
◆ STADT · SPORADEN
Skiathos ist die quirligste Insel der Sporaden: ein grüner Felsen im nordwestlichen Ägäischen Meer, gesäumt von mehr als 60 Stränden, durchzogen von Wanderpfaden durch dichte Kiefernwälder und gekrönt von einer Altstadt, die abends zum lebendigen Treffpunkt wird. Wenige Seemeilen vor dem Festland von Pilion gelegen, verbindet die Insel goldene Sandbuchten, ein eigenes Flair zwischen Cafés und Bougainvillea und einen Flughafen, dessen niedrige Landebahn weltweit Planespotter anzieht.

Skiathos ist die kleinste, aber wohl bekannteste der bewohnten Sporaden-Inseln und liegt nur wenige Seemeilen vor der Halbinsel Pilion. Ihr Ruf gründet vor allem auf den Stränden: Über 60 Buchten ziehen sich vor allem entlang der geschützten Südküste, vom weltberühmten goldenen Sand der Koukounaries-Bucht bis zu den hellen Kieseln von Lalaria im Norden, das nur per Boot erreichbar ist. Dahinter erstreckt sich eine überraschend grüne Landschaft aus Kiefernwäldern, durch die zahlreiche markierte Wanderwege führen.
Das Herz der Insel schlägt in Skiathos-Stadt, von den Einheimischen Chora genannt. In dem Gewirr aus kopfsteingepflasterten Gassen, weiß getünchten Häusern und blumengeschmückten Balkonen reihen sich Geschäfte, Galerien und Tavernen aneinander. Hier wurde der Schriftsteller Alexandros Papadiamantis (1851–1911) geboren, dessen Geburtshaus heute als kleines Museum zu besichtigen ist. Am Hafeneingang wacht die Bourtzi-Halbinsel mit den Resten einer venezianischen Befestigung.
Wer mehr von der Inselgeschichte sehen möchte, fährt zum Kastro an der zerklüfteten Nordspitze, der einstigen, vom 14. bis ins 19. Jahrhundert bewohnten Hauptstadt, oder zum Kloster Evangelistria im bewaldeten Inselinneren – ein Ort, der in den letzten Jahren der osmanischen Herrschaft eine Rolle in der griechischen Freiheitsbewegung spielte. Abends verwandelt sich die Insel dann wieder in einen der lebhaftesten Treffpunkte der Sporaden.
01 · Auf einen Blick
Karte
· Stadtviertel
· Sehenswürdigkeiten

Hausmuseum des griechischen Nationaldichters Alexandros Papadiamantis im Herzen von Skiathos-Stadt.

Berühmter, nur per Boot erreichbarer Kieselstrand an der Nordspitze mit weißen Klippen und Felsbogen.

Wehrhaftes Kloster von 1794 in den Pinienhügeln – hier entstand 1807 die erste griechische Flagge.

Bewaldete kleine Halbinsel in der Hafeneinfahrt, die alten und neuen Hafen trennt – das Wahrzeichen von Skiathos-Stadt.

Verlassene mittelalterliche Festungsstadt auf einem Felsvorsprung an der wilden Nordküste von Skiathos.

Langer Goldsandstrand vor dichtem Pinienwald – oft als schönster Strand der Insel und Griechenlands bezeichnet.
· Hotels

Stilvolles Vier-Sterne-Boutiquehotel an der Fußgängerzone von Skiathos-Stadt mit Innenhof-Pool und Cocktailbar.

Fünf-Sterne-Strandresort an der Bucht von Vassilias mit Spa und mehreren Pools – ruhige Südküstenlage nahe der Stadt.

Fünf-Sterne-Strandresort mit direktem Zugang zum Strand von Agia Paraskevi, Spa und Kids-Club – ideal für Familien.

Weitläufiges Fünf-Sterne-Resort im Pinienwald über der Koukounaries-Bucht mit direktem Zugang zu mehreren Stränden.

Großes Vier-Sterne-Hotel im Pinienwald über der Koukounaries-Bucht mit Pool, Tennisplatz und Panoramablick über Meer und Wald.

Familiengeführtes Vier-Sterne-Hotel in amphitheatralischer Hanglage über dem Strand von Agia Paraskevi mit weitem Meerblick.
· Restaurants

Fischtaverne auf Holzstegen über dem Wasser östlich des neuen Hafens – täglich frischer Fang in blau-weißem Ambiente.

Restaurant in einer restaurierten Windmühle von 1880 auf dem Hügel über Skiathos-Stadt – 360-Grad-Blick über Hafen und Meer.

Restaurant am Glockenturm hoch über dem alten Hafen – mediterrane Küche mit einem der schönsten Sonnenuntergangsblicke der Stadt.

Romantisches Gartenrestaurant in einem alten Steinhaus der Altstadt – moderne griechische Küche aus saisonalen Zutaten.

Stylisches Restaurant mit angeschlossenem griechischem Feinkost-Deli an der Papadiamanti-Straße – früher Ergon.

Beliebte Strandtaverne am Wasser zwischen neuem Hafen und Landebahn – frischer Fisch, Meeresfrüchte und endlose Mezedes.
· Aktivitäten

Ganz- oder Halbtagestour ab dem Hafen zu Kastro, dem Lalaria-Strand und den Meereshöhlen der Insel.

Tauchgänge, Kurse und Schnorcheln an der geschützten Südküste rund um die Tzaneria-Bucht und Koukounaries.

Kurze Bootsfahrt vom Hafen zur unbewohnten Nachbarinsel Tsougria mit klaren Badebuchten und Strandtaverne.

Jetski, Bananaboot, Wasserski und Stand-up-Paddling an den Stränden Koukounaries und Banana Beach.

Wanderung durch Pinienwald und über die wilde Nordküste zur verlassenen Festungsstadt Kastro.
02 · Was tun
Strandhopping Südküste
Die Hauptbuslinie folgt der geschützten Südküste von Skiathos-Stadt bis zur berühmten Koukounaries-Bucht und hält an zahllosen Stränden. Ein entspannter Tag zum Aussteigen, Baden und Weiterfahren – ganz ohne Mietwagen.
Bootstour in den Norden
Ab dem Alten Hafen starten Ausflugsboote zur nur vom Wasser erreichbaren Kiesbucht Lalaria, vorbei an Meereshöhlen und hinauf zur einstigen Inselhauptstadt Kastro an der wilden Nordküste.
Kultur & Altstadt
Ein Bummel durch die Gassen der Chora führt am Geburtshaus des Schriftstellers Papadiamantis vorbei, über kopfsteingepflasterte Treppen hinauf zu Aussichtspunkten und hinunter zur venezianischen Bourtzi-Halbinsel am Hafen.
Natur & Glaube
Markierte Pfade durchziehen die kiefernbewaldeten Hügel und verbinden ruhige Buchten mit dem geschichtsträchtigen Kloster Evangelistria im Inselinneren – Touren in unterschiedlicher Länge für Wanderfreunde.
03 · Wann
Skiathos ist eine ausgesprochene Sommerinsel: Die Hauptsaison fällt mit warmem Meer und sonnigem Wetter zwischen Juni und Mitte September zusammen. Die Schultermonate Mai und September bringen mildere Tage, weniger Trubel und eignen sich gut für Wanderungen und Ausflüge.
04 · Häufige Fragen
Skiathos ist für seine über 60 Strände bekannt, die sich vor allem entlang der geschützten Südküste reihen. Zu den berühmtesten zählen die goldene Sandbucht Koukounaries und die nur per Boot erreichbare Kieselbucht Lalaria im Norden der Insel.
Die Insel verfügt über einen eigenen Flughafen (JSI) mit saisonalen Verbindungen, dessen niedrige Landebahn unter Planespottern berühmt ist. Alternativ erreicht man Skiathos per Fähre, unter anderem ab Volos und Agios Konstantinos auf dem griechischen Festland.
Für einen Strandurlaub ist die Zeit von Juni bis Mitte September ideal, wenn das Meer warm und das Wetter sonnig ist. Wer es ruhiger mag und gern wandert oder Ausflüge unternimmt, reist in den Schultermonaten Mai oder September.
Skiathos hat ein gut ausgebautes Busliniennetz, das Skiathos-Stadt mit den Stränden der Südküste bis Koukounaries verbindet und an nummerierten Haltestellen hält. Für die abgelegene Nordküste, etwa Lalaria und das Kastro, bieten sich Bootstouren und Wassertaxis ab dem Hafen an.
Sehenswert sind die Altstadt (Chora) mit ihren Gassen, das Geburtshaus des Schriftstellers Alexandros Papadiamantis, die venezianische Bourtzi-Ruine am Hafen, das Kloster Evangelistria im Inselinneren sowie die alte Inselhauptstadt Kastro. Zudem durchziehen markierte Wanderwege die Kiefernwälder.
05 · In der Nähe
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