Region · Frankreich

Elsass

Zwischen den Vogesenhängen und dem Rhein reiht sich im Elsass ein Fachwerkdorf ans nächste, über blumengeschmückten Gassen und Weinbergen.

6 Städte39 Sehenswürdigkeiten29 Hotels
Überblick

Deine Elsass auf einen Blick

Beste Zeit
Frühsommer für Blumenpracht, September/Oktober zur Weinlese, Dezember für die Weihnachtsmärkte
Gut für
Weinstraße, Fachwerkdörfer, Genuss, Städtetrip Straßburg, Weihnachtsmärkte
Anreise
EuroAirport Basel-Mulhouse oder Flughafen Straßburg; TGV ab Paris nach Straßburg ca. 1 Std. 50 Min.; aus DE direkt mit Auto/Bahn über Kehl/Offenburg
Basis
Colmar als zentraler Ausgangspunkt für die Weinstraße; Straßburg für Stadt und Kultur
Tipp
Die Weinstraße mit dem Auto oder Fahrrad statt Bahn fahren – die schönsten Dörfer liegen zwischen den Bahnhöfen
Lage
Osten, zwischen Vogesen und Rhein
Die Region

Was Elsass ausmacht

Das Elsass ist Frankreich mit deutschem Einschlag: krumme Fachwerkhäuser in Rot, Blau und Ocker, Geranien an jedem Fensterbrett und eine Weinstraße, die sich über 170 Kilometer von Dorf zu Dorf zieht. Zwischen Straßburg mit seinem gotischen Münster und der UNESCO-Altstadt, Colmars kanaldurchzogener Petite Venise und den Winzerorten Riquewihr, Eguisheim und Kaysersberg liegen kaum je mehr als zwanzig Minuten Fahrt. Über allem thront die wieder aufgebaute Hochkönigsburg, dazu kommen Flammkuchen und Baeckeoffe, Riesling und Gewürztraminer aus den Kellern der Winzer – und in der Adventszeit die Christkindelsmärkte, deren Stände und Lichterketten Colmar und Straßburg im Advent prägen.

Reiseführer

Elsass von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kaum ist die Rheinbrücke bei Kehl passiert, kippt Deutschland ins Elsass, ohne dass sich viel ändert und doch alles. Dieselben Fachwerkgiebel, nur steiler und bunter, dieselbe Sprache noch in den Ortsnamen, aber Croissants zum Frühstück und Riesling zum Abend. Zwischen Vogesenkamm und Rhein liegt ein schmaler Streifen Land, auf dem sich Winzerdörfer, Storchennester und Weinberge so dicht drängen, dass du zwischen zwei Verkostungen keine halbe Stunde fährst – und abends in einer Weinstube sitzt, in der noch Elsässisch am Nebentisch gesprochen wird.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Elsass

Zwischen Straßburger Münster und der Hochkönigsburg liegen keine sechzig Kilometer – das Elsass packt seine Höhepunkte enger zusammen als fast jede andere französische Region.

Fang oben an, im Straßburger Münster: Der rosa Sandsteinbau war mit 142 Metern über Jahrhunderte das höchste Bauwerk der Christenheit, und wer die 330 Stufen auf die Plattform steigt, blickt bei klarem Wetter über die Rheinebene bis zum Schwarzwald. Drinnen setzt sich um 12.30 Uhr die astronomische Uhr in Bewegung – ein Figurenlauf aus dem 19. Jahrhundert, für den ein eigenes Zeitticket nötig ist. Plan den Turmaufstieg für den frühen Morgen, dann hast du die Plattform fast für dich, bevor die Tagesgruppen kommen.

Colmar ist die zweite Pflichtstation und in einem halben Tag zu Fuß erschlossen: Vom Koïfhus, dem alten Zollhaus, führt der Weg durch das Gerberviertel zur Petite Venise, wo sich die Fachwerkhäuser in der Lauch spiegeln. Im Unterlinden-Museum hängt der Isenheimer Altar von Matthias Grünewald, eines der bedeutendsten Werke der deutschen Renaissance – allein dafür lohnt der Eintritt. Rund um die Markthalle findest du Winzerstände und Elsässer Spezialitäten, ideal für eine Mittagspause zwischen zwei Rundgängen.

Über der Weinstraße thront die Hochkönigsburg (Château du Haut-Koenigsbourg), eine mittelalterliche Festung, die Kaiser Wilhelm II. ab 1900 komplett wieder aufbauen ließ. Von der Bastion blickst du über die gesamte Rheinebene, an klaren Tagen bis zu den Alpen. Die Burg zählt zu den meistbesuchten Denkmälern Frankreichs – kauf das Ticket online und komm zur Öffnung um 9.15 Uhr, sonst stehst du im Sommer in der Schlange am Parkplatz und wieder am Eingang.

Wer länger bleibt, findet abseits der großen Namen die eigentliche Substanz: das Écomusée d'Alsace bei Ungersheim, ein lebendiges Freilichtdorf mit über siebzig historischen Gebäuden, die Storchenstation in Hunawihr, wo das Wappentier des Elsass wieder brütet, und die Route der romanischen Kirchen im Vorland der Vogesen. Für einen ersten Besuch reicht die Achse StraßburgColmar–Weinstraße; wer wiederkommt, dringt in die Täler der Vogesen und ans Ried am Rhein vor.

Sehenswürdigkeiten in Elsass

Alle 39 Sehenswürdigkeiten
Straßburg

Straßburg und seine Sehenswürdigkeiten

Auf der Grande Île liegt die halbe Stadtgeschichte auf einer von der Ill umflossenen Insel – vom Münster bis zu den gedeckten Brücken sind es zwanzig Gehminuten.

Straßburgs Altstadt ist eine Insel: Die Ill teilt sich und umschließt die Grande Île, die seit 1988 komplett auf der UNESCO-Welterbeliste steht – die erste ganze Altstadt, der diese Ehre zuteilwurde. Alles Wichtige liegt fußläufig beieinander, ein Auto ist hier nur im Weg. Stell den Wagen in einer der Park-and-Ride-Anlagen am Stadtrand ab, von wo die Tram im Kombiticket ins Zentrum fährt; im Kern der Stadt gilt eine Umweltzone, und Parkplätze sind rar und teuer.

Herzstück ist das Liebfrauenmünster mit seiner filigranen Westfassade aus rosa Vogesensandstein. Der eine, unvollendet gebliebene Turm gibt der Silhouette bis heute ihre Asymmetrie. Im Inneren lohnt neben der astronomischen Uhr die Engelspfeiler-Skulptur; wer den Turm besteigt, sollte das reservierte Zeitfenster morgens legen. Rund um die Kathedrale liegt das Gerberviertel La Petite France, wo die einstigen Gerber, Müller und Fischer ihre Fachwerkhäuser dicht ans Wasser bauten und heute Weinstuben die Gassen säumen.

Vom Barrage Vauban, dem gedeckten Wehr aus dem 17. Jahrhundert, hast du von der Dachterrasse den klassischen Blick über die Ponts Couverts und ihre vier Türme auf die Häuser der Petite France dahinter. Eine Bootsfahrt mit Batorama rundet den Überblick ab: In gut siebzig Minuten gleitest du durch die Schleusen der Ill, vorbei am Deutschen Viertel mit seinen wilhelminischen Prachtbauten bis zum modernen Europaviertel mit Europaparlament und Menschenrechtsgerichtshof.

Plan mindestens einen vollen Tag, besser eine Übernachtung ein: Straßburg lebt abends auf, wenn die Tagesgäste weg sind und in den Winstubs Baeckeoffe und Flammkuchen auf den Tisch kommen. Im Advent verwandelt sich die Stadt in den Christkindelsmärik – Frankreichs ältesten Weihnachtsmarkt, dokumentiert seit 1570 – mit Ständen rund um Münster und Place Broglie. Dann sind die Hotels früh ausgebucht und die Preise hoch; wer die Märkte will, reserviert Monate im Voraus.

Colmar

Colmar und die Petite Venise

Am frühen Morgen, wenn die ersten Boote noch am Steg liegen, spiegeln sich die Gerberhäuser in der Lauch, als hätte sie jemand für ein Aquarell aufgestellt.

Colmar und die Petite Venise
Colmar

Colmar ist mit rund 70.000 Einwohnern kompakt genug, um es an einem Tag komplett zu Fuß zu erleben – und dicht genug an Substanz, dass sich ein zweiter lohnt. Das Zentrum blieb im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont, weshalb hier mehr originale Fachwerkhäuser stehen als fast irgendwo sonst im Elsass. Vom Bahnhof sind es zehn Minuten zu Fuß in die Altstadt; Autofahrer stellen den Wagen am besten in einem der Parkhäuser am Rand ab, denn der Kern ist über weite Strecken Fußgängerzone.

Der bekannteste Winkel ist die Petite Venise, das Quartier entlang der Lauch, wo einst Gärtner und Gerber ihre Waren per Kahn transportierten. Heute gleiten flache Boote unter den Fenstern hindurch, an denen im Sommer Geranien hängen. Der Blick von der Brücke an der Rue de Turenne zählt zu den meistfotografierten Motiven Frankreichs – komm vor neun oder in der Abenddämmerung, wenn das Licht warm wird und die Kähne stillliegen, statt mittags im Gedränge.

Zwischen den Kanälen steht die Bausubstanz von Colmars goldener Zeit: das Maison Pfister von 1537 mit seinem hölzernen Erker und den Wandmalereien, das Koïfhus als altes Kaufhaus, das Maison des Têtes mit über hundert steinernen Köpfen an der Fassade. Im Unterlinden-Museum, untergebracht in einem ehemaligen Dominikanerkloster, hängt der Isenheimer Altar – Grünewalds Flügelretabel gilt als Höhepunkt der spätgotischen Malerei nördlich der Alpen und rechtfertigt den Besuch für sich allein.

Ab Ende November wird Colmar zur Weihnachtsstadt: Sechs thematische Märkte verteilen sich über die Altstadt, die Kähne der Petite Venise tragen Lichterketten, und in den Winzerhöfen fließt heißer Elsässer Glühwein. Der Andrang ist enorm, die Wochenenden im Advent sind randvoll – wer es ruhiger mag, kommt unter der Woche oder am frühen Vormittag. Als Basis für die Weinstraße liegt Colmar ideal: Riquewihr, Eguisheim und Kaysersberg erreichst du alle in unter zwanzig Minuten.

Weinstraße & Rundreise

Die Elsässer Weinstraße von Norden nach Süden

Die Route des Vins zieht sich über 170 Kilometer am Vogesenfuß entlang, von Marlenheim im Norden bis Thann im Süden, und verbindet mehr als hundert Winzerorte.

Die Elsässer Weinstraße ist Frankreichs älteste Weinroute, 1953 ausgeschildert, und die logische Achse jeder Rundreise. Sie führt nicht schnurgerade, sondern schlängelt sich am Übergang von der Ebene zu den Vogesenhängen von Dorf zu Dorf – vorbei an Rebzeilen, Winzerhöfen mit dem Schild 'Dégustation' und Burgen auf den Kuppen. Für die reine Strecke bräuchtest du drei Stunden; sinnvoll ist sie als Programm für drei bis fünf Tage, mit einem festen Standquartier in Colmar oder einem der zentralen Dörfer und Tagesschleifen nach Norden und Süden.

Das Kerngebiet liegt zwischen Sélestat und Colmar: Hier reihen sich die berühmten Namen aneinander – Riquewihr, Ribeauvillé, Hunawihr mit seiner Storchenstation, Kaysersberg, das Geburtsdorf Albert Schweitzers, und südlich von Colmar Eguisheim mit seinen konzentrischen Ringgassen. Fahr nicht alle an einem Tag ab; wähl zwei, drei Dörfer, park außerhalb der Ortskerne auf den ausgeschilderten Plätzen und geh die letzten Meter zu Fuß. Die Gassen sind eng, und in der Saison ist die Parkplatzsuche im Ort selbst aussichtslos.

Zum Wein: Das Elsass ist Weißweinland, und anders als sonst in Frankreich nennt das Etikett meist die Rebsorte. Riesling gilt als König, trocken und mineralisch; Gewürztraminer ist üppig und blumig, oft zu Foie gras oder Munster-Käse getrunken; dazu kommen Pinot Gris, der leichte Pinot Blanc und der Crémant d'Alsace, ein flaschenvergorener Schaumwein. Die 51 Grand-Cru-Lagen markieren die besten Hänge. In den Winzerhöfen ist die Verkostung meist kostenlos oder wird beim Kauf verrechnet – ein Anruf vorab schadet nicht.

Eine Warnung, die du dir zu Herzen nehmen solltest: Die Gendarmerie kontrolliert an Wochenenden gezielt auf der Weinstraße, und die Promillegrenze liegt in Frankreich bei 0,5. Wer verkosten will, bestimmt einen Fahrer, spuckt bei der Probe aus wie die Profis oder nutzt die E-Bike-Verleihe, die es in vielen Orten gibt – die Strecken zwischen den Dörfern sind flach genug und über ausgeschilderte Radwege gut zu fahren. So verbindest du Bewegung mit Verkostung, ohne am Steuer ein Risiko einzugehen.

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Dörfer

Riquewihr, Eguisheim und die schönsten Dörfer des Elsass

Hinter Colmar beginnt das Land der Winzerdörfer, in dem sich hinter jeder Ringmauer ein anderes Fachwerk-Ensemble öffnet – und jedes einen eigenen Charakter hat.

Riquewihr, Eguisheim und die schönsten Dörfer des Elsass
Dörfer

Riquewihr ist der berühmteste unter ihnen und liegt fast unverändert hinter seiner Ringmauer aus dem 13. Jahrhundert. Die Rue du Général de Gaulle steigt zwischen Winzerhäusern und Höfen zum Dolder-Turm an, dem alten Wehrturm mit Blick über die Dächer. Rundherum ziehen sich die Riesling-Lagen den Hang hinauf. Der Preis der Bekanntheit: Zwischen 11 und 17 Uhr ist die Hauptgasse in der Saison voll. Komm zum Öffnen der Läden oder bleib über Nacht, dann gehört dir das Dorf am Abend fast allein.

Eguisheim, südlich von Colmar, gilt vielen als das schönste Dorf und wurde 2013 zum 'Lieblingsdorf der Franzosen' gewählt. Seine Besonderheit ist der Grundriss: Die Gassen legen sich in konzentrischen Ringen um das Schloss in der Mitte, sodass du beim Bummeln unweigerlich im Kreis läufst, vorbei an bunt bemalten Fachwerkhäusern, deren Fenster im Sommer unter Geranien verschwinden. Über dem Dorf stehen die drei Türme der Burgen Eguisheim, ein Wanderziel mit Panoramablick über die Ebene.

Kaysersberg im Weißtal war 2017 Frankreichs Lieblingsdorf und verbindet Fachwerk mit Geschichte: Hier wurde 1875 Albert Schweitzer geboren, über dem Ort thront eine Burgruine, und die befestigte Brücke über die Weiss aus dem 16. Jahrhundert ist ein Fotomotiv für sich. Nur wenige Kilometer entfernt liegen Ribeauvillé mit seinen drei Burgen und Hunawihr, dessen Storchenstation das Wappentier des Elsass erfolgreich wieder ansiedelte – ein guter Stopp, gerade mit Kindern.

Für alle Dörfer gilt dieselbe Grundregel wie in der ganzen Region: Die Ortskerne sind für große Autos nicht gemacht, park auf den Besucherparkplätzen am Rand und geh zu Fuß hinein. Und plan nicht zu viele Dörfer pro Tag ein – zwei, höchstens drei, mit Zeit für eine Verkostung und ein Mittagessen, sind mehr wert als eine Hatz durch fünf Orte. Die kürzesten Etappen liegen bei fünf bis zehn Kilometern, aber der Reiz liegt im Verweilen, nicht im Abhaken.

Hochkönigsburg

Die Hochkönigsburg über der Rheinebene

Von der Ebene aus siehst du sie schon von Weitem: eine rote Sandsteinfestung auf bewaldetem Bergrücken, 757 Meter über dem Rhein.

Das Château du Haut-Koenigsbourg über Orschwiller ist eines der meistbesuchten Denkmäler Frankreichs und die logische Krönung jeder Weinstraßen-Tour. Die Burg geht auf das 12. Jahrhundert zurück, verfiel nach dem Dreißigjährigen Krieg und wurde ab 1900 auf Betreiben Kaiser Wilhelms II. vom Architekten Bodo Ebhardt vollständig wieder aufgebaut – ein monumentales Zeugnis der wilhelminischen Mittelalterbegeisterung, das damals wie heute nicht unumstritten ist, aber die Wehrarchitektur einer Höhenburg eindrucksvoll erlebbar macht.

Der Rundgang führt durch Wohnräume, Waffensaal, Kemenate und über die Bastion, von der du an klaren Tagen über die gesamte Rheinebene, den Schwarzwald und bis zu den Alpen blickst. Rechne mit gut anderthalb Stunden für den Besuch. Die Anfahrt erfolgt über eine kurvige Straße mit gestaffelten Parkplätzen; im Sommer und an Wochenenden füllen sich die oberen Plätze früh, dann fährt ein Shuttle von weiter unten hinauf – wer stressfrei parken will, kommt zur Öffnung um 9.15 Uhr.

Kombinier den Besuch mit einem Stopp an der Volerie des Aigles, einer Greifvogelwarte in einer benachbarten Burgruine, wo Adler und Geier im freien Flug vorgeführt werden, oder mit der Montagne des Singes, einem weitläufigen Affenwald gleich nebenan – beides funktioniert gut mit Kindern und liegt nur Minuten von der Burg entfernt. So wird aus dem Burgbesuch ein voller Tagesausflug, der sich mühelos an eine Nacht in Ribeauvillé oder Sélestat anhängen lässt.

Ein praktischer Hinweis zum Ticket: Die Burg gehört dem Département Bas-Rhin und lässt sich online mit festem Zeitfenster buchen, was in der Hochsaison Wartezeit spart. Oben ist es auch im Sommer merklich kühler und windiger als in der Ebene – eine Jacke gehört ins Gepäck. Feste Schuhe sind auf dem alten Pflaster und den Treppen ratsam. Der letzte Einlass liegt je nach Saison rund eine Stunde vor Schließung; plan den Besuch nicht auf den späten Nachmittag.

Unterkünfte

Wo du im Elsass am besten übernachtest

Abends um sieben, wenn die letzten Tagesgäste Riquewihr verlassen haben und die Winzerin nebenan noch ein Glas Crémant reicht, verstehst du, warum sich die Nacht im Dorf lohnt.

Die entscheidende Frage lautet: Stadt oder Weinstraße. Wer Straßburg und Colmar in den Mittelpunkt stellt, wohnt am besten in der jeweiligen Altstadt und geht abends zu Fuß essen – gerade Straßburg lebt nach Ladenschluss auf, und das Auto braucht man in der Stadt ohnehin nicht. Wer die Dörfer und Verkostungen sucht, nimmt ein Zimmer in einem der zentralen Weinstraßen-Orte zwischen Sélestat und Colmar und fährt sternförmig los. Colmar selbst verbindet beides, weil die Dörfer von dort in Minuten erreichbar sind.

Die elsässische Spezialität ist die Chambre d'hôtes, das französische Pendant zur Pension, oft im Haus eines Winzers. Du frühstückst mit Blick auf die Rebzeilen, der Gastgeber empfiehlt seine Lagen, und die Preise liegen deutlich unter denen der Stadthotels. Dazu kommen die Gîtes, komplette Ferienwohnungen und -häuser, ideal für Familien und längere Aufenthalte mit eigener Küche. Beide buchst du in der Hauptsaison und erst recht im Advent früh – die guten Adressen in Riquewihr oder Eguisheim sind Monate im Voraus vergeben.

In den Städten reicht das Spektrum vom einfachen Hotel garni bis zum Grandhotel; Straßburg hat als Europastadt eine breite Business-Hotellerie, die an Kongress-freien Wochenenden günstiger wird. Achte in der Altstadt auf die Park-Frage: Viele zentrale Hotels haben keinen eigenen Stellplatz, und die öffentlichen Parkhäuser schlagen mit 20 bis 30 Euro pro Nacht zu Buche. Ein Haus nahe einer Tramhaltestelle am Rand kann die bequemere und billigere Wahl sein, weil du das Zentrum in wenigen Minuten erreichst.

Die teuerste Zeit ist mit Abstand der Advent: In den vier Wochen vor Weihnachten ziehen die Preise in Colmar und Straßburg spürbar an, und viele Häuser verlangen Mindestaufenthalte am Wochenende. Wer die Weihnachtsmärkte will, aber nicht das Preisniveau, übernachtet in einem der Dörfer oder auf der deutschen Rheinseite und pendelt. Die günstigsten und ruhigsten Monate für ein Zimmer sind November vor dem Advent, Januar und Februar – dann ist auch die Verhandlungsposition am besten.

Hotels in Elsass

Alle 29 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken im Elsass

In der Winstub steht der Kelsch-Vorhang am Fenster, der Kachelofen wärmt den Raum, und der Wirt stellt die Terrine mit Baeckeoffe erst in der Mitte des Tisches ab, bevor er auftut.

Die elsässische Küche ist deftig und deutsch geprägt, aber mit französischer Feinheit. Ihr Wahrzeichen ist der Flammkuchen (Tarte flambée): hauchdünner Teig, bestrichen mit Crème fraîche, Zwiebeln und Speck, im Holzofen so kurz gebacken, dass die Ränder gerade verkohlen. Traditionell isst man ihn abends, teilt sich mehrere Bleche und bestellt sie fortlaufend nach. Die klassische Variante heißt schlicht 'nature'; wer Käse mag, nimmt die 'gratinée' mit Gruyère, und wer es süß mag, endet mit einer Apfel-Zimt-Version zum Nachtisch. Dazu ein Glas trockener Riesling oder ein Edelzwicker aus der Karaffe.

Der große Sonntagsklassiker ist der Baeckeoffe, wörtlich der 'Bäckerofen': ein Schmortopf aus drei Fleischsorten – Schwein, Rind, Lamm –, die über Nacht in Weißwein marinieren und dann stundenlang mit Kartoffeln und Zwiebeln im geschlossenen Tontopf garen. Früher trugen die Hausfrauen ihn zum Backen zum Dorfbäcker, daher der Name. Dazu kommen Choucroute – das elsässische Sauerkraut mit Würsten und Schweinefleisch, mit Riesling statt Bier gekocht – und der Coq au Riesling, das Hähnchen in Weißweinsauce.

Beim Käse führt kein Weg am Munster vorbei, einem weichen, kräftig riechenden Rohmilchkäse aus den Vogesentälern, den man mit Kümmel bestreut und klassisch zu einem Gewürztraminer isst – die Süße des Weins fängt die Würze des Käses. Zum Nachtisch gibt es den Kougelhopf, den mandelbestreuten Napfkuchen mit Rosinen, der auch zum Frühstück auf den Tisch kommt, sowie Bredele, das elsässische Weihnachtsgebäck in Dutzenden Formen, das ab Advent in jeder Bäckerei stapelweise ausliegt.

Zum Trinken bleibt es beim Wein: Das Elsass ist fast reines Weißweinland, und die Rebsorte steht groß auf dem Etikett – Riesling trocken und mineralisch, Gewürztraminer üppig, Pinot Gris kräftig, dazu der spritzige Crémant d'Alsace als Aperitif. Bier hat als Erbe der Brauerei-Tradition um Straßburg ebenfalls seinen Platz. In der Winstub, der typischen Weinstube, bestellst du den offenen Wein im 'Pichet' oder als 'Vin d'Alsace' glasweise – die entspannteste Art, sich durch die Sorten zu probieren.

Restaurants in Elsass

Alle 29 Restaurants
Mit Kindern

Elsass mit Kindern

Kaum ein Kind, das nicht am Straßenrand stehen bleibt, wenn auf dem Kirchturm von Hunawihr ein Storchenpaar klappert – das Elsass macht es Familien leicht.

Das Elsass ist eine der familienfreundlichsten Ecken Frankreichs, weil die Wege kurz sind und die Attraktionen sich gut mischen lassen. Der Höhepunkt für viele Kinder liegt bei Ungersheim: Der Freizeitpark Le Parc du Petit Prince, thematisch am 'Kleinen Prinzen' orientiert, und das benachbarte Écomusée d'Alsace, ein lebendiges Dorfmuseum mit Handwerkern, Tieren und alten Höfen, füllen zusammen einen ganzen Tag. Beide liegen nah beieinander im Süden der Region, gut erreichbar von Colmar aus.

Rund um die Hochkönigsburg bündeln sich die tierischen Ziele: Die Volerie des Aigles zeigt Greifvögel im freien Flug, die Montagne des Singes gleich nebenan lässt Besucher zwischen frei laufenden Berberaffen durch den Wald gehen, denen man Popcorn aus Mais reicht. Beides lässt sich mit dem Burgbesuch zu einem abwechslungsreichen Tag verbinden. In Hunawihr an der Weinstraße kann man in der Storchen- und Fischotterstation die Wappentiere des Elsass aus der Nähe sehen – für kleinere Kinder oft der Höhepunkt.

Auch die Städte funktionieren mit Kindern: In Colmar gleitet ihr mit dem Boot durch die Petite Venise, in Straßburg dreht Batorama seine Runde durch die Schleusen, und der Turmaufstieg im Münster ist für ältere Kinder ein Abenteuer. Setz auf einen Mix aus einer Besichtigung am Vormittag und einem aktiven Ziel am Nachmittag, statt mehrere Dörfer hintereinander abzuklappern – für Fachwerkgassen begeistern sich die wenigsten Kinder lange.

Zwei praktische Dinge erleichtern die Reise: Erstens die kurzen Fahrzeiten – zwischen den meisten Zielen liegt keine halbe Stunde, was den Frust auf der Rückbank klein hält. Zweitens die Radwege: Die flache Ebene zwischen den Dörfern ist mit einem dichten Netz beschilderter Radrouten durchzogen, und viele Orte verleihen E-Bikes samt Kindersitz oder Anhänger. Eine Etappe von Dorf zu Dorf durch die Weinberge ist für Familien oft der schönere Weg als die Fahrt im Auto.

Aktivitäten & Touren in Elsass

Alle 20 Aktivitäten
Anreise & Mobilität

Anreise ins Elsass und Mobilität vor Ort

Für viele Deutsche ist das Elsass die nächstgelegene Auslandsregion überhaupt – von Freiburg bist du in einer halben Stunde über dem Rhein.

Die Anreise ist der einfache Teil: Das Elsass grenzt auf ganzer Länge an Deutschland, und über die Rheinbrücken bei Kehl (nach Straßburg), Breisach (nach Colmar) oder Neuenburg (nach Mulhouse) bist du in Minuten drüben. Aus dem Rhein-Main-Gebiet fährst du gut zwei bis drei Stunden, aus dem Ruhrgebiet rund vier. Auf französischen Autobahnen fällt streckenweise Péage-Maut an; die A35, die das Elsass von Norden nach Süden durchzieht, ist jedoch mautfrei und verbindet Straßburg, Colmar und Mulhouse direkt.

Mit der Bahn ist Straßburg hervorragend angebunden: Der TGV aus Paris braucht ab Gare de l'Est unter zwei Stunden, und aus Deutschland fahren direkte Verbindungen über Kehl und Offenburg. Von Frankfurt erreichst du Straßburg per ICE und TGV in rund anderthalb bis zwei Stunden. Colmar und Mulhouse liegen an derselben Bahnachse und sind per Regionalzug (TER) im Halbstundentakt mit Straßburg verbunden – für eine reine Städtereise Straßburg–Colmar brauchst du kein Auto.

Für die Weinstraße und die Dörfer sieht es anders aus: Riquewihr, Eguisheim, Kaysersberg und die Hochkönigsburg liegen abseits der Bahn, Busse fahren selten und nach Schulzeiten getaktet. Wer die Region jenseits der beiden großen Städte erleben will, braucht ein Auto – ob eigenes oder gemietet. Mietwagen bekommst du günstig an den Bahnhöfen und Flughäfen; nimm die kleinste Klasse, die dein Gepäck fasst, denn die Dorfgassen und Parkplätze sind eng.

In den Städten selbst lässt du den Wagen besser stehen: Straßburg hat eine Umweltzone, für die du eine Crit'Air-Umweltplakette an der Windschutzscheibe brauchst – sie ist online vorab zu bestellen und gilt dauerhaft, ein Aufkleber, kein Papier. In Colmar besteht keine solche ZFE, aber auch dort parkst du am bequemsten am Stadtrand. Nutz die Park-and-Ride-Anlagen, deren Ticket meist die Tramfahrt ins Zentrum einschließt. So sparst du dir Parkplatzsuche und teure Innenstadt-Parkhäuser und bist trotzdem in Minuten am Münster.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Elsass – und welche Basis zu dir passt

StraßburgStraßburgDie europäische Hauptstadt an der Ill: das rosa Sandsteinmünster mit astronomischer Uhr, das Gerberviertel La Petite France und die UNESCO-Altstadt auf der Grande Île. Abends leben die Winstubs auf, im Advent leuchtet Frankreichs ältester Weihnachtsmarkt.Ideal für: Stadt & Kultur1–2 TageColmarColmarDie heimliche Hauptstadt des Fachwerks: die kanaldurchzogene Petite Venise, das Maison Pfister und Grünewalds Isenheimer Altar im Unterlinden-Museum. Kompakt zu Fuß erkundbar und der ideale Ausgangspunkt für die Weinstraße.Ideal für: Altstadt & Weinstraße1–2 TageRiquewihrRiquewihrDer berühmteste Winzerort der Weinstraße, fast unverändert hinter seiner Ringmauer aus dem 13. Jahrhundert. Die Hauptgasse steigt zwischen Winzerhöfen zum Dolder-Turm an, ringsum ziehen sich die Riesling-Lagen den Hang hinauf.Ideal für: Wein & Fachwerk½ TagEguisheimEguisheimSüdlich von Colmar gilt Eguisheim vielen als das schönste Dorf: Die Gassen legen sich in konzentrischen Ringen um das Schloss in der Mitte, bunt bemalte Fachwerkhäuser verschwinden im Sommer hinter Geranien. Über dem Ort stehen die drei Burgen.Ideal für: Ringgassen & Weinprobe½ TagObernaiObernaiIm Norden der Weinstraße, am Fuß des Odilienbergs, verbindet Obernai einen belebten Marktplatz mit Rathaus und Kapellturm, erhaltener Stadtmauer und Winzerhöfen. Weniger überlaufen als Riquewihr und ein guter Standort für die nördliche Route.Ideal für: Weinstraße im Norden½ TagMulhouseMulhouseDie Industriestadt im Süden ist kein Fachwerk-Ziel, sondern eine Museumsstadt: Die Cité de l'Automobile mit der Bugatti-Sammlung und die Cité du Train zählen zu den größten Technikmuseen Europas. Ein Kontrastprogramm zur Weinstraße, gut mit Kindern.Ideal für: Technik & Museen1 Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für das Elsass mit Wetter und Klima

Von der Rebblüte im Mai bis zum goldenen Herbstlaub in den Weinbergen liegt im Elsass ein langes, mildes Halbjahr – und im Dezember kommt mit den Weihnachtsmärkten eine ganz eigene Saison dazu.

Das Elsass liegt im Regenschatten der Vogesen und gehört zu den trockensten und sonnigsten Regionen Frankreichs – Colmar ist statistisch eine der niederschlagsärmsten Städte des Landes. Die Sommer sind warm und beständig, die Winter kalt mit gelegentlichem Frost und Schnee auf den Vogesenhöhen. Frühjahr und Herbst sind ideal für Weinstraße und Städte, der Hochsommer für lange Tage und laue Abende in den Weinstuben, und der Advent für die Christkindelsmärkte. Die Werte unten gelten für die Ebene um Colmar und Straßburg.

Jan4°-1°kalt, ruhig, nach dem Advent
Feb7°0°kühl, leere Städte
Mär12°3°erstes Grün, wechselhaft
Apr16°6°Rebstöcke treiben aus
Mai21°10°Rebblüte, mild, ideal
Jun24°13°warm, lange Tage
Jul26°15°Hochsaison, warm
Aug26°15°warm, voll in den Dörfern
Sep21°12°Weinlese, goldenes Licht
Okt15°8°buntes Herbstlaub
Nov8°3°trüb, ab Ende Advent
Dez5°0°Weihnachtsmärkte, festlich

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für das Elsass sind Mai und Juni sowie September bis Mitte Oktober: mildes Wetter, blühende oder erntereife Weinberge und weniger Andrang als im Hochsommer. Der September zur Weinlese ist der Geheimtipp für Genießer. Eine Saison für sich ist der Advent – die Weihnachtsmärkte in Colmar und Straßburg sind ein Erlebnis, dann aber mit vollen Städten, hohen Preisen und Kälte.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Elsass

Wie viele Tage braucht man für das Elsass?
Für einen ersten Überblick reichen vier bis fünf Tage: je ein Tag Straßburg und Colmar, dazu zwei bis drei Tage Weinstraße mit Dörfern und der Hochkönigsburg. Wer die Vogesen, das Écomusée und ausgiebige Verkostungen einplant, füllt bequem eine Woche, ohne dass es hektisch wird.
Braucht man im Elsass ein Auto?
Für die Städte nicht – Straßburg, Colmar und Mulhouse verbindet die Bahn im Halbstundentakt. Für die Weinstraße, die Dörfer wie Riquewihr und Eguisheim und die Hochkönigsburg schon: Dort fahren Busse selten, und die schönsten Strecken sind Landstraßen ohne dichten öffentlichen Verkehr.
Wann sind die Weihnachtsmärkte im Elsass?
Die Christkindelsmärkte laufen in der Regel von Ende November bis kurz vor oder nach Weihnachten. Straßburg hat mit dem Christkindelsmärik einen der ältesten Europas, Colmar verteilt sechs Märkte über die Altstadt. Die Wochenenden im Advent sind sehr voll – unter der Woche oder vormittags ist es ruhiger.
Was ist die beste Reisezeit für die Elsässer Weinstraße?
Mai und Juni zur Rebblüte sowie September bis Mitte Oktober zur Weinlese sind ideal: mildes Wetter, farbige Weinberge und offene Winzerhöfe. Der Hochsommer ist warm und schön, aber voller; der Winter außerhalb des Advents ist ruhig, viele Verkostungen haben dann aber verkürzte Zeiten.
Welche Dörfer im Elsass sollte man sehen?
Zu den bekanntesten zählen Riquewihr hinter seiner Ringmauer, das kreisrund angelegte Eguisheim, Kaysersberg im Weißtal und Ribeauvillé mit seinen drei Burgen. Hunawihr lohnt für die Storchenstation. Wähl zwei bis drei pro Tag mit Zeit zum Verweilen, statt fünf im Schnelldurchlauf abzuhaken.
Wie kommt man von Deutschland ins Elsass?
Sehr einfach: Das Elsass grenzt auf ganzer Länge an Deutschland, über die Rheinbrücken bei Kehl, Breisach oder Neuenburg bist du in Minuten drüben. Mit der Bahn erreichst du Straßburg per ICE und TGV, etwa aus Frankfurt in rund anderthalb bis zwei Stunden; die A35 im Elsass ist mautfrei.
Braucht man im Elsass eine Umweltplakette?
In der Umweltzone von Straßburg ja – dort brauchst du die Crit'Air-Plakette. In Colmar besteht keine solche Zone; am bequemsten parkst du ohnehin am Stadtrand und fährst mit der Tram oder dem Bus ins Zentrum. Die Plakette ist online vorab zu bestellen, kostet nur wenige Euro und gilt dauerhaft.
Was sollte man im Elsass essen?
Die Klassiker sind Flammkuchen aus dem Holzofen, der Schmortopf Baeckeoffe, Choucroute mit Würsten und der kräftige Munster-Käse. Zum Nachtisch Kougelhopf, im Advent Bredele-Gebäck. Dazu trinkt man Weißwein nach Rebsorte – Riesling, Gewürztraminer, Pinot Gris – oder Crémant d'Alsace als Aperitif.
Lohnt sich die Hochkönigsburg?
Ja – die wieder aufgebaute Festung über der Rheinebene zählt zu den meistbesuchten Denkmälern Frankreichs und lässt Wehrarchitektur einer Höhenburg eindrücklich erleben. Von der Bastion reicht der Blick bei klarem Wetter bis zu den Alpen. Buch das Zeitfenster online und komm zur Öffnung, sonst wird das Parken im Sommer eng.
Eignet sich das Elsass für Kinder?
Sehr gut: kurze Fahrzeiten, dazu der Parc du Petit Prince und das Écomusée bei Ungersheim, die Greifvogel- und Affenanlagen bei der Hochkönigsburg und die Storchenstation in Hunawihr. Bootsfahrten in Colmar und Straßburg sowie das flache Radwegenetz zwischen den Dörfern machen Familien die Region leicht.
Welche Stadt eignet sich als Standquartier?
Colmar ist der praktischste Ausgangspunkt, weil Weinstraße, Dörfer und Hochkönigsburg alle in unter zwanzig Minuten liegen und die Altstadt selbst ein Ziel ist. Straßburg passt für Städtefans mit bester Bahnanbindung. Wer ganz in den Dörfern wohnen will, wählt einen zentralen Ort zwischen Sélestat und Colmar.
Ist das Elsass teuer?
Mittelfeld mit einer teuren Ausnahme: Übernachten und Essen kosten außerhalb der Städte moderat, eine Chambre d'hôtes beim Winzer ist oft günstiger als ein Stadthotel, und in den Winstubs isst man solide für 20 bis 35 Euro. Deutlich teurer wird es nur zur Adventszeit in Colmar und Straßburg.
Spricht man im Elsass Deutsch?
Amtssprache ist Französisch, und im Alltag wird Französisch gesprochen. Der elsässische Dialekt, ein alemannisches Deutsch, lebt vor allem bei Älteren und in den Dörfern weiter. In den Touristenorten, Hotels und Restaurants kommst du mit Deutsch fast überall zurecht – ein paar französische Höflichkeitsfloskeln werden trotzdem gern gesehen.
Kann man die Weinstraße mit dem Fahrrad fahren?
Ja, das ist eine der schönsten Arten, das Elsass zu erleben: Die flache Ebene zwischen den Dörfern ist mit beschilderten Radrouten durchzogen, und viele Orte verleihen E-Bikes. So verbindest du Bewegung mit Verkostung, ohne nach dem Glas Riesling ans Steuer zu müssen – die Promillegrenze liegt in Frankreich bei 0,5.
ElsassZwischen den Vogesenhängen und dem Rhein reiht sich im Elsass ein Fachwerkdorf ans nächste, über blumengeschmückten Gassen und Weinbergen.

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