📍 47.32°N · 5.04°E
Zoom 4 / 5Stadt · in Burgund

◆ STADT · BURGUND

Dijon.
wo der Glanz der burgundischen Herzöge in glasierten Dächern und scharfem Senf weiterlebt

Dijon ist eine Stadt, die man am besten mit dem Blick auf dem Boden erkundet: Ein in die Pflastersteine eingelassener Pfad aus bronzenen Eulen führt durch die Altstadt, vorbei am Palast der Herzöge von Burgund, an Fachwerkhäusern und Höfen mit Renaissance-Treppentürmen bis zur Kirche Notre-Dame, an deren Mauer die kleine steinerne chouette steht, die man der Legende nach mit der linken Hand berührt. Über den Gassen leuchten die bunt glasierten Ziegeldächer, das untrügliche Zeichen Burgunds. Dazu kommt, was Dijon in aller Munde brachte: der scharfe Senf, der eisgekühlte Crème de Cassis und die Côte d'Or, deren legendäre Weinlagen schon vor den südlichen Toren der Stadt beginnen. Wer Burgund verstehen will, fängt hier an.

Die Hauptstadt eines verschwundenen Reiches in der jede Gasse vom Reichtum der großen Herzöge erzählt

Im 14. und 15. Jahrhundert war Dijon das Zentrum eines der mächtigsten Höfe Europas. Die Herzöge von Burgund aus dem Hause Valois – Philipp der Kühne, Johann Ohnefurcht, Philipp der Gute und Karl der Kühne – herrschten über ein Reich, das von der Schweiz bis an die Nordsee reichte und Flandern mit seinen reichen Tuchstädten einschloss. Aus diesem Reichtum erwuchs der Palais des Ducs et des États de Bourgogne, dessen ältester Teil, der wuchtige Turm Philippe le Bon, noch heute über die Dächer ragt. In den herzoglichen Küchen mit ihren riesigen Kaminen wurden die Bankette für Hunderte Gäste zubereitet, und die Grablegen der Herzöge, heute im Musée des Beaux-Arts, gehören zu den Meisterwerken der spätgotischen Skulptur.

Doch Dijon ist nicht im Museum stehengeblieben. Rund um den Herzogspalast und die halbrunde Place de la Libération mit ihren Arkaden – von Jules Hardouin-Mansart, dem Architekten von Versailles, entworfen – zieht sich ein bemerkenswert gut erhaltenes Altstadtviertel. Fachwerkhäuser lehnen sich aneinander, hinter unscheinbaren Toren öffnen sich Innenhöfe mit gewundenen Renaissance-Treppentürmen, und in der Rue des Forges reihen sich die Stadtpaläste reicher Bürger. Die Stadt war früh von Bombenschäden verschont geblieben; was man hier sieht, ist echt gewachsen, nicht rekonstruiert.

Und dann ist da der Geschmack. Dijon ist untrennbar mit dem Senf verbunden, der hier seit dem Mittelalter hergestellt wird und seinen Charakter dem Verjus, dem Saft unreifer Trauben, verdankt. Die Crème de Cassis, der schwarze Johannisbeerlikör für den Kir, wurde im 19. Jahrhundert in Dijon erfunden. Und vor den südlichen Stadttoren beginnt die Côte d'Or, der schmale Hangstreifen, auf dem die teuersten Weine der Welt wachsen. travelperfect-Tipp: Plane Dijon als Standquartier – die Stadt zu Fuß, das Umland mit dem Auto oder Rad entlang der Route des Grands Crus.

Dijon

01 · Auf einen Blick

Gut zu wissen.

Lage
Ostfrankreich, Hauptstadt der Côte-d'Or und der Region Burgund-Franche-Comté, am Rand der Weinberge der Côte d'Or
Anreise mit dem Zug
Bahnhof Dijon-Ville am TGV-Netz: Paris (Gare de Lyon) in ca. 1 Std. 35 Min., Lyon in ca. 1 Std. 40 Min.
Nächster Flughafen
Lyon-Saint-Exupéry (LYS) oder Genf (GVA), je rund 2 Std.; der kleine Flughafen Dijon-Longvic ohne Linienverkehr
Beste Reisezeit
Mai–Juni und September–Oktober; im Herbst Weinlese und die Foire Internationale Gastronomique
Zeitzone
Europe/Paris (MEZ/MESZ)
Vor Ort unterwegs
Altstadt komplett zu Fuß über den Eulen-Pfad; moderne Straßenbahn (Tram T1/T2) und Leihräder Divia Vélodi
Sprache & Zahlung
Französisch; Euro, Kartenzahlung weit verbreitet
Insider-Tipp
Im Office de Tourisme den Stadtplan zum Parcours de la Chouette holen und die Eulen-Pfeile selbst ablaufen

· Dijon Sehenswürdigkeiten

Das musst du gesehen haben.

Église Notre-Dame de Dijon
Cathédrale Saint-Bénigne de Dijon
Musée des Beaux-Arts de Dijon
Palais des Ducs et des États de Bourgogne
Tour Philippe le Bon
Jardin de l'Arquebuse

· Hotels

Wo übernachten.

Vieille Ville

Maison Philippe le Bon - MGallery

ab 160 €/Nacht
Quartier Notre-Dame

Hôtel Le Jacquemart

ab 85 €/Nacht
Quartier Saint-Bénigne

Grand Hôtel La Cloche Dijon - MGallery

ab 200 €/Nacht
Vieille Ville

Hostellerie du Chapeau Rouge

ab 180 €/Nacht
Quartier Saint-Bénigne

Hôtel Vertigo Dijon

ab 130 €/Nacht
Vieille Ville

Hôtel des Ducs Dijon

ab 95 €/Nacht

· Restaurants

Wo essen.

Vieille Ville

Le Pré aux Clercs

Quartier Notre-Dame

La Dame d'Aquitaine

Vieille Ville

William Frachot

Vieille Ville

Loiseau des Ducs

Quartier Saint-Bénigne

Origine - Stéphane Derbord

Quartier des Halles

DZ'envies

· Aktivitäten

Was erleben.

Vieille Ville

Parcours de la Chouette

Vieille Ville

Route des Grands Crus Weintour ab Dijon

Quartier Saint-Bénigne

Radtour durch die Weinberge der Côte d'Or

· Entdecken & Buchen

Was es zu buchen gibt.

7
Sehenswürdigkeiten
Palast & Museen →
🛏
6
Hotels
Unterkünfte vergleichen →
🍽
6
Restaurants
Bistro bis Sterneküche →
3
Aktivitäten
Touren & Weinerlebnisse →

02 · Was tun

Dijon nach Themen entdecken vier Wege durch die Stadt der Herzöge und des guten Geschmacks – mit Geheimtipps und einem Plan für Dijon an einem Tag

Herzöge & Kunst

Der Glanz von Burgund

Vom Palast der Herzöge und Stände über die spätgotischen Grablegen im Musée des Beaux-Arts bis hinauf auf den Turm Philippe le Bon, von dem aus an klaren Tagen der Blick bis zum Mont Blanc reicht. Ein Spaziergang durch die Rue des Forges und die Rue Verrerie zeigt die Stadtpaläste und Innenhöfe, in denen sich der Reichtum des burgundischen Hofes bis heute ablesen lässt.

Palais des DucsMusée des Beaux-ArtsTour Philippe le Bon

Dijon an einem Tag

Parcours de la Chouette

Der berühmteste Stadtrundgang Dijons folgt 22 in den Boden eingelassenen Bronze-Eulen quer durch die Altstadt und verbindet fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu einem Spaziergang von gut einer Stunde – die perfekte Route, wenn du Dijon an einem Tag erleben willst. Er endet an der kleinen steinernen Glücks-Eule an der Außenwand von Notre-Dame, die Generationen von Dijonnais mit der linken Hand berührt haben.

22 Eulen-Stationenca. 1 Stunde zu FußGlücks-Eule an Notre-Dame

Senf, Cassis & Märkte

Dijon auf der Zunge

Die Stadt schmeckt nach scharfem Senf, schwarzer Johannisbeere und gutem Burgunder. In der Boutique Maille zapft man den Senf noch frisch aus Keramikkrügen, in den Markthallen Les Halles – aus dem Büro Gustave Eiffels – drängt sich am Markttag burgundische Frische, und kein Apéritif ohne einen Kir aus Crème de Cassis und Aligoté. Dazu Spezialitäten wie boeuf bourguignon, œufs en meurette und pain d'épices.

Maille-SenfboutiqueLes Halles von EiffelKir & Crème de Cassis

Tor zur Côte d'Or

Die Route des Grands Crus

Wenige Kilometer südlich beginnt die berühmteste Weinstraße der Welt: die Route des Grands Crus durch Gevrey-Chambertin, Vougeot, Vosne-Romanée und Nuits-Saint-Georges bis nach Beaune. Auf nur rund 60 Kilometern reiht sich Lage an legendäre Lage. Von Dijon aus mit Auto, Rad oder geführter Weintour – das ideale Standquartier, um abends in die Stadt zurückzukehren.

Route des Grands CrusGevrey-Chambertinbis Beaune ca. 45 km

03 · Wann

Wann nach Dijon reisen zwischen Frühlingsmärkten, Weinlese und winterlichem Senf-Komfort

Dijon hat ein gemäßigtes Kontinentalklima mit deutlichen Jahreszeiten: warme, gewittrige Sommer und kühle bis frostige Winter. Für Stadt und Weinberge sind Frühling und Frühherbst am schönsten – mild, mit langen Abenden auf den Terrassen der Altstadt. Wer die Weinlese und die große Gastronomiemesse erleben will, kommt im Herbst; wer Dijons gemütliche Bistro-Seite sucht, auch im Winter.

FrühlingMärz – MaiMild und frisch, oft 12–20 °C, die Weinberge ergrünen und die Terrassen öffnen. Eine entspannte Zeit für die Altstadt und erste Ausflüge entlang der Côte d'Or.Stadtbummel, erste Weintouren, ruhige Museen
SommerJuni – AugustWarm, gelegentlich heiß mit Werten um 25–30 °C und sommerlichen Gewittern. Die längsten Tage, volle Terrassen und Open-Air-Konzerte; in den Weinbergen reifen die Trauben heran.Lange Abende, Rad- und Weintouren, Festivals
HerbstSeptember – OktoberDie schönste Zeit fürs Burgund: angenehme 15–22 °C, goldenes Laub in den Weinbergen, die vendange (Weinlese) und im Herbst die Foire Internationale Gastronomique de Dijon.Beste Reisezeit – Weinlese, Gastronomiemesse, mildes Licht
WinterNovember – FebruarKühl bis frostig, oft 2–8 °C, gelegentlich Schnee. Die Stadt wird gemütlich: Weihnachtsmarkt, dampfende Bistros mit boeuf bourguignon und ruhige Museumsbesuche ohne Andrang.Weihnachtsmarkt, Bistro-Küche, Kultur ohne Warteschlangen

04 · Häufige Fragen

Was Reisende am häufigsten fragen.

Was soll man in Dijon gesehen haben?

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Dijons liegen alle in der Altstadt und lassen sich zu Fuß verbinden: der Palais des Ducs et des États de Bourgogne mit dem Aussichtsturm Philippe le Bon und dem Musée des Beaux-Arts, die gotische Kirche Notre-Dame mit der Glücks-Eule, die Kathedrale Saint-Bénigne mit ihrer romanischen Krypta und die Markthallen Les Halles aus Gustave Eiffels Büro. Wer mehr Zeit hat, fügt die Weinberge der Côte d'Or vor den Toren der Stadt hinzu.

Was sind Geheimtipps für Dijon?

Abseits der großen Namen lohnen sich die Innenhöfe der Rue des Forges mit ihren gewundenen Renaissance-Treppentürmen, etwa im Hôtel Chambellan, und ein früher Morgen in der Rue Verrerie, wenn die Antiquitätengassen noch menschenleer sind. Geheimtipp ist auch der Aufstieg auf den Turm Philippe le Bon für den Blick über die glasierten Dächer, der grüne Jardin de l'Arquebuse nahe dem Bahnhof und ein Markttag in Les Halles – am besten samstags, wenn Dijon wirklich isst.

Was ist das Besondere an Dijon?

Dijon war im 14. und 15. Jahrhundert die Hauptstadt der mächtigen Herzöge von Burgund – ihr Reichtum prägt bis heute die bemerkenswert gut erhaltene Altstadt mit ihren bunt glasierten Ziegeldächern, dem Herzogspalast und Hunderten Fachwerkhäusern. Dazu kommt der Geschmack: der scharfe Senf, der Dijons Namen in die Welt trug, die hier erfundene Crème de Cassis und die Côte d'Or, deren Grands Crus gleich vor den südlichen Toren beginnen.

Für welches Essen ist Dijon bekannt?

Allen voran für den echten Dijon-Senf, der hier seit dem Mittelalter hergestellt wird – idealerweise frisch gezapft in der historischen Boutique Maille. Dazu burgundische Klassiker wie boeuf bourguignon, œufs en meurette (pochierte Eier in Rotweinsoße) und gougères, kleine Käse-Windbeutel. Zum Apéritif gehört ein Kir aus Crème de Cassis und Aligoté-Weißwein, zum Nachtisch der würzige pain d'épices, der Dijoner Lebkuchen.

Wie viele Tage sollte man für Dijon einplanen – reicht ein Tag?

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt – Herzogspalast, Musée des Beaux-Arts, Notre-Dame und der Eulen-Pfad – lassen sich an einem einzigen Tag erlaufen, denn Dijon ist kompakt und komplett zu Fuß erlebbar. Für mehr Muße sind zwei Tage ideal. Wer Dijon als Standquartier nutzt, um die Côte d'Or und Beaune zu erkunden, sollte drei bis vier Tage einplanen.

Wann ist die beste Reisezeit für Dijon?

Mai bis Juni und September bis Oktober sind ideal: mildes Wetter, lange Abende und die Weinberge in vollem Grün oder herbstlichem Gold. Im Herbst kommen die Weinlese und die große Foire Internationale Gastronomique hinzu. Der Winter ist kühl, aber mit Weihnachtsmarkt und gemütlicher Bistro-Küche durchaus reizvoll für Kulturreisende.

05 · In der Nähe

Weiter erkunden.

★ Dijon entdecken

Wir wissen,
wohin Sie passen.

Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Dijon und im Burgund.

travelperfect Special anfragenMit AI sprechen

Karte

Auf der Karte

    travelperfect · Aktualisiert 18. Juni 2026