Region · Frankreich

Französische Alpen

Zwischen dem türkisen Lac d'Annecy und dem 4.808 Meter hohen Mont Blanc staffeln sich die Französischen Alpen von Weinhängen über Bergseen bis ins ewige Eis.

7 Städte41 Sehenswürdigkeiten38 Hotels
Überblick

Deine Französische Alpen auf einen Blick

Beste Reisezeit
Juni–September für Berge & Seen, Dezember–März für Ski
Anreise
Flughäfen Lyon (LYS) & Genf (für Chamonix/Annecy); TGV ab Paris nach Lyon in ca. 2 Std.
Sprache
Französisch · savoyische Dialektreste in den Tälern
Vor Ort
TGV & Regionalzüge zwischen den Städten, Mietwagen für die Bergtäler und Skiorte
Wichtigster Tipp
Bergbahn- und Skibetrieb saisonal prüfen – viele pausieren in der Zwischensaison
Währung & Sprache
Euro · Französisch (Englisch in den Skiorten verbreitet)
Die Region

Was Französische Alpen ausmacht

Die Französischen Alpen sind kein einzelnes Ziel, sondern eine ganze Stufenlandschaft: im Westen leitet das Rhônetal mit Lyon in die Region über, wo die bouchons Quenelles servieren; wenige Stunden östlich spiegelt sich die Altstadt von Annecy in türkisblauen Kanälen, und unter dem Mont Blanc bei Chamonix beginnt mit der Aiguille du Midi das Reich des Alpinismus. Dazwischen ziehen die Serpentinen der Route des Grandes Alpes über Pässe wie den Col du Galibier und den Col de l'Iseran, während Skiorte wie Alpe d'Huez, Les Deux Alpes und Val-d'Isère für schneesichere Winter stehen. Grenoble, die von drei Massiven umkreiste Studentenstadt, ist das urbane Tor in die Berge. Es ist eine Region, in der du morgens auf dem Markt Reblochon und Beaufort kaufst und nachmittags mit der Seilbahn auf über 3.800 Meter fährst – oder im Sommer im warmen Bergsee schwimmst, während oben noch die Gletscher glänzen.

Reiseführer

Französische Alpen von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Irgendwo hinter Grenoble kippt die Autobahn ins Gebirge, die Ohren fangen an zu knacken, und plötzlich steht am Ende des Tals eine weiße Wand aus Fels und Firn, die alles andere klein macht. Die Französischen Alpen beginnen nicht an einem Ortsschild – sie beginnen in dem Moment, in dem du die Fenster runterkurbelst, die kühle Luft nach nassem Stein und Nadelwald riecht und der Blick unwillkürlich nach oben wandert, wo die Gipfel den Himmel abschneiden.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Französischen Alpen

Um kurz nach neun, wenn die erste Seilbahn nach oben schwebt, liegt das Tal noch im Schatten, während die Gipfel schon in der Sonne stehen.

Die Aiguille du Midi über Chamonix ist der spektakulärste Aussichtspunkt der Region: Die Seilbahn überwindet in zwei Sektionen fast 2.800 Höhenmeter und setzt dich auf 3.842 Metern ab, direkt gegenüber dem Mont Blanc. Oben führt ein Panoramasteg zum gläsernen 'Pas dans le Vide', einem Glaskasten mit Blick tausend Meter senkrecht in die Tiefe. Nimm eine warme Jacke mit – auch im August liegt die Temperatur hier oben oft um den Gefrierpunkt, und die Höhe merkst du in den ersten Minuten deutlich. Buche das Zeitfenster für die Bahn vorab online, an schönen Sommertagen sind die Vormittagsslots früh vergriffen.

Der Lac d'Annecy ist die zweite große Ikone: ein Bergsee von solcher Klarheit, dass er als einer der saubersten Seen Europas gilt, eingefasst von Voralpengipfeln und einem durchgehenden Radweg rund ums Ufer. In der Altstadt von Annecy windet sich der Thiou-Kanal zwischen pastellfarbenen Fassaden hindurch, mitten im Wasser liegt das steinerne Palais de l'Île. Miet ein Tretboot oder spring von den öffentlichen Stegen ins Wasser, das im Hochsommer über 22 Grad erreicht – für einen Alpensee ungewöhnlich warm.

In Grenoble schweben die kugelrunden Seilbahnkabinen, von den Einheimischen 'les Bulles' genannt, von der Altstadt hinauf zur Bastille-Festung. Von der Terrasse dort oben überblickst du die im flachen Talkessel liegende Stadt und dahinter, bei klarer Sicht, das Mont-Blanc-Massiv. Grenoble gilt als die flachste Großstadt Frankreichs, umkreist von drei Gebirgsstöcken – Vercors, Chartreuse und Belledonne –, was ihr den Beinamen 'Hauptstadt der Alpen' eingetragen hat.

Wer den Wandel der Gletscher sehen will, fährt mit der roten Zahnradbahn von Chamonix hinauf nach Montenvers zum Mer de Glace, dem größten Gletscher Frankreichs. Von der Bergstation führen heute mehrere hundert Stufen hinab zur Eisgrotte – vor wenigen Jahrzehnten waren es nur eine Handvoll. Schilder am Weg markieren, wo die Eisoberfläche in früheren Jahren lag; kaum ein Ort macht den Rückgang der Alpengletscher so unmittelbar begreifbar wie dieser Abstieg.

Sehenswürdigkeiten in Französische Alpen

Alle 41 Sehenswürdigkeiten
Annecy & Lac d'Annecy

Annecy und der türkise Lac d'Annecy

Am frühen Morgen, bevor die Tagesgäste kommen, liegt der Thiou-Kanal spiegelglatt zwischen den Blumenbrücken, und die Ruderer ziehen lautlos ihre Bahnen.

Annecy und der türkise Lac d'Annecy
Annecy & Lac d'Annecy

Annecy trägt den Beinamen Venedig der Alpen, und für einmal hält ein Werbespruch, was er verspricht: Durch die Altstadt zieht sich der Thiou, der Abfluss des Sees, gesäumt von Arkaden, Blumenkästen und dem Palais de l'Île, das seit dem 12. Jahrhundert mitten im Kanal liegt – erst Grafensitz, dann Gefängnis, heute Museum. Lauf früh los, vor zehn Uhr gehört dir das Kopfsteinpflaster fast allein; ab Mittag schieben sich die Gruppen durch die schmalen Gassen, und die Terrassen am Wasser sind ausgebucht.

Der eigentliche Star ist der See selbst. Der Lac d'Annecy wird von Bergbächen und einer Unterwasserquelle gespeist und war in den Sechzigern durch Abwässer fast gekippt – seit einer der frühesten Seesanierungen Europas gilt er heute als einer der saubersten Badeseen des Kontinents. Rund ums Ufer läuft ein durchgehender Radweg von gut 40 Kilometern auf einer ehemaligen Bahntrasse, meist autofrei und flach; leih dir in der Stadt ein Rad und plane einen halben Tag für die Runde mit Badestopps ein.

Zum Baden fährst du am besten ans Ostufer nach Talloires oder an die freien Wiesen bei Menthon-Saint-Bernard und Duingt, wo das Wasser flach abfällt und im Hochsommer über 22 Grad erreicht. Der städtische Strand Plage d'Annecy-le-Vieux und das Freibad Plage des Marquisats liegen fußläufig zur Altstadt. Wer es sportlicher mag, startet vom Col de la Forclaz aus zum Gleitschirmflug: Der Hang über Doussard ist einer der bekanntesten Startplätze der Alpen, und von oben siehst du den ganzen türkisen See auf einmal.

Rund um Annecy lohnt der Blick ins Umland: Das Reblochon-Käseland des Pays de Thônes beginnt gleich hinter den ersten Bergkämmen, und Richtung Süden führt die Straße durch die Bauges, ein stilles Kalkmassiv mit Almen und Wanderwegen. Für einen Tagesausflug reicht die Zeit auch bis Genf am anderen Ende des Genfersees oder hinauf nach La Clusaz, einem der ältesten Skiorte Savoyens, der im Sommer zum Mountainbike-Revier wird.

Chamonix & Mont Blanc

Chamonix, der Mont Blanc und die Aiguille du Midi

In Chamonix steht der Mont Blanc am Ende jeder Gasse, und wenn morgens die erste Sonne die Gipfel trifft, glüht das Firn rosa, während im Tal noch die Straßenlaternen brennen.

Chamonix, der Mont Blanc und die Aiguille du Midi
Chamonix & Mont Blanc

Chamonix-Mont-Blanc liegt auf gut tausend Metern im engen Tal der Arve, direkt unter dem mit 4.808 Metern höchsten Gipfel der Alpen. Die Stadt gilt als Geburtsort des Alpinismus – hier begann 1786 mit der Erstbesteigung des Mont Blanc die Geschichte des Bergsteigens –, und bis heute treffen sich an der Place Balmat Bergführer, Kletterer und Skitourengeher. Trotz des großen Namens bleibt der Ort ein echtes Bergstädtchen mit Markt, Kirche und einer Fußgängerzone, in der Ausrüstungsläden neben Konditoreien liegen.

Der Klassiker ist die Fahrt zur Aiguille du Midi: Die Seilbahn bringt dich in zwei Etappen auf 3.842 Meter, näher an den Mont Blanc kommst du ohne Steigeisen nicht. Oben warten Panoramaterrassen, ein Aussichtslift zur Spitze und der gläserne 'Pas dans le Vide'. Die Höhe ist kein Scherz – manchen wird schwindelig, geh es langsam an und bleib nicht zu lange. An Sommertagen mit klarer Sicht sind die frühen Kabinen morgens am ruhigsten und die Fernsicht am besten, bevor mittags Wolken aufziehen.

Ein zweites Ziel ist das Mer de Glace, der größte Gletscher Frankreichs, den du mit der historischen Zahnradbahn ab Chamonix erreichst. Der Gletscher zieht rund sieben Kilometer durchs Tal, doch er schrumpft rapide: Der Abstieg von der Bergstation zur Eisgrotte ist über die Jahre um hunderte Stufen länger geworden, weil die Eisoberfläche immer tiefer sinkt. Ein Museum und markierte Höhenlinien am Weg dokumentieren den Schwund – ein nüchterner, eindrücklicher Kontrapunkt zum Postkartenpanorama.

Chamonix im Sommer ist ein eigenes Kapitel: Wenn der Schnee weg ist, öffnet sich ein Netz aus Wander- und Hochgebirgswegen, allen voran der Grand Balcon Sud, der auf halber Höhe gegenüber dem Mont-Blanc-Massiv entlangführt – mit Blick auf Gletscher und Nadeln, ohne selbst klettern zu müssen. Der Fernwanderweg Tour du Mont Blanc startet hier und umrundet das Massiv in gut zehn Tagen durch drei Länder. Wer weniger Zeit hat, nimmt eine der Seilbahnen als Aufstiegshilfe und wandert nur bergab.

Grenoble & Vorland

Grenoble, die Hauptstadt der Alpen

Aus den gläsernen Seilbahnkugeln über Grenoble sieht die Stadt aus wie ein flaches Schachbrett, an dessen Rändern die Berge senkrecht in die Höhe springen.

Grenoble, die Hauptstadt der Alpen
Grenoble & Vorland

Grenoble ist der urbane Auftakt zu den Französischen Alpen und zugleich eine der wenigen echten Großstädte im Hochgebirge. Der Schriftsteller Stendhal, hier geboren, schrieb, am Ende jeder Straße stehe ein Berg – und tatsächlich rahmen drei Massive die Stadt ein: das schroffe Vercors im Südwesten, die klösterliche Chartreuse im Norden und die Gletscherkette Belledonne im Osten. Diese Lage macht Grenoble zum idealen Standquartier, wenn du Stadt und Berge kombinieren willst, ohne täglich das Quartier zu wechseln.

Das Wahrzeichen ist die 1934 eröffnete Seilbahn – eine der ersten städtischen der Welt –, deren eiförmige Kabinen ('les Bulles') seit 1976 von der Uferpromenade der Isère hinauf zur Bastille schweben. Oben erwarten dich eine sternförmige Festungsanlage, Restaurants und ein Rundblick, der bei Föhnwetter bis zum Mont Blanc reicht. Wer laufen will, steigt über die befestigten Wege zu Fuß hinauf und fährt mit der Bahn zurück; der Aufstieg dauert etwa eine Dreiviertelstunde.

Unten lohnt die Altstadt rund um die Place Saint-André und die Place Grenette, dazu das Musée de Grenoble mit einer der stärksten Sammlungen moderner Kunst außerhalb von Paris. Als Universitäts- und Forschungsstadt ist Grenoble jung und günstig: In den Cafés und auf den Markthallen der Place aux Herbes isst du gut, ohne Bergort-Preise zu zahlen. Von hier fährst du in einer Stunde ins Vercors-Hochplateau oder in die Klöster der Chartreuse, wo die Mönche bis heute den grünen Kräuterlikör herstellen.

Für Ausflüge ins Vercors nimmst du am besten das Auto: Die in den Fels gehauenen Straßen der Gorges de la Bourne und der Grands Goulets sowie die Combe Laval zählen zu den eindrucksvollsten Passstrecken der Voralpen, mit Tunneln, die roh durch den Kalk gebrochen sind. Das Plateau selbst ist im Winter ein Langlaufparadies und im Sommer ein weites Wander- und Höhlenrevier – und historisch ein Zentrum der Résistance, an das mehrere Gedenkstätten erinnern.

Skifahren & Winter

Skifahren in Alpe d'Huez, Les Deux Alpes und Val-d'Isère

Wenn im Dezember der erste Schnee die Serpentinen zuckert, öffnen sich in den Französischen Alpen die größten zusammenhängenden Skigebiete der Welt.

Alpe d'Huez über dem Oisans gilt als 'Insel der Sonne': Das Skigebiet liegt südexponiert und zählt 250 Pistenkilometer, dazu eine der längsten schwarzen Abfahrten der Alpen, die Sarenne mit rund 16 Kilometern. Der Ort selbst ist bekannt für die 21 Kehren der Auffahrt, ein legendärer Anstieg der Tour de France, den im Sommer Radfahrer aus aller Welt hochkurbeln. Die Höhe bis über 3.300 Meter am Pic Blanc sorgt für lange Schneesicherheit und ein Gletscherfeld, auf dem selbst im Frühjahr noch Betrieb ist.

Les Deux Alpes auf der gegenüberliegenden Talseite hat den größten begehbaren Skigletscher Europas: Auf über 3.400 Metern wird im Sommer sogar noch Skibetrieb angeboten. Der Ort ist jünger und lauter als Alpe d'Huez, mit langer Talabfahrt und einem Snowpark, der Freestyler anzieht. Beide Gebiete liegen keine Stunde auseinander und lassen sich mit einem kombinierten Skipass verbinden – ideal, wenn du Abwechslung suchst, ohne die Region zu wechseln.

Die großen Namen der Tarentaise liegen weiter östlich: Val-d'Isère bildet mit Tignes den riesigen Verbund Espace Killy, benannt nach dem Skistar Jean-Claude Killy, mit schneesicheren Hochlagen bis über 3.400 Meter und Weltcup-Pisten wie der Face de Bellevarde. Megève dagegen, von der Baronin Noémie de Rothschild als mondänes Gegenstück zu St. Moritz gegründet, ist der eleganteste und traditionsreichste der Orte – mit Pferdekutschen auf dem Dorfplatz statt Après-Ski-Lärm.

Ein paar Praxishinweise: Französische Skigebiete vermieten die Wochen meist von Samstag zu Samstag, und die Ferien der französischen Zonen A, B und C treiben die Preise zu bestimmten Wochen kräftig hoch – prüfe den Ferienkalender, bevor du buchst. Die Anfahrt über die Tarentaise-Straße ist an den Anreisesamstagen berüchtigt für Staus; wer flexibel ist, reist unter der Woche an. Schneeketten oder Winterreifen sind auf den Bergstraßen zeitweise Pflicht und werden kontrolliert.

Aktivitäten & Touren in Französische Alpen

Alle 21 Aktivitäten
Rundreise & Passstraßen

Route des Grandes Alpes und die schönste Rundreise

Die klassische Alpenschleife lässt sich auf einer Serviette skizzieren: vom Genfersee über ein gutes Dutzend Pässe bis ans Mittelmeer, immer der Höhe nach.

Die Route des Grandes Alpes ist die große Panoramastraße der Französischen Alpen: rund 700 Kilometer von Thonon-les-Bains am Genfersee bis nach Menton an der Côte d'Azur, über mehr als ein Dutzend Hochpässe, darunter der Col de l'Iseran als höchster asphaltierter Pass der Alpen auf 2.770 Metern und der Col du Galibier auf 2.642 Metern. Plane für die ganze Strecke fünf bis sieben Tage, nicht weniger – die Pässe kosten Zeit, und du willst nicht nur fahren, sondern auch anhalten, wandern und in den Bergdörfern übernachten.

Wichtig ist das Timing: Die höchsten Pässe sind nur von etwa Juni bis Anfang Oktober schneefrei und geöffnet – der Col de l'Iseran und der Galibier werden im Winter komplett gesperrt. Vor Anfang Juni riskierst du geschlossene Schranken und musst weiträumig umfahren. Prüfe vor der Fahrt den Öffnungsstatus der einzelnen Cols; die Departements aktualisieren ihn tagesaktuell, weil auch im Frühsommer noch Restschnee oder Steinschlag eine Straße dichtmachen kann.

Wechsle nicht jede Nacht das Quartier, wenn du entspannt reisen willst. Setz zwei, drei Standorte – etwa Annecy im Norden, ein Ort im Raum Bourg-Saint-Maurice oder Val-Cenis in der Mitte und Barcelonnette im Süden – und fahr die Etappen von dort. Die Serpentinen verlangen Konzentration, hinter jeder Kehre kann ein Radfahrer oder ein Wohnmobil auftauchen, und die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt oft unter 40 Kilometern pro Stunde. Rechne großzügig und starte früh, bevor der Verkehr auf den engen Passstraßen dichter wird.

Wer weniger Zeit hat, kürzt ab: Eine schöne Drei-Tage-Schleife verbindet Annecy, Chamonix und das Beaufortain über die Cormet-de-Roselend-Straße mit ihrem türkisen Stausee. Alternativ bleibst du im Süden und fährst die Cols rund um den Nationalpark Écrins und das Queyras, wo das Dorf Saint-Véran als eine der höchstgelegenen Gemeinden Europas auf über 2.000 Metern liegt. Beide Varianten geben dir das Passstraßen-Gefühl, ohne die komplette Route abfahren zu müssen.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Wandern & Bergsommer

Wandern und Bergsommer in den Französischen Alpen

Ab Juni schmilzt der Schnee aus den Hochtälern, die Almwiesen blühen violett und gelb, und die Seilbahnen, die im Winter Skifahrer tragen, bringen jetzt Wanderer nach oben.

Der Tour du Mont Blanc ist die Königstour der Region: rund 170 Kilometer und über 10.000 Höhenmeter in gut zehn Tagen, einmal um das gesamte Massiv herum durch Frankreich, Italien und die Schweiz. Übernachtet wird in bewirtschafteten Berghütten (Refuges), die du in der Hauptsaison Wochen im Voraus reservieren musst. Wer nicht die ganze Runde geht, pickt sich Etappen heraus – der Abschnitt vom Col de Voza ins Val Montjoie oder der Grand Balcon über Chamonix geben einen Vorgeschmack ohne mehrtägiges Gepäck.

Für Tageswanderungen ist das Massiv des Vanoise-Nationalparks zwischen Tarentaise und Maurienne ein Klassiker: Frankreichs erster Nationalpark, gegründet 1963, mit Steinböcken, Murmeltieren und einem dichten Netz markierter Wege. Rund um den Lac de Tignes und über den Col de la Vanoise wanderst du auf über 2.500 Metern durch eine hochalpine Welt aus Seen und Gletscherzungen. Feste Schuhe, Sonnenschutz und ein Wetterblick am Morgen gehören dazu – Gewitter ziehen im Hochsommer oft am frühen Nachmittag auf.

Sanfter, aber nicht weniger reizvoll sind die Voralpen: Das Vercors-Plateau südlich von Grenoble mit seinen Hochebenen und Schluchten, die Bauges rund um Annecy und die Chartreuse mit ihren Kalkgipfeln bieten Wege für Familien und Genusswanderer. Hier führt der Weg durch Almen, an Käsereien vorbei und zu Aussichtskanzeln, ohne dass du Gletscherausrüstung brauchst. Viele Höfe verkaufen ihren Käse direkt ab Alm – Reblochon, Beaufort, Tomme de Savoie –, ein Grund mehr, die Brotzeit selbst zu tragen.

Neben dem Wandern boomt im Sommer der Bergsport: Chamonix und Les Deux Alpes verwandeln ihre Skipisten in Downhill-Strecken für Mountainbiker, am Lac d'Annecy und über Doussard starten die Gleitschirmflieger, und in den Schluchten des Vercors und der Écrins führen Guides durch Klettersteige und Canyoning-Touren. Wer es ruhiger mag, fährt mit der Seilbahn hoch, isst auf der Bergstation zu Mittag und wandert gemütlich ins Tal zurück – der einfachste Weg, ohne Schweiß in die Hochlagen zu kommen.

Unterkünfte

Chalet, Hotel oder Ferienwohnung in den Französischen Alpen

Abends um sieben, wenn die Sonne hinter dem Grat verschwindet und das Holz des Chalets noch die Tageswärme abgibt, verstehst du, warum alle vom Berghaus reden.

Das Chalet ist die klassische Wahl in den Alpen, im Winter wie im Sommer: ein Holzhaus mit Kamin, Balkon zur Bergseite und Platz für die ganze Gruppe, oft mit Sauna nach dem Skitag. Die guten Objekte in den bekannten Skiorten sind für die Wintersaison früh vergeben, und die meisten vermieten in fixen Samstag-bis-Samstag-Wochen. Lies die Lagebeschreibung genau: 'skiin, ski-out' heißt, du stehst direkt an der Piste; 'Ortszentrum' kann drei Serpentinen und einen Skibus entfernt bedeuten.

In den Städten am Alpenrand – Annecy, Grenoble, Chambéry, Aix-les-Bains – wohnst du günstiger und zentraler im Hotel und erreichst die Berge als Tagesausflug. Das ist die clevere Variante für alle, die Kultur und Natur mischen wollen und nicht jeden Tag Ski fahren: Du sparst die Bergort-Aufschläge, gehst abends in einer echten Stadt essen und fährst morgens hinauf ins Skigebiet oder an den See. Besonders Annecy und Grenoble sind gut mit der Bahn erreichbar, sodass du sogar ohne Auto zurechtkommst.

Aix-les-Bains am Lac du Bourget, dem größten natürlichen See Frankreichs, steht für eine dritte Spielart: den Kurort. Die Belle-Époque-Thermen und die Uferpromenade machen den Ort zu einem entspannten Standquartier für alle, die es ruhiger angehen – mit Thermalbädern, Bootsfahrten zur Abtei Hautecombe und milderem Klima als in den Hochlagen. Von hier sind Annecy, Chambéry und die Bauges in einer knappen Stunde erreichbar.

Für den Bergsommer sind Refuges und Gîtes die authentischste Unterkunft: Berghütten mit Halbpension in großer Höhe, oft nur zu Fuß erreichbar, und einfache Landgasthöfe in den Tälern. Beides ist günstig, aber schlicht – Lager statt Einzelzimmer, gemeinsames Abendessen an langen Tischen. Auf den Fernwanderwegen wie dem Tour du Mont Blanc sind sie oft die einzige Option und in der Hochsaison Wochen im Voraus ausgebucht. Reservier früh und bring bei Hütten einen eigenen Hüttenschlafsack mit.

Hotels in Französische Alpen

Alle 38 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen und Trinken in den Französischen Alpen

In der Bergstube stellt die Wirtin das Caquelon auf das Rechaud, der geschmolzene Käse zieht Fäden, und für die nächste Stunde dreht sich alles um Brot, Gabel und einen Schluck kühlen Weißwein.

Die Savoyer Küche ist Bergkost, gemacht für kalte Abende und lange Skitage: Das Fondue Savoyard aus geschmolzenem Beaufort, Comté und Abondance kommt im Caquelon auf den Tisch, dazu Brotwürfel an langen Gabeln. Die Tartiflette ist der sättigende Auflauf aus Kartoffeln, Speck, Zwiebeln und einem ganzen Laib Reblochon, der obendrauf zerläuft – erfunden, so die Legende, um den Käseabsatz anzukurbeln. Und die Raclette, bei der du den Käse selbst am Tisch schmilzt und über Kartoffeln und Cornichons schabst, gehört in jeden Alpenwinter.

Der Käse ist das Herz der Region, und fast jeder trägt eine geschützte Herkunft: Beaufort, der 'Prinz der Gruyères', reift in großen Laiben in den Höhenkäsereien der Tarentaise; Reblochon aus dem Aravis-Gebirge wird traditionell aus der zweiten, fetteren Melkung gewonnen; dazu Tomme de Savoie und der blaue Bleu de Termignon. Kauf direkt auf den Wochenmärkten oder in einer Fruitière, der genossenschaftlichen Sennerei – dort erklärt man dir den Reifegrad, und du probierst, bevor du kaufst.

Zum Käse gehört der Wein aus Savoyen, den man außerhalb der Region kaum kennt: leichte, spritzige Weiße aus den Reben Jacquère und Roussette, etwa der Apremont und der Abymes von den Hängen unter dem Mont Granier, dazu der rote Mondeuse. Sie sind knochentrocken, niedrig im Alkohol und der ideale Gegenspieler zum schweren Käse. Nach dem Essen kommt oft ein Génépi auf den Tisch, ein bitterer Kräuterschnaps aus der alpinen Edelraute, oder ein grüner Chartreuse aus dem Kloster bei Grenoble.

In Lyon am westlichen Rand der Region wechselt die Küche komplett den Charakter: Die Stadt gilt als heimliche Gastronomie-Hauptstadt Frankreichs, und in den bouchons, den traditionellen Wirtshäusern, isst du deftig und ohne Schnörkel – Quenelles, Andouillette, Salade lyonnaise und Praline-Tarte. Ein Abstecher hierher lohnt allein fürs Essen, und die Zugverbindung aus den Bergen ist gut. Wer die Sterne-Ausflüge sucht, findet sie ebenfalls hier – Lyon ist seit Paul Bocuse ein Wallfahrtsort der französischen Hochküche.

Restaurants in Französische Alpen

Alle 36 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise in die Französischen Alpen und Mobilität vor Ort

Kurz hinter Genf wechselt die Beschilderung, die Autobahn folgt dem Tal der Arve, und mit jedem Kilometer schieben sich die Berge näher an die Straße heran.

Mit der Bahn reist du am komfortabelsten über die TGV-Achse: Von Paris erreichst du Annecy, Chambéry und Grenoble in gut drei Stunden, im Winter fahren zudem TGV-Direktzüge in die Skiorte der Tarentaise bis Bourg-Saint-Maurice. Aus Deutschland kommst du per TGV/ICE über Straßburg oder Stuttgart nach Lyon oder Genf und steigst dort in Regionalzüge um. Nach Chamonix führt ab dem Tal die schmalspurige Mont-Blanc-Express-Bahn, die alle Orte im Tal verbindet – im Skiort brauchst du dann oft gar kein Auto.

Mit dem Auto rechnest du aus Süddeutschland je nach Startpunkt sechs bis acht Stunden, meist über die Schweiz oder über Lyon. Beachte die Maut: In Frankreich zahlst du auf den Autobahnen streckenabhängige Péage-Gebühren an Mautstationen, in der Schweiz brauchst du für die Durchfahrt die Autobahnvignette. Die Fahrt durch die Alpentäler ist landschaftlich reizvoll, aber an den Anreisesamstagen der Skisaison stopfen sich die Talstraßen der Tarentaise regelmäßig zu – wer kann, reist unter der Woche oder früh morgens an.

Vor Ort lohnt sich ein Mietwagen für die Route des Grandes Alpes, die Passstraßen und die abgelegenen Bergdörfer, die kein Zug erreicht. Für die Städte und die großen Skiorte brauchst du ihn dagegen nicht zwingend: Annecy, Grenoble und Chamonix sind gut vernetzt, und viele Skiorte betreiben kostenlose Skibusse zwischen Unterkunft und Talstation. Wenn du im Winter mit dem Auto fährst, sind Winterreifen dringend zu empfehlen und Schneeketten zeitweise Pflicht – die Kontrolle 'équipements obligatoires' gilt seit einigen Jahren in vielen Berggemeinden.

Für die Sommer-Hochpässe gilt: Prüfe vor der Fahrt, ob die Cols geöffnet sind. Der Col de l'Iseran, der Galibier und andere hohe Pässe sind nur von etwa Juni bis Oktober befahrbar und im Winter gesperrt. Rechne auf den Serpentinen mit niedriger Durchschnittsgeschwindigkeit, viel Radverkehr und Wohnmobilen in engen Kehren – Tank und Nerven früh füllen, denn zwischen den Pässen liegen oft lange Strecken ohne Tankstelle oder Supermarkt.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Französische Alpen – und welche Basis zu dir passt

AnnecyAnnecyDie Altstadt spiegelt sich in den Kanälen des Thiou, am Ende der Gassen liegt der türkise See. Ein durchgehender Uferradweg, warmes Badewasser im Sommer und Gleitschirmstarts über Doussard machen Annecy zum Herzstück der Region.Ideal für: See & Altstadt2 TageChamonixChamonixAm Fuß des Mont Blanc liegt die Wiege des Alpinismus: Von hier fährt die Seilbahn zur Aiguille du Midi auf 3.842 Meter, im Sommer starten Höhenwanderungen und der Tour du Mont Blanc. Ein echtes Bergstädtchen mit großem Namen.Ideal für: Hochgebirge & Alpinismus2–3 TageGrenobleGrenobleDie flachste Großstadt Frankreichs, von drei Massiven umkreist: Die Seilbahnkugeln schweben zur Bastille, das Kunstmuseum zählt zu den besten des Landes, und als Uni-Stadt bleibt Grenoble jung und günstig. Tor ins Vercors und in die Chartreuse.Ideal für: Stadt & Berge kombiniert1–2 TageLyonLyonAm westlichen Rand liegt Frankreichs heimliche Gourmet-Hauptstadt: In den bouchons gibt es Quenelles und Andouillette, das Renaissance-Viertel Vieux Lyon versteckt seine geheimen Traboules-Gänge. Ein Abstecher lohnt allein fürs Essen.Ideal für: Gastronomie & Stadt2 TageVal-d'IsèreVal-d'IsèreDer schneesichere Hochlagen-Skiort bildet mit Tignes den riesigen Espace Killy, mit Pisten bis über 3.400 Meter und der Weltcup-Abfahrt Face de Bellevarde. Im Sommer ein Ausgangspunkt für Touren im Vanoise-Nationalpark.Ideal für: Ski & Hochtourenje nach SaisonMegèveMegèveDer eleganteste Skiort der Region, einst von den Rothschilds als Gegenstück zu St. Moritz gegründet: Pferdekutschen auf dem Dorfplatz, feine Küche und ein weitläufiges, eher sanftes Skigebiet mit Blick auf den Mont Blanc.Ideal für: Ski mit Stil2–3 TageAix-les-BainsAix-les-BainsDer Belle-Époque-Kurort liegt am Lac du Bourget, dem größten natürlichen See Frankreichs. Thermalbäder, eine lange Uferpromenade und Bootsfahrten zur Abtei Hautecombe machen ihn zum ruhigen Standort mit mildem Seeklima.Ideal für: Kur & Seeruhe1–2 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für die Französischen Alpen und das Klima im Jahreslauf

Die Französischen Alpen haben zwei Hochsaisons: einen grünen Bergsommer für Seen und Wanderungen und einen weißen Winter für die Skigebiete – nur die Übergangszeiten sind heikel.

Das Klima der Französischen Alpen hängt vor allem von der Höhe ab: In den Talstädten wie Annecy und Grenoble ist es im Sommer warm bis heiß und im Winter kühl mit Frost, während oben in den Skiorten und auf den Pässen ganz andere Regeln gelten. Grob gibt es zwei ideale Fenster – Juni bis September für Bergseen, Passstraßen und Wanderungen sowie Dezember bis März für den Schnee. Die Werte unten gelten für das Tal um Annecy und Grenoble auf rund 200 bis 400 Metern; pro tausend Höhenmeter wird es rund sechs Grad kühler.

Jan6°-1°Skisaison, kalt
Feb8°0°beste Schneelage
Mär13°3°Frühjahrsski, sonnig
Apr16°5°Täler grün, Pässe zu
Mai21°10°Almen blühen
Jun25°13°Wandersaison beginnt
Jul28°15°Seen warm, Hochsaison
Aug27°15°warm, voll
Sep23°11°klare Sicht, ruhiger
Okt17°8°Herbstfarben, Pässe schließen
Nov10°3°Zwischensaison, viel geschlossen
Dez6°0°Saisonstart im Schnee

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit hängt vom Plan ab: Für Bergseen, Passstraßen und Wanderungen sind Juni, Juli und September ideal – die Hochpässe sind offen, der Lac d'Annecy erreicht Badetemperatur, und im September stehen die klarsten Fernsichten an. Für Ski und Snowboard triffst du von Dezember bis März auf verlässlichen Schnee, mit den sonnigsten Tagen im März. Meide die Zwischensaison im November und Anfang Dezember sowie Ende April bis Mai in den Hochlagen: Dann sind viele Bahnen, Pässe und Hütten geschlossen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Französische Alpen

Wie viele Tage braucht man für die Französischen Alpen?
Für einen ersten Überblick plane eine Woche: zwei Tage Annecy mit See, zwei Tage Chamonix und Mont Blanc, dazu Grenoble und eine Passfahrt. Wer die komplette Route des Grandes Alpes fahren will, sollte fünf bis sieben Tage nur für die Strecke einrechnen.
Braucht man in den Französischen Alpen ein Auto?
Für die Städte und großen Skiorte nicht zwingend: Annecy, Grenoble und Chamonix erreichst du gut mit der Bahn, und viele Skiorte fahren kostenlose Skibusse. Für die Passstraßen, die Route des Grandes Alpes und abgelegene Bergdörfer brauchst du dagegen ein Auto.
Wann ist die beste Reisezeit für die Französischen Alpen?
Es gibt zwei: Juni bis September für Seen, Wandern und die offenen Hochpässe, sowie Dezember bis März für den Schnee. September bietet klare Fernsicht und weniger Andrang, März die sonnigsten Skitage. November und die Schneeschmelze im Frühjahr sind die schwächsten Zeiten.
Wie warm wird der Lac d'Annecy im Sommer?
Der Lac d'Annecy erreicht im Juli und August an flachen Uferstellen über 22 Grad – für einen Alpensee ungewöhnlich warm. Er gilt als einer der saubersten Badeseen Europas, mit öffentlichen Stränden, Stegen und einem durchgehenden Uferradweg von rund 40 Kilometern.
Lohnt sich die Auffahrt zur Aiguille du Midi?
Ja, sie ist der spektakulärste Aussichtspunkt der Region: Die Seilbahn bringt dich von Chamonix auf 3.842 Meter, direkt gegenüber dem Mont Blanc, mit Panoramaterrassen und dem gläsernen Pas dans le Vide. Nimm warme Kleidung mit und buche das Zeitfenster im Sommer vorab online.
Wo kann man in den Französischen Alpen am besten Ski fahren?
Große Gebiete sind Alpe d'Huez und Les Deux Alpes im Oisans, dazu Val-d'Isère mit Tignes im Espace Killy und das elegante Megève. Alle bieten schneesichere Hochlagen über 3.000 Meter; Les Deux Alpes hat sogar einen Sommerskigletscher. Die Skiwochen laufen meist Samstag bis Samstag.
Kann man den Mont Blanc auch ohne Bergsteigen erleben?
Ja: Die Seilbahn zur Aiguille du Midi und die Zahnradbahn zum Mer de Glace bringen dich ohne Kletterei ganz nah heran. Im Sommer führen Höhenwege wie der Grand Balcon Sud auf halber Höhe mit Blick aufs Massiv entlang, ohne dass du selbst über Gletscher musst.
Wann sind die Hochpässe wie der Col de l'Iseran geöffnet?
Die höchsten Pässe der Route des Grandes Alpes sind nur von etwa Juni bis Anfang Oktober schneefrei und befahrbar; im Winter werden sie gesperrt. Der Col de l'Iseran ist mit 2.770 Metern der höchste asphaltierte Pass der Alpen. Prüfe vor der Fahrt den tagesaktuellen Öffnungsstatus.
Was sollte man in den Französischen Alpen essen?
Die Savoyer Küche ist deftig: Fondue Savoyard, Tartiflette mit Reblochon und Raclette gehören auf jeden Bergtisch. Dazu die Käse Beaufort, Reblochon und Tomme de Savoie sowie leichte Savoyer Weißweine wie Apremont. Zum Abschluss oft ein Génépi oder ein Chartreuse aus dem Kloster bei Grenoble.
Ist Grenoble einen Besuch wert?
Grenoble ist die Hauptstadt der Alpen und ein guter Standort, um Stadt und Berge zu verbinden: die Seilbahnkugeln zur Bastille, ein starkes Kunstmuseum und günstige Cafés als Uni-Stadt. Von hier erreichst du das Vercors, die Chartreuse und Belledonne in unter einer Stunde.
Eignen sich die Französischen Alpen für einen Familienurlaub?
Sehr gut: Der Lac d'Annecy mit flachen Stränden und Radweg, die einfachen Seilbahnauffahrten und die Voralpen mit familientauglichen Wegen passen für Kinder. Im Winter bieten viele Skiorte Anfängerhänge und Skischulen. Halte die Bergstraßen-Etappen kurz, denn Serpentinen strengen an.
Wie kommt man aus Deutschland in die Französischen Alpen?
Per TGV/ICE über Straßburg oder Stuttgart nach Lyon oder Genf, dort weiter mit Regionalzügen nach Annecy, Grenoble oder ins Chamonix-Tal. Mit dem Auto rechnest du aus Süddeutschland sechs bis acht Stunden über die Schweiz oder Lyon, mit Péage-Maut und Schweizer Vignette.
Französische AlpenZwischen dem türkisen Lac d'Annecy und dem 4.808 Meter hohen Mont Blanc staffeln sich die Französischen Alpen von Weinhängen über Bergseen bis ins ewige Eis.
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