Grenoble ist die Großstadt, der die Berge am nächsten rücken. Sie liegt flach in einem weiten Talkessel, doch von fast jeder Straßenkreuzung im Zentrum fällt der Blick auf eine Felswand. Drei Massive – die Chartreuse, der Vercors und die Belledonne-Kette – umschließen die Stadt wie eine natürliche Kulisse und prägen ihr Lebensgefühl: Hier ist man in Minuten aus dem urbanen Zentrum am Fuß eines Wanderwegs oder einer Kletterroute. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Bastille, eine Festungsanlage hoch über der Isère. Seit 1934 schweben die runden Seilbahngondeln „Les Bulles“ vom Stadtzentrum hinauf zur Aussichtsplattform – eine der ältesten Stadtseilbahnen der Welt. Von oben öffnet sich ein weiter Blick über die Dächer, die Flussschleifen und an klaren Tagen bis zum Mont Blanc. Doch Grenoble ist weit mehr als eine Bergkulisse. Die Stadt besitzt mit dem Musée de Grenoble eines der bedeutendsten Kunstmuseen Frankreichs, eine lebendige Universität mit Zehntausenden Studierenden und eine junge, wissenschaftsgeprägte Atmosphäre. Im historischen Kern laden Plätze wie die Place Saint-André und die Place Grenette zum Verweilen ein, und überall begegnet man der Erinnerung an Stendhal, den großen Schriftsteller, der hier geboren wurde. Gleichzeitig ist Grenoble das Tor zu den Bergen. Die Schluchten und Hochplateaus des Vercors, die Klöster und Wälder der Chartreuse und die Skigebiete der Belledonne beginnen direkt vor der Stadt. Dazu kommt die Küche der Region: das berühmte Gratin dauphinois, der Walnuss aus der Noix de Grenoble und die kräftigen Käse der Alpentäler. So verbindet Grenoble Stadt und Berg in einem Atemzug.



