📍 43.79°N · 4.83°E
Zoom 4 / 5Stadt · in der Provence

◆ STADT · PROVENCE

Saint-Rémy-de-Provence.
wo römische Ruinen, Van Goghs Zypressen und ein Marktmorgen unter Platanen ineinanderfließen

Saint-Rémy-de-Provence ist die Provence im Konzentrat: ein von Platanen beschatteter Marktflecken am Fuß der Alpilles, in dem römische Ruinen, Van Goghs letzte Bilder und einer der schönsten Mittwochsmärkte des Landes auf engstem Raum zusammenkommen. Im Ring der Boulevards windet sich die kreisrunde Altstadt aus honigfarbenem Stein, gesäumt von Brunnen, Galerien und Olivenölläden. Vor den Toren liegen das antike Glanum und die Mausanstalt Saint-Paul de Mausole, in der Vincent van Gogh ein Jahr lang lebte und über 140 Gemälde schuf – darunter die berühmte Sternennacht. Es ist ein Ort zum Schlendern, Schmecken und Verweilen, mondäner als die Nachbardörfer und doch ohne ihren Trubel.

Eine kleine Stadt mit drei Leben antikes Glanum, Van Goghs Genesungsjahr und das genussvolle Heute der Alpilles

Lange bevor Saint-Rémy stand, blühte hier Glanum. Schon die Kelten verehrten die heilige Quelle am Fuß der Alpilles; die Griechen aus Massalia und später die Römer bauten daraus eine vollständige Stadt mit Forum, Tempeln, Thermen und Wohnhäusern. Direkt an der Ausfallstraße markieren bis heute „Les Antiques“ den Eingang in diese versunkene Welt: das fast vollständig erhaltene Mausoleum der Julier und ein römischer Triumphbogen, beide rund 2.000 Jahre alt und so präsent, dass schon Reisende des 18. Jahrhunderts hier Station machten.

Die berühmteste Episode der Stadt aber dauerte nur ein Jahr. Im Mai 1889 ließ sich Vincent van Gogh freiwillig in die Nervenklinik von Saint-Paul de Mausole einweisen, ein ehemaliges Kloster mit romanischem Kreuzgang gleich neben Glanum. In den zwölf Monaten bis zu seiner Abreise schuf er über 140 Gemälde – die wogenden Olivenhaine, die Zypressen, die Iris im Klostergarten und, in einer schlaflosen Nacht, die „Sternennacht“. Ein markierter Spazierweg verbindet heute die Motive mit den realen Orten, an denen sie entstanden.

Das Saint-Rémy von heute lebt von genau dieser Mischung. In der kreisrunden Altstadt drängen sich Antiquitätenhändler, Galerien und Bistros; am Mittwochmorgen verwandelt der Markt die Boulevards in ein Meer aus Oliven, Käse, Lavendelseife und Saucisson. Die Stadt ist Geburtsort des Sehers Nostradamus und seit Jahren ein diskreter Rückzugsort für Pariser und Prominente, die in den Mas und Châteaux am Fuß der Alpilles wohnen. travelperfect rät, früh über den Markt zu ziehen, die großen Ruinen am Vormittag zu besuchen und sich den Nachmittag für ein langes Mittagessen unter Platanen freizuhalten.

Saint-Rémy-de-Provence

01 · Auf einen Blick

Gut zu wissen.

Lage
Bouches-du-Rhône, am Nordfuß der Alpilles, rund 20 km südlich von Avignon
Anreise per Flug
Flughafen Marseille-Provence (MRP) ca. 60 km; Avignon-Provence (AVN) ca. 25 km – ab dort am besten mit dem Mietwagen weiter
Mit dem Zug
Kein eigener Bahnhof; TGV-Halt Avignon (Avignon TGV) in ca. 30–40 Min. Fahrzeit, von dort Bus oder Taxi
Beste Reisezeit
Mai–Juni und September; Lavendel ab Mitte Juni, Olivenernte im Herbst, Hochsommer heiß und voll
Vor Ort unterwegs
Altstadt zu Fuß; Glanum, Les Antiques und Saint-Paul liegen etwa 1,5 km südlich, gut zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen
Markttag
Großer Wochenmarkt am Mittwochvormittag auf den Boulevards rund um die Altstadt
Sprache & Zahlung
Französisch; Euro, Kartenzahlung üblich, auf dem Markt Bargeld bereithalten
Wichtigster Tipp
Glanum und Saint-Paul de Mausole am Vormittag besuchen, bevor Hitze und Reisegruppen einsetzen

· Sehenswürdigkeiten

Das musst du gesehen haben.

Glanum
Les Antiques de Glanum
Saint-Paul de Mausole
Collégiale Saint-Martin
Musée des Alpilles

· Hotels

Wo übernachten.

Vieux Saint-Rémy

Hôtel de Tourrel

ab 320 €/Nacht
Le Plateau des Alpilles

Château des Alpilles

ab 250 €/Nacht
Le Plateau des Alpilles

Le Vallon de Valrugues

ab 280 €/Nacht
Le Plateau des Alpilles

Le Mas de l'Amarine

ab 180 €/Nacht

· Restaurants

Wo essen.

Vieux Saint-Rémy

L'Auberge de Saint-Rémy - Fanny Rey & Jonathan Wahid

Vieux Saint-Rémy

La Table de Tourrel

Vieux Saint-Rémy

Le Bistrot Découverte

Vieux Saint-Rémy

La Cuisine des Anges

· Aktivitäten

Was erleben.

Glanum & Les Antiques

Geführte Tour durch Glanum

Glanum & Les Antiques

Van-Gogh-Spaziergang in Saint-Rémy

· Entdecken & Buchen

Was es zu buchen gibt.

5
Sehenswürdigkeiten
Römerstadt & Van-Gogh-Spuren →
🛏
4
Hotels
Mas & Châteaux der Alpilles →
🍽
4
Restaurants
Bistrot bis Sterneküche →
2
Aktivitäten
Markt, Touren & Erlebnisse →

02 · Was tun

Die Sehenswürdigkeiten nach Themen entdecken Glanum, Van Gogh, Markt und Alpilles – an einem Tag gut zu verbinden

Antike vor den Toren

Glanum & Les Antiques

Gleich südlich der Stadt liegt mit Glanum eine der besterhaltenen Römerstädte Frankreichs – Forum, Thermen, Tempelzwillinge und das gallorömische Quellheiligtum am Fels. Direkt davor stehen frei zugänglich „Les Antiques“: das Mausoleum der Julier und der römische Triumphbogen, beide rund zwei Jahrtausende alt. Am Vormittag besuchen, wenn das Licht über die Säulen fällt und die Hitze noch erträglich ist.

Ausgrabungsstätte GlanumMausoleum & Triumphbogen1,5 km südlich der Stadt

Auf Van Goghs Spuren

Saint-Paul de Mausole

Im ehemaligen Kloster Saint-Paul de Mausole verbrachte Vincent van Gogh von 1889 bis 1890 sein freiwilliges Klinikjahr und malte über 140 Werke. Der romanische Kreuzgang, der nachgestellte Krankenzimmer und der Garten mit Iris und Olivenbäumen lassen seine Bilder greifbar werden. Ein markierter Rundweg verbindet die realen Schauplätze von „Sternennacht“, Zypressen und Olivenhain mit den Gemälden.

Van Goghs KlinikjahrKreuzgang & Gartenmarkierter Bilderweg

Markt & Genuss

Der Mittwochsmarkt

Am Mittwochmorgen gehört Saint-Rémy dem Markt: Auf den Boulevards rund um die Altstadt reihen sich Stände mit Tapenade, Ziegenkäse, Lavendelhonig, Saucisson, Oliven und der berühmten Calisson aus dem nahen Aix. Dazwischen Brocante, Stoffe und Korbwaren. Wer früh kommt, schlendert in Ruhe, probiert sich durch und sucht sich für danach einen schattigen Tisch an einer der Platanenterrassen.

MittwochvormittagProvence-Spezialitätenfrüh kommen lohnt sich

Alpilles & Landschaft

Olivenhaine & Wanderwege

Hinter der Stadt steigt die zerklüftete Kalksteinkette der Alpilles auf – ein regionaler Naturpark aus Olivenhainen, Pinien und Garrigue, von dem aus sich nach Süden das benachbarte Felsendorf Les Baux erreichen lässt. Wanderwege führen zu Aussichtspunkten über das Tal, Weingüter und Ölmühlen laden zur Verkostung. Das ist die Landschaft, die Van Gogh in flirrenden Farben festhielt.

Naturpark AlpillesOliven & GarrigueLes Baux in Reichweite

03 · Wann

Wann nach Saint-Rémy reisen zwischen Lavendelblüte, Markttagen und dem Mistral der Übergangszeiten

Saint-Rémy genießt das milde, sonnige Klima des provenzalischen Binnenlandes – mit heißen, trockenen Sommern und sanften Wintern, immer wieder durchgepustet vom Mistral, dem kalten Nordwind aus dem Rhônetal. Frühling und Frühherbst sind die schönste Zeit: warm genug für lange Tage im Freien, aber ohne die Gluthitze und den Andrang der Sommerferien. Den Lavendel der Umgebung sieht man ab Mitte Juni, die Olivenernte beginnt im Spätherbst.

FrühlingMärz – MaiBeste Zeit für Glanum und lange Spaziergänge: angenehme 16–24 °C, blühende Obstgärten, volle Märkte. Gelegentlich bläst noch ein kräftiger Mistral, der die Luft klar fegt.Ruinen, Wandern, Märkte und blühende Landschaft
SommerJuni – AugustHeiß und trocken, oft 30–35 °C, voll und lebendig. Ab Mitte Juni blüht der Lavendel in der Umgebung. Sightseeing morgens und abends planen, die Mittagshitze unter Platanen aussitzen.Lavendel, Abendmärkte und Festivals – früh und spät unterwegs
HerbstSeptember – OktoberDie zweite Idealsaison: noch warme 18–27 °C, goldenes Licht, weniger Besucher und die beginnende Olivenernte mit frischem Öl aus den Mühlen.Genussreisen, Olivenöl, Weingüter und Kultur ohne Gedränge
WinterNovember – FebruarMild, aber spürbar ruhiger; tagsüber oft 8–14 °C, nachts kühl, gelegentlich eisiger Mistral. Manche Restaurants und Hotels schließen für eine Saisonpause – dafür hat man die Stadt fast für sich.Stille Tage, klare Luft und sehr ruhige Ruinenbesuche

04 · Häufige Fragen

Was Reisende am häufigsten fragen.

Wie viele Tage sollte man für Saint-Rémy einplanen?

Für den Kern – Altstadt, Markt, Glanum, Les Antiques und Saint-Paul de Mausole – reichen zwei Tage. Wer die Alpilles erwandern, das nahe Les Baux-de-Provence besuchen und in den Mas-Hotels entspannen möchte, plant besser drei bis vier Tage ein. Saint-Rémy eignet sich auch hervorragend als ruhige Standortbasis für die ganze nördliche Provence.

Wie komme ich ohne Auto nach Saint-Rémy-de-Provence?

Saint-Rémy hat keinen eigenen Bahnhof. Am bequemsten reist man per TGV bis Avignon (Bahnhof Avignon TGV) und fährt von dort mit Bus oder Taxi in etwa 30 bis 40 Minuten weiter. Vor Ort ist die Stadt selbst gut zu Fuß zu erkunden, für die Ausflüge in die Alpilles ist ein Mietwagen jedoch klar von Vorteil.

Lohnt sich der Besuch von Glanum?

Ja, sehr. Glanum gehört zu den besterhaltenen Römerstädten Frankreichs, mit Forum, Thermen, Tempeln und einem keltisch-römischen Quellheiligtum direkt am Fels der Alpilles. Direkt davor stehen frei zugänglich das Mausoleum der Julier und der Triumphbogen. Am Vormittag besuchen, dann sind Licht und Temperaturen am angenehmsten.

Was hat Saint-Rémy mit Van Gogh zu tun?

Vincent van Gogh ließ sich 1889 freiwillig in die Nervenklinik von Saint-Paul de Mausole einweisen, ein ehemaliges Kloster am Stadtrand. In den zwölf Monaten dort malte er über 140 Werke, darunter die „Sternennacht“. Das Kloster mit Kreuzgang und Garten ist zu besichtigen, und ein markierter Rundweg verbindet die Gemälde mit den realen Schauplätzen.

Wann ist Markt in Saint-Rémy-de-Provence?

Der große Wochenmarkt findet am Mittwochvormittag auf den Boulevards rund um die Altstadt statt und gilt als einer der schönsten der Provence. Es gibt Lebensmittel, regionale Spezialitäten wie Tapenade und Lavendelhonig sowie Brocante und Kunsthandwerk. Wer früh kommt, schlendert in Ruhe; gegen Mittag wird es voll.

Wofür ist Saint-Rémy-de-Provence berühmt?

Vor allem für drei Dinge: die antike Römerstadt Glanum mit Les Antiques, das Jahr, das Vincent van Gogh hier in der Klinik Saint-Paul de Mausole malend verbrachte, und den berühmten Mittwochsmarkt. Dazu kommt die mondäne, von Mas und Châteaux geprägte Altstadt am Fuß der Alpilles – und Saint-Rémy ist der Geburtsort von Nostradamus.

Lohnt sich ein Besuch in Saint-Rémy-de-Provence?

Ja. Saint-Rémy gilt als eines der schönsten Städtchen der Provence: Es verbindet römische Antike, Van-Gogh-Geschichte, einen der lebendigsten Märkte der Region und eine elegante Altstadt auf engstem Raum. Es ist mondäner als die Nachbardörfer, aber ohne deren Trubel – und ein idealer Ausgangspunkt für Les Baux-de-Provence, Avignon und Arles.

★ Saint-Rémy entdecken

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    travelperfect · Aktualisiert 18. Juni 2026