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Torre Medicea
Der zylindrische Medici-Turm, Wahrzeichen des Dorfes, nach dem Erdbeben 2009 aus den Originalsteinen wiederaufgebaut.
◆ STADTVIERTEL · SANTO STEFANO DI SESSANIO
Der Borgo Mediceo ist Santo Stefano in Reinform: ein dichtes Gefüge aus weißem Kalkstein, das sich in Treppengassen und Torbögen den Hang hinaufzieht und von der wiederaufgebauten Torre Medicea gekrönt wird. Hier liegen die über das Dorf verteilten Zimmer des Sextantio, das Medici-Wappen am Eingangstor und die stillsten Winkel des Ortes. Nichts wirkt hier neu, und doch ist nichts verfallen – dieses Viertel ist das Ergebnis einer behutsamen Restaurierung, die das Mittelalter nicht ausstellt, sondern bewohnbar gemacht hat. Wer früh morgens oder nach Abreise der Tagesgäste durch die Gassen geht, hat den Borgo fast für sich.

Das Gesicht des Borgo prägt die Torre Medicea, ein zylindrischer Wachturm, der über Jahrhunderte das Symbol der Florentiner Medici war, die Santo Stefano ab 1579 beherrschten und über die Wollstraße Reichtum bezogen. Am Eingangstor des Dorfes erinnert bis heute das Medici-Wappen mit den charakteristischen Kugeln an diese Epoche. Als das Erdbeben von 2009 den Turm fast vollständig zum Einsturz brachte, barg man die Originalsteine und setzte sie über Jahre wieder zusammen – 2021 wurde die rekonstruierte Torre erneut eingeweiht.
Rund um den Turm entfaltet sich das Labyrinth des Borgo: enge Gassen aus hellem Kalkstein, Außentreppen, Bögen, die Häuser über die Wege spannen, und kleine Plätze, auf denen sich das Dorfleben sammelt. Genau hier liegen die Zimmer des Sextantio Albergo Diffuso – nicht in einem Hotelbau, sondern verstreut in restaurierten alten Häusern, deren raue Mauern, Kaminfeuer und Webstühle bewusst belassen wurden. Das Viertel ist damit zugleich Wohnort, Denkmal und Hotel in einem.
Geistlicher Mittelpunkt ist die Pfarrkirche Santo Stefano Protomartire, schlicht und aus demselben weißen Stein wie die Häuser. Wer durch den Borgo Mediceo schlendert, erlebt die ganze Idee von Santo Stefano auf engstem Raum: ein Dorf, das man nicht aufgab, sondern dem man – Stein für Stein, Haus für Haus – ein zweites Leben schenkte.
01 · Highlights
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Der zylindrische Medici-Turm, Wahrzeichen des Dorfes, nach dem Erdbeben 2009 aus den Originalsteinen wiederaufgebaut.
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Am Eingangstor des Borgo erinnert das steinerne Wappen mit den Kugeln an die Florentiner Herrschaft über die Wollstraße.
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Verstreut in den restaurierten Steinhäusern liegen die Zimmer des Albergo diffuso – Mittelalter zum Bewohnen.
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Die schlichte Pfarrkirche Santo Stefano Protomartire aus weißem Kalkstein, geistlicher Mittelpunkt des Borgo.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Weil Santo Stefano ab 1579 den Florentiner Medici gehörte, die hier ihr Wappen hinterließen und die markante Torre zur Sicherung ihrer Macht über die Wollstraße ausbauten. Das steinerne Medici-Wappen am Eingangstor erinnert bis heute daran.
Ja. Das Erdbeben von 2009 brachte den Turm fast vollständig zum Einsturz. Die Originalsteine wurden geborgen und über Jahre wieder zusammengesetzt; 2021 wurde die rekonstruierte Torre Medicea erneut eingeweiht – ein Symbol für die Beharrlichkeit des Dorfes.
Das Sextantio ist ein Albergo diffuso – die Zimmer sind über mehrere restaurierte Steinhäuser im Borgo verteilt. Statt Fernseher und Minibar gibt es Kerzenlicht, Kaminfeuer, alte Webstühle und rohe Decken; die Restaurierung folgte der Regel, nichts hinzuzufügen, was es nicht schon gab.
07 · In der Nähe
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