Hinter den letzten Häusern von Limone sul Garda öffnet sich das Valle del Singol, eine grüne Schlucht, durch die einst Saumpfade die einzige Landverbindung des abgeschiedenen Dorfes zur Außenwelt bildeten. Bevor die Uferstraße den Ort erschloss, führten diese Pfade über die Berge – heute sind sie das Rückgrat eines lohnenden Wandergebiets unmittelbar vor der Haustür des Ortes. Markierte Wege führen vom oberen Ortsrand durch Olivenhaine und Macchia in den Talgrund und auf Wunsch weiter hinauf zu Aussichtskanzeln über dem See. Die Tour lässt sich der eigenen Kondition anpassen: als leichte Runde von zwei bis drei Stunden, die im Tal bleibt, oder als ausgedehnte Bergtour mit deutlichem Anstieg und weiten Blicken über den nördlichen Gardasee. Die Vegetation wechselt mit der Höhe, vom kultivierten Olivenhang bis zur duftenden mediterranen Macchia. Festes Schuhwerk und ausreichend Wasser gehören in den Rucksack, denn die Wege sind teils steinig und schattenarm. Im Hochsommer startet man am besten früh am Morgen, bevor die Hitze in die Schlucht steigt; Frühling und Herbst bieten die angenehmsten Bedingungen. Wer Limone nicht nur vom Wasser, sondern auch von oben erleben möchte, findet im Valle del Singol die naheliegende Wanderung – ein Stück ursprünglicher Landschaft direkt hinter dem touristischen Ortskern, das an die abgeschiedene Vergangenheit des Dorfes erinnert.
festes Schuhwerk





























