Baden der Hauptzweck ist.
Braucht man auf Kos einen Mietwagen?
Nicht zwingend. Wer in Kos-Stadt oder im flachen Norden wohnt, kommt mit Fahrrad und den KTEL-Bussen weit. Für die Kefalos-Bucht, die Bergdörfer, Palio Pyli und Empros Thermes ist ein Auto oder Roller allerdings die einzige praktikable Lösung, weil die Busse dorthin selten und außerhalb der Hauptsaison kaum fahren. Zwei bis drei Miettage decken das meist ab.
Wo wohnt man auf Kos am besten?
Kos-Stadt für alle, die Kultur, Tavernen und Fähren vor der Tür haben und ohne Auto auskommen wollen. Tigaki und Marmari für Familien mit kleinen Kindern wegen des flachen Wassers und der Radwege. Kardamena für große All-inclusive-Anlagen samt Nachtleben und Nisyros-Booten, Mastichari für ein Dorfgefühl mit Fischtavernen, Kefalos für Ruhe und die besten Strände.
Welche Strände auf Kos eignen sich für Familien mit kleinen Kindern?
Tigaki und Marmari an der Nordküste: heller Sand, sehr flach abfallendes Wasser und Strandbetrieb mit Liegen und Tavernen. Auch Lambi direkt bei Kos-Stadt und der Ortsstrand von Kardamena funktionieren gut. Meide an windigen Nachmittagen die Nordküste und weiche auf die Südseite aus, und rechne bei Agios Fokas mit dunklem, sehr heißem Kies.
Wie kommt man vom Flughafen Kos in den Urlaubsort?
Der Flughafen liegt bei Antimachia mitten auf der Insel, rund 24 Kilometer von Kos-Stadt entfernt. Pauschalreisende nutzen den Transfer des Veranstalters, alle anderen Taxi, Mietwagen oder die Flughafenbusse, die zu den Ankünften in Richtung Kos-Stadt und Kefalos fahren. Weil der Flughafen zentral liegt, bleiben die Fahrzeiten in alle Orte überschaubar.
Lohnt sich das Asklepieion wirklich?
Ja, wenn du weißt, was dich erwartet: kein aufgehendes Bauwerk, sondern eine auf drei Terrassen gestaffelte Anlage mit Fundamenten, Treppen und einzelnen wiederaufgerichteten Säulen, dazu der Blick über die Ebene bis zur türkischen Küste. Plane eine bis anderthalb Stunden ein, geh früh oder spät, weil es kaum Schatten gibt, und kombiniere den Besuch mit einer Einkehr in Platani.
Wie kommt man von Kos nach Nisyros?
Am kürzesten über Kardamena, von wo aus die Überfahrt zur Vulkaninsel am schnellsten geht; zusätzlich fahren Ausflugsboote ab Kos-Stadt. Die organisierten Tagestouren enthalten meist den Bustransfer von Mandraki hinauf zur Caldera, wo du den Stefanos-Krater begehen kannst. Nimm feste Schuhe mit, im Krater ist es heiß und der Boden aufgebrochen.
Kann man von Kos einen Tagesausflug nach Bodrum machen?
Ja, die türkische Küste liegt Kos direkt gegenüber, und ab dem Hafen von Kos-Stadt gibt es Bootsverbindungen nach Bodrum. Kläre vor der Buchung, welche Ausweispapiere die Reederei verlangt und welche Einreisebestimmungen für deine Staatsangehörigkeit gelten, und prüfe die Rückfahrzeit – der Tag ist knapp getaktet, ein verpasstes Boot teuer.
Wo bekommt man auf Kos Fahrräder und wohin lohnt die erste Tour?
Leihräder gibt es in Kos-Stadt und in jedem größeren Urlaubsort, häufig auch über das Hotel. Die beste Einsteigertour führt auf dem Küstenradweg von Kos-Stadt nach Tigaki, rund zehn Kilometer fast ohne Steigung, mit Abstecher zum Salzsee Alikes. Wer mehr will, hängt Marmari an. Fahr morgens los, denn der Meltemi legt am Nachmittag zu und kommt genau von vorn.
Wie stark stört der Meltemi im Sommer?
Der Nordwind gehört im Juli und August zum Alltag und bläst vor allem nachmittags. An der Nordküste bedeutet das Wellen, aufgewirbelten Sand und Radfahren gegen die Wand, an der Südküste ist es dann meist ruhig. Für Wind- und Kitesurfer ist er die Grundlage des Reviers bei Mastichari und Marmari. Ein Blick auf die Windvorhersage am Vorabend entscheidet über den Strand des nächsten Tages.
Was isst man auf Kos, das es woanders nicht gibt?
Krasotyri, den lokalen Ziegen- und Schafskäse, der im Trester des Weins reift und würzig-kräftig schmeckt, sowie gefüllte Teigtaschen, die auf der Insel Pougia heißen. Dazu Honig und Kräuter von den Dikeos-Hängen und die Kanelada, einen Zimtsirup, der mit Wasser aufgegossen wird. In Platani unterhalb des Asklepieions kochen mehrere Tavernen türkisch geprägte Mezedes.
Lohnt sich Kos außerhalb der Sommermonate?
Im April, Mai, September und Oktober auf jeden Fall – dann sind Wandern, Radfahren und die antiken Stätten angenehmer als im Hochsommer, und der Salzsee Alikes zeigt im Spätherbst Flamingos. Von November bis März ist die Insel dagegen weitgehend geschlossen: In Kardamena, Kefalos und Mastichari steht fast alles still, Betrieb gibt es nur in Kos-Stadt.
Sind die Thermalquellen Empros Thermes einen Umweg wert?
Ja, wenn du Frühjahr, Herbst oder den frühen Abend wählst. Das heiße Quellwasser sammelt sich in einem mit Steinen abgemauerten Becken direkt am Felsstrand südöstlich von Kos-Stadt, sodass du zwischen heißem Wasser und Meer wechseln kannst. Der letzte Abschnitt der Zufahrt ist grob, das letzte Stück geht zu Fuß, der Schwefelgeruch ist deutlich, das Baden selbst kostet nichts.

· Sehenswürdigkeiten

Das musst du gesehen haben.

· Hotels

Wo übernachten.

· Restaurants

Wo essen.

· Aktivitäten

Was erleben.

KosZwischen der Ritterburg am Hafeneingang und dem Radweg nach Tigaki liegen keine zehn Minuten – auf Kos beginnt der Strandtag direkt hinter der Antike.

Der Reisebrief

Ein Ziel, ein Preisfund, ein Plan — mehr nicht.

Einmal im Monat: wohin es sich gerade lohnt — mit geprüftem Preis und fertigem Plan.

Kostenlos & jederzeit abbestellbar — Anmeldung mit Bestätigungs-Mail.

Reise buchen

Deine Kos-Reise buchen

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Hotels

Vom Boutique-Hotel in der Altstadt bis zum Landhaus im Grünen.

Touren & Tickets

Museen, Wahrzeichen und Weinproben — Tickets und geführte Touren, oft ohne Anstehen.

Anzeige · Buchung über Partner. Preise & Verfügbarkeit beim Anbieter. Warum wir empfehlen, was wir empfehlen

Keine Lust zu suchen? Sag uns Budget und Reisezeit — wir stellen dir Kos zusammen.

Persönliches Angebot anfragen →
Reiseplaner

Deine perfekte Reise – in Minuten geplant.

Sag uns, wohin und wie lange – der travelperfect Reiseplaner stellt dir Route, Highlights und Programm passend zusammen.

Reise planen
  • KI-Copilot
  • Route
  • Highlights
  • Crew
  • Budget
Reise buchen