◆ STADT · PROVENCE
Gordes ist das Bild, das ganz Deutschland vor Augen hat, wenn es an die Provence denkt: ein Dorf aus hellem Kalkstein, das sich in Terrassen an einen Felssporn des Luberon klammert, gekrönt von einem Renaissanceschloss und einer Kirche. Von der Departementstraße aus, kurz vor der Einfahrt, öffnet sich der berühmteste Blick des Vaucluse – das ganze Dorf wie eine steinerne Pyramide vor dem weiten Tal. Drinnen winden sich die calades, die gepflasterten Gässchen, an gewölbten Durchgängen vorbei nach oben, vorbei an Galerien, kleinen Plätzen und Brunnen. Wenige Kilometer entfernt liegt die Zisterzienserabtei Sénanque, deren Lavendelfeld im Hochsommer zum meistfotografierten Motiv der ganzen Region wird. Gordes ist klein, doch es ist die Essenz der Provence, verdichtet auf einem einzigen Hügel.
Gordes liegt auf einem Felssporn am Nordrand des Luberon, mit Blick über die weite Ebene der Monts de Vaucluse. Seine Lage war über Jahrhunderte vor allem strategisch: Schon die Römer hatten hier eine Befestigung, im Mittelalter entstand die heutige Dorfstruktur, in der die Häuser dicht gestaffelt um die Burg herum nach oben wachsen. Mitten im Ort steht das Château de Gordes, ein wehrhafter Bau, dessen ältester Teil aus dem 11. Jahrhundert stammt und der im 16. Jahrhundert zum Renaissanceschloss umgebaut wurde – im Inneren hat sich ein monumentaler Renaissance-Kamin von 1541 erhalten.
Was Gordes berühmt machte, ist jedoch nicht ein einzelnes Monument, sondern das Ensemble: die Art, wie sich Hunderte von Häusern aus demselben hellen Kalkstein zu einer einzigen Form fügen. Künstler entdeckten den Ort schon früh – der Kubist André Lhote kam in den 1920er-Jahren, später lebte hier der ungarisch-französische Op-Art-Pionier Victor Vasarely, der dem Schloss ein eigenes Museum widmete. Bis heute ist Gordes Mitglied der Vereinigung „Les Plus Beaux Villages de France“ und einer der meistbesuchten Orte der Provence.
Rund um das Dorf liegt eine archaische Landschaft aus Trockenmauern und Steinhütten. Das Village des Bories, ein Weiler aus kuppelförmigen, vollständig ohne Mörtel gefügten Steinbauten, erzählt von einer bäuerlichen Bauweise, die bis ins 18. und 19. Jahrhundert reichte. travelperfect rät, früh oder spät zu kommen: Gordes ist tagsüber im Sommer voll, doch am Morgen, wenn das Licht flach über die Fassaden streicht, und am Abend, wenn die Busse fort sind, gehört das Dorf wieder sich selbst.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel
· Sehenswürdigkeiten in Gordes
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· Aktivitäten
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Das Dorf von oben
Beginne unten am Aussichtspunkt an der D15, von dem aus die steinerne Dorfpyramide am fotogensten wirkt, und arbeite dich dann durch die calades nach oben. Im Zentrum thront das Château de Gordes mit seinem Renaissance-Kamin von 1541. Rund um die Kirche Saint-Firmin öffnen sich kleine Plätze, Galerien und Gewölbedurchgänge – Gordes ist ein Dorf zum Verlaufen.
Lavendel & Stille
Nur wenige Kilometer nordwestlich liegt im Talgrund die Zisterzienserabtei Notre-Dame de Sénanque, 1148 gegründet und bis heute von Mönchen bewohnt. Im Hochsommer steht davor das berühmte Lavendelfeld in voller Blüte – eines der ikonischsten Bilder der Provence. Die schmale Straße hinab ist eng; früh kommen lohnt sich, und der Innenraum verlangt angemessene Kleidung.
Stein & Landschaft
Am Dorfrand führt eine Stichstraße zum Village des Bories, einem Weiler aus mörtellos gemauerten Steinhütten – heute Freilichtmuseum für die ländliche Bauweise der Provence. Von Gordes aus erschließt sich der ganze Luberon: das ockerrote Roussillon, der Sentier des Ocres, die Ockerbrüche von Rustrel und die Bergdörfer der Umgebung liegen alle in kurzer Fahrdistanz.
03 · Wann
Gordes hat ein mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern; der Mistral kann jederzeit für klare, aber kühlere Tage sorgen. Die Wahl der Reisezeit hängt stark vom Motiv ab: Wer den blühenden Lavendel vor Sénanque sehen will, ist auf ein schmales Fenster im Hochsommer angewiesen, während Frühling und Frühherbst die angenehmsten Bedingungen zum Wandern und Erkunden bieten.
04 · Häufige Fragen
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind das Renaissanceschloss Château de Gordes mit seinem Kamin von 1541, die calades und die Kirche Saint-Firmin in der Altstadt sowie die Caves du Palais Saint-Firmin unter dem Dorf. Wenige Kilometer entfernt liegen die Zisterzienserabtei Sénanque mit ihrem Lavendelfeld und das Village des Bories. Nicht verpassen solltest du den Aussichtspunkt an der D15, von dem aus der berühmte Blick auf die steinerne Dorfpyramide fällt.
Ja. Gordes zählt zu „Les Plus Beaux Villages de France“ und gilt vielen als das schönste Bergdorf der Provence – ein Ensemble aus hellem Kalkstein, das sich wie eine Pyramide an den Felssporn klammert. Den besten Eindruck bekommst du am frühen Morgen oder Abend, wenn die Reisebusse fort sind und das Dorf wieder zur Ruhe kommt.
Gordes selbst lässt sich in einem halben bis ganzen Tag erkunden: das Dorf, das Schloss, der berühmte Aussichtspunkt und die Abtei Sénanque. Als Standort für den Luberon lohnt sich aber ein Aufenthalt von zwei bis vier Nächten, weil Roussillon, die Ockerdörfer, Ménerbes und Bonnieux sowie die Wochenmärkte der Region alle in kurzer Fahrdistanz liegen.
Das Lavendelfeld vor der Zisterzienserabtei Sénanque blüht in der Regel von etwa Mitte Juni bis Mitte Juli, abhängig von Witterung und Jahr. Wer das berühmte Bild – violettes Feld vor der romanischen Abtei – sehen möchte, sollte diese Wochen einplanen und früh am Morgen kommen, bevor die Reisebusse eintreffen. Außerhalb der Blüte ist die Abtei selbst sehenswert, das Feld dann aber abgeerntet oder noch grün.
In Gordes findet traditionell am Dienstagvormittag ein provenzalischer Wochenmarkt auf den Plätzen rund um das Schloss statt. Genaue Zeiten variieren saisonal, deshalb lohnt ein Blick vor Ort. Wer mehr Markt will: Der große Wochenmarkt von Apt am Samstag und das Antiquitätendorf L'Isle-sur-la-Sorgue liegen in kurzer Fahrdistanz.
Abseits der Postkartenmotive lohnen die Ockerbrüche von Rustrel (das „Colorado provençal“), das stille Bergdorf Lacoste mit seiner Burgruine, der Sentier des Ocres in Roussillon früh am Morgen und das ruhige Ménerbes. Auch die Caves du Palais Saint-Firmin unter Gordes selbst sind ein wenig bekannter Tipp – ein Blick in das unterirdische Dorf.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Gordes und im Luberon.
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