Wer Alghero kennt, kennt die Altstadt mit ihren katalanischen Türmen und den Fischerbooten im Hafen. Wer Alghero wirklich kennt, kennt auch den Bogen der Küste, der sich nördlich der historischen Mauern entfaltet: Calabona und der Lungomare Valencia. Hier beginnt das Alghero, das sich nicht für Postkarten inszeniert, sondern einfach lebt.
Der Lungomare Valencia ist die Promenade, die Einheimische und Urlauber gleichermaßen anzieht — nicht wegen einer einzigen Attraktion, sondern wegen der Summe seiner Momente. Am frühen Morgen joggen Algheresen hier mit Blick auf das Mittelmeer, das in dieser Stunde noch tiefblau und ruhig liegt. Tagsüber säumen Familien die flachen Felsplatten und sandigen Abschnitte, die sich entlang der Promenade abwechseln. Abends, wenn die Sonne hinter dem Cap de Capo Caccia sinkt, verwandelt sich der Lungomare in eine goldene Flaniermeile, auf der die Welt ein bisschen langsamer dreht.
Calabona selbst ist der Badeort am nördlichen Ende dieses Küstenstreifens — ruhiger als die Strände direkt bei der Altstadt, mit feinerem Sand und weniger Gedränge. Die Bucht von Calabona liegt geschützt, das Wasser ist flach genug für Kinder und klar genug, um den Grund zu sehen. Wer hier einen Liegestuhl mietet, bleibt meist den ganzen Tag.
Das Viertel ist kein touristisches Konstrukt, sondern ein organisch gewachsener Küstenabschnitt. Hotels und Pensionen reihen sich hinter der Promenade auf, viele mit direktem Meerblick, und die Gastronomie orientiert sich an dem, was die sardische Küche wirklich kann: frischer Fisch, Bottarga, Fregola mit Meeresfrüchten. Die Restaurants entlang des Lungomare Valencia sind keine Touristenfallen — wer zur Mittagszeit kommt, sitzt oft neben sardischen Familien, die dasselbe bestellen.
Für Reisende, die Alghero nicht nur als Kulisse, sondern als Ort erleben möchten, ist dieser Küstenstreifen der richtige Ausgangspunkt. Von hier aus ist die Altstadt zu Fuß erreichbar, der Strand liegt vor der Tür, und der Abend gehört dem Meer.

Villa Las Tronas Hotel & SPA
Fünf-Sterne-Haus in einer Villa des 19. Jahrhunderts auf eigener Landzunge südlich der Altstadt – mit Salzwasserpool im Fels und Blick auf die Bastionen.