Die Piazza Grande ist eines der kühnsten Stadtbauwerke des italienischen Mittelalters. Weil der steile Hang, auf dem Gubbio liegt, keinen ebenen Grund für einen repräsentativen Platz hergab, fanden die Baumeister des 14. Jahrhunderts eine außergewöhnliche Lösung: Sie errichteten eine gewaltige Substruktion aus mächtigen Bögen und legten den Platz einfach darauf. So scheint die Piazza Grande heute frei über den Dächern der Stadt zu schweben – ein architektonisches Wagnis, das seinesgleichen sucht. An der bergseitigen Kante erhebt sich der Palazzo dei Consoli mit Zinnenkranz und schlankem Glockenturm, das Wahrzeichen Gubbios. Ihm gegenüber steht der Palazzo del Podestà, der nie ganz vollendet wurde und heute das Rathaus beherbergt. Zwischen den beiden Palästen spannt sich der weite, gepflasterte Platz, dessen offene Talseite den Blick freigibt. Vom Geländer an der Talkante fällt der Blick weit über die grauen Dächer der Altstadt hinunter ins Tal und hinauf zum bewaldeten Monte Ingino mit der Basilica di Sant'Ubaldo. Dieser Ausblick ist einer der eindrucksvollsten der Stadt und macht die Piazza zum natürlichen Mittelpunkt jedes Rundgangs durch Gubbio. Der Platz ist frei zugänglich und zu jeder Tageszeit ein lohnendes Ziel. Am Abend, wenn die Steine vom Tageslicht warm bleiben und die Beleuchtung einsetzt, entfaltet er eine besondere Stimmung. Wer Gubbio verstehen will, beginnt hier: an dem Ort, der zeigt, mit welchem Erfindungsgeist die Stadt dem steilen Berg eine Bühne abgetrotzt hat.
Du stehst auf einem weiten, gepflasterten Platz, der auf einer mächtigen Bogenkonstruktion ruht und scheinbar über den Dächern der Stadt schwebt. An der Bergseite ragt der Palazzo dei Consoli auf, gegenüber der Palazzo del Podestà. An der offenen Talseite gibt ein Geländer den weiten Blick ins Tal und auf den Monte Ingino frei. Der Platz ist frei zugänglich und der natürliche Mittelpunkt der Altstadt.
Der Platz entstand im 14. Jahrhundert als Teil des Ausbaus Gubbios zum kommunalen Zentrum. Da der steile Berg keinen ebenen Grund bot, errichtete man eine gewaltige Substruktion aus Bögen, auf der der Platz angelegt wurde. Mit dem Palazzo dei Consoli und dem Palazzo del Podestà sollte er die Macht der Stadtkommune sichtbar machen.
