◆ STADT · LOIRETAL
Tours trägt das Erbe einer Stadt, die einmal das geistliche Zentrum Galliens war, mit heutiger Leichtigkeit. Hier predigte und wirkte der heilige Martin, dessen Grab Pilger aus halb Europa anzog; aus seiner gewaltigen Basilika ragen heute noch zwei einsame Türme über die Dächer. Wenige Schritte weiter beginnt das Vieux Tours, ein nahezu lückenlos erhaltenes Quartier aus Fachwerk und hellem Tuffstein, dessen Place Plumereau am Abend zum geselligsten Platz der Stadt wird. Über allem thront die Kathedrale Saint-Gatien, deren Glasfenster aus fünf Jahrhunderten das Licht in Edelsteinfarben brechen. Und ringsum, eine knappe Stunde in jede Richtung, liegen die berühmtesten Schlösser Frankreichs: Villandry mit seinen Renaissancegärten, Chenonceau über dem Cher, das königliche Amboise. Tours ist damit beides – elegante Genussstadt mit Markthalle und Universität und das natürliche Basislager für jede Reise durch das Loiretal.
Die Geschichte von Tours beginnt am Fluss. Als römisches Caesarodunum auf einer Schleife der Loire gegründet, wurde die Stadt im 4. Jahrhundert durch den heiligen Martin zu einem der wichtigsten Pilgerorte des Abendlandes. Über seinem Grab erhob sich eine der größten romanischen Basiliken Europas; ihr gewaltiges Langhaus stürzte nach der Revolution ein, doch die Tour Charlemagne und die Tour de l'Horloge stehen bis heute als steinerne Zeugen. Gleich daneben wuchs auf der Place du Châteauneuf der neue Pilgerort: die Basilique Saint-Martin im neobyzantinischen Stil, in deren Krypta der Heilige noch immer ruht.
Im Spätmittelalter und in der Renaissance wurde das Loiretal zum bevorzugten Aufenthaltsort der französischen Könige – und Tours für eine Zeit faktische Hauptstadt des Reichs. Ludwig XI. residierte im nahen Plessis, die Seidenweber machten die Stadt reich, und das Vieux Tours mit seinen Stadtpalästen erzählt noch heute von diesem Wohlstand. Die Place Plumereau, von schiefen Fachwerkgiebeln gerahmt, war der Markt der Gerber und Tuchhändler; heute füllen sich ihre Terrassen, sobald die Sonne über die Dächer kippt.
Und dann ist da der Tisch. Die Touraine nennt sich nicht umsonst der „Garten Frankreichs“: Aus dem Umland kommen Spargel und Birnen, die Rillettes de Tours, der aschebestäubte Ziegenkäse Sainte-Maure de Touraine und die Weine von Vouvray, Chinon und Bourgueil. travelperfect rät, Tours nicht nur als Durchgangsstation zu den Schlössern zu sehen, sondern mindestens einen Abend in den Bistros des Vieux Tours zu verbringen – und die Schlösserausflüge so zu legen, dass man jeden Abend in dieser angenehm unangestrengten Stadt landet.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel
· Sehenswürdigkeiten
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· Restaurants
· Aktivitäten
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Stadtrundgang & Altstadt
Der klassische Stadtrundgang durch die Altstadt: durch die Fachwerkgassen des Vieux Tours mit der Place Plumereau und dem Hôtel Gouïn, vorbei an der Tour Charlemagne und der Basilique Saint-Martin, hinüber zur gotischen Kathedrale Saint-Gatien mit ihren Glasfenstern aus fünf Jahrhunderten und dem stillen Kreuzgang La Psalette. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Tours an einem Vormittag – am schönsten am frühen Morgen oder zur blauen Stunde.
Schlösser der Loire
Kaum eine Stadt liegt günstiger zu den großen Loire-Schlössern: Villandry mit seinen Renaissancegärten, Chenonceau, das sich auf Bögen über den Cher spannt, das königliche Amboise mit dem da-Vinci-Schloss Clos Lucé und das zierliche Azay-le-Rideau – alle in unter einer Stunde erreichbar, per Zug, Rad, Mietwagen oder geführter Tour. Wer drei bis fünf Tage bleibt, kombiniert Stadt und Schlösser entspannt.
Garten Frankreichs
Die Touraine gilt als „Garten Frankreichs“, und in Tours lässt sich das schmecken: in der Markthalle Les Halles mit ihren Käse-, Wurst- und Gemüseständen, bei den Rillettes de Tours, dem aschebestäubten Ziegenkäse Sainte-Maure de Touraine und in den Bistros des Vieux Tours. Dazu die Weine vor den Toren – der spritzige Vouvray, die roten Chinon und Bourgueil aus Cabernet Franc.
Fluss & Gärten
Abseits der Steinkulisse zeigt sich das andere Tours: die weiten Quais der Loire mit Blick auf die Pont Wilson, die grüne Île Simon im Fluss, die romantischen Jardin des Prébendes d'Oé aus der Belle Époque und der botanische Garten im Westen. Per Loire-à-Vélo-Radweg fährt man am Wasser entlang bis weit ins Tal hinaus – ein entspannter Kontrast zum Schlösser-Programm.
03 · Wann
Tours liegt im milden, gemäßigten Klima des Loiretals: keine Extreme, aber spürbare Jahreszeiten und gelegentlicher Regen. Der Rhythmus der Reise gibt weniger die Temperatur vor als die Saison der Schlösser und Gärten – die schönsten Wochen sind Frühling und Frühherbst, wenn Villandry blüht, die Loire-Radwege gut zu fahren sind und sich die Terrassen der Place Plumereau füllen.
04 · Häufige Fragen
Am schnellsten mit dem TGV ab Paris-Montparnasse: Die Hochgeschwindigkeitszüge erreichen Tours bzw. den nahen Bahnhof Saint-Pierre-des-Corps in rund einer Stunde. Vom Bahnhof Tours ist das Zentrum mit Kathedrale und Vieux Tours bequem zu Fuß oder mit der Straßenbahn erreichbar. Auch viele andere Loire-Städte sind per Zug ab Tours gut angebunden.
Sehr gut sogar – Tours ist der klassische Ausgangspunkt für das Loiretal. Villandry, Chenonceau, Amboise und Azay-le-Rideau liegen alle in unter einer Stunde und sind per Zug, Mietwagen, Fahrrad über das Loire-à-Vélo-Netz oder mit organisierten Tagestouren erreichbar. Wer auf ein eigenes Auto verzichtet, kombiniert am besten Zug und geführte Schlössertouren.
Für die Stadt selbst – Vieux Tours, Kathedrale Saint-Gatien, Saint-Martin und Musée des Beaux-Arts – reichen ein bis zwei Tage. Wer Tours als Basislager für das Loiretal nutzt und mehrere Schlösser sehen möchte, sollte drei bis fünf Tage einplanen und die Ausflüge so legen, dass man jeden Abend in die Stadt zurückkehrt.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Place Plumereau im Fachwerk-Vieux-Tours, die gotische Kathedrale Saint-Gatien mit ihren mittelalterlichen Glasfenstern, die Tour Charlemagne und die Basilique Saint-Martin als Erbe des Stadtpatrons sowie das Musée des Beaux-Arts im erzbischöflichen Palast. Dazu lohnen die Markthalle Les Halles und ein Spaziergang an den Loirequais. Ein geführter Stadtrundgang verbindet die Höhepunkte an einem Vormittag.
Tours ist bekannt als Tor zu den Loire-Schlössern und als historische Martinsstadt: Hier wirkte der heilige Martin, Schutzpatron Galliens, dessen Basilika einst Pilger aus halb Europa anzog. Berühmt sind außerdem das gut erhaltene Fachwerk-Altstadtviertel Vieux Tours mit der Place Plumereau und die Touraine als „Garten Frankreichs“ mit ihren Weinen und Spezialitäten.
Die Touraine ist eine Genussregion: Typisch sind die Rillettes de Tours, der aschebestäubte Ziegenkäse Sainte-Maure de Touraine, lokaler Spargel und Birnen – am besten frisch in der Markthalle Les Halles. Dazu gehören die Weine vor den Toren: der spritzige Vouvray sowie die roten Chinon und Bourgueil aus der Cabernet-Franc-Traube.
Das ist Geschmackssache, doch Tours gilt vielen als die lebendigste und praktischste Basis im Loiretal – mit dem schönen Fachwerk-Vieux-Tours und der zentralen Lage zu den Schlössern. Wer es kleiner und schlossnah mag, fühlt sich in Amboise, Blois oder Chenonceaux wohl; Orléans ist die größere Stadt am oberen Lauf. Für eine erste Reise verbindet Tours Stadterlebnis und Schlösserausflüge am bequemsten.
In der Stadt selbst nicht – das Zentrum ist kompakt und gut mit Straßenbahn und Bus erschlossen. Für maximale Flexibilität bei den Schlössern ist ein Mietwagen praktisch, aber kein Muss: Viele Schlösser sind per Zug oder geführter Tour erreichbar, und das Loire-à-Vélo-Radwegenetz erschließt das nähere Tal bequem mit dem Fahrrad.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Tours und im Loiretal.
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