Stadt · Frankreich

Saint-Tropez

Um sieben Uhr morgens gehört der Quai Jean Jaurès noch den Lieferwagen und den Matrosen, die die Fender der Megajachten abwischen – drei Stunden später steht auf denselben zweihundert Metern die halbe Côte d'Azur und schaut sich beim Schauen zu.

5 Stadtviertel6 Sehenswürdigkeiten7 Hotels
Überblick

Deine Saint-Tropez-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit sind Mai, Juni und September. Dann ist das Wetter warm, das Meer angenehm und die Menschenmassen kleiner als im Hochsommer. Juli und August sind sonnig und lebhaft, aber sehr voll und deutlich teurer. Im Frühjahr und Herbst zeigt sich das provenzalische Hinterland mit Lavendel und mildem Licht besonders schön.
Über Saint-Tropez

Reisen nach Saint-Tropez

Saint-Tropez liegt nicht an der Küstenstraße, sondern am Ende einer Sackgasse: Die Halbinsel zwischen dem Golf und dem offenen Meer hat im Grunde eine einzige Zufahrt, und wer im Juli über den Kreisverkehr von La Foux rollt, begreift nach zwanzig Minuten Stillstand, warum Einheimische zum Boot raten. Das Dorf selbst ist klein geblieben – ganzjährig leben hier knapp viertausend Menschen, im August ein Vielfaches davon. Am Vieux Port liegen die großen Jachten mit dem Heck zum Quai, davor stehen die roten Klappstühle von Sénéquier, dahinter steigt der ocker-rosa gestreifte Glockenturm der Église Notre-Dame de l'Assomption über die Dächer. Gleich hinter dem Hafen beginnt La Ponche, das alte Fischerviertel mit engen Gassen, der winzigen Badebucht La Glaye und dem Hotel, in dem Brigitte Bardot wohnte, als Roger Vadim hier »Et Dieu… créa la femme« drehte und aus einem Fischerdorf eine Weltmarke machte. Oben auf dem Hügel sitzt die Zitadelle aus dem frühen 17. Jahrhundert, in deren sechseckigem Donjon heute das Seefahrtsmuseum untergebracht ist und von deren Wall der ganze Golf bis Sainte-Maxime im Blick liegt. Fünf Gehminuten vom Hafen breitet sich der Place des Lices unter Platanen aus, dienstags und samstags voller Marktstände, an allen anderen Tagen voller Boulekugeln. Und südöstlich, schon auf dem Gebiet von Ramatuelle, zieht sich der lange Sandbogen von Pampelonne mit seinen Strandclubs hin, für den die meisten Gäste eigentlich kommen. Dazwischen: Weinberge der Côtes de Provence, ein Küstenpfad ums Cap Camarat, das Musée de l'Annonciade mit Signac, Bonnard und Matisse – und ein Ort, der zwischen November und März überraschend still wird.

Saint-Tropez – Karte
Reiseführer

Saint-Tropez von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Der berühmteste Strand von Saint-Tropez liegt gar nicht in Saint-Tropez. Pampelonne gehört zur Nachbargemeinde Ramatuelle, ist vom Hafen sieben Kilometer entfernt und im August nur mit Geduld erreichbar – und genau das ist der Schlüssel zu diesem Ort. Saint-Tropez ist keine Stadt, die man abläuft, sondern die Spitze einer Halbinsel, auf der Dorf, Strand, Weinberge und Küstenpfad auseinanderliegen. Wer das einplant, bekommt morgens leere Gassen, mittags Sand und abends einen Hafen, an dem sich seit siebzig Jahren dieselbe Vorstellung wiederholt. Wer es nicht einplant, verbringt den Urlaub im Stau vor La Foux.

Strände

Die Strände von Saint-Tropez zwischen Pampelonne und Les Salins

Der Sand, für den alle kommen, liegt außerhalb des Ortes – die Buchten, die kaum jemand kennt, beginnen dagegen am Ende der Altstadtgassen.

Plage de Pampelonne
Plage de Pampelonne

Pampelonne ist der Grund, warum die Halbinsel im Sommer verstopft. Der Strand liegt südöstlich des Dorfes auf dem Gebiet von Ramatuelle, zieht sich als flacher Bogen zwischen der Pointe de la Bonne Terrasse und dem Cap du Pinet hin und besteht abwechselnd aus konzessionierten Clubabschnitten und frei zugänglichen Stücken. Der Zugang erfolgt über mehrere Stichwege von der Route des Plages, jeder mit eigenem Parkplatz, jeder im Hochsommer vormittags voll. Die Strandclubs sind der eigentliche Charakter dieses Strandes: Le Club 55 ist der älteste von ihnen und ging aus der Verpflegung der Filmcrew hervor, die Mitte der Fünfzigerjahre am Strand drehte, Nikki Beach steht für die laute Gegenvariante mit Musik und Champagner am Nachmittag. Reservieren solltest du in der Saison unbedingt vorab – Liegen werden dort nicht spontan vergeben.

Wer keinen Club will, findet auf Pampelonne trotzdem Platz. Zwischen den Konzessionen liegen öffentliche Abschnitte mit nichts als Sand, dort brauchst du eigenen Schirm und eigenes Wasser, denn Schatten gibt es keinen. Die Anlagen der Clubs sind demontierbar gebaut und verschwinden außerhalb der Saison weitgehend vom Strand, sodass Pampelonne im Winter wie ein völlig anderer Ort wirkt: eine leere Sandfläche mit Möwen und Spaziergängern. Praktisch wichtig ist der Wind. Bei östlicher Anströmung steht auf Pampelonne kurze, unangenehme Welle, und dann wechselst du besser auf die dem Golf zugewandte Nordseite der Halbinsel, wo das Wasser flach und ruhig bleibt.

Am Ort selbst gibt es drei Bademöglichkeiten zu Fuß. Die Plage de la Bouillabaisse liegt westlich an der Zufahrtsstraße, ist lang, flach und die praktischste Adresse für alle, die im Dorf wohnen. Die Plage des Graniers erreichst du in gut zehn Minuten vom Fuß der Zitadelle über den Beginn des Küstenpfads – eine kleine Bucht mit Kiessand, Pinien am Hang und einem Strandlokal, an Sommernachmittagen dicht belegt, morgens fast leer. Und mitten in La Ponche liegt die winzige Plage de la Glaye zwischen den Felsen des alten Fischerhafens, mehr Badestelle als Strand, aber der kürzeste Weg vom Kaffee ins Wasser, den dieser Ort zu bieten hat.

An der Ostseite der Halbinsel wird es ruhiger. Über die Route des Salins erreichst du die Plage des Salins, einen langen, von Pinien gesäumten Sandstreifen ohne Clubdichte, und dahinter die Plage de la Moutte mit Felsabschnitten und deutlich weniger Publikum. Auf der Golfseite liegt die Baie des Canoubiers mit ruhigem, flachem Wasser – die beste Wahl für kleine Kinder und für Tage, an denen der Wind Pampelonne unbrauchbar macht. Parkplätze sind an all diesen Stränden knapp und werden bewirtschaftet; wer nach elf Uhr anrollt, dreht Runden. Mit Roller oder Rad kommst du in der Hochsaison schneller und billiger hin als mit dem Auto.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Saint-Tropez

Der Ortskern misst kaum einen Kilometer im Durchmesser, und alles Sehenswerte liegt innerhalb eines Spaziergangs von zwanzig Minuten.

Le Vieux Port ist der Anfang und das Ende jedes Besuchs. Am Quai Jean Jaurès liegen die großen Jachten mit dem Heck zum Land, und weil das Achterdeck zum Publikum zeigt, entsteht dort jeden Abend eine Bühne, auf der nicht ganz klar ist, wer wen anschaut. An der Ecke steht Sénéquier mit seinen roten Klappstühlen, das bekannteste Café des Ortes und damit auch das teuerste. Hinter der Hafenzeile schiebt sich der ocker-rosa gestreifte Glockenturm der Église Notre-Dame de l'Assomption ins Bild, der auf keiner Ansicht von Saint-Tropez fehlt; im Inneren wird die Büste des heiligen Torpes aufbewahrt, die bei der Bravade durch die Straßen getragen wird. Der beste Blick zurück auf die Fassadenreihe kommt vom Môle Jean Réveille, der Hafenmole, die ins Wasser hinausführt.

Über allem sitzt die Citadelle de Saint-Tropez, eine Festung aus dem frühen 17. Jahrhundert mit sechseckigem Donjon und Bastionen, angelegt, um die Bucht zu sichern. Im Donjon ist heute das Seefahrtsmuseum untergebracht, das erzählt, wovon der Ort vor den Filmen lebte: Fischerei, Handelsschifffahrt, Werften und die Auswanderung tropezianischer Seeleute. Der eigentliche Grund für den Aufstieg ist aber der Wall. Von dort überblickst du den kompletten Golf von Saint-Tropez bis Sainte-Maxime, im Rücken die Weinberge, unten die Dächer der Altstadt. Der Weg hinauf durch La Ponche ist steil, aber kurz; wer Nachmittagslicht will, geht gegen Ende des Tages hoch.

Das Musée de l'Annonciade in einer Kapelle aus dem 16. Jahrhundert direkt am Hafen ist die Sehenswürdigkeit, die am häufigsten übersehen wird und am meisten hergibt. Paul Signac ankerte 1892 in Saint-Tropez, blieb, kaufte ein Haus und zog Maler nach: Was daraus wurde, hängt hier in einem einzigen hohen Kirchenraum – Pointillismus, Fauvismus, Nabis, mit Werken von Signac, Bonnard, Matisse, Derain, Marquet und Vuillard. Der Reiz liegt in der Dichte auf kleiner Fläche und darin, dass viele der Bilder genau die Bucht zeigen, die vor der Tür liegt. Für einen konzentrierten Rundgang reicht gut eine Stunde.

Der Place des Lices ist weniger Sehenswürdigkeit als Lebensform: ein großer, von alten Platanen beschatteter Platz, auf dem täglich Boule gespielt wird und an dem sich am Dienstag- und Samstagvormittag der Markt ausbreitet – Gemüse, Käse, Olivenholz, Stoffe, Seife, und dazwischen genug Touristenware, um den Platz zu füllen. Ein paar Schritte weiter erinnert die alte Gendarmerie an der Place Blanqui an die Filmreihe mit Louis de Funès, die hier gedreht wurde; das Gebäude beherbergt heute ein Museum zu Gendarmerie und Kino. Und auf dem Quai steht die Statue des Bailli de Suffren, des Admirals aus Saint-Cannat, den der Ort als seinen berühmtesten Seemann führt.

Sehenswürdigkeiten in Saint-Tropez

Rundgang & Tagesplan

Saint-Tropez an einem Tag vom Hafen bis zur Zitadelle

Ein Tag reicht für das Dorf, wenn du früh anfängst – der Nachmittag gehört danach dem Strand oder dem Küstenpfad.

Fang am Vieux Port an, und zwar vor neun Uhr. Zu dieser Zeit werden die Decks gewischt, die Marktstände am Hafen aufgebaut und die Terrassen bestuhlt, und der Quai Jean Jaurès gehört noch niemandem. Lauf einmal bis zum Ende des Môle Jean Réveille hinaus, weil du von dort die komplette Fassadenreihe mit dem gestreiften Glockenturm im Rücken der Häuser am besten überblickst. Zurück am Land nimmst du einen Kaffee im Stehen statt einen Platz in der ersten Reihe – der Unterschied im Preis ist erheblich, der im Blick gering. Wer den Markt am Place des Lices mitnehmen will, verschiebt ihn auf gleich danach, denn ab dem späten Vormittag wird dort abgebaut.

Vom Hafen biegst du hinter der Kirche in die Gassen von La Ponche ab. Der Weg ist nicht ausgeschildert und muss es auch nicht sein: Es geht bergauf, und alles, was bergauf führt, endet irgendwann an der Zitadelle. Unterwegs kommst du am alten Fischerhafen und an der Badebucht La Glaye vorbei, beides zwei Minuten abseits, beide leicht zu verpassen. Oben auf dem Wall der Festung nimmst du dir Zeit für den Rundblick über den Golf und gehst danach durch das Seefahrtsmuseum im Donjon, das mit gut einer Stunde ausreichend bemessen ist. Der Rückweg über die Nordseite führt an den Resten der alten Befestigung entlang zurück ins Viertel.

Für den Mittag hast du zwei Möglichkeiten, und beide funktionieren. Entweder du bleibst im Dorf, kaufst eine Tarte Tropézienne und isst sie unter den Platanen am Place des Lices, wo mittags die Boulespieler anfangen – oder du setzt dich in eine der Brasserien am Platz und lässt dir zwei Stunden Zeit. Danach bleibt noch das Musée de l'Annonciade am Hafen, das genau in diese Nachmittagsstunde passt, weil es klein, kühl und still ist. Wer Souvenirs sucht, findet zwischen Rue Gambetta, Rue François Sibilli und den Gassen um die Kirche mehr Sandalenmacher und Delikatessenläden als Ketten.

Am Nachmittag verlässt du den Ort. Entweder du fährst zum Strand – Bouillabaisse zu Fuß, Pampelonne mit Roller oder Bus – oder du nimmst den Küstenpfad ab der Plage des Graniers, der unterhalb der Zitadelle beginnt und in einer knappen Stunde bis zur Baie des Canoubiers führt. Beides bringt dich rechtzeitig zum späten Nachmittag zurück, wenn im Hafen der Korso beginnt. Für den Abend gilt: früh reservieren oder bewusst ins Hinterland ausweichen, nach Gassin oder Ramatuelle, wo du für dasselbe Geld auf einer Terrasse mit Blick über die ganze Bucht sitzt. Wer zwei Tage hat, hängt einen davon komplett an Pampelonne und die Weingüter.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Viertel & Lage

Die Viertel von Saint-Tropez und wo du am besten wohnst

Der Ort hat fünf klar unterscheidbare Ecken, und die Entscheidung zwischen ihnen ist vor allem eine Entscheidung über Lärm und Wege.

Citadelle über der Altstadt
Citadelle über der Altstadt

Le Port ist die Bühne. Rund um den Quai Jean Jaurès und die Hafenzeile drängt sich alles, was Saint-Tropez berühmt gemacht hat: Jachten, Cafés mit Logenblick, Galerien, Modegeschäfte und ein Publikumsstrom, der von morgens bis weit nach Mitternacht nicht abreißt. Hier zu wohnen heißt, mitten im Geschehen zu sein und in der Saison bis spät Stimmen unter dem Fenster zu haben. Die Häuser am Hafen sind entsprechend gebaut – wer empfindlich schläft, fragt nach einem Zimmer zur Rückseite. Für einen einzigen Aufenthalt mit wenigen Nächten ist die Lage trotzdem die richtige, weil du alles zu Fuß erreichst und kein Auto brauchst.

La Ponche und La Citadelle bilden die ruhige Hälfte der Altstadt. Das Fischerviertel liegt gleich hinter der Hafenzeile, ist aber durch die enge Gassenstruktur akustisch eine andere Welt, mit Treppen, kleinen Plätzen und dem alten Fischerhafen am Ende. Weiter oben, am Hang unter der Festung, wird es endgültig still; von dort läufst du in fünf Minuten hinunter zum Hafen und in zehn hinüber zum Place des Lices. Für Reisende, die Saint-Tropez wegen des Ortes und nicht wegen der Szene besuchen, ist diese Ecke die beste Adresse – mit dem Preis, dass es zurück immer bergauf geht und Koffer über Kopfsteinpflaster müssen.

Der Place des Lices ist die dörfliche Mitte, die der Hafen nicht mehr ist. Unter den Platanen wird Boule gespielt, an zwei Vormittagen der Woche steht der Markt, ringsum liegen Brasserien, Bäckereien und die Läden, in denen auch Einheimische einkaufen. Die Straßen dahinter führen in Wohnviertel mit Gärten, Bougainvillea und deutlich mehr Parkraum als im Kern. Wer mit Auto anreist und länger bleibt, wohnt hier am unkompliziertesten, weil du weder den Hafenlärm noch die Gassenlogistik hast, aber trotzdem in fünf Gehminuten am Wasser bist.

Pampelonne schließlich ist gar kein Viertel im engen Sinn, sondern die Strandlandschaft südlich des Dorfes auf dem Gebiet von Ramatuelle – Sandbogen, Strandclubs, Weinberge im Rücken, Hotels und Villen verstreut auf den Hügeln über der Bucht. Wer den Urlaub am Wasser verbringen will und den Ort nur abends besucht, wohnt hier richtig, braucht dann aber zwingend ein Fahrzeug: Bis zum Hafen sind es je nach Zufahrt mehrere Kilometer, und im August ist diese Strecke der Engpass des Tages. Die Kombination, die am besten aufgeht: Dorf für zwei Nächte, Pampelonne oder das Hinterland für den Rest.

Übernachten

Hotels in Saint-Tropez und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Saint-Tropez hat für seine Größe auffällig viele Häuser der obersten Kategorie – und ein sehr schmales Mittelfeld dazwischen.

Die bekannteste Adresse ist das Hôtel Byblos, 1967 eröffnet und als provenzalisches Dorf im Dorf angelegt: bunte Fassaden, Innenhöfe, ein Pool in der Mitte und im Untergeschoss der Club Les Caves du Roy, der für die Nachtgeschichte des Ortes so wichtig ist wie das Hotel selbst. Es liegt oberhalb des Place des Lices und damit im Zentrum, ohne direkt am Hafen zu sein. Das Gegenstück ist das Cheval Blanc St-Tropez am Strand der Bouillabaisse westlich des Dorfes, das einzige Haus im Ort mit eigenem Sandstrand vor der Tür, ruhig gelegen und mit dem Restaurant La Vague d'Or von Arnaud Donckele im Haus. Beide Häuser öffnen saisonal und sind in den Sommerwochen sehr früh ausgebucht.

Etwas außerhalb, auf einer Anhöhe mit Blick über die Bucht Richtung Pampelonne, liegt das Château de la Messardière, ein Schloss von 1892, das als großes Palasthotel mit Park, Pool und Shuttle betrieben wird – die Wahl für alle, die Abstand vom Ortskern wollen und trotzdem in wenigen Minuten dort sein möchten. Kleiner und ruhiger ist das Hôtel Lou Pinet, ein Fünf-Sterne-Haus im Provencestil mit Garten, Pool und mintgrünen Läden, wenige Gehminuten vom Place des Lices entfernt. Wer diese Kategorie bucht, sollte wissen, dass in der Hochsaison bei vielen Häusern Mindestaufenthalte gelten, oft drei Nächte und an Feiertagswochenenden mehr.

Im Dorf selbst gibt es die charaktervolleren, kleineren Alternativen. Das Hôtel La Ponche im alten Fischerviertel ist das Haus mit der dichtesten Geschichte – hier wohnte Brigitte Bardot während der Dreharbeiten, und das Gebäude ist bis heute ein zusammengewachsenes Ensemble alter Fischerhäuser mit Terrasse über dem Wasser. Das Hôtel Sube liegt direkt am Quai und hat mit seiner Bar im ersten Stock den vielleicht besten Logenplatz auf das Hafengeschehen. Das Hôtel de Paris Saint-Tropez zwischen Hafen und Place des Lices ist die modernere Variante mit Dachpool und Rooftop-Bar. Alle drei bedeuten kurze Wege und, je nach Zimmer, Geräuschkulisse bis in die Nacht.

Und die Preisfrage. Saint-Tropez ist im Juli und August teuer, ohne dass es dafür eine Obergrenze gäbe, und die Spanne zwischen Hochsaison und Nebensaison ist größer als an fast jedem anderen Ort der Côte d'Azur – dieselben Zimmer kosten im Mai oder Oktober einen Bruchteil. Wer im Sommer kommt und nicht in dieser Liga buchen will, wohnt auf der Halbinsel in Ramatuelle oder Gassin, in Port Grimaud oder gegenüber in Sainte-Maxime und fährt zum Tagesbesuch mit dem Boot herüber. Ein Punkt, den viele unterschätzen: Hotels im Altstadtkern haben in der Regel keine eigenen Parkplätze, du landest in einer der Tiefgaragen am Hafen oder unter dem Place des Lices und zahlst dort Tagessätze.

Hotels in Saint-Tropez

Alle 7 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken in Saint-Tropez von der Tarte Tropézienne bis zum Rosé

Zwischen Drei-Sterne-Küche und Sandwich am Strand liegt in Saint-Tropez erstaunlich wenig – und ein sehr klares Preisgefälle vom Hafen weg.

Die Spezialität des Ortes ist ein Kuchen. Die Tarte Tropézienne ist eine Zuckerbrioche, die quer aufgeschnitten und mit einer Creme aus Konditor- und Buttercreme gefüllt wird, entwickelt von dem aus Polen stammenden Bäcker Alexandre Micka; ihren Namen bekam sie der Überlieferung nach von Brigitte Bardot während der Dreharbeiten in den Fünfzigerjahren. Es gibt sie heute in halb Frankreich, aber die Originaladresse ist La Tarte Tropézienne am Place des Lices, und der Unterschied zwischen einem frischen Stück am Vormittag und einem abgepackten am Abend ist deutlich. Ein ganzer Kuchen überlebt die Rückfahrt übrigens nicht gut – nimm lieber Olivenöl, Kräuter oder Rosé mit.

Oben in der Skala steht La Vague d'Or im Cheval Blanc, die Küche von Arnaud Donckele, ausgezeichnet mit drei Michelin-Sternen und eines der teuersten Menüs des Landes; reserviert wird dort Wochen im Voraus und nur für die Saisonmonate. Eine Klasse darunter, aber mit dem schöneren Alltag, kocht das Restaurant im Hôtel La Ponche mediterran auf einer Terrasse über dem alten Fischerhafen. Das L'Opéra bedient die andere Seite des Ortes: Teakterrasse, Blick auf die Jachten, Live-Show zum Abendessen – Unterhaltung, die man mögen muss, aber ehrlich als solche angekündigt. Reservieren ist in der Saison überall Pflicht, spontan gehen fast nur die Terrassen am Nachmittag.

Der Alltag spielt sich am Place des Lices ab. Le Café ist die Traditionsbrasserie am Platz und der Treffpunkt der Boulespieler, die ihre Kugeln dort ausleihen; wer nur zusehen will, bestellt einen Pastis und bekommt die beste Nachmittagsunterhaltung des Ortes gratis dazu. Am Hafen gehört Sénéquier mit den roten Klappstühlen zum Programm, ist aber vor allem ein Ort zum Gesehenwerden – der Kaffee kostet dort ein Vielfaches dessen, was zwei Gassen weiter aufgerufen wird. Wer günstiger essen will, geht vom Wasser weg: In den Straßen zwischen Kirche und Place des Lices und erst recht in Ramatuelle und Gassin fällt der Preis pro Gedeck spürbar.

Getrunken wird Rosé, und zwar nicht als Kompromiss, sondern als Hauptsache. Die Halbinsel liegt mitten in der Appellation Côtes de Provence, deren blassrosa Weine hier den größten Teil der Rebfläche ausmachen; Château Minuty auf dem Gebiet von Gassin gehört zu den bekanntesten Gütern der Umgebung, und viele Domänen rund um Ramatuelle und Gassin bieten Verkostungen an. Auf dem Teller ist die Küche mediterran und unaufwendig: gegrillter Fisch, Aioli, Tapenade, Ratatouille, Ziegenkäse, Melone mit Schinken. Der Markt am Place des Lices am Dienstag- und Samstagvormittag ist die beste Gelegenheit, sich das für ein Picknick am Strand selbst zusammenzustellen.

Restaurants in Saint-Tropez

Alle 7 Restaurants
Boot & Wasser

Bootstouren im Golf von Saint-Tropez und Aktivitäten am Wasser

Von Land aus siehst du diesen Küstenabschnitt nur zur Hälfte – der Rest liegt hinter Villenmauern und ist ausschließlich vom Wasser aus zugänglich.

Die naheliegendste Unternehmung ist eine geführte Bootsfahrt ab dem Vieux Port. Die Runde führt in der Regel durch den Golf, an der Baie des Canoubiers vorbei, wo die Villen der Prominenz zwischen Pinien stehen, weiter Richtung Pampelonne und je nach Länge bis zum Leuchtturm am Cap Camarat, wo die Küste vom geschützten Golf ins offene Meer wechselt. Angeboten werden kurze Rundfahrten von einer Stunde ebenso wie Halbtagestouren mit Badestopp in einer Bucht. Wer die Bilder mitbringen will, für die dieser Küstenabschnitt bekannt ist, bucht am späten Nachmittag, wenn das Licht flacher steht und die Felsen warm werden.

Praktischer Nebeneffekt der Boote: Sie sind auch das schnellste Verkehrsmittel. Über den Golf verkehren in der Saison Linienboote nach Sainte-Maxime, Port Grimaud und Saint-Raphaël, dazu Wassertaxis für kürzere Sprünge. Die Überfahrt aus Sainte-Maxime ist die kürzeste und dauert kaum zwanzig Minuten – gegenüber einer Autofahrt um den ganzen Golf herum ist das an Sommertagen ein Zeitgewinn von Stunden. Wer auf der anderen Seite der Bucht wohnt, kann seinen Saint-Tropez-Tag komplett ohne Auto planen und abends zurückfahren, sollte aber vorher nachsehen, wann das letzte Boot ablegt, weil der Betrieb saisonal ausgedünnt wird.

Segeln ist die Sportart, die diesen Ort ernsthaft prägt. Ende September und Anfang Oktober treffen sich bei den Voiles de Saint-Tropez klassische Jachten und moderne Regattaboote zu einer der bekanntesten Segelveranstaltungen des Mittelmeers, und der Hafen ist dann für Zuschauer interessanter als in jeder anderen Woche des Jahres. Im Juni startet traditionell eine Hochseeregatta Richtung Korsika von hier aus. Unabhängig davon lassen sich Segel- und Motorboote mit oder ohne Skipper chartern; für kleinere Boote gilt in Frankreich unter bestimmten Leistungsgrenzen keine Führerscheinpflicht, was die Vermieter vor Ort im Detail erklären.

Wer lieber selbst paddelt, findet an den ruhigen Buchten der Golfseite gute Bedingungen für Kajak und Stand-up-Paddling, und die Felsabschnitte zwischen den Stränden – etwa an der Moutte oder am Beginn des Küstenpfads – sind zum Schnorcheln deutlich lohnender als der offene Sandstrand von Pampelonne. An windigen Tagen dreht sich das Bild: Dann wird Pampelonne zum Revier für Kite- und Windsurfer, während auf der Nordseite Flaute herrscht. Tauchbasen auf der Halbinsel fahren Ziele entlang der Küste an. Für alles Genannte gilt, dass die Saison eng ist – zwischen November und März ist das Angebot am Wasser stark reduziert.

Aktivitäten & Touren in Saint-Tropez

Halbinsel & Ausflüge

Ausflüge auf der Halbinsel von Ramatuelle bis Port Grimaud

Zwanzig Autominuten hinter dem Hafen hört der Glamour auf und es beginnt eine Landschaft aus Korkeichen, Weinbergen und stillen Dörfern.

Le Vieux Port
Le Vieux Port

Gassin und Ramatuelle sind die beiden Dörfer über der Halbinsel und der schnellste Kontrast zum Hafen. Gassin gehört zu den Plus Beaux Villages de France, sitzt auf einem schmalen Felsrücken und hat kaum mehr als ein paar Gassen, dafür einen Rundblick, der von der Bucht von Saint-Tropez bis in die Maures reicht. Ramatuelle liegt tiefer, ist größer und in konzentrischen Gassen um die Kirche gebaut; auf dem Friedhof liegt der Schauspieler Gérard Philipe begraben. Zwischen beiden Orten führt die Straße über die Höhe von Paillas mit alten Mühlenruinen und einem der besten Aussichtspunkte der Halbinsel – ein klassisches Ziel für den späten Nachmittag.

Rund um diese Dörfer liegt Weinland. Die Appellation Côtes de Provence bestimmt die Hänge der Halbinsel, und die Güter zwischen Ramatuelle und Gassin – Château Minuty auf Gassiner Gebiet ist das bekannteste davon – öffnen ihre Verkaufsräume in der Saison für Verkostungen, teils mit Führung durch Keller und Rebflächen. Rosé steht dabei im Mittelpunkt, aber die meisten Güter füllen auch Weiß und Rot ab. Wer eine Verkostung plant, meldet sich vorher an und stellt sicher, dass jemand fährt, der nicht mittrinkt: Die Straßen auf der Halbinsel sind eng, kurvig und im Sommer voll.

Auf der anderen Seite des Golfs liegt Port Grimaud, ab 1966 von François Spoerry als autofreie Lagunensiedlung mit Kanälen, Stegen und eigenen Bootsliegeplätzen vor jedem Haus gebaut – ein Entwurf, der bei der Eröffnung umstritten war und heute selbst unter Denkmalschutz steht. Landeinwärts thront das mittelalterliche Grimaud mit einer Burgruine über den Weinbergen, und dahinter beginnt Cogolin, bekannt für Pfeifen und Teppiche. Alle drei erreichst du in einer halben Stunde, Port Grimaud in der Saison auch mit dem Boot – was die Fahrt über den Kreisverkehr von La Foux erspart.

Für einen ganzen Tag lohnt das Hinterland. Das Massif des Maures hinter dem Golf ist ein bewaldetes Mittelgebirge aus Kork- und Kastanienwäldern mit Wanderwegen und kaum Publikum; Collobrières im Herzen des Massivs lebt bis heute von der Marone, und oberhalb liegt die Klosteranlage der Chartreuse de la Verne. Nach Osten führt die Küste über Sainte-Maxime nach Saint-Raphaël und weiter ins rote Vulkangestein des Estérel, nach Westen über La Croix-Valmer und Cavalaire zur Küste von Le Lavandou. In der Saison werden ab dem Golf außerdem Tagesfahrten zu den Îles d'Hyères angeboten.

Anreise & Mobilität

Anreise nach Saint-Tropez mit Auto, Bahn und Boot

Es gibt keinen Bahnhof, keinen Flughafen und im Grunde eine Zufahrtsstraße – deshalb entscheidet die Anreise hier stärker über den Urlaub als anderswo.

Der übliche Weg aus Deutschland führt über den Flughafen Nizza, von dem es rund hundert Kilometer bis auf die Halbinsel sind; je nach Verkehr rechnest du mit anderthalb bis über zwei Stunden für Mietwagen, Shuttle oder Taxi. Näher, aber schlechter angebunden ist der Flughafen Toulon-Hyères, weiter westlich liegt Marseille mit deutlich mehr Verbindungen. Ein kleiner Flugplatz bei La Môle südwestlich des Golfs wird überwiegend von Privatmaschinen genutzt und spielt für normale Reisende keine Rolle. Wer per Bahn kommt, fährt bis Saint-Raphaël-Valescure oder Les Arcs–Draguignan und steigt dort auf Bus, Boot oder Mietwagen um.

Mit dem Auto verläuft die Anfahrt über die A8, Ausfahrt in Richtung Le Muy oder Le Cannet-des-Maures, und dann auf Landstraßen zum Golf. Der Engpass ist immer derselbe: der Kreisverkehr von La Foux bei Gassin, an dem sich der gesamte Verkehr der Halbinsel bündelt. In den Sommermonaten steht dort an Nachmittagen und an Samstagen als Anreisetag regelmäßig alles, und es gibt keine Ausweichroute, weil es keine zweite Straße gibt. Wer die Wahl hat, fährt früh morgens oder abends. In den Ort selbst fährst du besser gar nicht erst hinein, sondern in eine der Tiefgaragen am Hafen oder unter dem Place des Lices.

Die entspannteste Variante ist das Boot. Über den Golf verkehren in der Saison Linienboote aus Sainte-Maxime, Port Grimaud und Saint-Raphaël, die im Hafen von Saint-Tropez anlegen – mitten im Ort, ohne Parkplatzsuche, ohne La Foux. Die Überfahrt aus Sainte-Maxime dauert kaum zwanzig Minuten. Für Tagesgäste ist das die klar bessere Lösung: Auto an der Nordseite des Golfs stehen lassen, mit dem Boot herüber, abends zurück. Prüfe vorher die Abfahrtszeiten der letzten Rückfahrt und beachte, dass der Bootsbetrieb außerhalb der Sommermonate ausgedünnt wird oder ganz ruht.

Vor Ort brauchst du für das Dorf gar nichts – es ist in zwanzig Minuten von einem Ende zum anderen durchquert und in weiten Teilen für Autos ohnehin gesperrt. Sobald du an die Strände oder in die Dörfer willst, sieht es anders aus: Regionalbusse verbinden Saint-Tropez mit Ramatuelle, Gassin, Sainte-Maxime und Saint-Raphaël, fahren aber in einem Takt, der Tagesplanung verlangt. Roller und Fahrräder werden im Ort vermietet und sind in der Hochsaison auf der Strecke nach Pampelonne schneller und billiger als jedes Auto. E-Bikes gleichen die Steigung ins Hinterland aus, die von Gassin und Ramatuelle nicht zu unterschätzen ist.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Feste & Saison

Bravades, Voiles und der Rhythmus der Saison in Saint-Tropez

Zwischen November und März ist Saint-Tropez ein provenzalisches Dorf mit halb geschlossenen Läden, im August eine der vollsten Adressen des Mittelmeers.

Place des Lices
Place des Lices

Das älteste Fest ist die Bravade. Mitte Mai zieht der Ort über drei Tage zu Ehren des heiligen Torpes durch die Straßen, dem Saint-Tropez seinen Namen verdankt: Die Bravadeurs in historischen Uniformen tragen die Büste des Heiligen aus der Kirche, feuern mit Tromblons Salven ab, die zwischen den engen Fassaden ohrenbetäubend hallen, und das Ganze hat mit Folklore für Gäste wenig zu tun – es ist die Veranstaltung, für die Tropezianer aus dem ganzen Land anreisen. Eine zweite, kleinere Bravade erinnert Mitte Juni an die Abwehr einer spanischen Flotte im 17. Jahrhundert. Wer in diesen Tagen kommt, sollte Hotel und Restaurant lange vorher buchen.

Das zweite große Datum liegt am Ende der Saison. Bei den Voiles de Saint-Tropez treffen sich Ende September und Anfang Oktober klassische und moderne Segeljachten im Golf, und der Hafen füllt sich mit Booten, die man sonst nur auf Fotos sieht – Holzdecks, hohe Masten, Riggs aus den Zwanzigerjahren neben Kohlefaserrümpfen. Zuschauen kostet nichts: Der Môle, die Zitadelle und die Küstenwege am Cap sind gute Plätze, um die Wettfahrten zu verfolgen. Das Wetter ist zu dieser Zeit meist noch stabil und warm, die Preise aber wieder auf Hochsaisonniveau, weil der Ort in diesen Wochen zum zweiten Mal im Jahr voll ist.

Der Sommer ist die Zeit, in der Saint-Tropez seinem Ruf am nächsten kommt und für viele Reisende am wenigsten angenehm ist. Von Mitte Juli bis Ende August sind Strandclubs, Restaurants und Straßen ausgelastet, die Fahrt nach Pampelonne wird zur Geduldsprobe, und abends verlagert sich das Geschehen in die Clubs, allen voran Les Caves du Roy im Byblos, wo Kleiderordnung und Türpolitik genauso zum Programm gehören wie die Musik. Wer den Ort in dieser Form sehen will, kommt genau dann. Wer Strand und Dorf will, kommt vier Wochen früher oder später und bekommt beides deutlich ruhiger.

Und dann ist da die andere Hälfte des Jahres. Ab November schließen viele Hotels, Strandclubs und Restaurants, die Anlagen auf Pampelonne werden abgebaut, und im Dorf bleibt ein Kern aus Bäckereien, Brasserien und Boulespielern übrig. Die Zitadelle bleibt geöffnet, das Musée de l'Annonciade dagegen schließt traditionell im November, der Markt am Place des Lices findet ganzjährig statt, und der Küstenpfad ist im Winter bei klarer Luft schöner als im Hitzedunst des Sommers. Für einen Badeurlaub taugt diese Zeit nicht, für ein langes Wochenende mit Wandern, Wein und leeren Gassen sehr wohl – vorausgesetzt, du prüfst vorher, was geöffnet hat.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Saint-Tropez – und welches zu dir passt

Le PortLe PortDer Vieux Port ist die Bühne des Ortes: Jachten liegen mit dem Heck zum Quai Jean Jaurès, davor stehen die roten Klappstühle von Sénéquier, dahinter steigt der gestreifte Glockenturm über die Dächer. Galerien, Modegeschäfte und der Korso der Flaneure gehören dazu, nachts wird es hier zuletzt still.Ideal für: Hafenkorso & Cafés2–3 StundenLa PoncheLa PoncheDas alte Fischerviertel gleich hinter der Hafenzeile, ein Gewirr enger Gassen mit pastellfarbenen Fassaden, Treppen und der winzigen Badebucht La Glaye am alten Fischerhafen. Hier wohnte Brigitte Bardot während der Dreharbeiten, und hier beginnt der Küstenpfad Richtung Plage des Graniers.Ideal für: Altstadt & ruhige Gassen2–3 StundenLa CitadelleLa CitadelleAuf dem Hügel über der Altstadt liegt die Festung aus dem frühen 17. Jahrhundert mit sechseckigem Donjon, in dem das Seefahrtsmuseum untergebracht ist. Vom Wall überblickst du den ganzen Golf bis Sainte-Maxime; auf den Grashängen ringsum grasen Pfauen zwischen Agaven und Pinien.Ideal für: Aussicht & Geschichte2–3 StundenPlace des LicesPlace des LicesDer große Platanenplatz ist die dörfliche Mitte abseits des Hafens: Boule unter alten Bäumen, Markt am Dienstag- und Samstagvormittag, ringsum Brasserien, Bäckereien und Läden, in denen auch Einheimische einkaufen. Dahinter beginnen Wohnstraßen mit Gärten und mehr Parkraum als im Kern.Ideal für: Markt & Alltag2–3 StundenPampelonnePampelonneSüdöstlich des Dorfes, schon auf dem Gebiet von Ramatuelle, zieht sich der lange Sandbogen von Pampelonne hin – der bekannteste Strand der Côte d'Azur, mit Strandclubs von Le Club 55 bis Nikki Beach und frei zugänglichen Abschnitten dazwischen. Ohne Fahrzeug ist die Strecke mühsam.Ideal für: Strandtage & Clubs1–2 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Saint-Tropez mit Wetter und Badesaison

Das Klima ist mediterran mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern – entscheidender als das Thermometer ist hier aber der Kalender.

Saint-Tropez liegt im geschützten Winkel des Golfs, was den Ort weniger windanfällig macht als die offene Küste weiter westlich, ohne dass der Mistral ganz ausbleibt. Von Juni bis August fällt kaum Regen; ab September nimmt die Gewitterneigung wieder zu, und die kräftigsten Schauer fallen in Herbst und Frühjahr – oft als kurze, heftige Güsse, die den Tag nicht bestimmen. Das Meer braucht bis Juni, um wirklich warm zu werden, hält die Wärme dafür bis in den Oktober. Die Badesaison und die Hauptsaison decken sich nicht ganz: Im September ist das Wasser noch fast so warm wie im August und der Ort schon spürbar leerer.

Jan13°5°still, viele Häuser geschlossen
Feb13°5°Mandelblüte, klare Küstenwege
Mär16°7°erste Terrassen, kühles Meer
Apr18°9°grün, Ostern füllt den Ort kurz
Mai22°12°Bravade, Strände noch leer
Jun26°16°Badestart, lange Abende
Jul29°19°heiß, Halbinsel am Anschlag
Aug29°19°Hochsaison, alles ausgebucht
Sep25°16°Meer noch warm, ruhiger
Okt21°13°Voiles, danach Saisonende
Nov16°8°mild, Regentage, wenig los
Dez14°6°dörflich, Markt bleibt

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Saint-Tropez sind Mai, Juni und September. Im Mai steht die Bravade an, die Strände sind noch frei und die Preise moderat; im Juni beginnt bei Höchstwerten um 26 Grad die Badesaison, ohne dass die Halbinsel schon verstopft ist. September ist die stärkste Kombination aus warmem Meer, langen Badetagen und deutlich weniger Publikum – mit dem Vorbehalt, dass dann die ersten Herbstgewitter durchziehen können. Juli und August liefern das volle Programm, aber auch die längsten Wege und die höchsten Preise. Von November bis März ist der Ort still und ein guter Teil der Häuser geschlossen – gut zum Wandern, nicht zum Baden.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Saint-Tropez

Wie viele Tage sollte man für Saint-Tropez einplanen?
Ein voller Tag deckt den Ortskern ab, wenn du früh anfängst: Hafen, La Ponche, Zitadelle, Musée de l'Annonciade und Place des Lices liegen alle in Gehweite. Mit Markt, Museum und einem langen Mittagessen werden schnell anderthalb Tage daraus. Sinnvoll werden drei bis vier Tage, sobald Pampelonne, ein Küstenabschnitt und die Dörfer Gassin und Ramatuelle dazukommen. Als reines Strandziel funktionieren auch eine ganze Woche und ein Standort auf der Halbinsel.
Wie kommt man ohne Stau nach Saint-Tropez?
Mit dem Boot. Der gesamte Autoverkehr der Halbinsel läuft über den Kreisverkehr von La Foux, und im Sommer steht dort nachmittags regelmäßig alles. Linienboote aus Sainte-Maxime, Port Grimaud und Saint-Raphaël legen direkt im alten Hafen an; aus Sainte-Maxime dauert die Überfahrt kaum zwanzig Minuten. Prüfe vorher die letzte Rückfahrt, der Betrieb ist saisonal.
Wo parkt man in Saint-Tropez?
In eine der bewirtschafteten Tiefgaragen am Hafen oder unter dem Place des Lices – der Ortskern ist in weiten Teilen für Autos gesperrt, und wildes Parken wird konsequent geahndet. Günstiger fährst du, wenn du das Auto ganz stehen lässt und mit Boot, Bus oder Roller kommst. An den Stränden von Pampelonne gibt es bewirtschaftete Parkplätze an jedem Zufahrtsweg.
Kommt man von Saint-Tropez ohne Auto nach Pampelonne?
Ja, aber mit Planung. Regionalbusse in Richtung Ramatuelle bedienen die Zufahrten zum Strand, fahren jedoch in einem Takt, der einen Blick in den Fahrplan verlangt. Deutlich flexibler bist du mit Roller oder E-Bike, die im Ort vermietet werden und in der Hochsaison auf dieser Strecke schneller vorankommen als Autos. Zu Fuß sind es mehrere Kilometer ohne durchgehenden Gehweg.
Welcher Strand in Saint-Tropez ist ohne Strandclub zugänglich?
Auf Pampelonne liegen zwischen den Konzessionen frei zugängliche Abschnitte, dort brauchst du aber eigenen Schirm, weil es keinen Schatten gibt. Am Ort selbst sind die Plage de la Bouillabaisse, die Plage des Graniers unterhalb der Zitadelle und die kleine Plage de la Glaye in La Ponche öffentlich. Ruhiger wird es an der Plage des Salins und an der Plage de la Moutte östlich des Dorfes.
Muss man in den Strandclubs von Pampelonne reservieren?
In der Saison ja. Die bekannten Adressen von Le Club 55 bis Nikki Beach vergeben Liegen und Tische praktisch nicht spontan, an Wochenenden im Juli und August oft schon Wochen vorher nicht mehr. Wer ohne Reservierung kommt, weicht auf die öffentlichen Abschnitte des Strandes aus – die sind kostenlos, aber ohne jede Infrastruktur.
In welchem Viertel wohnt man in Saint-Tropez am besten?
Am Hafen bist du mitten im Geschehen und hörst das auch nachts. La Ponche und der Hang unter der Zitadelle sind die ruhige Altstadtvariante mit kurzen Wegen, dafür mit Treppen und Kopfsteinpflaster. Rund um den Place des Lices wohnst du dörflicher und findest eher Parkraum. Wer den Urlaub am Strand verbringt, nimmt Pampelonne, braucht dann aber zwingend ein Fahrzeug.
Ist Saint-Tropez teuer?
Am Hafen ja, deutlich – ein Kaffee in erster Reihe kostet ein Vielfaches dessen, was zwei Gassen weiter aufgerufen wird, und Hotelpreise im Juli und August kennen nach oben kaum eine Grenze. Das Preisgefälle verläuft vom Wasser weg und vom Hochsommer weg: In Ramatuelle, Gassin oder Sainte-Maxime und in den Monaten Mai, Juni und Oktober reist du erheblich günstiger.
Lohnt sich Saint-Tropez als Tagesausflug?
Ja, wenn du mit dem Boot kommst und den Tag nicht auf die Mittagsstunden legst. Von Sainte-Maxime, Port Grimaud oder Saint-Raphaël bist du in kurzer Zeit im Hafen und sparst dir Zufahrt und Parkplatzsuche. Am meisten hast du davon vor zehn Uhr morgens, wenn die Gassen noch leer sind, und spät am Abend, wenn der Korso am Quai abebbt; der späte Nachmittag gehört dem Publikum. Für einen Tag an Pampelonne lohnt ein Tagesausflug dagegen nicht.
Wann ist Saint-Tropez am ruhigsten?
Zwischen November und März, wenn viele Hotels und Strandclubs geschlossen sind und im Dorf ein Kern aus Bäckereien, Brasserien und Boulespielern übrig bleibt. Innerhalb der Saison sind die frühen Vormittagsstunden und die späte Nacht die ruhigsten Fenster – dann gehören die Gassen von La Ponche wieder denen, die dort wohnen.
Was ist die Tarte Tropézienne?
Eine mit Zuckerkörnern bestreute Brioche, die quer aufgeschnitten und mit einer Creme gefüllt wird – entwickelt von dem aus Polen stammenden Bäcker Alexandre Micka, den Namen bekam sie der Überlieferung nach von Brigitte Bardot während der Dreharbeiten in den Fünfzigerjahren. Die Originaladresse ist La Tarte Tropézienne am Place des Lices, frisch am Vormittag schmeckt sie am besten.
Wann ist Markt auf dem Place des Lices?
Am Dienstag- und am Samstagvormittag breiten sich die Stände unter den Platanen aus, mit Gemüse, Käse, Kräutern, Olivenholz, Stoffen und Seife neben reichlich Souvenirware. Abgebaut wird ab dem späten Vormittag, wer die volle Auswahl will, kommt früh. Der Markt findet ganzjährig statt und ist auch in der Nebensaison ein Grund, den Dienstag oder Samstag einzuplanen.
Was ist die Bravade in Saint-Tropez?
Das Ortsfest zu Ehren des heiligen Torpes, das Mitte Mai über drei Tage läuft: Bravadeurs in historischen Uniformen tragen die Büste des Heiligen durch die Straßen und feuern Salven aus Tromblons ab. Eine zweite, kleinere Bravade erinnert Mitte Juni an die Abwehr einer spanischen Flotte im 17. Jahrhundert. In beiden Zeiträumen sind Hotels früh ausgebucht.
Was kann man in Saint-Tropez bei schlechtem Wetter machen?
Das Musée de l'Annonciade am Hafen füllt mit seinen Werken von Signac, Bonnard und Matisse leicht eine Stunde, das Seefahrtsmuseum im Donjon der Zitadelle eine weitere. Dazu kommen das Museum zu Gendarmerie und Kino an der Place Blanqui, eine Weinverkostung auf einem Gut bei Gassin oder Ramatuelle und ein langes Mittagessen – die verlässlichste Regenlösung der Provence.

Entdecken

Sehenswürdigkeiten in Saint-Tropez die großen Höhepunkte und die stillen Entdeckungen

Übernachten

Hotels in Saint-Tropez zum Ankommen und Wohlfühlen

Alle · 6HotelsBoutiqueDesignLuxus

Genießen

Restaurants in Saint-Tropez wo die Stadt am besten schmeckt

Erleben

Aktivitäten & Touren in Saint-Tropez Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben

Saint-TropezUm sieben Uhr morgens gehört der Quai Jean Jaurès noch den Lieferwagen und den Matrosen, die die Fender der Megajachten abwischen – drei Stunden später steht auf denselben zweihundert Metern die halbe Côte d'Azur und schaut sich beim Schauen zu.

Der Reisebrief

Ein Ziel, ein Preisfund, ein Plan — mehr nicht.

Einmal im Monat: wohin es sich gerade lohnt — mit geprüftem Preis und fertigem Plan.

Kostenlos & jederzeit abbestellbar — Anmeldung mit Bestätigungs-Mail.

Reise buchen

Deine Saint-Tropez-Reise buchen

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Hotels

Vom Boutique-Hotel in der Altstadt bis zum Landhaus im Grünen.

Hotels ansehen7 in Saint-Tropez

Touren & Tickets

Museen, Wahrzeichen und Weinproben — Tickets und geführte Touren, oft ohne Anstehen.

Touren & Tickets3 in Saint-Tropez

Anzeige · Buchung über Partner. Preise & Verfügbarkeit beim Anbieter. Warum wir empfehlen, was wir empfehlen

Keine Lust zu suchen? Sag uns Budget und Reisezeit — wir stellen dir Saint-Tropez zusammen.

Persönliches Angebot anfragen →
Reiseplaner

Deine perfekte Reise – in Minuten geplant.

Sag uns, wohin und wie lange – der travelperfect Reiseplaner stellt dir Route, Highlights und Programm passend zusammen.

Reise planen
  • KI-Copilot
  • Route
  • Highlights
  • Crew
  • Budget
Reise buchen