
◆ STADT · ABRUZZEN
Pescara ist keine Stadt der Postkartenmotive – sie ist eine Stadt zum Leben. Wo der gleichnamige Fluss in die Adria mündet, hat sich die größte Stadt der Abruzzen ein modernes, sonniges Gesicht gegeben: ein Sandstrand, der sich über sechzehn Kilometer zieht, eine Riviera, an der sich Strandbar an Strandbar reiht, und ein Nachtleben, das im alten Pescara rund um den Corso Manthoné erst spät richtig in Fahrt kommt. Über allem liegt das Erbe von Gabriele d'Annunzio, dem Dichter, der hier 1863 geboren wurde – die Pineta, die seinen Namen trägt, das Theater an der Promenade, der elegante Schwung des Ponte del Mare über dem Wasser. Wer hierherkommt, sucht das Meer, einen Teller brodetto und das laute, herzliche Italien des Südens. Pescara liefert es ohne Umschweife.

Pescara ist im Vergleich zu den uralten Bergstädten der Abruzzen jung. Erst 1927 entstand die heutige Stadt aus dem Zusammenschluss zweier Orte: der alten Festungsstadt Pescara südlich des Flusses und Castellammare Adriatico am Nordufer. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort schwer zerstört, und so wirkt das Pescara von heute über weite Strecken modern, gradlinig, von breiten Boulevards und Rationalismus-Bauten der 1930er-Jahre geprägt. Wer alte Gassen sucht, findet sie konzentriert in Pescara Vecchia, dem Borgo südlich des Flusses, wo das Geburtshaus von Gabriele d'Annunzio steht.
Dieser Dichter, Kriegsheld und schillernde Provokateur ist die Bezugsgröße der Stadt. Sein Name begegnet einem überall: am Flughafen, am Theater, an der großen Pinienanlage, der Pineta Dannunziana, einem Stück mediterranem Küstenwald, das sich die wachsende Stadt bis heute bewahrt hat. Das Museo Casa Natale di Gabriele d'Annunzio zeigt, wie der spätere Star der italienischen Literatur als Sohn einer wohlhabenden Familie aufwuchs, und das benachbarte Museo delle Genti d'Abruzzo erzählt vom bäuerlichen, archaischen Abruzzen, das jenseits der Strandstadt in den Bergen beginnt.
Doch das eigentliche Pescara erlebt man nicht in Museen. Man erlebt es am späten Nachmittag, wenn sich die Riviera füllt, Radfahrer über den Ponte del Mare rollen und der Geruch von gegrilltem Fisch über die Strandbäder zieht. Man erlebt es abends im Borgo, wenn die Tische des Corso Manthoné auf die Straße rücken und ein Glas Montepulciano d'Abruzzo zum brodetto kommt. travelperfect rät, Pescara nicht als Kulturziel, sondern als das zu nehmen, was es ist: die entspannte, sonnige Basis für eine Woche zwischen Adria-Strand und Gran-Sasso-Bergen.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel




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· Hotels
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Riviera & Strand
Pescaras Herz schlägt an der Riviera: ein über 16 Kilometer langer Sandstrand, gesäumt von einer breiten Promenade und einer endlosen Reihe von Strandbädern (stabilimenti), in denen man Liege, Sonnenschirm und Bar bekommt. Wer es freier mag, findet im Norden und Süden auch freie Strandabschnitte. Am Abend wird die Promenade zur Flaniermeile, vom Ponte del Mare bis zur Nave di Cascella.
Pescara Vecchia & d'Annunzio
Südlich des Flusses liegt das alte Pescara: der Borgo Marino und das Viertel rund um den Corso Manthoné, wo Gabriele d'Annunzio 1863 geboren wurde. Das Geburtshaus ist heute Museum, gleich nebenan erzählt das Museo delle Genti d'Abruzzo vom Leben der Region. Abends verwandeln Bars und Trattorien die Gassen in das Ausgehviertel der Stadt.
Brücke, Park & Kultur
Der Ponte del Mare, eine elegante Schrägseilbrücke nur für Radfahrer und Fußgänger, verbindet die beiden Flussufer und ist das moderne Wahrzeichen der Stadt. Von dort führt der Weg ins Aurum, ein Liberty-Gebäude des Architekten Giovanni Michelucci, das heute Ausstellungen beherbergt, und weiter in die Pineta Dannunziana, einen mediterranen Pinienwald mitten in der Stadt.
Genuss & Hinterland
Pescara ist Tor zur abruzzesischen Küche: der brodetto alla pescarese – ein Fischeintopf in würzigem Tomatensud –, arrosticini vom Schaf, dazu Montepulciano d'Abruzzo und der weiße Trebbiano. Als Basis lässt sich das Hinterland erkunden: der Gran Sasso, die Bergdörfer um Sulmona oder ein Tag in den verschneiten oder grünen Höhen des Nationalparks, nur eine knappe Autostunde entfernt.
03 · Wann
Pescara hat ein mildes Adria-Klima: warme, lange Sommer und milde Winter, gemäßigt durch das Meer. Die Stadt lebt in der warmen Jahreshälfte auf – dann sind Strand und Promenade das Zentrum. Die Schultersaisons im Frühjahr und Frühherbst sind die angenehmste Zeit, während sich der Hochsommer mit der ganzen italienischen Ferienwelt füllt.
04 · Häufige Fragen
Mai/Juni und September sind ideal: warmes Meer, geöffnete Strandbäder und eine lebendige Promenade, aber ohne die volle italienische Ferienwelt des Hochsommers. Im Juli und August ist Pescara als Badeort sehr voll und heiß; wer Trubel und Nachtleben sucht, ist dann genau richtig. Frühjahr und Herbst eignen sich gut für Stadt, Borgo und Ausflüge ins Hinterland.
Pescara hat einen eigenen Flughafen (Abruzzo, PSR) nur rund 4 km südlich des Zentrums, mit Bus- und Bahnanschluss in die Stadt. Per Zug liegt Pescara Centrale an der Adria-Bahnlinie und ist gut mit Bologna, Bari und – über das Landesinnere – mit Rom verbunden. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die Autobahn A14 (Adria) und die A25 Richtung Rom.
Pescara ist weniger eine Kulturstadt als ein lebendiger Strand- und Ausgehort. Wer endlose Sehenswürdigkeiten erwartet, wird enttäuscht – wer einen langen Sandstrand, eine schöne Promenade, gutes Essen und das laute, herzliche Italien sucht, ist hier richtig. Als Basis für die Abruzzen ist die Stadt ideal: Strand, Borgo und nur eine Autostunde bis zu den Bergen des Gran Sasso.
Allen voran den brodetto alla pescarese, einen würzigen Fischeintopf in Tomatensud – das kulinarische Wahrzeichen der Stadt. Dazu gehören arrosticini (kleine Schaffleischspieße vom Grill), frischer Fisch aus der Adria und Pasta mit Meeresfrüchten. Getrunken wird der kräftige Rotwein Montepulciano d'Abruzzo oder der weiße Trebbiano aus dem Hinterland.
Für die Stadt selbst genügen ein bis zwei Tage: Promenade, Ponte del Mare, Pescara Vecchia und ein Abend im Borgo. Als Standquartier für eine Abruzzen-Woche bietet sich aber mehr an – mit Tagesausflügen an den Gran Sasso, nach Sulmona, in die Bergdörfer oder entlang der Trabocchi-Küste nach Süden.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Pescara und an der Adria.
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