Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Paris
Um kurz nach neun liegt der Vorplatz von Notre-Dame noch halb im Schatten, und du hörst die Möwen über der Seine, bevor die ersten Reisegruppen von den Brücken herüberkommen.
Fang auf der Île de la Cité an, der Insel mitten in der Seine, auf der Paris vor über zweitausend Jahren entstand. Notre-Dame de Paris ist nach dem Brand von 2019 seit Dezember 2024 wieder geöffnet – der Innenraum erstrahlt nach der Restaurierung heller als zuvor, der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos, in der Saison solltest du aber vorab online ein Zeitfenster reservieren, um die lange Schlange zu umgehen. Gleich nebenan lohnt die Sainte-Chapelle mit ihren fünfzehn Meter hohen Glasfenstern; an einem sonnigen Vormittag steht der ganze Oberraum in blauem und rotem Licht.
Vom Fluss aus ordnest du die Stadt am schnellsten: Eine Fahrt mit dem Bateau-Mouche oder der Batobus-Fähre zieht dich in gut einer Stunde am Louvre, am Musée d'Orsay, am Eiffelturm und an Notre-Dame vorbei, und du verstehst plötzlich, wie nah die berühmten Punkte beieinander liegen. Wer lieber läuft, nimmt die Uferwege: Vom Pont Neuf, der ältesten Brücke der Stadt, sind es keine zwanzig Minuten am Wasser entlang bis zum Louvre, vorbei an den grünen Bücherkästen der Bouquinistes, die seit dem 16. Jahrhundert am Seineufer stehen.
Die klassische Achse Richtung Westen führt vom Louvre durch den Jardin des Tuileries über die Place de la Concorde mit ihrem ägyptischen Obelisken die Champs-Élysées hinauf zum Arc de Triomphe. Der Triumphbogen steht mitten im zwölfstraßigen Kreisverkehr Place de l'Étoile – überquere ihn niemals oberirdisch, sondern nimm die Unterführung. Von der Aussichtsplattform oben blickst du auf das strahlenförmige Straßennetz, das Haussmann anlegte, und weiter zur modernen Grande Arche im Büroviertel La Défense.
Plane nicht mehr als zwei große Häuser pro Tag und dazwischen ein Viertel zum Durchatmen: nach dem Louvre das Marais mit der Place des Vosges, nach dem Eiffelturm der Park am Marsfeld, nach Montmartre ein Abstecher in den Canal Saint-Martin. Paris belohnt das Bummeln mehr als das Abhaken – die Museen laufen dir nicht weg, und die schönsten Stunden entstehen oft nicht vor einem Wahrzeichen, sondern auf einer Caféterrasse, von der du einfach nur das Kommen und Gehen beobachtest.

























