◆ STADT · LOIRETAL
Blois ist das königliche Herzstück des Loiretals, in dem die Geschichte Frankreichs an einer einzigen Treppe ablesbar wird. Hoch über dem breiten Strom staffelt sich die Stadt in Terrassen den Hang hinauf, gekrönt vom Château Royal, das in vier Flügeln Gotik, Renaissance und Klassizismus nebeneinanderstellt – mittendrin die berühmte achteckige Wendeltreppe von François I., um die sich steinerne Salamander winden. In den steilen Gassen darunter führen die alten escaliers von der Loire hinauf zur Cathédrale Saint-Louis, vorbei an Fachwerkhäusern, der Maison de la Magie gegenüber dem Schloss und den hängenden Gärten des Évêché. Blois ist kompakt genug für einen Tag, doch als Tor zu Chambord, Cheverny und Chaumont auch das beste Standquartier, um das Tal der Könige zu erkunden.
Blois verdankt seinen Glanz dem Hof. Im 15. und 16. Jahrhundert war die Stadt zeitweise faktische Hauptstadt des Königreichs, residierten doch Ludwig XII. und François I. lieber hier am milden Loire-Ufer als im engen Paris. Das Château Royal erzählt diese Geschichte in Stein: Der gotische Flügel Ludwigs XII. aus rotem Backstein, der Renaissanceflügel François' I. mit seiner ins Freie ragenden Wendeltreppe und der strenge klassizistische Flügel Gastons d'Orléans stehen wie ein Lehrbuch der französischen Architektur um denselben Hof. In den Sälen spielte sich Hochdramatisches ab – hier ließ Heinrich III. 1588 den mächtigen Herzog von Guise ermorden, eine der berüchtigtsten Bluttaten der Religionskriege.
Doch Blois ist mehr als sein Schloss. Die Stadt zieht sich steil vom Fluss hinauf, und genau diese Topografie macht ihren Reiz aus: enge, gewundene Gassen, lange steinerne Treppen, sogenannte escaliers, und immer wieder unverhoffte Ausblicke über die Loire. Über allem thront die Cathédrale Saint-Louis, von deren Garten, den Jardins de l'Évêché, sich der wohl schönste Blick der Stadt öffnet. Im historischen Kern reihen sich Fachwerkhäuser, Renaissancefassaden und stille Innenhöfe, durchsetzt mit Bäckereien, Cafés und kleinen Läden – ein Stadtbild, das ohne große Gesten auskommt und gerade dadurch überzeugt.
Eine eigene Note verdankt Blois seinem berühmtesten Sohn: Jean-Eugène Robert-Houdin, dem Vater der modernen Zauberkunst, nach dem schon Harry Houdini sich benannte. Ihm zu Ehren steht direkt gegenüber dem Schloss die Maison de la Magie, aus deren Fenstern zu jeder vollen Stunde ein mechanischer Drache die Hälse reckt. Wer einen Abend bleibt, erlebt im Sommer das Son-et-Lumière an der Schlossfassade. travelperfect rät, Blois nicht nur als Durchgangsstation zu Chambord zu sehen, sondern der Stadt selbst einen halben bis ganzen Tag zu schenken – am besten zu Fuß, treppauf, treppab.
01 · Auf einen Blick
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02 · Rundgang
Königsschloss & Magie
Der Vormittag gehört dem Schloss: die vier Flügel aus vier Epochen, die berühmte Wendeltreppe von François I. und die Säle, in denen der Mord am Herzog von Guise Geschichte schrieb. Direkt gegenüber lockt die Maison de la Magie zu Ehren des Zauberers Robert-Houdin, aus deren Fenstern zur vollen Stunde ein Drache die Hälse reckt – ein Kontrastprogramm, das besonders Familien begeistert.
Altstadt & Aussicht
Nachmittags lohnt der Aufstieg durch die gewundenen Gassen: vorbei an Fachwerkhäusern und der Église Saint-Nicolas hinauf zur Cathédrale Saint-Louis. Hinter ihr öffnen sich die Jardins de l'Évêché, hängende Terrassengärten mit dem schönsten Blick über Strom und Brücke. Wer mag, steigt über die alten escaliers wieder hinab zur Loirepromenade und überquert den Pont Jacques-Gabriel.
Schlösser ringsum
Blois ist das ideale Standquartier für die berühmtesten Schlösser der Loire: Chambord mit seiner Doppelwendeltreppe liegt nur 18 km entfernt, Cheverny mit seiner makellosen Symmetrie und Tintins „Schloss Mühlenhof“ noch näher, und Chaumont-sur-Loire lockt mit seinem internationalen Gartenfestival. In der Saison verbinden Shuttle-Busse die Schlösser ab dem Bahnhof – wer flexibel sein will, nimmt den Mietwagen.
03 · Wann
Blois liegt im milden, eher feuchten Klima des mittleren Loiretals: keine Extreme, dafür viel Grün und gut über das Jahr verteilter Regen. Frühling und Frühherbst sind die schönsten Reisezeiten – die Schlossgärten blühen, das Licht über dem Strom ist weich, und im Sommer verlängert das abendliche Son-et-Lumière die Tage. Der Hochsommer ist beliebt, aber selten drückend; der Winter ist ruhig, grau und neblig, dann gehört die Stadt fast den Einheimischen.
04 · Häufige Fragen
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Blois liegen dicht beieinander: das Château Royal mit der berühmten Wendeltreppe von François I., gegenüber die Maison de la Magie, die Cathédrale Saint-Louis mit den hängenden Jardins de l'Évêché und das gewundene Treppenviertel mit Fachwerkhäusern und der Église Saint-Nicolas. Ein Rundgang treppauf, treppab zur Loirepromenade rundet den Tag ab; abends gehört Blois dem Son-et-Lumière an der Schlossfassade.
Ja – Blois gilt als eine der schönsten Städte des Loiretals. Die Stadt staffelt sich in Terrassen den Hang hinauf, gekrönt vom Château Royal, und besticht durch ihre steilen Gassen, die steinernen escaliers, Fachwerkfassaden und immer neue Ausblicke über den breiten Strom. Sie ist kompakt genug für einen Tag, aber stimmungsvoll genug, um länger zu bleiben.
Am bequemsten mit dem Zug: Ab Paris-Austerlitz fahren Intercités-Züge in etwa 1,5 Stunden direkt zum Bahnhof Blois-Chambord. Von dort sind es nur rund 10 Minuten zu Fuß bergab zum Schloss und in die Altstadt. Mit dem Auto erreicht man Blois über die A10 in gut zwei Stunden; in Schlossnähe gibt es bewirtschaftete Parkplätze und Parkhäuser.
Für die Stadt selbst ja: An einem gut geplanten Tag lassen sich das Château Royal, die Maison de la Magie, die Cathédrale Saint-Louis und das Treppenviertel verbinden. Wer Blois jedoch als Basis für Chambord, Cheverny und Chaumont nutzt, sollte zwei bis drei Nächte einplanen – die Stadt ist ein ideales Standquartier im Tal der Könige.
Das Château Royal de Blois vereint vier Bauepochen um einen einzigen Hof – Gotik, Renaissance, Klassizismus – und gilt als Lehrbuch der französischen Architektur. Berühmt ist die ins Freie ragende Wendeltreppe von François I. Dazu kommen die dramatische Geschichte des Guise-Mordes und im Sommer das abendliche Son-et-Lumière. Für Geschichts- und Architekturfans ist es ein Höhepunkt der Loire.
Blois liegt zentral zwischen den berühmtesten Loire-Schlössern: Chambord ist nur rund 18 km entfernt, Cheverny noch etwas näher, und Chaumont-sur-Loire mit seinem Gartenfestival liegt flussabwärts. In der Hauptsaison verbinden Shuttle-Busse die Schlösser ab dem Bahnhof; wer mehrere an einem Tag sehen will, ist mit dem Mietwagen oder einer geführten Tour am flexibelsten.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihren Tag in Blois und im Tal der Könige.
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