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Mur des Canuts
Eines der größten Trompe-l'œil-Wandbilder Europas, das das Leben des Seidenweberviertels in gemalter Architektur zeigt.
◆ STADTVIERTEL · LYON
Während Fourvière betet, arbeitet die Croix-Rousse – so sagt man in Lyon über die beiden Stadthügel. Auf der nördlichen Anhöhe lebten und webten im 19. Jahrhundert die canuts, die Seidenweber, in hohen Werkstattwohnungen mit großen Fenstern für das Licht und die lauten Jacquard-Webstühle. Heute ist das Viertel ein eigenwilliger, kreativer Kosmos: steile Treppengassen, versteckte Traboules, das gewaltige Trompe-l'œil des Mur des Canuts und ein täglicher Markt, der zu den lebendigsten der Stadt zählt. Hier schlägt das bodenständige, unabhängige Herz von Lyon.
Im 19. Jahrhundert war Lyon die Welthauptstadt der Seide, und die Croix-Rousse war ihre Werkstatt. Als der Jacquard-Webstuhl höhere Decken verlangte, zogen die canuts hierher und bauten sich Häuser mit großen Fenstern und hohen Räumen – noch heute erkennt man sie an den Fassaden. Die Weber arbeiteten lange Tage für karge Löhne; ihre Aufstände von 1831 und 1834 unter dem Banner „Vivre en travaillant ou mourir en combattant“ gehören zur Sozialgeschichte Frankreichs.
Dieses Erbe ist überall präsent. Der Mur des Canuts, eines der größten Trompe-l'œil-Wandbilder Europas, erzählt das Leben des Viertels über Jahrzehnte hinweg in gemalter Architektur. In der Maison des Canuts klappern noch historische Jacquard-Webstühle, und Werkstätten weben bis heute Seide für Restaurierungen großer Schlösser. Quer durch den Hügel führen die Traboules – hier waren sie nicht nur Schmuck, sondern Arbeitswege für den trockenen Transport der Seidenballen.
Wer die Croix-Rousse heute erkundet, klettert Treppen. Die Montée de la Grande-Côte verbindet den Hügel mit der Presqu'île, gesäumt von kleinen Läden und Ateliers. Oben, am Boulevard de la Croix-Rousse, breitet sich täglich ein Markt aus, auf dem sich Künstler, Familien und alteingesessene Lyoner mischen. Es ist ein Viertel ohne Allüren – und gerade deshalb eines der liebenswertesten der Stadt.
01 · Highlights
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Eines der größten Trompe-l'œil-Wandbilder Europas, das das Leben des Seidenweberviertels in gemalter Architektur zeigt.
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Museumswerkstatt mit historischen Jacquard-Webstühlen und Vorführungen der Lyoner Seidenweberei.
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Die steile, atmosphärische Treppengasse, die den Hügel mit der Presqu'île verbindet – gesäumt von Ateliers und Läden.
Highlight
Der tägliche Markt der Croix-Rousse zählt zu den lebendigsten der Stadt – Käse, Obst, Blumen und das echte Quartiersleben.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Die canuts waren die Lyoner Seidenweber des 19. Jahrhunderts, die auf der Croix-Rousse in hohen Werkstattwohnungen arbeiteten. Ihre Aufstände von 1831 und 1834 gehören zu den frühen Arbeiterbewegungen Europas und prägen die Identität des Viertels bis heute.
Ein gewaltiges Trompe-l'œil-Wandbild, das eine Straßenszene der Croix-Rousse täuschend echt auf eine Hauswand malt und über die Jahre mehrfach aktualisiert wurde. Es ist eines der größten gemalten Wandbilder Europas und ein kostenloses Wahrzeichen des Viertels.
Mit der Metro C, die ab Hôtel de Ville über eine Zahnradstrecke hinauffährt. Wer Zeit hat, steigt zu Fuß über die Montée de la Grande-Côte hinauf – anstrengend, aber atmosphärisch, mit Ateliers und Aussichten am Weg.
Sehr. Der tägliche Markt am Boulevard ist einer der lebendigsten Lyons und weniger touristisch als die großen Hallen – ideal, um das echte Quartiersleben, regionale Produkte und die Atmosphäre des Viertels zu erleben.
07 · In der Nähe
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