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Basilica di Sant'Apollinare in Classe
Die mächtige Welterbe-Basilika mit dem Paradies-Mosaik in der Apsis – Apollinaris zwischen Schafen, Pinien und Blumen.
◆ STADTVIERTEL · RAVENNA
Acht Kilometer südlich des Zentrums liegt Classe, in der Antike Standort der römischen Adria-Flotte und bedeutende Hafenstadt, heute ein stilles Dorf zwischen Feldern und Pinienwald. Geblieben sind zwei Schwergewichte: die Basilica di Sant'Apollinare in Classe mit ihrem grünen Paradies-Mosaik – für viele das schönste der Stadt – und das Museum Classis Ravenna in einer umgebauten Zuckerfabrik, das erzählt, wie Ravenna dreimal Hauptstadt wurde. Ein halber Tag hier gehört zu den lohnendsten Abstechern der Region.

Classe verdankt seinen Namen der classis, der Flotte: Kaiser Augustus machte den Ort zum Stützpunkt der römischen Adria-Flotte, und über Jahrhunderte blühte hier eine Hafenstadt mit Werften, Lagerhäusern und Handelswegen in den gesamten Mittelmeerraum. Doch die Flüsse der Po-Ebene lagerten unermüdlich Sediment ab – der Hafen verlandete, das Meer zog sich zurück, und die Stadt versank buchstäblich in den Feldern.
Was blieb, ist Weltklasse: Die im 6. Jahrhundert geweihte Basilica di Sant'Apollinare in Classe erhebt sich mit ihrem runden Campanile über das flache Land. In der Apsis steht der heilige Apollinaris, erster Bischof von Ravenna, betend in einer grünen Paradieslandschaft aus Schafen, Pinien und Blumen – ein Mosaik, das viele für das schönste der gesamten Region halten.
Den Kontext liefert das Classis Ravenna in der umgebauten Zuckerfabrik: Auf einer langen Zeitachse erzählt das Archäologie-Museum von Flotte, Goten und Byzantinern. Wenige Minuten entfernt zeigen die Ausgrabungen des Antico Porto, wo einst die Kais lagen. Und dahinter beginnt die Pineta di Classe – jener Küsten-Pinienwald, den Dante in der Göttlichen Komödie verewigte.
01 · Highlights
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Die mächtige Welterbe-Basilika mit dem Paradies-Mosaik in der Apsis – Apollinaris zwischen Schafen, Pinien und Blumen.
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Das Archäologie-Museum in der alten Zuckerfabrik ordnet auf einer langen Zeitachse Flotte, Goten und Byzantiner.
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Ausgrabungen des antiken Hafens: Kais, Lagerhäuser und eine gepflasterte Straße, die einst direkt ans Wasser führte.
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Der Küsten-Pinienwald, den Dante in der Göttlichen Komödie verewigte – heute stilles Wander- und Radrevier.
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05 · Praktisch
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Am einfachsten per Stadtbus oder Regionalzug bis zum Haltepunkt Classe – beides dauert rund zehn Minuten. Sportliche nehmen das Rad: Die Strecke ist flach und führt durch die Felder südlich der Stadt.
Sie wurde im 6. Jahrhundert über dem Grab des heiligen Apollinaris errichtet – mitten in der damals blühenden Hafenstadt Classis. Der Hafen verlandete über die Jahrhunderte, die Stadt verschwand, die Basilika blieb.
Ja, besonders vor oder nach dem Basilika-Besuch: Es erklärt anschaulich, warum Ravenna dreimal Hauptstadt wurde, und zeigt Originalfunde aus Hafen und Stadt. Die umgebaute Zuckerfabrik ist zudem selbst ein eindrucksvoller Bau.
Gut sogar: Hinter der Pineta di Classe liegen die ruhigeren südlichen Lidi wie Lido di Dante und Lido di Classe. Wer mit dem Rad unterwegs ist, kombiniert Basilika, Pinienwald und Meer zu einer entspannten Tagestour.
07 · In der Nähe
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