◆ STADT · PROVENCE
Saint-Rémy-de-Provence ist die Provence im Konzentrat: ein von Platanen beschatteter Marktflecken am Fuß der Alpilles, in dem römische Ruinen, Van Goghs letzte Bilder und einer der schönsten Mittwochsmärkte des Landes auf engstem Raum zusammenkommen. Im Ring der Boulevards windet sich die kreisrunde Altstadt aus honigfarbenem Stein, gesäumt von Brunnen, Galerien und Olivenölläden. Vor den Toren liegen das antike Glanum und die Mausanstalt Saint-Paul de Mausole, in der Vincent van Gogh ein Jahr lang lebte und über 140 Gemälde schuf – darunter die berühmte Sternennacht. Es ist ein Ort zum Schlendern, Schmecken und Verweilen, mondäner als die Nachbardörfer und doch ohne ihren Trubel.
Lange bevor Saint-Rémy stand, blühte hier Glanum. Schon die Kelten verehrten die heilige Quelle am Fuß der Alpilles; die Griechen aus Massalia und später die Römer bauten daraus eine vollständige Stadt mit Forum, Tempeln, Thermen und Wohnhäusern. Direkt an der Ausfallstraße markieren bis heute „Les Antiques“ den Eingang in diese versunkene Welt: das fast vollständig erhaltene Mausoleum der Julier und ein römischer Triumphbogen, beide rund 2.000 Jahre alt und so präsent, dass schon Reisende des 18. Jahrhunderts hier Station machten.
Die berühmteste Episode der Stadt aber dauerte nur ein Jahr. Im Mai 1889 ließ sich Vincent van Gogh freiwillig in die Nervenklinik von Saint-Paul de Mausole einweisen, ein ehemaliges Kloster mit romanischem Kreuzgang gleich neben Glanum. In den zwölf Monaten bis zu seiner Abreise schuf er über 140 Gemälde – die wogenden Olivenhaine, die Zypressen, die Iris im Klostergarten und, in einer schlaflosen Nacht, die „Sternennacht“. Ein markierter Spazierweg verbindet heute die Motive mit den realen Orten, an denen sie entstanden.
Das Saint-Rémy von heute lebt von genau dieser Mischung. In der kreisrunden Altstadt drängen sich Antiquitätenhändler, Galerien und Bistros; am Mittwochmorgen verwandelt der Markt die Boulevards in ein Meer aus Oliven, Käse, Lavendelseife und Saucisson. Die Stadt ist Geburtsort des Sehers Nostradamus und seit Jahren ein diskreter Rückzugsort für Pariser und Prominente, die in den Mas und Châteaux am Fuß der Alpilles wohnen. travelperfect rät, früh über den Markt zu ziehen, die großen Ruinen am Vormittag zu besuchen und sich den Nachmittag für ein langes Mittagessen unter Platanen freizuhalten.
01 · Auf einen Blick
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· Aktivitäten
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02 · Was tun
Antike vor den Toren
Gleich südlich der Stadt liegt mit Glanum eine der besterhaltenen Römerstädte Frankreichs – Forum, Thermen, Tempelzwillinge und das gallorömische Quellheiligtum am Fels. Direkt davor stehen frei zugänglich „Les Antiques“: das Mausoleum der Julier und der römische Triumphbogen, beide rund zwei Jahrtausende alt. Am Vormittag besuchen, wenn das Licht über die Säulen fällt und die Hitze noch erträglich ist.
Auf Van Goghs Spuren
Im ehemaligen Kloster Saint-Paul de Mausole verbrachte Vincent van Gogh von 1889 bis 1890 sein freiwilliges Klinikjahr und malte über 140 Werke. Der romanische Kreuzgang, der nachgestellte Krankenzimmer und der Garten mit Iris und Olivenbäumen lassen seine Bilder greifbar werden. Ein markierter Rundweg verbindet die realen Schauplätze von „Sternennacht“, Zypressen und Olivenhain mit den Gemälden.
Markt & Genuss
Am Mittwochmorgen gehört Saint-Rémy dem Markt: Auf den Boulevards rund um die Altstadt reihen sich Stände mit Tapenade, Ziegenkäse, Lavendelhonig, Saucisson, Oliven und der berühmten Calisson aus dem nahen Aix. Dazwischen Brocante, Stoffe und Korbwaren. Wer früh kommt, schlendert in Ruhe, probiert sich durch und sucht sich für danach einen schattigen Tisch an einer der Platanenterrassen.
Alpilles & Landschaft
Hinter der Stadt steigt die zerklüftete Kalksteinkette der Alpilles auf – ein regionaler Naturpark aus Olivenhainen, Pinien und Garrigue, von dem aus sich nach Süden das benachbarte Felsendorf Les Baux erreichen lässt. Wanderwege führen zu Aussichtspunkten über das Tal, Weingüter und Ölmühlen laden zur Verkostung. Das ist die Landschaft, die Van Gogh in flirrenden Farben festhielt.
03 · Wann
Saint-Rémy genießt das milde, sonnige Klima des provenzalischen Binnenlandes – mit heißen, trockenen Sommern und sanften Wintern, immer wieder durchgepustet vom Mistral, dem kalten Nordwind aus dem Rhônetal. Frühling und Frühherbst sind die schönste Zeit: warm genug für lange Tage im Freien, aber ohne die Gluthitze und den Andrang der Sommerferien. Den Lavendel der Umgebung sieht man ab Mitte Juni, die Olivenernte beginnt im Spätherbst.
04 · Häufige Fragen
Für den Kern – Altstadt, Markt, Glanum, Les Antiques und Saint-Paul de Mausole – reichen zwei Tage. Wer die Alpilles erwandern, das nahe Les Baux-de-Provence besuchen und in den Mas-Hotels entspannen möchte, plant besser drei bis vier Tage ein. Saint-Rémy eignet sich auch hervorragend als ruhige Standortbasis für die ganze nördliche Provence.
Saint-Rémy hat keinen eigenen Bahnhof. Am bequemsten reist man per TGV bis Avignon (Bahnhof Avignon TGV) und fährt von dort mit Bus oder Taxi in etwa 30 bis 40 Minuten weiter. Vor Ort ist die Stadt selbst gut zu Fuß zu erkunden, für die Ausflüge in die Alpilles ist ein Mietwagen jedoch klar von Vorteil.
Ja, sehr. Glanum gehört zu den besterhaltenen Römerstädten Frankreichs, mit Forum, Thermen, Tempeln und einem keltisch-römischen Quellheiligtum direkt am Fels der Alpilles. Direkt davor stehen frei zugänglich das Mausoleum der Julier und der Triumphbogen. Am Vormittag besuchen, dann sind Licht und Temperaturen am angenehmsten.
Vincent van Gogh ließ sich 1889 freiwillig in die Nervenklinik von Saint-Paul de Mausole einweisen, ein ehemaliges Kloster am Stadtrand. In den zwölf Monaten dort malte er über 140 Werke, darunter die „Sternennacht“. Das Kloster mit Kreuzgang und Garten ist zu besichtigen, und ein markierter Rundweg verbindet die Gemälde mit den realen Schauplätzen.
Der große Wochenmarkt findet am Mittwochvormittag auf den Boulevards rund um die Altstadt statt und gilt als einer der schönsten der Provence. Es gibt Lebensmittel, regionale Spezialitäten wie Tapenade und Lavendelhonig sowie Brocante und Kunsthandwerk. Wer früh kommt, schlendert in Ruhe; gegen Mittag wird es voll.
Vor allem für drei Dinge: die antike Römerstadt Glanum mit Les Antiques, das Jahr, das Vincent van Gogh hier in der Klinik Saint-Paul de Mausole malend verbrachte, und den berühmten Mittwochsmarkt. Dazu kommt die mondäne, von Mas und Châteaux geprägte Altstadt am Fuß der Alpilles – und Saint-Rémy ist der Geburtsort von Nostradamus.
Ja. Saint-Rémy gilt als eines der schönsten Städtchen der Provence: Es verbindet römische Antike, Van-Gogh-Geschichte, einen der lebendigsten Märkte der Region und eine elegante Altstadt auf engstem Raum. Es ist mondäner als die Nachbardörfer, aber ohne deren Trubel – und ein idealer Ausgangspunkt für Les Baux-de-Provence, Avignon und Arles.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Saint-Rémy-de-Provence.
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