◆ STADT · CÔTE D'AZUR
Menton ist die letzte französische Stadt vor der italienischen Grenze – und in vielem schon mehr italienisch als französisch. Pastellfarbene Häuser stapeln sich über der Altstadt zur Basilika Saint-Michel-Archange hinauf, in den Gärten von Garavan reifen Zitronen, Mimosen und Palmen in einem Mikroklima, das als das mildeste der ganzen Côte d'Azur gilt. Es ist die Stadt von Jean Cocteau, der ihr ein Museum und einen verzauberten Hochzeitssaal hinterließ, von Mauro Colagrecos Mirazur und der Fête du Citron im Februar, wenn Tonnen von Zitrusfrüchten zu Skulpturen getürmt werden. Wer den Glamour von Cannes hinter sich lassen will, findet hier die leisere, gärtnerische Riviera.
Menton trägt seine Doppelnatur offen zur Schau. Bis 1860 gehörte die Stadt zum Fürstentum Monaco und davor jahrhundertelang in den Einflussbereich der Grimaldi und Genuas – erst dann wurde sie französisch. Geblieben ist eine Altstadt, die aussieht wie eine ligurische Hafenstadt: hohe, schmale Häuser in Ocker, Rosé und Terrakotta, dazwischen steile Treppengassen, die zum Parvis Saint-Michel hinaufführen. Dort, auf einem gepflasterten Vorplatz hoch über dem Meer, steht die barocke Basilique Saint-Michel-Archange mit ihrer schwarz-weißen Kieselmosaik – einer der schönsten Kirchplätze der ganzen Riviera.
Was Menton von Nizza und Cannes unterscheidet, ist sein Klima und seine Vegetation. Geschützt von den letzten Ausläufern der Seealpen, die hier bis ans Meer reichen, hält die Stadt selbst im Winter Temperaturen, die anderswo undenkbar sind. Im 19. Jahrhundert zog dieses Mikroklima Tuberkulosekranke und britische Wintergäste an, die ihre Villen mit exotischen Gärten umgaben. Aus dieser Zeit stammen die berühmten Jardins von Garavan – die Serre de la Madone des amerikanischen Sammlers Lawrence Johnston und der Jardin Val Rahmeh mit seiner subtropischen Pflanzenwelt. Zitrusfrüchte gedeihen hier so prächtig, dass die Stadt im Februar eine ganze Fête du Citron daraus macht.
Im 20. Jahrhundert kam die Kunst hinzu. Jean Cocteau verliebte sich in Menton, richtete im alten Festungsbastion am Hafen ein Museum ein und bemalte den Trauungssaal des Rathauses mit mythologischen Szenen – bis heute kann man sich dort umringt von seinen Linien das Ja-Wort geben. Und am Hang über der Grenze, mit Blick auf Italien, kocht Mauro Colagreco im Mirazur eine Küche aus dem eigenen Permakulturgarten, die schon zum besten Restaurant der Welt gewählt wurde. travelperfect rät, Menton nicht als Tagesausflug abzuhaken, sondern mindestens eine Nacht zu bleiben: Wenn die Tagesgäste weg sind, gehört die Altstadt wieder den Katzen und dem Duft der Orangenblüte.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel
· Menton Sehenswürdigkeiten
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· Restaurants
· Aktivitäten
· Entdecken & Buchen
02 · Sehenswürdigkeiten & Geheimtipps
Altstadt & Cocteau
Vom Hafen aus führen die steilen Rampes Saint-Michel hinauf zur barocken Basilika und zum schwarz-weißen Kieselmosaik des Parvis. Hinunter geht es durch Gassen aus Ocker und Rosé zum Cocteau-Museum im alten Bastion und zur Salle des Mariages, die der Dichter selbst bemalte. Ein Bummel über die Markthalle rundet den Tag ab.
Gärten von Garavan
Im Ostteil der Stadt, Richtung Italien, liegen Mentons berühmte Gärten. Die Serre de la Madone des britischen Sammlers Lawrence Johnston terrassiert sich den Hang hinauf, der Jardin Val Rahmeh zeigt subtropische Raritäten, und der Jardin Maria Serena gilt als einer der wärmsten Gärten Frankreichs. Ein halber Tag zwischen Palmen, Zitrus und Mimosen.
Zitrus, Markt & Tafel
Menton lebt seine Spezialität, die Zitrone: in der Confiserie Maison Cima, auf dem täglichen Marché Couvert am Quai de Monléon und im Februar bei der Fête du Citron mit ihren riesigen Skulpturen. Am oberen Ende der Skala wartet Mauro Colagrecos Mirazur, dessen Küche aus dem eigenen Garten kommt und schon zum besten Restaurant der Welt gekürt wurde – ein Tisch, den man Wochen vorher buchen muss.
Meer, Aussicht & Tagesausflug
Die Promenade du Soleil zieht sich vom Hafen entlang der Bucht, mit dem Kiesstrand der Plage des Sablettes direkt unter der Altstadt. Als Geheimtipp steigt man zum Cimetière du Vieux-Château auf, dessen Terrassen einen der schönsten Ausblicke der Riviera bieten – über die Pastelldächer hinweg bis nach Italien. Von hier ist auch der Tagesausflug ins nahe Ventimiglia oder nach Monaco schnell gemacht.
03 · Wann
Menton genießt das mildeste Klima der französischen Mittelmeerküste – geschützt von den Seealpen, die hier bis ans Wasser treten. Die Winter sind sanft, der Frühling kommt früh, der Sommer ist warm, aber selten drückend. Das macht die Stadt nahezu ganzjährig bereisbar; nur die Hitze des Hochsommers und der Andrang im August sind echte Einschränkungen.
04 · Häufige Fragen
Die wichtigsten Menton Sehenswürdigkeiten sind die pastellfarbene Altstadt mit der barocken Basilique Saint-Michel-Archange und ihrem Kieselplatz, die subtropischen Gärten von Garavan (Serre de la Madone und Val Rahmeh), das Cocteau-Museum am Hafen mit der bemalten Salle des Mariages sowie die Promenade du Soleil. Wer einen Geheimtipp sucht, steigt zum Cimetière du Vieux-Château hinauf – der schönste Ausblick der Stadt, bis hinüber nach Italien.
Menton ist vor allem für seine Zitronen und das mildeste Klima der Côte d'Azur bekannt – daher der Beiname 'Zitronenstadt'. Berühmt machen die Stadt außerdem die Fête du Citron im Februar, die subtropischen Gärten, das künstlerische Erbe von Jean Cocteau und das Drei-Sterne-Restaurant Mirazur am Hang über der italienischen Grenze.
Die Spezialität Mentons ist die Zitrone – genauer die Citron de Menton, geschützt und in ganz Europa bekannt. Aus ihr werden Konfitüren, kandierte Früchte und Likör gemacht, etwa in der traditionsreichen Confiserie Maison Cima. Dazu kommt das ligurisch geprägte Essen der Altstadt: die Barbajuan (gefüllte Teigtaschen) und die grande friture aus frittierten Meeresfrüchten am Hafen.
Der überdachte Marché Couvert am Quai de Monléon, am Fuß der Altstadt, ist täglich vormittags geöffnet; am lebendigsten ist er am Wochenende. Hier gibt es ligurische Spezialitäten, Käse, Gemüse und natürlich die berühmten Menton-Zitronen. Für ein größeres Markterlebnis lohnt der Sprung ins italienische Ventimiglia, das mit dem Zug in rund 10 Minuten erreicht ist und seinen riesigen Freitagsmarkt hat.
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten – Altstadt, Cocteau-Erbe und Promenade – reicht ein voller Tag, etwa als Tagesausflug von Nizza oder Monaco. Wer die Gärten von Garavan, den Aufstieg zum alten Friedhof und einen Abstecher ins italienische Ventimiglia einplant, sollte zwei bis drei Tage bleiben. Mindestens eine Übernachtung lohnt sich, weil die Altstadt abends, ohne Tagesgäste, am stimmungsvollsten ist.
Der nächste Flughafen ist Nizza (NCE), rund 30 km westlich. Von dort fahren der TER-Regionalzug und der Flughafenbus 110 entlang der Küste. Menton liegt an der Bahnlinie Marseille–Ventimiglia; nach Monaco sind es nur etwa 10 Minuten, nach Nizza rund 35 Minuten. Ein Auto braucht man für die Stadt selbst nicht.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Menton.
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