◆ STADT · FRANZÖSISCHE ALPEN
Aix-les-Bains ist die Belle Époque, die nie ganz vergangen ist: ein Kurbad am Ufer des Lac du Bourget, Frankreichs größtem natürlichem See, in dem die feine Gesellschaft des 19. Jahrhunderts ihre Sommer verbrachte und Königin Victoria ihre Spaziergänge machte. Hinter den Säulenportiken der Thermes Nationaux dampft noch immer das schwefelhaltige Wasser, das schon die Römer hierher zog; im Casino Grand Cercle glitzern Salviati-Mosaike unter der Kuppel, und am Grand Port schaukeln die Ausflugsboote, die hinüber zur Abtei Hautecombe fahren. Zwischen Palmen, Belle-Époque-Hotels und dem klaren Wasser des Bergsees liegt eine Sanftheit, die im alpinen Savoyen selten ist – Aix nimmt es bewusst langsam, zwischen Thermalkur am Vormittag und Aperitif am Seeufer, wenn die Dent du Chat im Abendlicht violett wird.
Die Geschichte von Aix beginnt im Wasser. Schon die Römer kannten die heißen Schwefelquellen am Fuß des Mont Revard und nannten den Ort Aquae Gratianae; Reste ihrer Thermen und ein Triumphbogen des Campanus stehen bis heute mitten in der Stadt, gleich neben dem klassizistischen Portikus der Thermes Nationaux. Doch ihren eigentlichen Ruhm verdankt Aix dem 19. Jahrhundert, als das Thermalbad zum mondänen Treffpunkt Europas wurde. Königin Victoria logierte hier, die Familien des Adels und der neuen Industrie folgten, und die Stadt füllte sich mit Grandhotels, Villen und Spielsälen.
Aus dieser Epoche stammt das Gesicht, das Aix bis heute trägt. Das Casino Grand Cercle von 1847 verbirgt hinter unscheinbarer Fassade einen Festsaal aus Stuck, Spiegeln und Salviati-Mosaiken aus Venedig; sein Theater im italienischen Stil gehört zu den schönsten der Region. Rund um die Thermen reihen sich die einstigen Palasthotels, deren Namen – Astoria, Bernascon, Splendide – wie ein Inventar der Sommerfrische klingen. Wer durch die obere Altstadt schlendert, geht durch ein Freilichtmuseum der Belle Époque, in dem Schmiedeeisen, Markisen und Kurarchitektur den Ton angeben.
Und dann ist da der See. Der Lac du Bourget, von Lamartine in seinem Gedicht „Le Lac“ unsterblich gemacht, ist der größte natürliche See Frankreichs und das eigentliche Herz der Stadt. Vom Grand Port stechen die Ausflugsboote in Fahrt – hinüber zur Abtei Hautecombe, der Grablege des Hauses Savoyen, oder entlang der wilden Steilküste der Dent du Chat. Im Sommer baden die Aixois am Petit Port, segeln, rudern und sitzen abends an der Promenade, während die Berge sich im Wasser spiegeln. travelperfect empfiehlt, Kur und See zu verbinden: vormittags Thermalbad, nachmittags Boot oder Promenade – so reist man Aix, wie es gedacht ist.
01 · Auf einen Blick
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02 · Was tun
Altstadt & Belle Époque
Vom klassizistischen Portikus der Thermes Nationaux über den römischen Tempel des Diane und den Triumphbogen des Campanus zur prunkvollen Kuppel des Casino Grand Cercle. Die Altstadt erzählt von der Zeit, als Europas Aristokratie hier kurte – mit Grandhotels, schmiedeeisernen Markisen, dem Musée Faure als impressionistischem Höhepunkt und dem Wochenmarkt mit savoyischen Spezialitäten.
See & Boot
Frankreichs größter natürlicher See gehört aufs Wasser erlebt. Ab dem Grand Port fahren Ausflugsboote zur Abtei Hautecombe, der Grablege der Savoyer-Fürsten, und entlang der dramatischen Steilküste der Dent du Chat. Wer lieber selbst paddelt, leiht am Petit Port Tret- oder Ruderboot – und sieht die Berge im stillen Wasser kippen.
Thermalbad & Wellness
Aix lebt vom Wasser in jeder Form: morgens die warmen Schwefelbecken im Thermalbad und in den modernen Spa-Anlagen, nachmittags der Sprung in den See am Petit Port. Zwischen Kur und Bad bleibt Zeit für die schattige Promenade, einen Kaffee am Hafen und einen langen Blick über den See – Aix ist die Kunst, nichts zu müssen.
Berge ringsum
Über Aix erhebt sich das Plateau des Mont Revard mit seinem berühmten Balkon hoch über dem See – im Sommer Wanderrevier, im Winter Langlaufgebiet. Auf der anderen Seeseite zieht die Dent du Chat ihre Felswand in den Himmel. Wer den Bergsavoyen mag, kombiniert Aix mit Chambéry, Annecy und den Massiven der Bauges und Chartreuse.
03 · Wann
Aix-les-Bains liegt im milden Voralpenklima Savoyens: geschützt durch die umliegenden Massive, gewärmt durch den großen See. Die Sommer sind angenehm warm, ohne die Gluthitze des Südens, die Winter mild im Tal und schneereich auf dem Mont Revard. Die schönste Zeit für Promenade, Boot und Baden liegt zwischen Mai und September; das Thermalbad hat ganzjährig geöffnet.
04 · Häufige Fragen
Ja. Aix-les-Bains verbindet, was sonst selten zusammenfällt: ein elegantes Belle-Époque-Kurbad mit dem Lac du Bourget, dem größten natürlichen See Frankreichs. Thermen, das Casino Grand Cercle, das Musée Faure und Bootsfahrten zur Abtei Hautecombe machen schon einen Kurztrip lohnend; wer Ruhe, Wasser und mildes Voralpenklima sucht, ist hier richtig.
Sehr. Die Oberstadt ist ein Freilichtmuseum der Belle Époque – Palasthotels, schmiedeeiserne Markisen, der klassizistische Portikus der Thermes Nationaux und der römische Triumphbogen mitten im Zentrum. Unten am See rahmen Palmen, Promenade und der Blick auf die Dent du Chat das Bild. Zwischen Kurstadt-Eleganz und Bergsee gehört Aix zu den schönsten Orten Savoyens.
Die Highlights sind die Thermes Nationaux mit ihren römischen Resten, das Casino Grand Cercle von 1847 mit Salviati-Mosaiken und italienischem Theater, das Musée Faure mit seiner Impressionisten- und Rodin-Sammlung sowie der Lac du Bourget mit Bootsfahrt zur Abtei Hautecombe. Dazu kommen die Seepromenade am Grand Port und das Aquarium des Sees.
Der Wochenmarkt findet im Zentrum statt und bringt savoyische Käse, Wurstwaren, Obst und regionale Spezialitäten in die Altstadt – ein guter Anlass, die Oberstadt zu durchstreifen. Die genauen Markttage variieren saisonal; in der Hauptsaison kommen Abend- und Themenmärkte hinzu, vor Weihnachten der Weihnachtsmarkt am Seeufer.
Mai bis September ist ideal: mildes Voralpenwetter, blühende Promenaden und – ab Juli – warmes Seewasser zum Baden. Früh- und Spätsommer sind am angenehmsten für Bootsfahrten und Spaziergänge ohne Hochsaison-Andrang. Die Thermen haben das ganze Jahr geöffnet, sodass sich auch ein ruhiger Kuraufenthalt im Winter lohnt.
Am einfachsten mit der Bahn: Der Bahnhof Aix-les-Bains-Le Revard liegt an der TGV-Strecke, Paris ist in rund drei Stunden, Lyon in gut einer Stunde erreichbar. Mit dem Auto führt die A41/A43 heran. Der nächste größere Flughafen ist Lyon-Saint-Exupéry (LYS), etwa 100 Kilometer entfernt; Genf liegt ähnlich weit.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Aix-les-Bains am Lac du Bourget.
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