Die Rocca Albornoziana thront auf dem höchsten Punkt Spoletos und bestimmt seit dem Mittelalter die Silhouette der Stadt. Kardinal Egidio Albornoz ließ die Festung ab 1359 errichten, um die päpstliche Herrschaft über Mittelitalien zu festigen, nachdem die Päpste aus Avignon zurückkehrten und ihre Macht im Kirchenstaat neu sichern mussten. Die wehrhafte Anlage mit ihren sechs Türmen und zwei Innenhöfen – dem Cortile delle Armi für die Garnison und dem repräsentativen Cortile d'Onore – diente Statthaltern und hohen Gästen als Sitz. Über die Jahrhunderte wandelte sich die Funktion der Rocca. Päpstliche Gouverneure residierten hier, prominente Persönlichkeiten wie Lucrezia Borgia hielten sich zeitweise in der Festung auf. Vom späten 18. Jahrhundert bis 1982 wurde die Anlage als Gefängnis genutzt, was den ursprünglichen Baubestand teils überformte, aber auch erhielt. Nach umfassender Restaurierung steht die Rocca heute wieder Besuchern offen. In ihren Räumen ist das Museo Nazionale del Ducato di Spoleto untergebracht, das die Geschichte des langobardischen Herzogtums Spoleto erzählt. Zu sehen sind Skulpturen, Sarkophage, Fresken und kunsthandwerkliche Zeugnisse aus früh- und hochmittelalterlicher Zeit, die die Bedeutung der Stadt als Herrschaftszentrum belegen. Der Cortile d'Onore mit seinen Loggien und Fresken bildet den repräsentativen Kern des Rundgangs. Ein Höhepunkt jedes Besuchs ist der Blick von den Terrassen und Mauern: Von hier reicht das Panorama über den benachbarten Ponte delle Torri, der den Festungshügel mit dem Monteluco verbindet, bis weit hinaus in die Valle Umbra. Die Festung lässt sich gut mit dem Rundweg Giro della Rocca verbinden, der um den Hügel herumführt und den klassischen Blick auf den Viadukt eröffnet. Für den Aufstieg in die Oberstadt gibt es Rolltreppen und Aufzüge, die den steilen Weg von der Unterstadt erleichtern.
Über ansteigende Gassen oder die Rolltreppen aus der Unterstadt erreicht man den Festungshügel. Im Inneren führt der Rundgang durch den Cortile d'Onore mit Loggien und Fresken sowie durch die Säle des Museo Nazionale del Ducato mit langobardischen Skulpturen und Funden. Von den Terrassen reicht der Blick auf den Ponte delle Torri und über die Valle Umbra. Für Festung und Museum sollte man etwa ein bis anderthalb Stunden einplanen.
Kardinal Egidio Albornoz ließ die Festung ab 1359 errichten, um die Herrschaft des Kirchenstaats in Mittelitalien zu festigen. Mit sechs Türmen und zwei Innenhöfen diente sie päpstlichen Gouverneuren als Sitz; zeitweise hielt sich Lucrezia Borgia hier auf. Vom späten 18. Jahrhundert bis 1982 wurde die Anlage als Gefängnis genutzt und nach Restaurierung als Museum des langobardischen Herzogtums eröffnet.
