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Ausgrabungsstätte Glanum
Forum, Thermen, Tempelzwillinge und das Quellheiligtum am Fels – eine ganze Römerstadt zum Durchwandern, eingebettet in die Alpilles.
◆ STADTVIERTEL · SAINT-RÉMY-DE-PROVENCE
Rund 1,5 km südlich der Altstadt, dort wo die Ebene an die Alpilles stößt, liegt das antike Saint-Rémy: die Ausgrabungsstätte Glanum mit Forum, Thermen und Tempeln, die frei stehenden Monumente Les Antiques – Mausoleum und Triumphbogen – und das Kloster Saint-Paul de Mausole, in dem Vincent van Gogh ein Jahr lang lebte und malte. Ein Quartier aus warmem Stein, alten Olivenbäumen und über zwei Jahrtausenden Geschichte, eingerahmt vom zerklüfteten Kalk der Alpilles.
Glanum begann als heiliger Ort: Schon die keltisch-ligurischen Salyer verehrten die Quelle, die hier aus dem Fels der Alpilles tritt. Aus dem Heiligtum wuchs unter griechischem und dann römischem Einfluss eine vollständige Stadt mit Forum, Basilika, Thermen, Tempeln und gepflasterten Straßen. Im 3. Jahrhundert zerstört und über Jahrhunderte von Schwemmland überdeckt, wurde Glanum erst ab den 1920er Jahren systematisch ausgegraben – heute eine der eindrucksvollsten antiken Stätten Frankreichs.
Den Eingang zur Vergangenheit markieren „Les Antiques“, die schon immer sichtbar blieben: das fast vollständig erhaltene Mausoleum der Julier, eines der besterhaltenen Grabmonumente der römischen Welt, und der benachbarte Triumphbogen, einst Stadttor an der Via Domitia. Beide stehen frei an der Straße und waren bereits für Reisende vergangener Jahrhunderte ein Pflichthalt.
Nur einen Steinwurf entfernt liegt das Kloster Saint-Paul de Mausole, dessen romanischer Kreuzgang zu den schönsten der Provence zählt. Hier, in der angeschlossenen Nervenklinik, verbrachte Van Gogh sein letztes provenzalisches Jahr und verwandelte die Olivenhaine, Zypressen und Iris ringsum in einige seiner berühmtesten Bilder. Wer von den Ruinen weiter bergauf geht, steht bald mitten in der Garrigue der Alpilles – derselben Landschaft, die der Maler in flirrenden Farben festhielt.
01 · Highlights
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Forum, Thermen, Tempelzwillinge und das Quellheiligtum am Fels – eine ganze Römerstadt zum Durchwandern, eingebettet in die Alpilles.
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Die frei stehenden „Antiques“ – ein fast komplettes römisches Grabmal und ein Stadttor-Bogen an der alten Via Domitia.
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Kloster mit romanischem Kreuzgang und Van Goghs Klinikjahr; Garten und nachgestelltes Krankenzimmer machen seine Bilder greifbar.
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Direkt hinter den Ruinen beginnen Wanderwege in die Garrigue mit Aussicht über Glanum und das Tal von Saint-Rémy.
02 · Sehenswürdigkeiten
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Glanum, Les Antiques und Saint-Paul de Mausole liegen rund 1,5 km südlich der Altstadt am Fuß der Alpilles. Zu Fuß sind es etwa 20 Minuten entlang der Avenue Vincent van Gogh, mit Rad oder Auto entsprechend weniger; vor Ort gibt es einen Parkplatz.
Ja, problemlos – sie liegen direkt nebeneinander. Ein Vormittag reicht gut für beide: erst die Römerstadt Glanum, dann das Kloster Saint-Paul de Mausole mit seinen Van-Gogh-Spuren. Dazwischen kann man die frei stehenden Monumente Les Antiques besichtigen.
Nein. Das Mausoleum der Julier und der Triumphbogen stehen frei an der Straße und sind jederzeit kostenlos zu besichtigen. Eintritt kostet hingegen die eingezäunte Ausgrabungsstätte Glanum sowie das Kloster Saint-Paul de Mausole.
Während seines Jahres in Saint-Paul de Mausole malte Van Gogh rund um das Kloster Olivenhaine, Zypressen, Iris und die nächtliche „Sternennacht“ sowie zahlreiche Ansichten der umliegenden Felder. Ein markierter Rundweg verbindet die Motive mit den realen Standorten.
07 · In der Nähe
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