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Santuario dell'Annunziata
Trapanis Wallfahrtskirche mit der Cappella della Madonna und der Marmormadonna des Nino Pisano.
◆ STADTVIERTEL · TRAPANI
Wo Trapani in die Ebene Richtung Erice übergeht, liegt das Borgo Annunziata – ein unaufgeregtes Wohnviertel, das zwei der wichtigsten Kulturorte Westsiziliens beherbergt: das Santuario dell'Annunziata, in dessen Kapelle die Marmormadonna des Nino Pisano seit Jahrhunderten Pilger anzieht, und das Museo Regionale Agostino Pepoli im einstigen Karmeliterkloster nebenan, dessen Korallenschnitzereien und Silberarbeiten einst die Schatzkammern Europas füllten.

Das Santuario di Maria Santissima Annunziata ist Trapanis geistliches Zentrum: eine Kirche mit Wurzeln im 14. Jahrhundert, die im 18. Jahrhundert großzügig umgebaut wurde. In der Cappella della Madonna steht die Statue der Madonna di Trapani, die dem Pisaner Bildhauer Nino Pisano zugeschrieben wird – eine der meistverehrten Marienfiguren Süditaliens, zu der Seeleute und Auswanderer seit Jahrhunderten pilgern. Die Marmorfigur mit ihrem feinen Lächeln gilt als Schutzpatronin der Stadt.
Gleich nebenan, im ehemaligen Karmeliterkloster, zeigt das Museo Regionale Agostino Pepoli, womit Trapani einst reich wurde: filigrane Schnitzereien aus roter Koralle, Silberschmiedearbeiten, Skulpturen aus der Werkstatt der Gagini und kunstvolle Krippenszenen. Die Korallenkunst des 17. Jahrhunderts war das Luxusgut der Stadt – Altäre, Schmuck und Kabinettstücke aus Trapani wanderten an die Höfe Europas. Das Museum gehört zu den bedeutendsten Sammlungen für angewandte Kunst auf Sizilien.
Rund um die beiden Monumente lebt das Borgo seinen Alltag: Bars, in denen morgens Granita gelöffelt wird, kleine Läden, Schulkinder. Wer von der Altstadt kommt, nimmt den Stadtbus oder spaziert eine gute halbe Stunde – und kombiniert den Besuch am besten mit der Weiterfahrt zur Seilbahn nach Erice, deren Talstation nur wenige Minuten entfernt liegt.
01 · Highlights
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Trapanis Wallfahrtskirche mit der Cappella della Madonna und der Marmormadonna des Nino Pisano.
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Korallenschnitzereien, Silber, Gagini-Skulpturen und Krippenkunst im ehemaligen Karmeliterkloster.
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Die Seefahrerkapelle des Santuario – Tuffstein-Renaissance mit maurischen Anklängen, gestiftet von Trapanis Seeleuten.
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Die Talstation der Funivia liegt nur wenige Minuten entfernt – ideal zu kombinieren mit dem Museumsbesuch.
02 · Sehenswürdigkeiten
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Die Marmorstatue aus dem 14. Jahrhundert, die Nino Pisano zugeschrieben wird, gilt als Schutzpatronin der Stadt und wurde über Jahrhunderte von Seeleuten, Fischern und Auswanderern verehrt – Kopien der Figur stehen in Kirchen rund ums Mittelmeer.
Sehr – es ist eine der wichtigsten Sammlungen angewandter Kunst Siziliens. Die Korallenschnitzereien des 17. Jahrhunderts, für die Trapani europaweit berühmt war, sieht man in dieser Dichte nirgendwo sonst.
Am einfachsten mit dem Stadtbus ab dem Zentrum; zu Fuß sind es rund 30 bis 35 Minuten. Mit dem Auto findet man vor dem Santuario meist problemlos einen Parkplatz.
Ja – die Talstation der Funivia nach Erice liegt nur wenige Minuten entfernt. Vormittags Santuario und Museum, nachmittags mit der Seilbahn hinauf: ein perfekter Tag.
07 · In der Nähe
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