An der weit geschwungenen Baie des Anges zieht sich die kilometerlange Promenade des Anglais am türkisblauen Mittelmeer entlang – gesäumt von Palmen, weißen Belle-Époque-Fassaden und den blauen Stühlen, die zum Wahrzeichen der Stadt geworden sind. Hinter dem Strand aus glatten Kieseln beginnt das Vieux Nice, die ockerfarbene Altstadt, deren enge Gassen sich um barocke Kirchen, kleine Plätze und den belebten Markt am Cours Saleya verlieren. Nizza verbindet mondänes Riviera-Flair mit handfester südfranzösischer Marktkultur. Auf dem Cours Saleya türmen sich morgens Blumen, Oliven, Gewürze und Gemüse, während aus den Garküchen der Altstadt der Duft von Socca aufsteigt – dem dünnen Fladen aus Kichererbsenmehl, der hier zur Lebensart gehört. Dazu kommen Pissaladière, Salade niçoise und mit Mangold gefüllte petits farcis: Die Küche Nizzas ist eigenständig und stolz auf ihre ligurisch geprägten Wurzeln, ein Erbe der jahrhundertelangen Zugehörigkeit zum Haus Savoyen. Vom Aussichtsplateau der Colline du Château, dem Schlossberg über der Altstadt, fällt der Blick über rote Ziegeldächer, den alten Hafen und die ganze Bucht. Im noblen Stadtteil Cimiez erinnern römische Ruinen, ein Kloster und die Museen für Matisse und Chagall daran, dass Nizza seit langem Künstler und Wintergäste anzieht. Prächtige Hotelpaläste, die russisch-orthodoxe Kathedrale und die eleganten Boulevards rund um den Carré d'Or zeugen vom Glanz der Belle Époque. Nizza ist zugleich Tor zur gesamten Côte d'Azur: Von hier sind Monaco, Èze, Antibes, Cannes und die Bergdörfer des Hinterlands schnell zu erreichen. Doch die Stadt selbst, mit ihrem Licht, ihren Farben und ihrer Mischung aus Meer, Markt und Museen, hält Besucher leicht für mehr als einen Tag fest.






