◆ STADT · FRANZÖSISCHE ALPEN
Grenoble ist die flachste Großstadt der Alpen und zugleich die, der die Berge am nächsten rücken: Von jeder Straßenkreuzung im Hyper-Centre fällt der Blick auf eine Felswand. Drei Massive – Chartreuse, Vercors und Belledonne – umschließen die Stadt wie Kulissen, und über allem thront die Bastille, zu der seit 1934 die runden Seilbahngondeln „Les Bulles“ über die Isère schweben. Dazwischen liegt eine überraschend urbane Stadt: ein erstklassiges Kunstmuseum, eine Universität mit zehntausenden Studierenden, das Pfefferminzgrün der Place Saint-André und die Erinnerung an Stendhal, der hier geboren wurde. Grenoble ist Stadt und Berg in einem Atemzug – das Tor zu den Schluchten des Vercors und ein lebendiges Zentrum für sich.
Grenoble liegt da, wo zwei Flüsse und drei Gebirge aufeinandertreffen: Die Isère und die Drac fließen in einer breiten Ebene zusammen, eingerahmt von den Kalkmassiven der Chartreuse im Norden, des Vercors im Westen und den kristallinen Gipfeln der Belledonne im Osten. Diese Lage hat die Stadt geprägt wie kaum eine andere in den Alpen – sie konnte nur in der Fläche wachsen, nicht in der Höhe der Berge, und wurde so zu einer dicht gebauten, vollständig von Felswänden umstellten Großstadt. Schon Stendhal, der berühmteste Sohn der Stadt, schrieb, am Ende jeder Straße Grenobles stehe ein Berg.
Die Römer gründeten hier Cularo, später Gratianopolis – daraus wurde Grenoble. Im Mittelalter war die Stadt Hauptstadt der Dauphiné, jener Region, deren Name bis heute im berühmten Gratin dauphinois weiterlebt, und deren Wappentier, der Delphin, an vielen Fassaden auftaucht. Über der Altstadt wachen seit dem 19. Jahrhundert die Festungsmauern der Bastille, die in den Hang gestaffelt sind und an die strategische Bedeutung der Stadt zwischen Frankreich und Italien erinnern. 1968 richtete Grenoble die Olympischen Winterspiele aus – ein Wendepunkt, der die Stadt modernisierte und ihr die Tour Perret, Frankreichs ersten Stahlbetonturm, sowie ein selbstbewusstes, technikbegeistertes Gesicht gab.
Heute ist Grenoble vor allem eine Universitäts- und Forschungsstadt – jung, fahrradfreundlich und überraschend international. Zwischen den Synchrotron-Laboren am Polygone Scientifique und den Caféterrassen der Place Saint-André pulsiert ein Leben, das wenig mit dem Klischee der verschlafenen Alpenstadt zu tun hat. Und doch ist der Berg nie weit: Wer morgens im Hörsaal sitzt, kann nachmittags in der Chartreuse wandern oder im Winter in Chamrousse Ski fahren. travelperfect rät, Grenoble nicht nur als Durchgangsstation auf dem Weg in die Berge zu sehen, sondern sich einen Tag für die Altstadt, das Kunstmuseum und die Fahrt mit den „Bulles“ zur Bastille zu nehmen.
01 · Auf einen Blick
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02 · Was tun
Über die Isère in die Höhe
Das Grenoble-Erlebnis schlechthin: In den kugelrunden Gondeln der Téléphérique – seit 1934 in Betrieb und längst Wahrzeichen – schwebt man in wenigen Minuten von der Isère hinauf zur Festung Bastille. Oben warten ein Panoramablick über die ganze Ebene bis hinüber zum Mont Blanc bei klarem Wetter, in den Fels gehauene Gänge und ein Café an der Brüstung. Wer Beine hat, steigt durch die Festungswälle wieder hinab.
Kunst & alte Gassen
Das Musée de Grenoble zählt zu den großen Kunstmuseen Frankreichs – von der italienischen Renaissance über Rubens bis zu einem herausragenden Bestand der Moderne mit Matisse, Picasso und Monet. Nur ein paar Schritte weiter beginnt die Altstadt: Place Saint-André mit dem Café de la Table Ronde, die Place Grenette mit ihren Brunnen und die Spuren Stendhals, dessen Geburtshaus heute ein Museum ist.
Dauphiné auf dem Teller
Die Dauphiné hat der Küche einen Klassiker geschenkt: das Gratin dauphinois, dünn gehobelte Kartoffeln in Sahne und Knoblauch, langsam im Ofen gegart. Dazu kommen die Noix de Grenoble, herkunftsgeschützte Walnüsse, die in Salate, Kuchen und Käse wandern, und der cremige Saint-Marcellin. In den Bistros der Altstadt und auf dem Marché de l'Estacade lässt sich all das verkosten.
Tor zu den Bergen
Grenoble ist der ideale Ausgangspunkt für drei sehr unterschiedliche Bergwelten. Der Vercors lockt mit dramatischen Schluchten und Hochplateaus, die Chartreuse mit ihren Klöstern und dem grünen Likör der Kartäusermönche, die Belledonne mit hochalpinen Wanderungen und den Pisten von Chamrousse. Alle drei sind in unter einer Stunde erreichbar – im Sommer zum Wandern, im Winter zum Skifahren.
03 · Wann
Grenoble liegt in einem Talkessel, und das prägt sein Klima: Im Sommer kann sich die Hitze zwischen den Bergen stauen, im Winter sammelt sich kalte Luft in der Ebene, während die Gipfel ringsum längst weiß sind. Frühling und Frühherbst sind für Stadt und Wandern ideal, der Winter für alle, die das Tor zu den Skigebieten suchen.
04 · Häufige Fragen
Grenoble ist die Stadt in den Alpen, der die Berge am nächsten rücken: Von jeder Straße fällt der Blick auf eine Felswand, drei Massive – Chartreuse, Vercors und Belledonne – umschließen sie, und über allem thront die Festung Bastille. Für Touristen lohnt sich der Besuch besonders durch die Kombination aus Stadt und Berg: die Seilbahn „Les Bulles“, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Frankreichs, eine malerische Altstadt mit Stendhals Spuren – und in einer halben Stunde steht man im Gebirge.
Die Festung Bastille mit ihrem Panorama über die ganze Ebene, die kugelrunden Seilbahngondeln „Les Bulles“, die seit 1934 dorthin schweben, und das Musée de Grenoble mit seiner herausragenden Sammlung der Moderne. Dazu die Altstadt um die Place Saint-André und die Place Grenette sowie die Tour Perret, Frankreichs ersten Stahlbetonturm. Wer mit Kindern reist, findet in Seilbahn, Festungsgängen und Park Paul Mistral ideale Ziele.
Bei klarem Wetter ja: Von der Brüstung der Bastille reicht der Blick über die Ebene und die umliegenden Massive bis zum fernen, schneebedeckten Mont Blanc im Nordosten. Direkt aus der Stadt selbst ist er von den umliegenden Bergketten meist verdeckt – darum ist der Aussichtspunkt oben auf der Festung der beste Platz dafür, am klarsten an strahlenden Herbsttagen.
Unbedingt – sie ist das Wahrzeichen der Stadt. Die kugelrunden Gondeln „Les Bulles“ schweben seit 1934 über die Isère hinauf zur Festung Bastille. Oben warten ein weiter Panoramablick über die Ebene und die drei Massive, in den Fels gehauene Gänge und ein Café. Wer mag, fährt hinauf und steigt zu Fuß durch die Festungswälle wieder ab.
Den Klassiker der Region, das Gratin dauphinois aus dünn gehobelten Kartoffeln in Sahne und Knoblauch. Dazu die herkunftsgeschützten Noix de Grenoble, die in Salaten, Kuchen und auf dem Käse landen, sowie den cremigen Saint-Marcellin. In den Bistros der Altstadt und auf dem Marché de l'Estacade lässt sich die Dauphiné-Küche am besten probieren.
Für die Stadt selbst genügen ein bis zwei Tage: ein Nachmittag für Bastille und Seilbahn, ein halber Tag für das Musée de Grenoble und die Altstadt. Wer Grenoble als Basislager nutzt, um den Vercors, die Chartreuse oder die Belledonne zu erkunden oder Ski zu fahren, plant entsprechend mehr Zeit ein.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Grenoble und den umliegenden Massiven.
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