Das Porta Verona ist der prachtvollste der beiden historischen Zugänge in die Festungsaltstadt von Peschiera del Garda. Das monumentale Tor entstand Mitte des 16. Jahrhunderts unter venezianischer Herrschaft an der Ausfallstraße nach Verona, von der es auch seinen Namen hat. Es markiert die östliche Schwelle der befestigten Stadt und ist bis heute eine der Hauptpforten, durch die Besucher die Altstadt betreten. Über dem Torbogen wacht der geflügelte Markuslöwe, das Hoheitszeichen der Serenissima, das in der gesamten ehemaligen venezianischen Terraferma an Stadttoren und Palästen auftaucht. Eine Brücke führt über den Festungsgraben, der noch immer vom Wasser des Mincio gespeist wird – so betritt man die Altstadt buchstäblich über das Verteidigungssystem hinweg, das Venedig hier anlegte. Die wuchtigen Quader und der schlichte, kräftige Bogen verraten die militärische Funktion ebenso wie den repräsentativen Anspruch. Zusammen mit dem Porta Brescia am gegenüberliegenden Ende der Altstadt bildet das Porta Verona die Achse, an der sich das Leben innerhalb der Mauern entlangzieht. Wer durch das Tor tritt, steht am Beginn der zentralen Gassen, die zum Canale di Mezzo, zum Ponte dei Voltoni und zum alten Hafen führen. Damit ist das Porta Verona ein idealer Startpunkt für den Rundgang: von hier aus lassen sich Altstadt, Kanal und der frei begehbare Bastionenring in einer Schleife verbinden. Der Besuch ist kostenlos und jederzeit möglich, denn das Tor ist Teil des öffentlichen Wegenetzes. Wer Geschichte und Atmosphäre der venezianischen Festungsstadt verstehen will, beginnt am besten hier – am Markuslöwen, über dem Wassergraben, an der Schwelle zwischen dem offenen Land und der dicht bebauten Altstadtinsel.
Ein wuchtiges venezianisches Stadttor aus Quadersteinen mit kräftigem Bogen, über dem der geflügelte Markuslöwe sitzt. Eine kurze Brücke führt über den wassergefüllten Festungsgraben hindurch in die Altstadtgassen. Man durchschreitet das Tor beim Betreten der Festungsstadt; eine eigentliche Besichtigung dauert nur wenige Minuten, doch das Tor ist ein markanter Orientierungs- und Startpunkt für den Rundgang.
Das Porta Verona entstand Mitte des 16. Jahrhunderts, als die Republik Venedig die pentagonale Festung um Peschiera errichtete. Es diente als befestigter Hauptzugang an der Straße nach Verona; der Markuslöwe wies die Stadt als venezianisches Territorium aus. Im 19. Jahrhundert blieb das Tor Teil der von den Österreichern ausgebauten Festung. Seit 2017 zählt die Anlage zum UNESCO-Welterbe der venezianischen Verteidigungswerke.
