Region · Frankreich

Côte d'Azur

Zwischen den Kieselstränden von Nizza, dem Casino von Monte-Carlo und den Bergdörfern über dem Meer reiht die Côte d'Azur einen Sehnsuchtsort an den nächsten.

8 Städte49 Sehenswürdigkeiten43 Hotels
Überblick

Deine Côte d'Azur auf einen Blick

Beste Zeit
Mai bis Oktober; Frühling und Herbst besonders angenehm und weniger überlaufen
Gut für
Strände, Städtebummel, Kunst, Bergdörfer im Hinterland, Tagesausflüge nach Monaco
Anreise
Flughafen Nizza Côte d'Azur (NCE), Frankreichs drittgrößter; TGV ab Paris nach Nizza in ca. 5,5 Std.; Küstenbahn verbindet die Orte
Basis
Nizza als zentraler Ausgangspunkt; Antibes oder Menton als ruhigere Alternativen
Tipp
Mit Bahn oder Bus statt Auto an der Küste unterwegs sein – Parken ist knapp und teuer
Lage
Mittelmeerküste im Südosten
Die Region

Was Côte d'Azur ausmacht

Die Côte d'Azur ist Frankreichs mondäne Mittelmeerküste vom Golf von Saint-Tropez am Massif des Maures bis zur italienischen Grenze, mit der Kernachse zwischen Cannes und Menton: Nizza mit der kilometerlangen Promenade des Anglais und den blauen Stühlen über der Baie des Anges, das Filmfestspiel-Cannes mit der Croisette, das Fürstentum Monaco mit Casino und Formel-1-Kurs und das Yacht-Saint-Tropez am Golf. Dahinter klettern Bergdörfer wie Èze und Saint-Paul-de-Vence an die Felsen, in Grasse pressen die Parfümeure Jasmin und Rose zu Essenzen, und in Menton reifen Zitronen fast bis zur italienischen Grenze. Dazu kommt eine Küche aus Socca, Salade niçoise und Rosé aus der Provence – eine Region, die im Frühjahr und Herbst am schönsten und im Hochsommer am vollsten ist.

Reiseführer

Côte d'Azur von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kurz hinter Cannes kippt die Autobahn ans Meer, und plötzlich liegt das Blau da, das der Küste ihren Namen gab – so satt und metallisch, dass es kitschig wirken würde, hätte es der Schriftsteller Stéphen Liégeard nicht schon 1887 in Worte gefasst. Die Côte d'Azur beginnt nicht an einem Ortsschild, sondern in dem Moment, in dem die Palmen ans Ufer rücken, die Corniche sich in die Felsen schraubt und unter dir zum ersten Mal ein Yachthafen aufblitzt.

Sehenswürdigkeiten

Nizza und die schönsten Sehenswürdigkeiten der Côte d'Azur

Früh um acht, wenn die ersten Marktstände auf dem Cours Saleya noch Blumen auspacken, hast du die blauen Stühle der Promenade des Anglais fast für dich allein.

Nizza ist der beste Startpunkt, und die Stadt lässt sich zu Fuß erschließen. Die Promenade des Anglais zieht sich sieben Kilometer an der Baie des Anges entlang; setz dich in einen der berühmten blauen Stühle und schau aufs Meer, das hier nicht auf Sand, sondern auf handgroße Kiesel (galets) läuft – Badeschuhe sind keine schlechte Idee. Dahinter beginnt die Vieille Ville mit ockergelben Fassaden, engen Gassen und dem Cours Saleya, wo morgens der Blumen- und Gemüsemarkt steht und montags die Antiquitäten. Steig danach die Rampe zur Colline du Château hinauf: Oben liegt kein Schloss mehr, aber der Blick über die ganze Bucht und die roten Dächer der Altstadt.

Wer Kunst mag, fährt mit dem Bus auf den Hügel Cimiez über der Stadt. Dort stehen zwei kostenlose bis günstige Häuser dicht beieinander: das Musée Matisse in einer ockerroten Villa zwischen Olivenbäumen, in der Matisse Papierschnitte und Gemälde hinterließ, und das Musée National Marc Chagall mit dem großen Zyklus biblischer Botschaften. Beide sind selten überlaufen, und zwischen ihnen liegen die Ruinen des römischen Cemenelum mit Amphitheater und Thermen. Nizza war lange savoyisch und erst ab 1860 französisch – das erklärt die italienisch anmutende Küche und die barocken Kirchen der Altstadt.

Von Nizza aus liegen die klassischen Ziele der Küste in Reichweite eines Tagesausflugs, und viele erreichst du mit Zug oder Bus statt mit dem Auto. Nach Monaco und Menton fährt der Regionalzug in einer knappen halben bzw. dreiviertel Stunde entlang der Küste, mit Halten direkt am Wasser. Villefranche-sur-Mer liegt nur eine Zugstation entfernt und schiebt seine bunten Häuser um eine tiefe Reede – dort ankern die Kreuzfahrtschiffe, weil das Wasser so tief ist. Wer die Bergdörfer Èze und Saint-Paul-de-Vence sehen will, braucht dagegen entweder den Bus mit knapper Taktung oder ein Auto für die Serpentinen.

Plane die großen Sehenswürdigkeiten nach Tageszeit statt nach Liste. Die Küstenorte füllen sich ab dem späten Vormittag mit Tagesausflüglern und Kreuzfahrtgruppen; die stille Stunde ist der frühe Morgen und der Abend nach 18 Uhr, wenn die Busse abfahren und das Licht warm über die Fassaden fällt. In Nizza selbst lohnt der Sonnenuntergang vom Château-Hügel oder von der Mole hinter dem Hafen, wenn sich die ganze Baie des Anges in Rosa und Kupfer taucht und die ersten Lichter der Promenade angehen.

Sehenswürdigkeiten in Côte d'Azur

Alle 49 Sehenswürdigkeiten
Monaco & Monte-Carlo

Monaco – das Fürstentum zwischen Casino und Grand Prix

Um kurz vor zwölf sammeln sich die Kameras vor dem Palais Princier, dann marschiert die Wachablösung auf – zwei Quadratkilometer Staat, in denen jede Straße bergauf oder bergab führt.

Monaco – das Fürstentum zwischen Casino und Grand Prix
Monaco & Monte-Carlo

Monaco ist kein Teil Frankreichs, sondern ein eigener souveräner Staat – das zweitkleinste Land der Welt nach dem Vatikan, regiert vom Haus Grimaldi seit dem 13. Jahrhundert, heute unter Fürst Albert II. Auf gut zwei Quadratkilometern drängen sich Hochhäuser, Yachthäfen und Steuerflüchtlinge; Einkommensteuer zahlen die Einwohner keine. Vom französischen Nachbarort trennt dich nur eine unsichtbare Grenze – der Regionalzug aus Nizza hält mitten im Fels, und der unterirdische Bahnhof spuckt dich per Rolltreppe ins Zentrum. Ein Auto brauchst du hier nicht, im Gegenteil: Parken ist teuer und die Wege sind kurz, aber steil, weshalb öffentliche Aufzüge die Stadtteile verbinden.

Das Herz des Mythos ist Monte-Carlo mit dem 1863 gegründeten Casino, dem Charles Garnier – der Architekt der Pariser Oper – ab 1878 seine Belle-Époque-Fassade und den Opernsaal (Salle Garnier) gab. Der Platz davor ist eine Bühne für Supersportwagen; hinein darfst du ab 18 Jahren mit Ausweis und ordentlicher Kleidung, und der Eintritt in die historischen Säle kostet auch ohne Spielabsicht. Gleich nebenan liegen das Hôtel de Paris und das Café de Paris. Wer lieber schaut als spielt, bleibt draußen und beobachtet das Kommen und Gehen – der teuerste Fußgängerkorso der Küste, gratis.

Auf dem Felsen Monaco-Ville, dem historischen Kern, liegen der Fürstenpalast mit der täglichen Wachablösung um 11:55 Uhr, die Kathedrale mit den Gräbern von Fürst Rainier III. und Grace Kelly und das Ozeanografische Museum, das der Meeresforscher-Fürst Albert I. hoch über die Klippe bauen ließ. Sein Aquarium und die Haibecken sind ein sicherer Treffer mit Kindern. Zwischen Rocher und Monte-Carlo liegt der Yachthafen Port Hercule, an dem Ende Mai die Formel 1 vorbeidonnert: Der Grand Prix von Monaco führt mitten durch die Straßen, an der Haarnadel vorm Fairmont-Hotel und durch den Tunnel am Meer.

Für einen Besuch reicht ein Tag, oft sogar ein halber. Verbinde Monaco mit Menton oder Èze zu einem Ausflug entlang der Küste, denn übernachten ist hier teuer und wenig gemütlich. Der einzige öffentliche Sandstrand liegt am Larvotto, ansonsten dominiert Beton und Glas. Wer den Kontrast mag, fährt danach die Moyenne Corniche hinauf nach Èze und blickt aus dem Bergdorf auf die Türme des Fürstentums hinab – von oben sieht Monaco fast klein aus.

Cannes & Saint-Tropez

Cannes und Saint-Tropez zwischen Croisette und Yachthafen

In Cannes stehen die Sonnenschirme in Reih und Glied vor den Grandhotels, in Saint-Tropez klimpern die Fallen an den Masten – zwei Bühnen für denselben Glamour, dreißig Fahrminuten und eine ganze Welt auseinander.

Cannes lebt vom Boulevard de la Croisette, der eleganten Uferstraße mit Palmen, Grandhotels wie dem Carlton und feinem Sandstrand – anders als Nizza hat Cannes echten Sand, teils aufgeschüttet, teils natürlich. Im Zentrum thront das Palais des Festivals, wo im Mai die Filmfestspiele den roten Teppich ausrollen; die Handabdrücke der Stars sind ins Pflaster davor eingelassen. Steig hinauf ins alte Viertel Le Suquet mit der Kirche Notre-Dame-de-l'Espérance und dem Blick über den Hafen und die Bucht. Vom Quai legen tagsüber die Boote zu den Îles de Lérins ab: Auf Sainte-Marguerite saß der Mann mit der eisernen Maske gefangen, auf Saint-Honorat keltern Zisterziensermönche bis heute Wein und Likör.

Cannes ist gut mit der Bahn erreichbar und funktioniert auch ohne Auto; die Regionalzüge halten hier auf der Strecke zwischen Nizza und Fréjus. Neben dem Trubel der Croisette hat die Stadt einen Werktagsmarkt in der Halle Forville und ein ruhiges Wohnviertel am Hang. Wer im Mai während des Festivals kommt, sollte wissen: Die Filmvorführungen sind für die Branche reserviert, aber die Stadt selbst ist frei zugänglich, die Hotelpreise ziehen dafür kräftig an und die Croisette ist abgesperrt und voll.

Saint-Tropez liegt am anderen Ende der Küste, auf seiner Halbinsel am eigenen Golf am östlichen Rand des Massif des Maures, und ist genau das Problem: Es gibt keine Bahnlinie, und die einzige Straße staut sich im Sommer über Stunden. Entspannter kommst du mit dem Boot – von Sainte-Maxime, Saint-Raphaël oder Nizza fahren Fähren direkt in den Alten Hafen, wo die Megayachten Heck an Heck liegen und ihre Salons zur Promenade öffnen. Hinter dem Hafen beginnt das Fischerdorf, das der Maler Paul Signac entdeckte und Brigitte Bardot in den Sechzigern zur Legende machte: ockerfarbene Häuser, der Platz Place des Lices mit Boule-Spielern unter Platanen und das Musée de l'Annonciade mit Pointillisten in einer alten Kapelle.

Die berühmten Strände liegen nicht in Saint-Tropez selbst, sondern ein paar Kilometer südlich an der Baie de Pampelonne: ein fünf Kilometer langer Sandbogen mit legendären Strandclubs wie dem Club 55 und der Tahiti-Plage, dazwischen aber auch frei zugängliche öffentliche Abschnitte. Der Küstenwanderweg (Sentier du Littoral) führt von der Zitadelle über der Stadt an Buchten entlang bis nach Pampelonne – ein schattenarmer, aber lohnender Fußweg fernab des Verkehrs. Komm im Juni oder September: Im Juli und August ist der Golf verstopft, teuer und laut.

Antibes & Menton

Antibes und Menton an der östlichen Riviera

Zwischen Nizza und der italienischen Grenze reihen sich die Orte, in denen die Riviera noch nach Alltag riecht – Marktschreier in Antibes, Zitronenduft in Menton und dazwischen tiefe Buchten und Villengärten.

Antibes liegt zwischen Nizza und Cannes und ist entspannter als beide. Hinter den Wällen der Altstadt drängt sich der überdachte Marché Provençal am Cours Masséna, wo morgens Gemüse, Käse und Sardellen verkauft werden. Gleich dahinter, im Schloss Grimaldi über dem Meer, richtete Picasso 1946 ein Atelier ein; heute ist es das Musée Picasso mit Werken aus genau diesem Sommer. Am Rand der Altstadt liegt Port Vauban, einer der größten Yachthäfen des Mittelmeers, an dem die wirklich großen Boote festmachen. Wer wandern will, umrundet auf dem Küstenpfad das Cap d'Antibes mit seinen Villen und Pinien; der Nachbarort Juan-les-Pins füllt sich im Juli beim Jazzfestival unter den Pinien.

Antibes ist per Regionalzug gut angebunden und liegt zentral für Ausflüge nach beiden Seiten. Die Strände sind gemischt: teils Sand in der Bucht von Juan-les-Pins, teils Kies und Felsplateaus am Kap. Die Altstadt selbst hat mit der Cathédrale und den Gassen um den Marktplatz ein ruhiges, wohnliches Flair, das den Grandhotel-Orten fehlt – ein guter Standort, wenn du die Küste erkunden willst, ohne im teuersten Zentrum zu übernachten.

Menton ganz im Osten ist der wärmste Ort der Küste, geschützt von den Bergen und nur einen Steinwurf von Italien entfernt. Die Stadt der Zitronen feiert im Februar die Fête du Citron mit riesigen Figuren aus Zitrusfrüchten – ein Erbe der subtropischen Gärten, die Engländer und Russen hier im 19. Jahrhundert anlegten. Die pastellfarbene Altstadt stapelt sich zur barocken Basilika Saint-Michel-Archange hinauf, deren Vorplatz aus schwarz-weißen Kieselmosaiken über dem Meer liegt. Der Maler und Dichter Jean Cocteau hinterließ hier ein eigenes Museum und schmückte den Trausaal des Rathauses aus.

Rund um Menton lohnen die Gärten: die Serre de la Madone und der Jardin Val Rahmeh mit subtropischen Pflanzen, die dank des Mikroklimas im Freien gedeihen. Weil die Grenze so nah ist, machen viele einen Abstecher nach Italien – der große Freitagsmarkt im nur wenige Kilometer entfernten Ventimiglia zieht Franzosen wie Deutsche an, und mit dem Regionalzug bist du in Minuten drüben. Menton selbst ist ruhiger und günstiger als Nizza oder Monaco und ein guter Ausgangspunkt für die östliche Riviera.

Bergdörfer

Èze und Saint-Paul-de-Vence über dem Meer

Wenige Kilometer hinter der Küste hört das Blau auf und das Grau der Felsen beginnt: Hier kleben die Dörfer aus dem Mittelalter an den Hängen, weil man sie damals vor den Piraten in Sicherheit bringen musste.

Èze und Saint-Paul-de-Vence über dem Meer
Bergdörfer

Èze liegt wie ein Adlernest 400 Meter über dem Meer, zwischen Nizza und Monaco an der Moyenne Corniche. Durch das Dorftor windet sich eine autofreie Gasse aus Kopfsteinpflaster steil bergauf, vorbei an Ateliers und Läden, bis ganz oben der Jardin Exotique zwischen Kakteen und Agaven den vielleicht weitesten Blick der Küste bietet – an klaren Tagen bis nach Korsika. Am Fuß des Dorfes liegt eine Parfümerie (Fragonard), die den Ort gut vermarktet; entsprechend voll ist es mittags. Wer will, steigt den Sentier Friedrich Nietzsche hinunter nach Èze-sur-Mer, benannt nach dem Philosophen, der hier Teile des Zarathustra ersann – der Abstieg dauert gut eine Stunde und ist schattenarm.

Saint-Paul-de-Vence im Hinterland hinter Nizza ist das Künstlerdorf der Küste: eine komplette Wehrmauer umschließt einen einzigen langen Gassenzug voller Galerien. In der Auberge La Colombe d'Or zahlten mittellose Maler wie Picasso, Matisse und Braque einst mit Bildern für Kost und Logis – heute hängt die Sammlung noch immer an den Wänden des Restaurants. Am Ortsrand liegt die Fondation Maeght, eines der wichtigsten Häuser für moderne Kunst in Europa, mit Skulpturen von Giacometti und Miró im Pinienpark. Auf dem Friedhof liegt Marc Chagall begraben, der die letzten Jahrzehnte hier lebte.

Beide Dörfer leiden unter ihrem eigenen Ruhm: Zwischen 11 und 17 Uhr schieben sich die Reisegruppen durch die schmalen Gassen. Die Lösung ist dieselbe wie überall an der Küste – komm früh am Morgen oder bleib bis in den Abend, wenn die Busse weg sind und die Galerien im warmen Licht öffnen. In Saint-Paul lohnt eine Übernachtung, denn nach Ladenschluss gehören die Wehrmauern und der Blick übers Land fast dir allein.

In Reichweite liegen weitere Bergdörfer, die weniger überlaufen sind: Vence mit der von Matisse gestalteten Rosenkranzkapelle, Gourdon auf seinem Felsvorsprung über den Gorges du Loup und Mougins über Cannes, wo Picasso seine letzten Jahre verbrachte. Und in Grasse, der Parfümhauptstadt der Welt, kannst du bei Fragonard, Molinard oder Galimard hinter die Kulissen der Duftindustrie blicken und im Internationalen Parfümmuseum lernen, wie aus Tonnen von Jasmin und Rosen ein paar Tropfen Essenz werden.

Strände & Baden

Die schönsten Strände der Côte d'Azur

Ein Missverständnis sei vorweg ausgeräumt – an der berühmtesten Badeküste Frankreichs liegt vor Nizza kein Sand, sondern faustgroßer Kies, und wer Puderstrand sucht, muss wissen, wohin er fährt.

Die Strände der Côte d'Azur teilen sich grob in zwei Familien. Im Osten, von Nizza über Villefranche bis Menton, dominiert der Kiesel: Die Baie des Anges in Nizza ist ein langer, öffentlicher Kieselstrand mit einigen privaten Abschnitten (plages privées) dazwischen, wo du gegen Gebühr Liege und Schirm mietest. Kiesel klingt unbequem, hat aber Vorteile – das Wasser bleibt glasklar, weil nichts aufwirbelt. Nimm Badeschuhe mit, das erspart dir die Tortur über die heißen Steine. In der geschützten Bucht von Villefranche-sur-Mer gibt es dagegen einen der wenigen echten Sandstrände des Ostens, flach abfallend und familientauglich.

Im Westen, ab Antibes über Cannes bis Saint-Tropez, wird der Sand häufiger. Juan-les-Pins bei Antibes, die Croisette in Cannes und vor allem die fünf Kilometer der Plage de Pampelonne bei Saint-Tropez bieten feinen Sand – Pampelonne ist der Inbegriff des Riviera-Strandtags, mit legendären Beach-Clubs neben frei zugänglichen öffentlichen Abschnitten. Wer es wilder mag, fährt ins Massif de l'Esterel zwischen Cannes und Saint-Raphaël, wo rote Porphyrfelsen ins türkise Wasser fallen und kleine Buchten (calanques) zum Schnorcheln einladen.

Ein paar Buchten abseits der großen Namen lohnen den Umweg. Am Cap Ferrat, der Halbinsel zwischen Nizza und Monaco, versteckt sich die Plage de Paloma, umgeben von Villengärten; über den Küstenpfad umrundest du die ganze Landzunge zu Fuß. In Monaco ist der Larvotto der einzige öffentliche Strand, künstlich aufgeschüttet und im Sommer voll. Und rund ums Cap d'Antibes wechseln sich winzige Felsbuchten mit Plateaus ab, von denen die Einheimischen ins tiefe Wasser springen. Für Ruhe gilt überall: je weiter du von der nächsten Bahnstation und dem nächsten Parkplatz weg bist, desto leerer der Strand.

Zur Wassertemperatur: Das Mittelmeer braucht bis in den Juni, um sich aufzuheizen, hält die Wärme dafür bis in den Oktober. Von Ende Juni bis September badest du bei 22 bis 25 Grad, im Hochsommer auch darüber. Achte im Juli und August auf die Belegung – die stadtnahen Strände von Nizza und Cannes sind an Wochenenden bis auf den letzten Kiesel besetzt. Früh morgens vor 10 Uhr oder am späten Nachmittag ist es entspannter, und viele private Strandbäder vermieten Halbtagestickets, wenn du nicht den ganzen Tag bleiben willst.

Aktivitäten & Touren in Côte d'Azur

Alle 25 Aktivitäten
Rundreise & Route

Côte d'Azur-Rundreise entlang der drei Corniches

Zwischen Nizza und Monaco stapeln sich drei Straßen übereinander in den Fels – und welche du wählst, entscheidet, ob deine Rundreise ein Transit oder ein Erlebnis wird.

Die klassische Achse der Côte d'Azur ist die Küste zwischen Cannes im Westen und Menton an der italienischen Grenze im Osten – gut 70 Kilometer, die du in einer Woche entspannt abfährst. Eine bewährte Route: zwei Nächte Nizza als Basis für Stadt, Cimiez und die östlichen Ausflüge, dann weiter über Villefranche, Èze und Monaco nach Menton, mit einem Abstecher ins Hinterland nach Saint-Paul-de-Vence, Vence und Grasse. Für Saint-Tropez am westlichen Ende planst du einen eigenen Block ein, weil es abseits der Bahnlinie und im Sommer schwer erreichbar ist – am besten per Boot von Sainte-Maxime aus.

Das landschaftliche Herzstück sind die drei Corniches zwischen Nizza und Monaco, drei parallele Straßen auf verschiedenen Höhen. Die Basse Corniche (Corniche Inférieure) verläuft am Wasser durch Villefranche, Beaulieu und Cap-d'Ail – langsam, ampelreich, aber mit Meeresblick. Die Moyenne Corniche schwingt sich auf mittlerer Höhe an Èze vorbei und bietet die berühmten Panoramen. Die Grande Corniche ganz oben folgt einer alten Römerstraße bis zum Aussichtsdorf La Turbie mit seinem antiken Siegesdenkmal (Trophée des Alpes). Fahr im Idealfall die eine Richtung oben, die andere unten – so siehst du beide Perspektiven auf denselben Küstenabschnitt.

Ob du ein Auto brauchst, hängt vom Plan ab. Die Küstenstädte von Cannes über Nizza und Monaco bis Menton verbindet der Regionalzug (TER) dicht und günstig, oft im Halbstundentakt und mit Halten direkt am Meer – für eine reine Städtereise reichen Bahn und gelegentlich der Bus. Sobald du aber die Bergdörfer Èze, Saint-Paul-de-Vence, Grasse oder die Corniches selbst fahren willst, wird das Auto zum Vorteil. Rechne im Sommer mit zäher Verkehrslage: Die Küstenstraßen und die Zufahrt nach Saint-Tropez stauen sich, und Parkplätze in den Altstädten sind knapp und teuer.

Wer mehr Zeit hat, hängt zwei Kontraste an. Nach Westen führt die Küste ins Massif de l'Esterel mit den roten Felsen und weiter Richtung Provence. Nach Norden steigt das Land schnell in die Voralpen: Vom Küstenstreifen erreichst du in gut anderthalb Stunden die Schluchten des Verdon oder die Bergdörfer des Hinterlands, wo es im Sommer deutlich kühler ist. So kombinierst du Strandtage mit einem Ausflug in die Berge, ohne das Quartier an der Küste aufzugeben.

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Unterkünfte

Hotels und Ferienwohnungen an der Côte d'Azur

Abends um sieben, wenn die Fensterläden noch die Tageshitze speichern und unten am Hafen die ersten Terrassen füllen, entscheidet die Lage deiner Unterkunft, ob du zu Fuß mitten drin bist oder oben am Hang festsitzt.

Nizza ist für die meisten die vernünftigste Basis: Die Stadt hat die größte Auswahl an Hotels aller Preisklassen, ist per Bahn und Bus mit der ganzen Küste verbunden und hat einen eigenen Flughafen vor der Tür. Wer ohne Auto reist, wohnt hier am flexibelsten – von der Budget-Bleibe hinter dem Bahnhof bis zum Belle-Époque-Palast an der Promenade. Achte auf die Lage zwischen Vieille Ville und Bahnhof; dort bist du zu Fuß am Meer, an den Märkten und an den Zügen. Ferienwohnungen sind in Nizza reichlich vorhanden und oft günstiger als ein Hotelzimmer für Familien.

In den kleineren Orten kostet die Nähe zum Wasser Aufpreis. In Cannes, Antibes oder Menton triffst du auf eine Mischung aus Stadthotels und Apartments; Menton und Antibes sind spürbar günstiger als Cannes oder gar Monaco und trotzdem gut an die Bahn angebunden. Monaco selbst ist als Übernachtungsort teuer und wenig gemütlich – die meisten besuchen es als Tagesausflug und schlafen in Nizza oder Menton. Für Saint-Tropez gilt: In der Hauptsaison sind Zimmer knapp und die Preise gehören zu den höchsten Frankreichs; günstiger wohnst du in Sainte-Maxime gegenüber und setzt mit dem Boot über.

Wer Ruhe und Aussicht sucht, geht ins Hinterland. In den Bergdörfern wie Saint-Paul-de-Vence, Vence oder rund um Grasse liegen kleine Hotels und Gîtes (Ferienhäuser), von denen du morgens über die Hügel zur Küste blickst und abends nach Ladenschluss die Gassen fast für dich hast. Der Preis ist ein Auto und ein paar Fahrminuten mehr ans Meer – dafür bekommst du Stille, Sterne und Zikaden statt Verkehr. Auch Campingplätze gibt es im Hinterland und an der westlichen Küste rund um Antibes und im Esterel.

Ein ehrlicher Rat zur Saison: Zwischen Juni und September ziehen die Preise an der ganzen Küste stark an, und die guten Adressen sind früh ausgebucht – während der Filmfestspiele in Cannes (Mai) und um den Formel-1-Grand-Prix in Monaco (Ende Mai) explodieren sie regelrecht und ganze Orte sind wochenlang voll. Reist du im April, Mai oder Oktober, zahlst du oft deutlich weniger, hast dieselben Orte bei angenehmerem Wetter und musst nicht Monate im Voraus buchen.

Hotels in Côte d'Azur

Alle 43 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken an der Côte d'Azur

Am Stand auf dem Cours Saleya schneidet der Verkäufer ein Stück Socca vom Blech, streut Pfeffer darüber und reicht es dir auf Papier – das erste, was du an der Küste essen solltest, kostet keine drei Euro.

Die Küche der Côte d'Azur ist die cuisine niçoise, geprägt von der langen Zugehörigkeit zu Savoyen und der Nähe zu Ligurien. Das Wahrzeichen ist die Socca: ein dünner Fladen aus Kichererbsenmehl und Olivenöl, im Holzofen kross gebacken und heiß, mit Pfeffer bestreut, direkt vom Blech gegessen. Dazu die echte Salade niçoise – ohne gekochtes Gemüse, mit Tomaten, Ei, Sardellen oder Thunfisch, Oliven und Bohnen – und der Pan Bagnat, dieselbe Idee als getränktes Sandwich für den Strand. In den Bäckereien liegt die Pissaladière, ein Zwiebelkuchen mit Sardellen und Oliven, und die Tourte de blettes, ein süß-salziger Mangoldkuchen.

Am Meer landet der Fisch auf dem Teller: gegrillte Dorade oder Loup de mer (Wolfsbarsch), kleine Tintenfische und in den besseren Häusern die Bouillabaisse, die eigentlich aus Marseille stammt, aber die ganze Küste erobert hat – ein aufwendiger Fischeintopf, den man ehrlicherweise vorbestellen und für den man zahlen muss. Günstiger und alltäglicher isst du in den kleinen Restaurants der Altstädte, wo mittags ein Menü (formule) zu festem Preis über die Karte läuft. In Nizzas Vieille Ville reihen sich die Lokale dicht; meide die Terrassen mit Schleppern davor und geh dahin, wo Franzosen sitzen.

Getrunken wird Rosé, und zwar richtig kühl: Die Provence ist das Kernland des blassrosa Roséweins, und an der Côte d'Azur ist er das Sommergetränk schlechthin. Dazu kommen die Weine der nahen AOCs Bellet (direkt bei Nizza) und die Côtes de Provence aus dem Hinterland von Saint-Tropez. Der Aperitif der Region ist der Pastis, ein Anisschnaps, den du mit Wasser und viel Eis trübst. Und wer nach dem Essen einen Espresso bestellt, bekommt oft ein Stück Gebäck der Region dazu.

Zum Süßen lohnt der Blick nach Osten: In Menton reifen die berühmten Zitronen, aus denen Konfitüren, Tartes und Liköre entstehen, und in den Confiserien der Küste kandieren die Betriebe Früchte (fruits confits) in Zuckerlösung – eine alte Spezialität, deren Zentrum das nahe Apt in der Provence ist. In Nizza probierst du in einer Confiserie am Hafen die kandierten Früchte und Blüten. Und an jeder Strandpromenade findest du eine Glacier für das Eis am Nachmittag – Zitrone aus Menton schmeckt hier so, wie sie soll.

Restaurants in Côte d'Azur

Alle 42 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise an die Côte d'Azur und Mobilität vor Ort

Kurz vor der Landung kippt der Flieger über die Baie des Anges, und für einen Moment liegt die ganze Küste unter dir – der Flughafen von Nizza steht mit den Füßen fast im Meer.

Am schnellsten kommst du mit dem Flugzeug: Nizza Côte d'Azur (NCE) ist nach den Pariser Flughäfen der wichtigste Frankreichs, mit Direktflügen aus zahlreichen deutschsprachigen Städten. Der Flughafen liegt direkt am westlichen Ende der Promenade; die Tramlinie 2 bringt dich in gut 20 Minuten ins Zentrum und zum Hafen, deutlich günstiger als das Taxi. Von dort erreichst du mit Bahn und Tram die halbe Küste ohne Mietwagen. Wer Saint-Tropez oder das westliche Ende ansteuert, kann alternativ über den kleineren Flughafen Toulon-Hyères anreisen.

Mit der Bahn reist du bequem, aber nicht kurz: Der TGV fährt von Paris nach Nizza in rund sechs Stunden; ab Deutschland steigst du in Paris, Lyon oder Marseille um und bist in etwa zehn bis zwölf Stunden am Meer – Nachtzugverbindungen gibt es saisonal. Mit dem Auto rechnest du aus Süddeutschland grob acht bis zehn Stunden über die Schweiz oder Norditalien beziehungsweise über die französische Autoroute A8 „La Provençale“, die die ganze Küste begleitet. Auf den französischen Autobahnen fällt streckenweise Maut (péage) an, ebenso auf den italienischen und schweizerischen Transitstrecken.

Vor Ort ist die Bahn dein bester Freund: Der Regionalzug (TER) entlang der Küste verbindet Cannes, Antibes, Nizza, Monaco und Menton bis über die Grenze nach Ventimiglia dicht und günstig, oft mit Halten direkt an den Stränden. Für die Städtekette brauchst du kein Auto und ersparst dir Stau und Parkgebühren. Ergänzend fahren Busse ins Hinterland und zu den Bergdörfern, allerdings mit dünnerem Takt. In Nizza selbst erschließt die Tram die wichtigsten Ziele vom Flughafen bis zum Hafen.

Ein Auto lohnt sich, sobald du die Corniches, die Bergdörfer Èze, Saint-Paul-de-Vence oder Grasse und das Hinterland selbst erkunden willst. Rechne dann mit zwei Realitäten: Im Sommer stauen sich die Küstenstraßen und die Zufahrt nach Saint-Tropez über Stunden, und Parken ist in den Altstädten knapp und teuer. Stell den Wagen auf ausgeschilderten Parkplätzen am Ortsrand ab und geh die letzten Minuten zu Fuß. Für einen reinen Küstenurlaub ist die Kombination am entspanntesten: Bahn für die Städte, Mietwagen tageweise für die Ausflüge in die Berge.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Côte d'Azur – und welche Basis zu dir passt

NizzaNizzaDie heimliche Hauptstadt der Küste: Promenade des Anglais, die blauen Stühle über der Baie des Anges, die ockergelbe Altstadt mit dem Cours-Saleya-Markt und die Museen für Matisse und Chagall auf dem Hügel Cimiez. Beste Basis für die ganze Riviera.Ideal für: Basis & Stadtleben2–3 TageCannesCannesDer Boulevard de la Croisette mit Grandhotels und Sandstrand, das Palais des Festivals mit dem roten Teppich im Mai und die stille Altstadt Le Suquet über dem Hafen. Vom Quai fahren Boote zu den Klosterinseln der Îles de Lérins.Ideal für: Croisette & Festival1 TagSaint-TropezSaint-TropezDas Fischerdorf, das zur Yacht-Legende wurde: Megaboote im Alten Hafen, Boule-Spieler auf dem Place des Lices und die fünf Kilometer Sandstrand von Pampelonne südlich der Stadt. Am besten per Boot statt über die verstopfte Straße erreichbar.Ideal für: Yachten & Strand1–2 TageAntibesAntibesEntspannter als die Nachbarn: der überdachte Marché Provençal, das Picasso-Museum im Schloss Grimaldi über dem Meer und der riesige Yachthafen Port Vauban. Rundum das Cap d'Antibes mit Küstenpfad und der Jazzort Juan-les-Pins.Ideal für: Markt & Kunst1 TagMentonMentonDer wärmste Ort der Küste an der italienischen Grenze: die Stadt der Zitronen mit der Fête du Citron im Februar, pastellfarbene Gassen zur Basilika Saint-Michel und subtropische Gärten. Ruhiger und günstiger als Nizza oder Monaco.Ideal für: Zitronen & Gärten1 TagÈzeÈzeEin Adlernest 400 Meter über dem Meer zwischen Nizza und Monaco: eine autofreie Gasse windet sich zum Jardin Exotique mit Fernblick bis Korsika. Hinunter ans Meer führt der Sentier Nietzsche, benannt nach dem Philosophen.Ideal für: Bergdorf & Aussicht½ TagVillefranche-sur-MerVillefranche-sur-MerBunte Häuser um eine tiefe Reede, nur eine Zugstation von Nizza entfernt: einer der wenigen echten Sandstrände des Ostens, die mittelalterliche Rue Obscure und die von Cocteau bemalte Chapelle Saint-Pierre am Hafen.Ideal für: Sandbucht & Ruhe½ TagGrasseGrasseDie Parfümhauptstadt der Welt im Hinterland über Cannes: Bei Fragonard, Molinard und Galimard blickst du hinter die Kulissen der Duftindustrie, und das Internationale Parfümmuseum zeigt, wie aus Jasmin und Rose Essenzen werden.Ideal für: Parfüm & Hinterland½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für die Côte d'Azur mit Wetter im Jahreslauf

Die Côte d'Azur zählt zu den sonnenreichsten Ecken Frankreichs – nur zwischen dem vollen Hochsommer und den milden Randmonaten liegen Welten in Preis und Andrang.

Das Klima der Côte d'Azur ist mediterran: milde, meist trockene Winter, ein warmes Frühjahr, heiße und beständige Sommer und ein langer, goldener Herbst. Die Küste ist durch die Alpen im Rücken gut vor kalten Nordwinden geschützt, weshalb Menton und Nizza selbst im Winter selten unter null Grad fallen. Baden kannst du von Juni bis in den Oktober, denn das Mittelmeer heizt sich langsam auf und hält die Wärme lange. Die Werte unten gelten für Nizza; im Hinterland und in den Bergdörfern ist es im Sommer einige Grad kühler und im Winter frischer.

Jan13°5°mild, ruhig, leer
Feb13°5°Fête du Citron in Menton
Mär15°7°erste warme Tage
Apr17°9°grün, angenehm
Mai21°13°ideal, Festival & GP
Jun24°16°warm, Meer wärmt sich
Jul27°19°Hochsaison, voll
Aug27°19°heiß, sehr voll
Sep24°16°warmes Meer, ruhiger
Okt20°13°goldener Herbst
Nov16°9°mild, ruhig
Dez13°6°still, festlich

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für die Côte d'Azur sind Mai, Juni und September bis Mitte Oktober: warm genug zum Baden, angenehm für Städte, Bergdörfer und Küstenwanderungen, dazu deutlich weniger Andrang und niedrigere Preise als im Hochsommer. Juli und August sind heiß, teuer und voll – gut für reines Strandbaden, aber weniger für Besichtigungen. Wer die Fête du Citron in Menton sehen will, kommt im Februar, das Filmfestival von Cannes und der Grand Prix von Monaco fallen in den Mai.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Côte d'Azur

Wie viele Tage braucht man für die Côte d'Azur?
Für die Küstenkette von Cannes bis Menton mit Nizza als Basis plane rund eine Woche: zwei bis drei Tage Nizza plus Ausflüge nach Monaco, Menton, Èze und in die Bergdörfer. Wer auch Saint-Tropez und das Esterel sehen will, hängt zwei bis drei Tage an.
Braucht man an der Côte d'Azur ein Auto?
Für die Küstenstädte nicht: Der Regionalzug verbindet Cannes, Antibes, Nizza, Monaco und Menton dicht und günstig. Für die Corniches, die Bergdörfer Èze, Saint-Paul-de-Vence, Grasse und das Hinterland ist ein Auto dagegen ein klarer Vorteil, weil Busse dorthin selten fahren.
Wann ist die beste Reisezeit für die Côte d'Azur?
Mai, Juni und September bis Mitte Oktober: 21 bis 27 Grad, warmes oder sich aufwärmendes Meer und deutlich weniger Andrang als im Hochsommer. Juli und August sind am heißesten und vollsten, dafür am verlässlichsten fürs Baden; das Frühjahr und der Herbst sind am angenehmsten für Städte und Wanderungen.
Gehört Monaco zur Côte d'Azur?
Geografisch liegt Monaco mitten an der Côte d'Azur, politisch ist es aber ein eigener souveräner Staat mit eigenem Fürsten. Für Reisende spielt das kaum eine Rolle: Der Regionalzug aus Nizza hält im Fürstentum, und du brauchst keinen Grenzübertritt oder Ausweis für den Besuch.
Sind die Strände der Côte d'Azur aus Sand oder Kies?
Beides, je nach Ort. Im Osten von Nizza über Villefranche bis Menton dominiert Kies (galets) – Badeschuhe helfen. Im Westen ab Antibes über Cannes bis zur Plage de Pampelonne bei Saint-Tropez findest du feinen Sand. Villefranche-sur-Mer hat einen der wenigen echten Sandstrände im Osten.
Wie kommt man nach Saint-Tropez?
Saint-Tropez hat keinen Bahnhof, und die einzige Straße staut sich im Sommer über Stunden. Entspannter reist du mit dem Boot: Von Sainte-Maxime, Saint-Raphaël oder Nizza fahren Fähren direkt in den Alten Hafen. Mit dem Auto rechnest du in der Hauptsaison viel Geduld und teure Parkplätze ein.
Lohnt sich ein Tagesausflug nach Monaco?
Ja – für einen Tag oder halben Tag reicht Monaco gut. Sehenswert sind das Casino von Monte-Carlo, der Fürstenpalast mit der Wachablösung um 11:55 Uhr und das Ozeanografische Museum. Übernachten ist teuer und wenig gemütlich; die meisten schlafen in Nizza oder Menton und kommen mit dem Zug herüber.
Was sollte man an der Côte d'Azur essen?
Die Klassiker der cuisine niçoise: Socca (Kichererbsenfladen), die echte Salade niçoise, den getränkten Pan Bagnat, die Pissaladière mit Zwiebeln und Sardellen und am Meer gegrillten Fisch. Dazu trinkst du kühlen Rosé aus der Provence oder Wein aus dem nahen Anbaugebiet Bellet bei Nizza.
Welche Bergdörfer lohnen sich an der Côte d'Azur?
Èze klebt 400 Meter über dem Meer zwischen Nizza und Monaco, Saint-Paul-de-Vence ist das Künstlerdorf mit der Fondation Maeght, und Grasse ist die Parfümhauptstadt. Weniger überlaufen sind Vence, Gourdon über den Gorges du Loup und Mougins. Komm früh morgens oder abends, wenn die Reisegruppen weg sind.
Welche Stadt eignet sich am besten als Standquartier?
Nizza ist die vernünftigste Basis: größte Hotelauswahl, eigener Flughafen und dichte Bahnverbindung entlang der ganzen Küste. Günstiger und ruhiger wohnst du in Menton oder Antibes, beide gut an die Bahn angebunden. Wer Ruhe und Aussicht sucht, geht ins Hinterland rund um Vence oder Grasse.
Ist die Côte d'Azur teuer?
Sie gehört zu den teureren Regionen Frankreichs, mit großen Unterschieden: Monaco, Cannes im Mai und Saint-Tropez im Hochsommer sind Spitzenpreise, während Menton, Antibes und das Hinterland deutlich moderater sind. In der Nebensaison von Oktober bis April sinken vor allem die Übernachtungspreise spürbar.
Was sind die drei Corniches?
Drei parallele Straßen zwischen Nizza und Monaco auf verschiedenen Höhen: die Basse Corniche am Wasser durch Villefranche und Beaulieu, die Moyenne Corniche mit den Panoramen an Èze vorbei und die Grande Corniche ganz oben auf einer alten Römerstraße bis La Turbie. Fahr die eine Richtung oben, die andere unten.
Kann man an der Côte d'Azur gut wandern?
Ja, vor allem auf den Küstenpfaden (sentiers du littoral): Sie umrunden das Cap Ferrat, das Cap d'Antibes und führen von Saint-Tropez nach Pampelonne. Landseitig lockt der Sentier Nietzsche von Èze hinunter ans Meer. Alle Wege sind schattenarm – nimm Wasser und Sonnenschutz mit und starte früh.
Wann finden Filmfestival und Grand Prix statt?
Beide fallen in den Mai: Die Filmfestspiele von Cannes laufen meist Mitte Mai, der Große Preis von Monaco Ende Mai. In diesen Wochen sind Hotels an der ganzen Küste knapp und teuer, und die betroffenen Orte sind abgesperrt und voll – wer Ruhe sucht, meidet diese Termine.
Côte d'AzurZwischen den Kieselstränden von Nizza, dem Casino von Monte-Carlo und den Bergdörfern über dem Meer reiht die Côte d'Azur einen Sehnsuchtsort an den nächsten.

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