Am südlichen Rand der Altstadt von Lazise erhebt sich seit dem 14. Jahrhundert die Burg der Veroneser Skaliger, das Castello Scaligero. Mit ihrem mächtigen Bergfried, den runden Ecktürmen und den charakteristischen Schwalbenschwanz-Zinnen gehört sie zu den meistfotografierten Motiven des gesamten Ostufers. Errichtet wurde die Anlage in jener Zeit, als die Familie della Scala von Verona aus ihre Macht über das Veroneser Land und den südlichen Gardasee ausdehnte – Lazise diente dabei als befestigter Flottenstützpunkt am See. Die Burg ist kein klassisches Museum: Das Innere samt parkartigem Garten befindet sich in Privatbesitz und ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Bewundern lässt sich das Bauwerk daher vor allem von außen – und gerade das macht seinen Reiz aus. Von der Seepromenade Richtung Bardolino, vom Hafenbecken oder vom Wasser aus zeigt sich die Silhouette mit den Zinnen besonders eindrucksvoll, vor allem dann, wenn die Abendsonne die alten Steine warm färbt. Besonders sehenswert ist der Zusammenhang von Burg und Stadt: Lazise besitzt einen fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Mauerring, der von der Burg ausgeht und die historische Altstadt umschließt. Diese Geschlossenheit – Burg, Mauern, Stadttore und das alte Hafenbecken – ist am Gardasee in dieser Form selten und erzählt davon, wie wichtig der Ort als Verteidigungs- und Umschlagplatz war. Für einen Besuch bietet sich ein Spaziergang an, der die Burg von verschiedenen Seiten einrahmt: durch die Gassen der Altstadt zum südlichen Stadttor, dann hinaus auf die Promenade Richtung Bardolino, wo sich die Türme über den Olivenbäumen erheben. Wer mit dem Schiff anreist oder eine Bootstour macht, erlebt die wohl schönste Perspektive direkt vom See. Ein Eintritt fällt nicht an, da die Anlage von außen besichtigt wird – das macht die Burg zu einem Fixpunkt jedes Altstadtbummels in Lazise.
Das Castello Scaligero wird von außen besichtigt: Du umrundest die mittelalterliche Anlage mit Bergfried, Ecktürmen und Schwalbenschwanz-Zinnen und erlebst, wie Burg und Mauerring die Altstadt von Lazise zusammenhalten. Das Innere mit Park ist Privatbesitz und nicht zugänglich. Die eindrucksvollsten Blicke ergeben sich von der Seepromenade Richtung Bardolino, vom Porto Vecchio und vom Wasser aus. Ein Rundgang dauert je nach Tempo eine halbe bis ganze Stunde und lässt sich gut mit einem Altstadtbummel verbinden.
Die Burg wurde im 14. Jahrhundert von der Veroneser Familie della Scala (Skaliger) errichtet, die den südlichen Gardasee kontrollierte und Lazise als befestigten Flottenstützpunkt nutzte. Aus dieser Zeit stammt auch der ungewöhnlich gut erhaltene Mauerring, der die Altstadt umschließt. Burg und Befestigung machen Lazise zu einem der geschlossensten mittelalterlichen Ortsbilder am See.
