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Cathédrale Saint-Jean
Gotische Kathedrale mit romanischem Chor und einer astronomischen Uhr aus dem 14. Jahrhundert, die noch heute ihr Figurenspiel aufführt.
◆ STADTVIERTEL · LYON
Am rechten Ufer der Saône, geduckt unter den Hügel von Fourvière, breitet sich das Vieux Lyon aus – das größte erhaltene Renaissanceviertel Europas und eine der ersten Altstädte, die je zum UNESCO-Welterbe wurden. Hinter den ockerfarbenen Fassaden verbergen sich Innenhöfe mit Wendeltreppen und die berühmten Traboules, überdachte Durchgänge, die Häuser und Gassen heimlich verbinden. Zwischen der gotischen Kathedrale Saint-Jean, kleinen Antiquariaten und den karierten Tischtüchern der bouchons verdichtet sich hier die ganze Romantik des alten Lyon.
Als Lyon im 15. und 16. Jahrhundert zur Messe- und Bankenstadt aufstieg, ließen sich italienische Händler und Florentiner Bankiers am Saône-Ufer nieder und bauten sich Stadtpaläste mit Loggien, Galerien und steilen Wendeltreppen. Die drei alten Pfarrgemeinden Saint-Jean, Saint-Paul und Saint-Georges sind bis heute das Gerüst des Viertels. Über allem ragt die Kathedrale Saint-Jean auf, deren astronomische Uhr aus dem 14. Jahrhundert noch immer zu festen Zeiten ihr Figurenspiel aufführt.
Das Besondere von Vieux Lyon sind die Traboules: schmale, oft unscheinbare Durchgänge, die quer durch Häuserblocks von einer Straße zur nächsten führen. Mehr als drei Dutzend sind zugänglich, viele unscheinbar hinter schlichten Türen – ein Klingelschild, ein dunkler Gang, ein plötzlicher Renaissancehof mit einer Wendeltreppe. Die schönste ist die der Tour Rose mit ihrem rosa Turm; der längste Durchgang verbindet die Rue Saint-Jean mit der Rue du Bœuf.
Am Abend gehört das Viertel den bouchons. Zwischen Rue Saint-Jean und Rue du Bœuf reiht sich Wirtshaus an Wirtshaus, viele seit Generationen geführt. Wer abseits der belebtesten Gasse sucht, findet auch hier noch authentische Häuser – und wer dem Trubel ganz entkommen will, nimmt am frühen Morgen die Standseilbahn hinauf nach Fourvière, wenn die Gassen noch den Anwohnern und den Tauben gehören.
01 · Highlights
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Gotische Kathedrale mit romanischem Chor und einer astronomischen Uhr aus dem 14. Jahrhundert, die noch heute ihr Figurenspiel aufführt.
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Überdachte Durchgänge quer durch die Häuserblocks – die der Tour Rose und der lange Weg vom 54 rue Saint-Jean gehören zu den schönsten.
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Die historische ficelle bringt einen vom Vieux Lyon in wenigen Minuten hinauf zur Basilika und den römischen Theatern.
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Eine der schönsten Renaissancegassen mit dem rosa Turm der Tour Rose, versteckten Höfen und feinen Adressen.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
04 · Hotels
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Traboules sind überdachte Durchgänge, die quer durch Häuserblocks von einer Straße zur nächsten führen. Sie entstanden, damit die Seidenhändler ihre Ware trocken transportieren konnten. Im Vieux Lyon sind mehrere Dutzend öffentlich zugänglich – oft hinter schlichten Türen verborgen.
Viele ja – über bestimmte Türen, die tagsüber offen sind. Da es sich teils um bewohnte Häuser handelt, gilt: leise sein und keinen Müll hinterlassen. Geführte Touren zeigen die schönsten und erklären die Geschichte dahinter.
Am bequemsten mit der Standseilbahn (ficelle) ab dem Bahnhof Vieux Lyon – Cathédrale Saint-Jean. In wenigen Minuten ist man oben bei der Basilika und den römischen Theatern. Sportliche steigen über die Montée des Chazeaux hinauf.
In den bouchons rund um die Rue Saint-Jean und die Rue du Bœuf. Achte auf das Label „Bouchons Lyonnais“ und meide die rein touristischen Lokale an der belebtesten Achse; in den Seitengassen sind die Häuser oft authentischer.
07 · In der Nähe
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