
◆ STADT · BASILIKATA
Maratea ist Basilikatas einziges Fenster zum Tyrrhenischen Meer – ein steiler Küstenstrich, an dem sich ein mittelalterliches Bergstädtchen, ein winziger Fischerhafen und versteckte Buchten auf engstem Raum drängen. Über allem wacht der weiße Cristo Redentore vom Gipfel des Monte San Biagio, mit ausgebreiteten Armen über dem Golf von Policastro. Man nennt sie die Stadt der 44 Kirchen, doch ihr eigentlicher Reiz liegt im Zusammenspiel von Fels und Wasser: Pastellgassen, in denen Bougainvillea über die Treppen fällt, schwarze Kieselstrände wie die Spiaggia Nera und ein Meer, das in jedem Blau leuchtet, das das Mittelmeer kennt. Wer den Süden jenseits von Amalfi und Cilento sucht, findet hier eine Küste, die noch nach Fischerdorf riecht.

Maratea ist keine kompakte Stadt, sondern ein Mosaik aus Orten, die sich an einen 32 Kilometer langen, fast senkrechten Küstenstreifen klammern – den einzigen, den die ansonsten binnenländische Region Basilikata besitzt. Das historische Zentrum, das Borgo, liegt nicht am Wasser, sondern erhöht am Hang: ein Labyrinth aus Gassen, Treppen, kleinen Plätzen und Kirchen, das im Mittelalter hinter Mauern Schutz vor Sarazenen suchte. Erst weiter unten, am Porto, treffen sich Fischerboote, Jachten und Restaurants in einer winzigen, geschützten Bucht, und entlang der Küste reihen sich die Weiler Fiumicello, Marina di Maratea, Cersuta und Acquafredda.
Über allem thront der Cristo Redentore, eine 22 Meter hohe Christusfigur aus weißem Marmor, 1965 auf dem Gipfel des Monte San Biagio vollendet. Mit ihren ausgebreiteten Armen blickt sie über den Golf von Policastro und ist nach dem Vorbild von Rio die zweitgrößte ihrer Art. Direkt daneben steht die Wallfahrtsbasilika San Biagio auf den Resten eines antiken Tempels – hier oben begann Maratea, lange bevor das Borgo entstand. Der Weg hinauf, ob zu Fuß oder über die schmale Serpentinenstraße, gehört zu den großen Momenten jeder Reise hierher.
Maratea trägt den Beinamen „Stadt der 44 Kirchen“, und tatsächlich tauchen hinter fast jeder Ecke Glockentürme und Kapellen auf. Doch der wahre Charakter liegt im Rhythmus der Küste: morgens ein Kaffee im Borgo, mittags ein Sprung ins glasklare Wasser einer versteckten Bucht, abends frischer Fisch am Hafen, während die Lichter der Christusstatue über der Stadt angehen. travelperfect rät, einen Mietwagen oder zumindest die Pendelbusse einzuplanen – die Schönheit Marateas verteilt sich über Höhenmeter und Kilometer, und genau das macht sie so unverbraucht.
01 · Auf einen Blick
· Ortsteile




· Sehenswürdigkeiten
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Der Christus & das Borgo
Vom Borgo führt der Weg über die Serpentinen oder zu Fuß hinauf zum Monte San Biagio, wo der 22 Meter hohe Cristo Redentore mit ausgebreiteten Armen über dem Golf von Policastro steht. Daneben die Wallfahrtsbasilika San Biagio und die Ruinen der ältesten Stadtanlage. Der Abstieg durch die Gassen des mittelalterlichen Borgo, vorbei an Dutzenden kleiner Kirchen, schließt den Bogen.
Strände & Buchten
Marateas Küste ist eine Kette aus Buchten: die schwarze Spiaggia Nera in Fiumicello, die kleinen Kieselstrände von Cersuta und die klaren Badebuchten von Acquafredda. Viele erreicht man nur über Treppen oder vom Wasser – ein Grund, warum hier auch im Hochsommer noch stille Plätze zu finden sind. Wer mehr will, fährt mit dem Boot zu Höhlen und Felsnischen.
Hafen & Fisch
Der winzige Hafen ist das gesellige Herz der Küste: Fischerboote neben Jachten, Aperitivo mit Blick aufs Wasser und Restaurants, die den Fang des Tages servieren. In den Fischerhäusern direkt am Arenile sitzen Trattorien wie Za' Mariuccia seit Generationen. Von hier starten auch die Bootstouren entlang der Felsküste.
Unter der Erde
Bei Marina di Maratea öffnet sich direkt an der Straße die Grotta delle Meraviglie – eine kleine, aber dicht bewachsene Tropfsteinhöhle mit Stalaktiten und Stalagmiten, eine der kleinsten begehbaren Höhlen Italiens. Wer die Höhlenwelt vom Meer aus erleben will, kombiniert sie mit einer Bootstour zu den Grotten und Felsbögen entlang der Küste.
03 · Wann
Maratea hat ein mildes mediterranes Klima mit warmen, trockenen Sommern und milden Wintern; das Tyrrhenische Meer hält die Temperaturen ausgeglichen. Die Saison läuft etwa von Mai bis Oktober, mit einem deutlichen Höhepunkt im August, wenn die italienischen Urlauber kommen. Frühling und Frühherbst sind die schönste Zeit: warmes Wasser, mildes Licht und Strände, auf denen noch Platz ist.
04 · Häufige Fragen
Mai bis Juni und September sind ideal: warmes Meer, milde Luft um 22 bis 28 °C und überschaubarer Andrang. Der August ist Hauptsaison – sehr lebendig, aber heiß, voll und teuer. Im Winter ist Maratea ruhig und ursprünglich, viele Strandlokale haben dann jedoch geschlossen.
Maratea hat einen eigenen Bahnhof an der Tyrrhenischen Küstenbahn, mit Regionalzügen ab Salerno, Sapri und Paola. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die SS18 entlang der Küste. Die nächsten Flughäfen sind Neapel (etwa 2,5 bis 3 Stunden) und Lamezia Terme in Kalabrien (rund 2 Stunden).
Empfehlenswert ja, denn Maratea verteilt sich über mehrere Ortsteile und Höhenlagen – das Borgo am Hang, der Porto am Wasser, Strände wie Fiumicello und Acquafredda entlang der Küste. Im Sommer verkehren Pendelbusse zwischen den wichtigsten Punkten, doch wer flexibel sein und entlegene Buchten erreichen will, ist mit Mietwagen oder Roller im Vorteil.
Für die Höhepunkte – Cristo Redentore, Borgo, Porto und einen Strandtag – reichen zwei bis drei Tage. Wer die Küste mit Bootstour, mehreren Buchten und Ausflügen ins Cilento oder nach Matera verbinden will, plant besser vier bis fünf Tage ein. Maratea eignet sich gut als ruhiger Küstenstopp auf einer Süditalien-Rundreise.
Unbedingt. Der Cristo Redentore auf dem Monte San Biagio ist mit 22 Metern eine der größten Christusstatuen der Welt, und der Blick von dort über den Golf von Policastro ist atemberaubend. Direkt daneben steht die Wallfahrtsbasilika San Biagio. Am späten Nachmittag, im weichen Licht, ist der Besuch am schönsten.
Ja, wenn auch meist kleine und teils versteckte. Bekannt ist die schwarze Spiaggia Nera in Fiumicello, dazu die Kies- und Felsbuchten von Cersuta, Marina di Maratea und Acquafredda. Viele erreicht man über Treppen oder vom Wasser aus – dafür ist das Meer glasklar und auch in der Saison oft noch erstaunlich ruhig.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage an Marateas Küste.
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