Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lyon
Zwischen Place Bellecour, Vieux Lyon und dem Fourvière-Hügel liegen kaum zwei Kilometer – nur eben mit gut hundert Höhenmetern dazwischen.
Fang oben an. Die Basilique Notre-Dame de Fourvière wurde nach 1870 auf dem Hügel über der Altstadt errichtet, entworfen von Pierre Bossan, und sie sieht mit ihren vier Ecktürmen von unten eher aus wie eine Festung als wie eine Kirche. Drinnen ist sie das Gegenteil davon – Goldmosaike, Marmor und Emailarbeiten füllen jede Fläche, darunter liegt die deutlich nüchternere Krypta. Der Eintritt in die Basilika kostet nichts. Wichtiger als das Innere ist für viele die Esplanade davor, von der aus du die ganze Stadt überblickst, die beiden Flüsse, die Hochhäuser von Part-Dieu und an sehr klaren Tagen die Alpenkette im Osten. Hinauf kommst du mit der Standseilbahn ab der Station Vieux Lyon, sie gehört zum normalen Nahverkehrsnetz.
Unten am Hang beginnt das Vieux Lyon, das seit 1998 gemeinsam mit den anderen historischen Vierteln zum UNESCO-Welterbe zählt. Das Viertel besteht aus drei Teilen – Saint-Paul im Norden, Saint-Jean in der Mitte, Saint-Georges im Süden. Die Cathédrale Saint-Jean-Baptiste im mittleren Quartier Saint-Jean wurde über Jahrhunderte gebaut und trägt im nördlichen Querschiff eine astronomische Uhr aus dem 14. Jahrhundert, die Kalender, Sternenstand und ein Figurenspiel zugleich anzeigt. Von dort führen die Rue Saint-Jean und die parallele Rue du Bœuf durch das Viertel, gesäumt von Renaissancehäusern mit Wendeltreppentürmen und Innenhöfen; der bekannteste ist der Hof der Maison du Crible mit seinem rosafarbenen Turm, der Tour Rose. In den Gadagne-Museen im selben Viertel stecken zwei Häuser unter einem Dach, das Stadtmuseum und das Marionettenmuseum rund um Guignol, die in Lyon erfundene Handpuppe.
Auf der Halbinsel wechselt der Maßstab. Die Place Bellecour ist ein weitgehend freies rechteckiges Feld aus rötlichem Kies mit der Reiterstatue Ludwigs XIV. in der Mitte und zwei Pavillons an der Westseite, in deren einem das Office du Tourisme sitzt, und gilt als einer der größten Fußgängerplätze Europas – im Sommer schattenlos, dafür der beste Ort, um die Stadt einmal ganz zu sehen. Zehn Gehminuten nach Norden liegt die Place des Terreaux mit dem monumentalen Brunnen von Frédéric Auguste Bartholdi, dem Rathaus und dem Musée des Beaux-Arts, das in einer ehemaligen Benediktinerabtei untergebracht ist. Dessen Sammlung reicht von ägyptischen Altertümern über italienische Malerei bis zu den Impressionisten, und der stille Klostergarten im Innenhof ist auch ohne Ticket zugänglich.
Zwei Ziele liegen außerhalb der Kernstrecke und lohnen trotzdem. Das Musée des Confluences an der Südspitze der Halbinsel, ein Bau aus Stahl und Glas, der aussieht wie eine gestrandete Wolke, öffnete im Dezember 2014 und erzählt Erdgeschichte, Naturkunde und Kulturgeschichte in einem Rundgang – das beste Schlechtwetterziel der Stadt und mit Kindern ein sicherer Treffer. Am anderen Ende liegt der Parc de la Tête d'Or, mit rund 117 Hektar einer der größten Stadtparks Frankreichs, angelegt ab 1857, mit See und Ruderbooten, einem botanischen Garten unter historischen Glashäusern, einer großen Rosensammlung und einem Tierpark, für den kein Eintritt verlangt wird.










































