Die Strände von Saint-Tropez zwischen Pampelonne und Les Salins
Der Sand, für den alle kommen, liegt außerhalb des Ortes – die Buchten, die kaum jemand kennt, beginnen dagegen am Ende der Altstadtgassen.

Pampelonne ist der Grund, warum die Halbinsel im Sommer verstopft. Der Strand liegt südöstlich des Dorfes auf dem Gebiet von Ramatuelle, zieht sich als flacher Bogen zwischen der Pointe de la Bonne Terrasse und dem Cap du Pinet hin und besteht abwechselnd aus konzessionierten Clubabschnitten und frei zugänglichen Stücken. Der Zugang erfolgt über mehrere Stichwege von der Route des Plages, jeder mit eigenem Parkplatz, jeder im Hochsommer vormittags voll. Die Strandclubs sind der eigentliche Charakter dieses Strandes: Le Club 55 ist der älteste von ihnen und ging aus der Verpflegung der Filmcrew hervor, die Mitte der Fünfzigerjahre am Strand drehte, Nikki Beach steht für die laute Gegenvariante mit Musik und Champagner am Nachmittag. Reservieren solltest du in der Saison unbedingt vorab – Liegen werden dort nicht spontan vergeben.
Wer keinen Club will, findet auf Pampelonne trotzdem Platz. Zwischen den Konzessionen liegen öffentliche Abschnitte mit nichts als Sand, dort brauchst du eigenen Schirm und eigenes Wasser, denn Schatten gibt es keinen. Die Anlagen der Clubs sind demontierbar gebaut und verschwinden außerhalb der Saison weitgehend vom Strand, sodass Pampelonne im Winter wie ein völlig anderer Ort wirkt: eine leere Sandfläche mit Möwen und Spaziergängern. Praktisch wichtig ist der Wind. Bei östlicher Anströmung steht auf Pampelonne kurze, unangenehme Welle, und dann wechselst du besser auf die dem Golf zugewandte Nordseite der Halbinsel, wo das Wasser flach und ruhig bleibt.
Am Ort selbst gibt es drei Bademöglichkeiten zu Fuß. Die Plage de la Bouillabaisse liegt westlich an der Zufahrtsstraße, ist lang, flach und die praktischste Adresse für alle, die im Dorf wohnen. Die Plage des Graniers erreichst du in gut zehn Minuten vom Fuß der Zitadelle über den Beginn des Küstenpfads – eine kleine Bucht mit Kiessand, Pinien am Hang und einem Strandlokal, an Sommernachmittagen dicht belegt, morgens fast leer. Und mitten in La Ponche liegt die winzige Plage de la Glaye zwischen den Felsen des alten Fischerhafens, mehr Badestelle als Strand, aber der kürzeste Weg vom Kaffee ins Wasser, den dieser Ort zu bieten hat.
An der Ostseite der Halbinsel wird es ruhiger. Über die Route des Salins erreichst du die Plage des Salins, einen langen, von Pinien gesäumten Sandstreifen ohne Clubdichte, und dahinter die Plage de la Moutte mit Felsabschnitten und deutlich weniger Publikum. Auf der Golfseite liegt die Baie des Canoubiers mit ruhigem, flachem Wasser – die beste Wahl für kleine Kinder und für Tage, an denen der Wind Pampelonne unbrauchbar macht. Parkplätze sind an all diesen Stränden knapp und werden bewirtschaftet; wer nach elf Uhr anrollt, dreht Runden. Mit Roller oder Rad kommst du in der Hochsaison schneller und billiger hin als mit dem Auto.







































