Region · Frankreich

Loiretal

Zwischen Chambords Dächerwald und den Weinkellern von Vouvray zieht sich der letzte große Wildfluss Europas durch das Tal der Könige.

7 Städte37 Sehenswürdigkeiten36 Hotels
Überblick

Deine Loiretal auf einen Blick

Beste Reisezeit
April – Juni & September – Oktober
Anreise
TGV ab Paris nach Tours/Saint-Pierre-des-Corps in rund 1 Std.; nächste Großflughäfen Paris (CDG/ORY) und Nantes-Atlantique (NTE)
Sprache
Französisch (klassisches „Hochfranzösisch“ der Touraine)
Vor Ort
Mietwagen für die Schlösser empfehlenswert; Regionalzüge verbinden Tours, Amboise, Blois und Orléans; ideal per Loire à Vélo
Wichtigster Tipp
Chambord und Chenonceau früh morgens besuchen und über die Schlösser verteilt planen, nicht alle an einem Tag
Währung & Sprache
Euro · Französisch (die Touraine gilt als Land des reinsten Französisch)
Die Region

Was Loiretal ausmacht

Das Loiretal ist für viele der Inbegriff des höfischen Frankreich: ein breiter, langsam strömender Fluss, an dessen Ufern über drei Jahrhunderte hinweg mehr als ein Dutzend Renaissance-Schlösser entstanden. Chambord erhebt sich mit seinem Dächerwald und der Doppelwendeltreppe aus den Wäldern der Sologne, Chenonceau spannt sich auf Bögen über den Cher, und in Amboise liegt Leonardo da Vinci begraben. Dazwischen reifen die Weine von Vouvray, Chinon und Bourgueil, ziehen Tuffsteinhöhlen und Troglodyten-Dörfer in die weichen Kalkhänge, und auf der Loire à Vélo radelst du fast eben von Schloss zu Schloss. Tours ist das lebendige Zentrum der Touraine, Orléans erinnert an Jeanne d'Arc, Saumur an die Reitkunst des Cadre Noir. Wer hierher reist, folgt einer UNESCO-Kulturlandschaft auf rund 280 Kilometern durch Renaissance, Wein und das weiche Licht des Gartens Frankreichs.

Reiseführer

Loiretal von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kurz hinter Blois biegt die Landstraße von der Loire weg in einen Eichenwald, und plötzlich steht Chambord da — ein weißes Schloss mit einem Dächerwald aus Türmchen und Kaminen, so überladen, dass es fast unwirklich wirkt. Das Loiretal beginnt nicht an einem Ortsschild, sondern in dem Moment, in dem du begreifst, dass hier über drei Jahrhunderte ganze Königshöfe ihr Geld in Stein und Garten verbaut haben – und dass zwischen den Schlössern der Fluss, der Wein und das weiche Licht mindestens so viel erzählen wie die Zimmerfluchten.

Schlösser & Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Loire-Schlösser und Sehenswürdigkeiten im Überblick

Zwischen Orléans und Angers stehen auf gut 200 Kilometern mehr als ein Dutzend Schlösser dicht an dicht – die Kunst besteht darin, sich nicht an allen zu übernehmen.

Zwei Namen musst du gesehen haben, und sie könnten unterschiedlicher kaum sein: Chambord, der gewaltige Jagdpalast von François I. mitten in einem ummauerten Wald, und Chenonceau, das schmale Schloss, das sich auf Bögen über den Fluss Cher spannt. Beide verkaufen Tickets online, und gerade Chenonceau staut sich zwischen 11 und 15 Uhr in der Galerie über dem Wasser – geh früh zur Öffnung oder in der letzten Stunde, dann bekommst du die Räume fast für dich. Rechne für jedes der großen Schlösser inklusive Park und Anfahrt einen halben Tag, nicht bloß eine Stunde.

Danach wird es persönlicher, je nachdem, was dich zieht. Cheverny ist bis heute bewohnt und diente als Vorlage für Schloss Mühlenhof aus den Tim-und-Struppi-Bänden; im Hof lebt eine Meute Jagdhunde, deren Fütterung zur festen Uhrzeit stattfindet. Villandry ist wegen seiner Renaissance-Gärten berühmt, in denen Gemüse in geometrischen Beeten wächst wie ein Teppich. Chaumont-sur-Loire richtet von Frühjahr bis Herbst ein internationales Gartenfestival aus, und Azay-le-Rideau steht so im Wasser der Indre, dass es sich vollständig spiegelt.

Der häufigste Fehler ist die Übersättigung: Drei Schlösser an einem Tag, und ab dem zweiten verschwimmen Wendeltreppen und Wandteppiche zu Brei. Plane pro Tag ein großes Schloss plus höchstens ein kleineres oder einen Garten, dazwischen ein langes Mittagessen im Dorf. Die meisten Schlösser öffnen ganzjährig, im Winter mit verkürzten Zeiten; die Innenräume von Chambord und Blois lohnen sich auch bei Regen, während Villandry und Chaumont ihren Reiz aus den Gärten ziehen und eher gutes Wetter verlangen.

Wer die wehrhaftere, ältere Loire sucht, fährt flussaufwärts oder an die Nebenflüsse: Die Festung von Chinon über der Vienne ist der Ort, an dem Jeanne d'Arc 1429 den späteren König Karl VII. traf, bevor sie nach Orléans zog. Das Schloss von Angers verbirgt hinter siebzehn Rundtürmen den Wandteppich der Apokalypse, das größte erhaltene mittelalterliche Bildgewebe Europas. Und die Königsabtei Fontevraud bei Saumur birgt die Grabmäler der Plantagenets – hier liegen Richard Löwenherz und Eleonore von Aquitanien.

Sehenswürdigkeiten in Loiretal

Alle 37 Sehenswürdigkeiten
Chambord

Schloss Chambord und die Doppelwendeltreppe von François I.

Von der Zufahrt aus wächst Chambord langsam über die Baumwipfel, bis der ganze Dächerwald aus Türmchen, Kaminen und Laternen vor dir liegt – 440 Räume für ein Schloss, in dem nie jemand dauerhaft wohnte.

Schloss Chambord und die Doppelwendeltreppe von François I.
Chambord

François I. ließ Chambord ab 1519 als Jagd- und Prunkschloss in die sumpfige Sologne setzen, weniger zum Wohnen als zum Beeindrucken – der König verbrachte über seine ganze Regierungszeit hinweg insgesamt kaum mehr als zwei Monate hier. Das Herzstück ist die doppelläufige Wendeltreppe im zentralen Turm: zwei Spiralen, die sich umeinander winden, ohne sich zu treffen, sodass zwei Menschen gleichzeitig hinauf- und hinabsteigen und sich nur durch die Fensterschlitze sehen. Die Idee wird gern Leonardo da Vinci zugeschrieben, der zu dieser Zeit im nahen Amboise lebte; belegt ist seine Urheberschaft nicht, plausibel schon.

Über der Treppe öffnet sich die berühmte Dachterrasse, und genau dorthin solltest du zuerst steigen. Zwischen den steinernen Kaminen und Ziertürmchen hindurch schaute der Hof früher der Jagdgesellschaft zu, die aus dem Wald zurückkam – heute überblickst du von hier den ganzen Park und verstehst erst, wie theatralisch das ganze Bauwerk gedacht war. Innen sind viele Säle bewusst leer oder nur teilmöbliert; Chambord wurde jahrhundertelang kaum genutzt, und die Leere macht die Architektur eher lesbarer als ärmer.

Der Schlosspark ist mit rund 5.400 Hektar der größte umschlossene Waldpark Europas, eingefasst von einer etwa 32 Kilometer langen Mauer. Ein großer Teil ist Wildreservat mit Rothirschen und Wildschweinen, die du von Aussichtskanzeln beobachten kannst, besonders zur Brunft im September. Du kannst Fahrräder oder Elektroboote leihen und den Park abseits des Schlosses erkunden – gerade mit Kindern lohnt das mehr als die dritte Zimmerflucht. Für die Anfahrt: Chambord liegt abseits der Bahn, du brauchst Auto, Rad oder einen Shuttle ab Blois.

Praktisch gilt: Der Eintritt ins Schloss ist kostenpflichtig, das Betreten des Parks zu Fuß oder mit dem Rad dagegen frei; bezahlt wird vor allem das Parken. Buche das Zeitfenster in der Hauptsaison online vor, und komm entweder gleich zur Öffnung oder am späten Nachmittag, wenn die Reisebusse abgefahren sind und das flache Licht die helle Fassade warm färbt. In der Saison zeigen die Écuries du Maréchal de Saxe im Marstall täglich eine Reitvorführung, bei der Pferde und Reiter im Innenhof arbeiten – schön anzusehen, aber entsprechend gefragt.

Chenonceau

Chenonceau, das Schloss der Frauen über dem Cher

Am Ende der langen Platanenallee steht Chenonceau nicht am Ufer, sondern mitten im Fluss – eine gewölbte Galerie, die den Cher auf fünf Bögen überspannt und sich im ruhigen Wasser doppelt.

Chenonceau, das Schloss der Frauen über dem Cher
Chenonceau

Chenonceau heißt das 'Schloss der Damen', weil es über Generationen von Frauen geprägt wurde. Katharina Briçonnet ließ es ab 1513 errichten, Diane de Poitiers, die Favoritin Heinrichs II., legte den Garten am Ufer an und ließ die Brücke über den Cher bauen. Als der König starb, verdrängte seine Witwe Katharina von Medici die Rivalin, setzte auf die Brücke die zweistöckige Galerie und schuf den zweiten großen Garten. Diese Frauengeschichte ist kein Beiwerk, sondern der rote Faden, an dem entlang du die Räume liest.

Der Höhepunkt ist die schwarz-weiß geflieste Galerie über dem Wasser: 60 Meter lang, an beiden Seiten von Fenstern gerahmt, unter denen der Cher träge dahinfließt. Im Ersten Weltkrieg diente sie als Lazarett, im Zweiten verlief die Demarkationslinie zwischen besetzter und freier Zone genau durch den Fluss – die Galerie wurde zum heimlichen Übergang für Menschen auf der Flucht. Steh einmal am Fenster und schau flussabwärts, statt nur die Wandteppiche abzugehen; das Bauwerk lebt von seinem Verhältnis zum Wasser.

Die beiden Gärten flankieren das Schloss wie zwei Handschriften: Der Garten der Diane de Poitiers ist streng und weit, der Katharinas von Medici verspielter und intimer. Beide werden bis heute aufwendig bepflanzt, und die Blumen aus dem Schlossgarten stecken frisch geschnitten in den Räumen – Chenonceau leistet sich eine eigene Floristik. Nimm dir Zeit für den Küchentrakt in den Brückenpfeilern unter der Galerie, wo Kupfertöpfe und Backöfen zeigen, wie ein Schlosshaushalt praktisch funktionierte.

Zur Orientierung: Das Schloss heißt Chenonceau ohne x, das Dorf drumherum Chenonceaux mit x – eine Marotte, die auf einen Adligen zurückgehen soll, der sich vom Ortsnamen abheben wollte. Der Bahnhof im Dorf liegt in Laufweite, sodass du Chenonceau als eines der wenigen großen Schlösser ohne Auto erreichst, etwa mit dem Regionalzug ab Tours. Buche vorab, denn die schmale Galerie fasst nur begrenzt Menschen, und an Sommernachmittagen staut es sich spürbar.

Amboise & da Vinci

Amboise und Leonardo da Vinci im Clos Lucé

Über der Loire liegt Amboise auf einem Felssporn, und in der kleinen Kapelle Saint-Hubert, gleich am Eingang des Schlosses, ruht seit über 500 Jahren Leonardo da Vinci.

1516 lud der junge François I. den alternden Leonardo da Vinci an seinen Hof und quartierte ihn im Herrenhaus Clos Lucé ein, wenige Hundert Meter vom Königsschloss entfernt – ein unterirdischer Gang soll die beiden verbunden haben. Da Vinci brachte drei Gemälde mit, darunter die Mona Lisa, die auf diesem Weg nach Frankreich und später in den Louvre gelangte. Im Clos Lucé verbrachte er seine letzten drei Jahre, arbeitete an Ideen statt an Aufträgen und starb hier 1519. Sein Grab liegt heute in der Kapelle Saint-Hubert im Château Royal d'Amboise.

Das Clos Lucé ist heute ein Museum, das weniger Gemälde zeigt als Erfindungen: Nach da Vincis Skizzen gebaute Modelle von Flugmaschinen, Kriegsgerät und Wasserpumpen stehen in den Räumen und im weitläufigen Park, wo Kinder viele davon selbst ausprobieren dürfen. Das macht Amboise zu einem der familientauglichsten Stopps im ganzen Tal – ein Nachmittag im Park mit den Maschinen bricht die Reihe der Prunksäle angenehm auf. Plane für Clos Lucé und Park mindestens zwei Stunden ein.

Das Château Royal selbst war eine der bevorzugten Residenzen der französischen Krone, bevor der Hof sich Richtung Paris verlagerte. Von der Terrasse und den runden Reitertürmen, durch die früher Pferde bis nach oben geführt wurden, blickst du weit über die Loire und die Dächer der Stadt. Amboise ist außerdem ein guter Ort zum Übernachten: Die Altstadt ist zu Fuß erkundbar, es gibt Restaurants und Weinbars, und von hier erreichst du Chenonceau, Chambord, Blois und Tours jeweils in unter einer Dreiviertelstunde.

Amboise liegt an der Bahnlinie OrléansTours–Nantes und ist damit auch ohne Auto erreichbar; der Bahnhof liegt am anderen Ufer, verbunden über die Brücke und die Loire-Insel. Wer mit dem Rad unterwegs ist, findet die Stadt direkt an der Loire à Vélo, und die Etappe von Amboise nach Chaumont-sur-Loire und weiter nach Blois gilt als eine der schönsten des ganzen Radwegs. Für den Weingenuss liegt Vouvray am gegenüberliegenden Ufer nur wenige Kilometer flussabwärts.

Rundreise

Loiretal-Rundreise: die schönste Route in einer Woche

Die klassische Loire-Schleife folgt dem Fluss von Orléans über Blois und Amboise nach Tours und Saumur – rund 150 Kilometer, auf denen sich fast alle großen Schlösser aufreihen.

In sieben bis acht Tagen fährst du die Route, die dem Flusslauf folgt und dabei kaum eine Ikone auslässt: Start in Orléans mit seiner Jeanne-d'Arc-Geschichte, dann Blois mit dem vierflügeligen Königsschloss, ein Abstecher nach Chambord und Cheverny, weiter nach Amboise mit Clos Lucé, hinüber nach Chenonceau, dann Tours als lebendiges Zentrum der Touraine mit Villandry und Azay-le-Rideau im Umland, und zum Abschluss Saumur mit seinem Schaumwein und der Abtei Fontevraud. Wer mehr Zeit hat, hängt Chinon und Angers flussabwärts an.

Wechsle nicht jede Nacht die Unterkunft. Zwei Standquartiere reichen für die ganze Schleife: eines im Raum Blois oder Amboise für die östliche Hälfte mit Chambord, Cheverny und Chenonceau, ein zweites in oder um Tours für die westliche Hälfte mit Villandry, Azay-le-Rideau und Saumur. Von dort fährst du sternförmig los, die Etappen bleiben meist unter 45 Minuten, und abends sitzt du wieder an derselben Terrasse, statt den Koffer erneut auszupacken. Gerade mit Kindern spart das viele Nerven.

Kombiniere die Verkehrsmittel, statt dich auf eines zu versteifen. Die Städte Orléans, Blois, Amboise, Tours und Saumur liegen alle an der Bahnlinie entlang der Loire und sind untereinander günstig per Regionalzug verbunden – das Auto brauchst du vor allem für die abseits gelegenen Schlösser wie Chambord, Cheverny und Villandry, die kein Zug erreicht. Manche Reisende mischen bewusst: Basis mit Bahnanbindung, ein Leihrad für die flussnahen Schlösser und ein Mietwagen nur für die zwei, drei Tage im Hinterland.

Plane bewusst Pausen zwischen den Schlössern ein, sonst kippt die Reise in Abhaklogik. Ein langes Mittagessen in einem Dorf, eine Stunde am sandigen Loire-Ufer, eine Weinprobe in einem Tuffkeller – das sind die Momente, an die du dich später erinnerst, nicht die zwölfte Wendeltreppe. Wer im Herbst fährt, legt die Route so, dass die Weinlese und die Hirschbrunft im Park von Chambord in die Reise fallen; im Frühsommer lohnt die Ausrichtung auf die Gärten von Villandry und Chaumont in voller Blüte.

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Loire à Vélo

Mit dem Rad auf der Loire à Vélo

Kein Berg, kaum Autos, alle paar Kilometer ein Schloss: Die Loire à Vélo ist der Grund, warum viele das Tal überhaupt erst auf dem Sattel entdecken.

Die Loire à Vélo ist ein durchgehend ausgeschilderter Radweg von rund 900 Kilometern, der dem Fluss von Cuffy nahe Nevers bis zur Atlantikmündung bei Saint-Brevin folgt und Teil der europäischen EuroVelo-6-Route von der Atlantik- zur Schwarzmeerküste ist. Das Kernstück durch die Schlösserregion – grob zwischen Orléans, Blois, Amboise, Tours und Saumur – ist fast eben, führt über ruhige Uferwege, alte Deiche und kleine Landstraßen und verbindet die großen Schlösser wie an einer Perlenschnur. Die Beschilderung mit dem Logo ist so gut, dass du kaum eine Karte brauchst.

Für Familien und Gelegenheitsradler sind einzelne Tagesetappen ideal: Von Blois nach Chambord und zurück, von Amboise über Chaumont-sur-Loire nach Blois oder von Tours nach Villandry und Azay-le-Rideau sind gut machbare Strecken zwischen 20 und 40 Kilometern, an deren Ende jeweils ein Schloss wartet. Weil der Weg dem Fluss folgt, gibt es keine nennenswerten Steigungen; die einzige echte Anstrengung ist manchmal der Gegenwind, der die Loire entlangzieht. Viele planen ihre Etappen deshalb flussabwärts nach Westen.

Wer mehrtägig fährt, profitiert von der Infrastruktur: Entlang der Route tragen viele Unterkünfte, Cafés und Werkstätten das Label 'Accueil Vélo', das Radfahrer mit Werkzeug, sicherer Abstellmöglichkeit und Gepäcktransport willkommen heißt. Leihräder, auch E-Bikes, bekommst du in Orléans, Blois, Tours und Saumur, oft mit Einweg-Rückgabe an einer anderen Station – so musst du nicht dieselbe Strecke zurück. Ein Gepäcktransfer von Unterkunft zu Unterkunft nimmt dir das Gewicht ab und macht auch längere Touren familientauglich.

Kombiniere Rad und Bahn, das ist im Loiretal ausdrücklich vorgesehen. Die Regionalzüge entlang des Flusses nehmen Fahrräder mit, sodass du eine Etappe radeln und für die Rückfahrt in den Zug steigen kannst – praktisch, wenn Wetter oder Beine nicht mehr wollen. Die beste Zeit für den Radweg sind Mai, Juni und September: mild, lange hell und ohne die Hitze des Hochsommers, in der die schattenlosen Deichabschnitte zäh werden. Nimm trotzdem Sonnenschutz und genug Wasser mit, denn Schatten ist am offenen Fluss knapp.

Aktivitäten & Touren in Loiretal

Alle 19 Aktivitäten
Wein & Keller

Die Weine des Loiretals von Vouvray bis Chinon

In den Tuffsteinhöhlen unter den Weinbergen hält sich das ganze Jahr eine kühle, feuchte Luft – der ideale Keller, den die Natur hier gleich mitgeliefert hat.

Das Loiretal ist Weißweinland mit ein paar großen Roten dazwischen. Der Star unter den Weißen ist der Chenin Blanc: In Vouvray und Montlouis am Ufer bei Tours ergibt er alles vom knochentrockenen Stillwein über edelsüße Spätlesen bis zum spritzigen Schaumwein – je nach Jahrgang und Ausbau. Probier bewusst einen trockenen ('sec') neben einem halbtrockenen ('demi-sec'), um die Bandbreite derselben Traube zu schmecken. Die Weine sind oft erstaunlich langlebig und vertragen Jahre auf der Flasche.

Bei den Roten dominiert der Cabernet Franc, der hier schlanker und kräuteriger schmeckt als im Bordeaux. Chinon und Bourgueil an der Vienne und der Loire bringen die bekanntesten Vertreter hervor, Saumur-Champigny die etwas rundere Variante weiter westlich. Diese Rotweine sind meist leicht genug, um sie im Sommer sogar leicht gekühlt zu trinken – ungewöhnlich für Rotwein, aber zu den Flusstischen des Tals passt es. Dazu kommt aus Saumur der Crémant, ein Schaumwein aus klassischer Flaschengärung, der oft deutlich weniger kostet als sein Vorbild aus der Champagne.

Weit flussaufwärts, näher an Bourges als an den Schlössern, liegen Sancerre und Pouilly-Fumé – hier ist nicht Chenin, sondern Sauvignon Blanc zu Hause, mineralisch und rauchig, klassischer Begleiter zum Ziegenkäse Crottin de Chavignol aus demselben Winkel. Diese Weinorte sind ein Ausflug für sich und passen eher ans Ende einer Reise, wenn du ohnehin Richtung Burgund weiterfährst. Für die Schlösserregion selbst reichen Vouvray, Chinon und Saumur, um die Vielfalt der Loire im Glas zu haben.

Zur Praxis der Weinprobe: Viele Winzer in Vouvray und Saumur keltern und lagern in Höhlen, die direkt in den weichen Tuffstein getrieben wurden – eine Verkostung dort ist zugleich ein kleines Höhlenerlebnis bei konstant kühlen Temperaturen, also nimm eine Jacke mit. Ruf vorab an oder buche online, gerade bei kleineren Gütern; dann nimmt sich jemand Zeit und erklärt die Lagen. Ab Hof kaufst du günstiger als im Handel, und viele Betriebe versenden auch nach Deutschland, falls der Kofferraum schon voll ist.

Unterkünfte

Unterkünfte im Loiretal zwischen Schlosshotel und Weingut

Am Abend, wenn die letzten Busse abgefahren sind und das Schloss gegenüber angestrahlt wird, entscheidet sich, ob du in der Stadt oder auf dem Land besser aufgehoben bist.

Die naheliegendste Wahl ist ein Standquartier in einer der Loire-Städte: Tours, Amboise, Blois oder Saumur haben Altstädte, in denen du abends zu Fuß essen gehst, dazu einen Bahnhof für autofreie Ausflüge. Tours bietet die größte Auswahl vom Boutique-Hotel im Fachwerkviertel bis zur Ferienwohnung, Amboise und Blois sind kleiner und schlossnah, Saumur liegt schon im weinlastigen Westen. Für eine Rundreise ohne tägliches Umziehen ist ein Stadtquartier mit Bahnanschluss oft die praktischste Basis.

Wer das höfische Thema fortsetzen will, übernachtet im Schloss selbst: Viele Herrenhäuser und kleinere Châteaux vermieten heute als Hotel oder Chambre d'hôtes – das französische Pendant zum gehobenen Bed & Breakfast, oft familiengeführt und mit Frühstück im Gewölbesaal. Das ist stimmungsvoll und muss nicht extrem teuer sein, wenn du kleinere Häuser abseits der berühmten Namen wählst. Lies die Lagebeschreibung genau: 'im Grünen' bedeutet hier meist, dass du für jedes Restaurant das Auto brauchst.

Auf dem Land ist das Weingut die charmante Variante. Rund um Vouvray, Chinon und Saumur bieten Winzer Gästezimmer oder Gîtes – möblierte Ferienhäuser zur Selbstversorgung – mitten in den Reben an, oft mit Verkostung des eigenen Weins am Abend. Für Familien und Gruppen ist ein Gîte praktisch: eigene Küche für die Marktbeute, Platz für alle, keine festen Frühstückszeiten. Viele vermieten wochenweise von Samstag zu Samstag, und die guten Objekte für die Sommermonate sind früh vergeben – buche rechtzeitig.

Camping ist an der Loire gut ausgebaut, viele Plätze liegen direkt am Fluss oder auf den Inseln, einige in Laufweite der Schlösser von Amboise, Blois oder Saumur. Wer ohne Ausrüstung reist, mietet ein Mobilheim oder ein ausgestattetes Zelt. Praktisch für Radreisende: Zahlreiche Campingplätze und Unterkünfte entlang der Loire à Vélo tragen das Label 'Accueil Vélo' mit sicherem Radabstellplatz und Werkzeug. Reservier für Juli und August früh, das sind auch hier die vollsten und teuersten Wochen.

Hotels in Loiretal

Alle 36 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen und Trinken im Loiretal

Auf dem Wochenmarkt in Tours liegt der Ziegenkäse in allen Reifegraden nebeneinander, vom kreidig-frischen bis zum steinharten – die Touraine misst ihre Küche gern in Käse und Fluss.

Die Touraine gilt als Garten Frankreichs, und das schmeckt man zuerst am Ziegenkäse. Der Sainte-Maure de Touraine ist eine längliche Rolle mit einem Strohhalm durch die Mitte, der Selles-sur-Cher aschebestäubt, der Valençay geformt wie eine gekappte Pyramide – bestell dir zum Wein eine Käseplatte quer durch die Region und lass dir die Reifegrade erklären. Dazu passt der örtliche Chenin oder Sauvignon fast von selbst; kaum eine Kombination ist so eng verwachsen wie Loire-Ziegenkäse und Loire-Weißwein.

Aus der Wurstküche kommen zwei Klassiker aus Tours: Rillettes, ein streichzartes Mus aus langsam im eigenen Fett zerfallenem Schweinefleisch, das auf frisches Baguette gehört, und Rillons, größere gebräunte Fleischstücke aus demselben Verfahren. Dazu isst du Fouées oder Fouaces – kleine, im Ofen aufgeblähte Teigtaschen, die warm aufgeschnitten und gefüllt werden, ein altes Gericht, das schon Rabelais erwähnte. In den Troglodyten-Restaurants rund um Saumur werden die Fouées oft direkt im Höhlenofen gebacken.

Der Fluss kommt ebenfalls auf den Teller: Sandre, der Zander, wird klassisch mit Beurre blanc serviert, jener luftigen Buttersauce mit Schalotten und Weißwein, die an der unteren Loire erfunden wurde. Aus der Sologne, dem Waldland rund um Chambord, kommt im Herbst Wild – Reh, Hirsch, Wildschwein – dazu Pilze, die hier reichlich wachsen. Und die berühmte Tarte Tatin, die kopfüber gebackene Apfeltarte mit karamellisiertem Boden, wurde einer Legende nach im Sologne-Ort Lamotte-Beuvron von den Schwestern Tatin aus Versehen erfunden.

Zum Markt: Fast jede Stadt hat ihre Halle oder ihren Wochenmarkt, und in Tours lohnt sich der Bummel durch die überdachten Markthallen besonders. Kauf dort Käse, Rillettes, Brot und Obst zusammen und mach ein Picknick am Loire-Ufer oder im Schlosspark daraus – oft das entspannteste Mittagessen einer Schlössertour. Für den Abend reservierst du in den kleineren Orten besser vor, gerade außerhalb der Saison, wenn viele Restaurants nur an bestimmten Tagen öffnen und montags oft ganz geschlossen bleiben.

Restaurants in Loiretal

Alle 33 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise ins Loiretal und Mobilität vor Ort

Von Paris braucht der TGV bis Tours gut eine Stunde – kaum steigst du aus, bist du mitten in der Touraine, und die Frage ist nur noch, ob du dir ein Auto oder ein Rad dazunimmst.

Am schnellsten kommst du mit der Bahn: Von Deutschland reist du per ICE oder TGV nach Paris, wechselst dort auf den Bahnhof Montparnasse und nimmst den TGV, der Tours in gut einer Stunde erreicht – die Schnellzüge halten meist am Bahnhof Saint-Pierre-des-Corps am Stadtrand, von dort pendelt ein Anschluss ins Zentrum. Der Pariser Bahnhofswechsel kostet Zeit, plane für die Fahrt durch Paris großzügig. Auch Orléans, Blois, Amboise und Saumur sind mit Umstieg gut per Zug erreichbar.

Mit dem Auto fährst du von Paris über die A10, die 'L'Aquitaine', die direkt an Orléans, Blois und Tours vorbeiführt – gut zwei Stunden bis Tours. Wie fast überall in Frankreich sind die Autobahnen mautpflichtig; bezahlt wird an Péage-Stationen an der Schranke per Karte oder mit einem elektronischen Badge, der die Durchfahrt ohne Halt erlaubt. Kalkuliere die Maut in die Fahrtkosten ein und halte für die Barzahlung Kleingeld bereit, auch wenn die meisten Stationen Karten akzeptieren. Kostenlose Nebenstrecken sind eine Alternative, dauern aber länger.

Vor Ort entscheidet die Reiseform über das Verkehrsmittel. Die Schlösser an der Bahnlinie – Chenonceau, Blois, Amboise, Saumur, Chinon, Azay-le-Rideau – erreichst du per Regionalzug, teils mit kurzem Fußweg. Aber die abgelegenen Prunkstücke wie Chambord, Cheverny und Villandry liegen ohne Bahnanschluss im Grünen; dafür brauchst du Auto, Leihrad oder einen der saisonalen Schlossbus-Shuttles, die ab Blois oder Tours fahren. Ein Mietwagen ab Bahnhof Tours ist die flexibelste, aber nicht die einzige Lösung.

Für viele ist die Kombination ideal: Bahn bis in eine Loire-Stadt, dort ein Leihrad für die flussnahen Schlösser über die Loire à Vélo und ein Mietwagen nur für die zwei, drei Tage, an denen du ins Hinterland zu Chambord und Cheverny willst. Wer ganz ohne Auto reist, deckt mit Zug, Rad und den saisonalen Shuttlebussen die meisten großen Schlösser ab – nur die entlegensten bleiben dann außen vor. Ein kleiner Regionalflughafen bei Tours existiert, wird aus Deutschland aber kaum direkt angeflogen; der Weg über Paris ist meist der praktischere.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Loiretal – und welche Basis zu dir passt

ToursToursDie lebendige Hauptstadt der Touraine mit Fachwerkviertel um die Place Plumereau, der Kathedrale Saint-Gatien und den überdachten Markthallen. Gut eine TGV-Stunde von Paris und der beste Ausgangspunkt für Schlösser und Weingüter der Umgebung.Ideal für: Basis & Stadtleben2 TageAmboiseAmboiseKönigsschloss über der Loire, in dessen Kapelle Leonardo da Vinci begraben liegt, plus das Clos Lucé mit seinen begehbaren Erfindungsmodellen. Kompakte Altstadt, gut zu Fuß, an der Bahnlinie und direkt an der Loire à Vélo gelegen.Ideal für: da Vinci & Familien1 TagBloisBloisDas Königsschloss vereint vier Baustile um einen Hof, dessen offene Wendeltreppe von François I. das Wahrzeichen ist. Ideale Basis für Chambord und Cheverny, dazu die Maison de la Magie gegenüber und Gassen, die zur Loire hinabführen.Ideal für: Schlossgeschichte1 TagChambordChambordDer gewaltige Jagdpalast von François I. mit Dächerwald und Doppelwendeltreppe, umgeben vom größten umschlossenen Waldpark Europas. Für die Anfahrt brauchst du Auto, Rad oder Shuttle – der Park zu Fuß und mit dem Rad ist frei zugänglich.Ideal für: das Schloss der Schlösser½ TagOrléansOrléansDie Stadt der Jeanne d'Arc, die sie 1429 aus der Belagerung befreite – jedes Jahr Anfang Mai erinnern die Fêtes johanniques daran. Kathedrale Sainte-Croix, restaurierte Altstadt und das östliche Tor der Loire-Schlösserregion.Ideal für: Geschichte & Auftakt1 TagSaumurSaumurWeißes Tuffstein-Schloss, die Reitschule Cadre Noir und kilometerlange Weinkeller im Fels: Saumur steht für Schaumwein aus Flaschengärung und Champignons aus den Höhlen. Die Königsabtei Fontevraud mit den Plantagenet-Gräbern liegt gleich nebenan.Ideal für: Wein & Reitkunst1 TagChenonceauxChenonceauxDas Dorf am gleichnamigen Schloss, das sich mit seiner Galerie über den Fluss Cher spannt. Der Bahnhof liegt in Laufweite des Schlosseingangs, sodass du Chenonceau als eines der wenigen großen Schlösser bequem ohne Auto erreichst.Ideal für: Schloss über dem Fluss½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für das Loiretal: Wetter und Klima im Jahreslauf

Zwischen dem ersten Grün im April und dem goldenen Licht im Oktober liegt das halbe Jahr, in dem das Loiretal am schönsten ist – der Hochsommer ist warm, aber selten drückend.

Das Klima im Loiretal ist gemäßigt-ozeanisch: milde, feuchte Winter ohne strenge Kälte, ein grünes, wechselhaftes Frühjahr, angenehm warme Sommer meist um die 25 Grad und ein langer, oft sonniger Herbst mit der Weinlese. Die beste Reisezeit hängt vom Plan ab – für Schlösser, Gärten und den Radweg sind Frühling und Frühherbst ideal, weil es dann weder zu heiß noch zu voll ist. Die Werte unten gelten für Tours; an der Loire selbst kann es morgens neblig und kühl sein, bevor sich der Tag aufklart.

Jan8°2°Nebensaison, ruhig
Feb9°2°kühl, leere Schlösser
Mär13°4°erstes Grün
Apr16°6°Gärten erwachen
Mai20°9°Gärten in Blüte, ideal
Jun24°12°lange helle Tage
Jul26°14°Hochsaison, warm
Aug26°14°voll, oft heiter
Sep22°11°Weinlese, ideal
Okt17°8°goldenes Herbstlicht
Nov11°4°feucht, still
Dez8°3°kühl, festlich

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für das Loiretal sind Mai und Juni sowie September: warm genug für den Radweg und lange Abende, kühl genug für Schlossbesichtigungen, dazu blühende Gärten im Frühsommer und Weinlese im September. Juli und August sind gut fürs Radeln und Baden, aber die berühmten Schlösser sind dann am vollsten. Im Winter besuchst du Chambord und Blois fast für dich allein, musst aber mit verkürzten Öffnungszeiten und geschlossenen Gärten rechnen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Loiretal

Wie viele Tage braucht man für das Loiretal?
Für die großen Schlösser plane mindestens vier bis fünf Tage: zwei für Chambord, Blois und Cheverny im Osten, zwei bis drei für Amboise, Chenonceau, Tours und Villandry im Westen. Mit einer Woche kommen Saumur, Chinon und ein paar ruhige Radetappen entspannt dazu.
Welche Loire-Schlösser sollte man auf keinen Fall verpassen?
Chambord mit seiner Doppelwendeltreppe und Chenonceau, das auf Bögen über den Cher gebaut ist, sind die beiden unverzichtbaren. Dazu kommt Amboise mit Leonardo da Vincis Grab und Clos Lucé, das vierflügelige Blois und – für die Gärten – Villandry und Chaumont-sur-Loire.
Braucht man im Loiretal ein Auto?
Für die flussnahen Schlösser nicht: Chenonceau, Blois, Amboise und Saumur liegen an der Bahn. Für Chambord, Cheverny und Villandry im Hinterland schon – dorthin fährt kein Zug. Viele kombinieren Bahn, Leihrad über die Loire à Vélo und einen Mietwagen nur für die abgelegenen Schlösser.
Wann ist die beste Reisezeit für das Loiretal?
Mai und Juni sowie September: 20 bis 25 Grad, blühende oder erntereife Gärten, lange Abende und weniger Andrang als im Hochsommer. Für den Radweg und Picknicks am Fluss sind auch Juli und August gut, dann sind die berühmten Schlösser aber am vollsten.
Wie kommt man von Paris ins Loiretal?
Am schnellsten mit dem TGV ab Paris-Montparnasse: In gut einer Stunde bist du in Tours, meist am Bahnhof Saint-Pierre-des-Corps mit Anschluss ins Zentrum. Mit dem Auto führt die A10 in rund zwei Stunden über Orléans und Blois nach Tours, mit Péage-Maut auf der Autobahn.
Was ist der Loire-Radweg und für wen eignet er sich?
Die Loire à Vélo ist ein rund 900 Kilometer langer, durchgehend ausgeschilderter Radweg entlang des Flusses, fast eben und Teil der EuroVelo 6. Das Kernstück verbindet die Schlösser zwischen Orléans und Saumur und eignet sich durch die flachen Etappen auch gut für Familien.
Wo liegt Leonardo da Vinci begraben?
Im Château Royal d'Amboise, in der kleinen Kapelle Saint-Hubert am Schlosseingang. Seine letzten drei Lebensjahre verbrachte da Vinci ab 1516 im nahen Herrenhaus Clos Lucé, wohin ihn König François I. geholt hatte; er starb dort 1519 und brachte unter anderem die Mona Lisa nach Frankreich.
Welche Weine trinkt man im Loiretal?
Weiße aus Chenin Blanc rund um Vouvray und Montlouis, von trocken bis edelsüß und als Schaumwein, dazu Rote aus Cabernet Franc aus Chinon, Bourgueil und Saumur-Champigny. Weiter flussaufwärts kommen die Sauvignon-Weine aus Sancerre und Pouilly-Fumé dazu.
Muss man die Schlösser vorab buchen?
In der Hauptsaison von Frühjahr bis Herbst ja, zumindest für Chambord und Chenonceau: Zeitfenster-Tickets online ersparen dir die Warteschlange, und die schmale Galerie von Chenonceau staut sich mittags spürbar. Komm möglichst zur Öffnung oder in der letzten Stunde vor Schließung.
Welche Stadt eignet sich am besten als Standquartier?
Tours ist die beste Basis: zentral, gut ans Bahnnetz angebunden und mit der größten Auswahl an Unterkünften und Restaurants. Für die östlichen Schlösser um Chambord ist Blois oder Amboise praktischer. Zwei Standquartiere reichen für die ganze Schlösserregion aus.
Kann man das Loiretal mit Kindern bereisen?
Gut sogar: Das Clos Lucé in Amboise lässt Kinder da Vincis Maschinen ausprobieren, im Park von Chambord kann man radeln und Boot fahren, und Cheverny hält eine Hundemeute. Ein Ferienhaus oder Campingplatz mit Pool als Basis und höchstens ein Schloss pro Tag halten die Laune stabil.
Ist das Loiretal teuer?
Mittelfeld: Schlosseintritte liegen meist im niedrigen zweistelligen Eurobereich pro Person, Essen und Übernachten sind auf dem Land oft günstiger als in Paris. Teuer wird es vor allem mit vielen Schlössern hintereinander – ein Kombi- oder Passeport-Ticket für mehrere Schlösser kann sich dann lohnen.
LoiretalZwischen Chambords Dächerwald und den Weinkellern von Vouvray zieht sich der letzte große Wildfluss Europas durch das Tal der Könige.
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