📍 43.27°N · 6.64°E
Zoom 4 / 5Stadt · an der Côte d'Azur

◆ STADT · CÔTE D'AZUR

Saint-Tropez.
wo aus einem Fischerdorf der schönste Mythos der Côte d'Azur wurde

Saint-Tropez ist das Dorf, das die Welt sich als Inbegriff der Côte d'Azur ausgemalt hat – und das trotzdem nie ganz Dorf zu sein aufgehört hat. Hinter dem Jachthafen, wo die Megajachten Bug an Bug am Quai Jean Jaurès liegen und Sénéquier seine roten Stühle in die Sonne stellt, beginnen die ockerfarbenen Gassen der Altstadt, in denen sich kaum etwas verändert hat, seit Brigitte Bardot 1956 hier „Und immer lockt das Weib“ drehte. Über dem alten Fischerviertel La Ponche wacht die Zitadelle aus dem 17. Jahrhundert, südlich dehnt sich der Pampelonne-Strand mit seinen legendären Strandclubs. Wer früh kommt oder spät bleibt, findet zwischen Glamour und Pétanque immer noch das provenzalische Original.

Vom Fischerhafen zur Bühne der Welt und doch ist das alte Saint-Tropez nie ganz verschwunden

Lange war Saint-Tropez nur ein verschlafener Fischer- und Korkbrennerort am südlichen Ufer seines Golfs, vom übrigen Frankreich durch die Schienenlosigkeit der Halbinsel abgeschnitten – man kam mit dem Boot oder gar nicht. Diese Abgeschiedenheit machte den Ort um 1890 zur Entdeckung der Maler: Paul Signac ankerte mit seiner Jacht im Hafen, ließ sich nieder und lud Freunde wie Henri-Edmond Cross, Pierre Bonnard und Henri Matisse, der hier 1904 „Luxe, calme et volupté“ malte. Das pointillistische Licht von Saint-Tropez hängt heute im Musée de l'Annonciade, einer ehemaligen Kapelle direkt am Hafen.

Der zweite Ruhm kam mit dem Kino. 1956 drehte Roger Vadim mit der jungen Brigitte Bardot „Und immer lockt das Weib“ an diesen Stränden, und über Nacht wurde aus dem Dorf das Synonym für eine neue, sonnengebräunte Freiheit. In den Sechzigern folgten Jazzclubs, die Gucci-Boutiquen und die ersten Megajachten; das Hotel Byblos öffnete 1967 zur Hochzeit der Jetset-Jahre. Bis heute reihen sich am Quai Jean Jaurès die Schaulustigen und die Schaugestellten, und vor Sénéquiers roten Stühlen geht der Korso aus Yachten und Designertaschen nie ganz zur Ruhe.

Doch wer hinter die Hafenfront tritt, findet das ältere Saint-Tropez noch unversehrt. In den Gassen von La Ponche, dem einstigen Fischerviertel, trocknet Wäsche zwischen pastellfarbenen Fassaden, am Place des Lices klacken unter Platanen die Boulekugeln, und auf dem Markt verkaufen Bauern aus dem Hinterland Tomaten, Tapenade und die zuckrige Tarte Tropézienne. travelperfect rät, die Halbinsel im Mai oder September zu besuchen – dann liegt zwischen den Yachten und den Olivenhainen von Ramatuelle wieder jene Ruhe, die einst die Maler hierherzog.

Saint-Tropez

01 · Auf einen Blick

Gut zu wissen.

Lage
Südufer der Halbinsel von Saint-Tropez im Département Var, am gleichnamigen Golf der Côte d'Azur
Anreise per Flug
Nächster Flughafen Nizza Côte d'Azur (NCE) ca. 100 km; von dort Mietwagen, Transfer oder im Sommer Helikopter/Boot
Mit Bahn & Boot
TGV bis Saint-Raphaël, dann im Sommer Linienboot (Les Bateaux Verts) in ca. 1 Std. direkt in den Hafen
Beste Reisezeit
Mai–Juni und September; im Hochsommer Stau auf der einzigen Zufahrtsstraße und volle Strände
Zeitzone
Europe/Paris (MEZ/MESZ)
Vor Ort unterwegs
Altstadt und Hafen zu Fuß; zu den Pampelonne-Stränden Taxi, Roller oder Shuttle – parken ist im Sommer das Hauptproblem
Sprache & Zahlung
Französisch; Euro, Kartenzahlung überall, Strandclubs oft mit Reservierung und Mindestverzehr

· Sehenswürdigkeiten

Die Highlights, die du gesehen haben musst.

Place des Lices
Plage de Pampelonne
Musée de l'Annonciade
Le Vieux Port Saint-Tropez
Citadelle de Saint-Tropez
Église Notre-Dame de l'Assomption

· Hotels

Wo übernachten.

Place des Lices

Hôtel Lou Pinet

ab 550 €/Nacht
Le Port

Hôtel de Paris Saint-Tropez

ab 450 €/Nacht
La Ponche

Cheval Blanc St-Tropez

ab 900 €/Nacht
Place des Lices

Hotel Byblos Saint-Tropez

ab 700 €/Nacht
Pampelonne

Château de la Messardière

ab 650 €/Nacht
Le Port

Hôtel Sube

ab 250 €/Nacht

· Restaurants

Wo essen.

Le Port

L'Opéra Saint-Tropez

Place des Lices

Le Café

Le Port

Sénéquier

La Ponche

La Vague d'Or

La Ponche

La Ponche Restaurant

Place des Lices

La Tarte Tropézienne

· Aktivitäten

Was erleben.

Le Port

Bootstour durch den Golf von Saint-Tropez

La Ponche

Altstadtführung durch Saint-Tropez

Pampelonne

Weinverkostung auf der Halbinsel von Saint-Tropez

· Entdecken & Buchen

Was es zu buchen gibt.

6
Sehenswürdigkeiten
Hafen, Museen & Zitadelle →
🛏
7
Hotels
Boutique-Häuser bis Palace →
🍽
7
Restaurants
Strandbistro bis Sterneküche →
3
Aktivitäten
Bootstouren & Erlebnisse →

02 · Was tun

Saint-Tropez nach Themen entdecken vier Wege durch Glamour, Gassen, Strand – und ein paar Geheimtipps

Hafen & Maler-Erbe

Vom Quai zur Annonciade

Der Bummel beginnt am Quai Jean Jaurès, wo die roten Stühle von Sénéquier seit 1930 zum Hafenkino gehören und die Megajachten an der Mole liegen. Wenige Schritte weiter zeigt das Musée de l'Annonciade in einer entweihten Kapelle, warum Signac, Bonnard und Matisse dieses Licht liebten. Über den Bailli-de-Suffren-Quai führt der Weg zur Pfarrkirche Notre-Dame de l'Assomption mit ihrem ockergelben Glockenturm.

Sénéquier am QuaiMusée de l'AnnonciadeHafenpromenade

Altstadt & La Ponche

Durch die ockerfarbenen Gassen

Hinter dem Hafen beginnt das alte Saint-Tropez: das Fischerviertel La Ponche mit der kleinen Badebucht La Glaye, enge Gassen mit pastellfarbenen Fassaden und Bougainvillea. Hinauf zur Zitadelle aus dem 17. Jahrhundert, in deren Donjon das Seefahrtsmuseum vom maritimen Erbe erzählt und von deren Wall man den ganzen Golf überblickt. Zurück über den Place des Lices, wo unter Platanen Boule gespielt wird.

Fischerviertel La PoncheZitadelle & MuseumPlace des Lices

Pampelonne & Strandclubs

Der Mythos vom Sand

Südlich des Dorfes, schon auf dem Gebiet von Ramatuelle, zieht sich der drei Kilometer lange Pampelonne-Strand. Hier reihen sich die legendären Strandclubs: das Club 55, einst Kantine der Bardot-Filmcrew, das schicke Nikki Beach, La Réserve à la Plage. Wer es ruhiger mag, wählt die öffentlichen Abschnitte. Reservierung an den Clubs im Sommer ist Pflicht, ein Liegenpaar kostet schnell mehr als ein Abendessen.

Le Club 553 km SandstrandReservierung nötig

Markt, Shopping & Provence

Die andere Seite des Glamours

Zweimal die Woche – dienstags und samstags – füllt sich der Place des Lices mit dem Wochenmarkt: Oliven, Tapenade, Lavendelseife, provenzalische Stoffe und Käse aus dem Hinterland. Zum Shopping locken die Designerboutiquen in den Gassen hinter dem Hafen, dazu eine Tarte Tropézienne, die zuckrige Sahnebrioche, die hier ihren Ursprung hat. Der Geheimtipp gegen den Trubel: in die Weinberge der Halbinsel oder in die Bergdörfer Ramatuelle und Gassin oberhalb der Küste fahren.

Markt am Place des LicesTarte TropézienneWeinberge & Bergdörfer

03 · Wann

Wann nach Saint-Tropez reisen zwischen lauen Frühlingstagen und dem überfüllten Augusttrubel

Saint-Tropez liegt im milden mediterranen Klima der Côte d'Azur: heiße, trockene Sommer, sanfte Winter und über die Hälfte des Jahres Sonne. Die Wahl der Reisezeit entscheidet aber weniger über das Wetter als über den Andrang. Im Juli und August platzt die Halbinsel aus allen Nähten, im Mai, Juni und September dagegen ist das Meer schon oder noch warm und die einzige Zufahrtsstraße frei.

FrühlingApril – JuniMildes, oft sonniges Wetter mit 18–25 °C, blühende Macchia und Mimosen. Ab Juni wird das Meer badewarm. Die Strandclubs öffnen, die Preise sind noch moderater als im Hochsommer.Beste Zeit für Altstadt, Wandern und erste Badetage
SommerJuli – AugustHeiß und trocken, meist 28–32 °C, das Meer um 24 °C. Hochsaison mit vollen Stränden, Stau auf der Zufahrt und Spitzenpreisen. Das gesellschaftliche Leben ist auf dem Höhepunkt.Nur wer Trubel und Glamour sucht – früh buchen
HerbstSeptember – OktoberDer Geheimtipp: im September oft noch 24–28 °C und warmes Meer, aber spürbar leerer. Die Voiles de Saint-Tropez, die große Segelregatta, bringen Anfang Oktober klassische Yachten in den Hafen.Sehr gute Reisezeit – Baden, Segeln, mildes Licht
WinterNovember – MärzMild, aber ruhig: tagsüber meist 10–15 °C, viele Strandclubs und Hotels geschlossen. Das Dorf gehört wieder den Einheimischen, die Gassen sind menschenleer und atmosphärisch.Ruhige Spaziergänge, Provence-Stimmung, niedrige Preise

04 · Häufige Fragen

Was Reisende am häufigsten fragen.

Was muss man in Saint-Tropez gesehen haben?

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören der Vieux Port mit dem Café Sénéquier und seinen roten Stühlen, das Fischerviertel La Ponche, die Zitadelle aus dem 17. Jahrhundert mit Seefahrtsmuseum und Panoramablick, das Musée de l'Annonciade mit Werken von Signac und Matisse, der Markt am Place des Lices und der drei Kilometer lange Pampelonne-Strand. Für die Altstadt und den Hafen reichen zwei Tage.

Wofür ist Saint-Tropez bekannt?

Saint-Tropez ist bekannt als Inbegriff des mondänen Côte-d'Azur-Glamours: für den Jachthafen mit seinen Megajachten, das Café Sénéquier, die Strandclubs von Pampelonne wie Le Club 55 und für Brigitte Bardot, die den Ort 1956 mit „Und immer lockt das Weib“ weltberühmt machte. Dahinter steckt aber immer noch ein provenzalisches Fischerdorf mit ockerfarbenen Gassen, Markt und Pétanque.

Wo ist es in Saint-Tropez am schönsten?

Am stimmungsvollsten sind die ockerfarbenen Gassen des Fischerviertels La Ponche mit der kleinen Bucht La Glaye, der Wall der Zitadelle mit dem weitesten Blick über den Golf und der Quai Jean Jaurès zur blauen Stunde. Wer das ruhigere, provenzalische Saint-Tropez sucht, geht zum Place des Lices unter den Platanen – besonders schön an den Markttagen Dienstag und Samstag.

Wann ist die beste Reisezeit für Saint-Tropez?

Mai, Juni und September sind ideal: Das Meer ist warm, die Tage sonnig, und es herrscht deutlich weniger Andrang als im Hochsommer. Juli und August sind die glamourösesten, aber auch teuersten und vollsten Monate – mit langen Staus auf der einzigen Zufahrtsstraße. Wer Ruhe und das provenzalische Saint-Tropez sucht, kommt im Frühjahr oder Frühherbst.

Wie kommt man am besten nach Saint-Tropez?

Der nächste Flughafen ist Nizza Côte d'Azur, rund 100 km entfernt; von dort fährt man mit Mietwagen oder Transfer in etwa 1,5 Stunden. Eine entspanntere Variante: mit dem TGV bis Saint-Raphaël und von dort im Sommer mit dem Linienboot der Bateaux Verts in etwa einer Stunde direkt in den Hafen – so umgehst du den berüchtigten Verkehr auf der Halbinsel.

Ist Saint-Tropez nur etwas für Reiche und Promis?

Der Ruf täuscht. Die Yachten, Designerläden und Strandclubs prägen das Bild, aber die Altstadtgassen, der Markt am Place des Lices, der Aufstieg zur Zitadelle und ein Bummel durch La Ponche kosten nichts. Wer abseits der Hafenfront isst und außerhalb der Hauptsaison kommt, erlebt ein Saint-Tropez, das sich kaum von anderen provenzalischen Küstenorten unterscheidet.

05 · In der Nähe

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    travelperfect · Aktualisiert 18. Juni 2026