📍 47.39°N · 0.68°E
Zoom 4 / 5Stadt · im Loiretal

◆ STADT · LOIRETAL

Tours.
wo das Tal der Könige seinen lebendigsten Mittelpunkt hat – zwischen Tuffstein, Tafelfreuden und Renaissance

Tours trägt das Erbe einer Stadt, die einmal das geistliche Zentrum Galliens war, mit heutiger Leichtigkeit. Hier predigte und wirkte der heilige Martin, dessen Grab Pilger aus halb Europa anzog; aus seiner gewaltigen Basilika ragen heute noch zwei einsame Türme über die Dächer. Wenige Schritte weiter beginnt das Vieux Tours, ein nahezu lückenlos erhaltenes Quartier aus Fachwerk und hellem Tuffstein, dessen Place Plumereau am Abend zum geselligsten Platz der Stadt wird. Über allem thront die Kathedrale Saint-Gatien, deren Glasfenster aus fünf Jahrhunderten das Licht in Edelsteinfarben brechen. Und ringsum, eine knappe Stunde in jede Richtung, liegen die berühmtesten Schlösser Frankreichs: Villandry mit seinen Renaissancegärten, Chenonceau über dem Cher, das königliche Amboise. Tours ist damit beides – elegante Genussstadt mit Markthalle und Universität und das natürliche Basislager für jede Reise durch das Loiretal.

Martinsstadt, Königstal und die heimliche Hauptstadt des französischen Genusses

Die Geschichte von Tours beginnt am Fluss. Als römisches Caesarodunum auf einer Schleife der Loire gegründet, wurde die Stadt im 4. Jahrhundert durch den heiligen Martin zu einem der wichtigsten Pilgerorte des Abendlandes. Über seinem Grab erhob sich eine der größten romanischen Basiliken Europas; ihr gewaltiges Langhaus stürzte nach der Revolution ein, doch die Tour Charlemagne und die Tour de l'Horloge stehen bis heute als steinerne Zeugen. Gleich daneben wuchs auf der Place du Châteauneuf der neue Pilgerort: die Basilique Saint-Martin im neobyzantinischen Stil, in deren Krypta der Heilige noch immer ruht.

Im Spätmittelalter und in der Renaissance wurde das Loiretal zum bevorzugten Aufenthaltsort der französischen Könige – und Tours für eine Zeit faktische Hauptstadt des Reichs. Ludwig XI. residierte im nahen Plessis, die Seidenweber machten die Stadt reich, und das Vieux Tours mit seinen Stadtpalästen erzählt noch heute von diesem Wohlstand. Die Place Plumereau, von schiefen Fachwerkgiebeln gerahmt, war der Markt der Gerber und Tuchhändler; heute füllen sich ihre Terrassen, sobald die Sonne über die Dächer kippt.

Und dann ist da der Tisch. Die Touraine nennt sich nicht umsonst der „Garten Frankreichs“: Aus dem Umland kommen Spargel und Birnen, die Rillettes de Tours, der aschebestäubte Ziegenkäse Sainte-Maure de Touraine und die Weine von Vouvray, Chinon und Bourgueil. travelperfect rät, Tours nicht nur als Durchgangsstation zu den Schlössern zu sehen, sondern mindestens einen Abend in den Bistros des Vieux Tours zu verbringen – und die Schlösserausflüge so zu legen, dass man jeden Abend in dieser angenehm unangestrengten Stadt landet.

Tours

01 · Auf einen Blick

Gut zu wissen.

Lage
Zentralfrankreich, zwischen Loire und Cher, Hauptstadt des Départements Indre-et-Loire in der Region Centre-Val de Loire
Anreise mit dem Zug
TGV ab Paris-Montparnasse nach Tours bzw. Saint-Pierre-des-Corps in rund 1 Std.; gute Verbindungen ins ganze Loiretal
Nächster Flughafen
Tours Val de Loire (TUF) am Stadtrand für wenige Verbindungen; international über Paris-Orly (ORY) per TGV erreichbar
Beste Reisezeit
Frühling (April–Juni) und Frühherbst (September–Oktober), wenn Schlösser und Gärten in Bestform sind
Vor Ort unterwegs
Kompaktes Zentrum zu Fuß; moderne Straßenbahn und Busse, dazu ein dichtes Loire-à-Vélo-Radwegenetz zu den nahen Schlössern
Schlösser erreichen
Villandry, Chenonceau, Amboise und Azay-le-Rideau per Zug, Mietwagen, Rad oder organisierter Tour ab Tours in unter einer Stunde
Sprache & Zahlung
Französisch; Euro, Kartenzahlung nahezu überall möglich
Zeitbedarf
Für die Stadt selbst ein bis zwei Tage; als Basislager für das Loiretal drei bis fünf Tage

· Sehenswürdigkeiten

Das musst du gesehen haben.

Musée des Beaux-Arts de Tours
Château de Tours
Basilique Saint-Martin de Tours
Cathédrale Saint-Gatien de Tours
Place Plumereau
Jardin Botanique de Tours

· Hotels

Wo übernachten.

Quartier Cathédrale

ibis Styles Tours Centre Gare

ab 85 €/Nacht
Vieux Tours

Hôtel Le Grand Monarque Tours

ab 95 €/Nacht
Quartier Cathédrale

Mercure Tours Centre Gare et Congrès

ab 110 €/Nacht
Quartier Cathédrale

Hôtel Oceania L'Univers Tours

ab 140 €/Nacht
Quartier Cathédrale

Best Western Plus L'Artist Hôtel

ab 100 €/Nacht
Vieux Tours

Hôtel Ronsard Tours

ab 90 €/Nacht

· Restaurants

Wo essen.

Prébendes-Velpeau

La Roche Le Roy

Vieux Tours

L'Embellie

Prébendes-Velpeau

Le Bistrot de la Tranchée

Vieux Tours

La Deuvalière

Les Halles

Brasserie Buré

· Aktivitäten

Was erleben.

Quartier Cathédrale

Loire-Schlösser-Tour ab Tours

Aktivität

Vouvray Weinverkostung

Vieux Tours

Stadtrundgang Vieux Tours

· Entdecken & Buchen

Was es zu buchen gibt.

6
Sehenswürdigkeiten
Kathedrale, Türme & Museen →
🛏
6
Hotels
Unterkünfte vergleichen →
🍽
5
Restaurants
Bistro bis Sterneküche →
3
Aktivitäten
Schlössertouren & Erlebnisse →

02 · Was tun

Tours nach Themen entdecken vier Wege durch die Sehenswürdigkeiten der Stadt und ihrer Umgebung

Stadtrundgang & Altstadt

Vom Vieux Tours zur Kathedrale

Der klassische Stadtrundgang durch die Altstadt: durch die Fachwerkgassen des Vieux Tours mit der Place Plumereau und dem Hôtel Gouïn, vorbei an der Tour Charlemagne und der Basilique Saint-Martin, hinüber zur gotischen Kathedrale Saint-Gatien mit ihren Glasfenstern aus fünf Jahrhunderten und dem stillen Kreuzgang La Psalette. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Tours an einem Vormittag – am schönsten am frühen Morgen oder zur blauen Stunde.

Place PlumereauSaint-Martin & Tour CharlemagneKathedrale Saint-Gatien

Schlösser der Loire

Tours als Basislager des Königstals

Kaum eine Stadt liegt günstiger zu den großen Loire-Schlössern: Villandry mit seinen Renaissancegärten, Chenonceau, das sich auf Bögen über den Cher spannt, das königliche Amboise mit dem da-Vinci-Schloss Clos Lucé und das zierliche Azay-le-Rideau – alle in unter einer Stunde erreichbar, per Zug, Rad, Mietwagen oder geführter Tour. Wer drei bis fünf Tage bleibt, kombiniert Stadt und Schlösser entspannt.

Villandry & ChenonceauAmboise & Clos LucéTouren ab Tours

Garten Frankreichs

Tafelfreuden der Touraine

Die Touraine gilt als „Garten Frankreichs“, und in Tours lässt sich das schmecken: in der Markthalle Les Halles mit ihren Käse-, Wurst- und Gemüseständen, bei den Rillettes de Tours, dem aschebestäubten Ziegenkäse Sainte-Maure de Touraine und in den Bistros des Vieux Tours. Dazu die Weine vor den Toren – der spritzige Vouvray, die roten Chinon und Bourgueil aus Cabernet Franc.

Markthalle Les HallesRillettes & Sainte-MaureVouvray & Chinon

Fluss & Gärten

Loireufer und grüne Inseln

Abseits der Steinkulisse zeigt sich das andere Tours: die weiten Quais der Loire mit Blick auf die Pont Wilson, die grüne Île Simon im Fluss, die romantischen Jardin des Prébendes d'Oé aus der Belle Époque und der botanische Garten im Westen. Per Loire-à-Vélo-Radweg fährt man am Wasser entlang bis weit ins Tal hinaus – ein entspannter Kontrast zum Schlösser-Programm.

Loirequais & Pont WilsonJardin des PrébendesLoire à Vélo

03 · Wann

Wann nach Tours reisen zwischen blühenden Schlossgärten, Weinlese und stiller Winterstadt

Tours liegt im milden, gemäßigten Klima des Loiretals: keine Extreme, aber spürbare Jahreszeiten und gelegentlicher Regen. Der Rhythmus der Reise gibt weniger die Temperatur vor als die Saison der Schlösser und Gärten – die schönsten Wochen sind Frühling und Frühherbst, wenn Villandry blüht, die Loire-Radwege gut zu fahren sind und sich die Terrassen der Place Plumereau füllen.

FrühlingMärz – MaiDie schönste Zeit: milde 12–20 °C, frisches Grün, die ersten Schlossgärten in Blüte und überschaubarer Andrang. Ideal für Stadt und erste Schlösserausflüge, bevor die Sommermassen kommen.Schlossgärten, Radtouren, Stadt ohne Gedränge
SommerJuni – AugustWärmste und besucherstärkste Zeit, meist 22–28 °C, gelegentlich heißer. Lange Abende auf den Plätzen, Festivals und Abendöffnungen mancher Schlösser – dafür volle Schlösser und Parkplätze am Mittag.Lange Abende, Festivals, Baden in Schlossnähe
HerbstSeptember – OktoberSehr gute zweite Saison: angenehme 14–22 °C, goldenes Licht über der Loire, Weinlese in Vouvray und Chinon und deutlich weniger Andrang als im Hochsommer.Weinlese, Herbstlicht, ruhigere Schlösser
WinterNovember – FebruarKühl und oft grau, tagsüber meist 4–10 °C. Manche Schlösser schließen oder verkürzen die Öffnung, dafür ist die Stadt am ruhigsten – ideal für Kathedrale, Museen und Bistros ohne Wartezeiten.Museen, Genuss, ruhige Stadtspaziergänge

04 · Häufige Fragen

Was Reisende am häufigsten fragen.

Wie komme ich von Paris nach Tours?

Am schnellsten mit dem TGV ab Paris-Montparnasse: Die Hochgeschwindigkeitszüge erreichen Tours bzw. den nahen Bahnhof Saint-Pierre-des-Corps in rund einer Stunde. Vom Bahnhof Tours ist das Zentrum mit Kathedrale und Vieux Tours bequem zu Fuß oder mit der Straßenbahn erreichbar. Auch viele andere Loire-Städte sind per Zug ab Tours gut angebunden.

Eignet sich Tours als Basis für die Loire-Schlösser?

Sehr gut sogar – Tours ist der klassische Ausgangspunkt für das Loiretal. Villandry, Chenonceau, Amboise und Azay-le-Rideau liegen alle in unter einer Stunde und sind per Zug, Mietwagen, Fahrrad über das Loire-à-Vélo-Netz oder mit organisierten Tagestouren erreichbar. Wer auf ein eigenes Auto verzichtet, kombiniert am besten Zug und geführte Schlössertouren.

Wie viele Tage sollte ich für Tours einplanen?

Für die Stadt selbst – Vieux Tours, Kathedrale Saint-Gatien, Saint-Martin und Musée des Beaux-Arts – reichen ein bis zwei Tage. Wer Tours als Basislager für das Loiretal nutzt und mehrere Schlösser sehen möchte, sollte drei bis fünf Tage einplanen und die Ausflüge so legen, dass man jeden Abend in die Stadt zurückkehrt.

Was sollte man in Tours gesehen haben?

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Place Plumereau im Fachwerk-Vieux-Tours, die gotische Kathedrale Saint-Gatien mit ihren mittelalterlichen Glasfenstern, die Tour Charlemagne und die Basilique Saint-Martin als Erbe des Stadtpatrons sowie das Musée des Beaux-Arts im erzbischöflichen Palast. Dazu lohnen die Markthalle Les Halles und ein Spaziergang an den Loirequais. Ein geführter Stadtrundgang verbindet die Höhepunkte an einem Vormittag.

Für was ist Tours bekannt?

Tours ist bekannt als Tor zu den Loire-Schlössern und als historische Martinsstadt: Hier wirkte der heilige Martin, Schutzpatron Galliens, dessen Basilika einst Pilger aus halb Europa anzog. Berühmt sind außerdem das gut erhaltene Fachwerk-Altstadtviertel Vieux Tours mit der Place Plumereau und die Touraine als „Garten Frankreichs“ mit ihren Weinen und Spezialitäten.

Was sind Spezialitäten von Tours?

Die Touraine ist eine Genussregion: Typisch sind die Rillettes de Tours, der aschebestäubte Ziegenkäse Sainte-Maure de Touraine, lokaler Spargel und Birnen – am besten frisch in der Markthalle Les Halles. Dazu gehören die Weine vor den Toren: der spritzige Vouvray sowie die roten Chinon und Bourgueil aus der Cabernet-Franc-Traube.

Welche Stadt an der Loire ist am schönsten?

Das ist Geschmackssache, doch Tours gilt vielen als die lebendigste und praktischste Basis im Loiretal – mit dem schönen Fachwerk-Vieux-Tours und der zentralen Lage zu den Schlössern. Wer es kleiner und schlossnah mag, fühlt sich in Amboise, Blois oder Chenonceaux wohl; Orléans ist die größere Stadt am oberen Lauf. Für eine erste Reise verbindet Tours Stadterlebnis und Schlösserausflüge am bequemsten.

Braucht man in Tours einen Mietwagen?

In der Stadt selbst nicht – das Zentrum ist kompakt und gut mit Straßenbahn und Bus erschlossen. Für maximale Flexibilität bei den Schlössern ist ein Mietwagen praktisch, aber kein Muss: Viele Schlösser sind per Zug oder geführter Tour erreichbar, und das Loire-à-Vélo-Radwegenetz erschließt das nähere Tal bequem mit dem Fahrrad.

★ Tours entdecken

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    travelperfect · Aktualisiert 18. Juni 2026