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Pinacoteca di Brera
Eine der großen Gemäldesammlungen Italiens – mit Hayez' 'Der Kuss', Mantegnas totem Christus, Raffael und Caravaggio.
◆ STADTVIERTEL · MAILAND
Kopfsteingassen, Ateliers, Antiquare und die große Pinacoteca: Brera ist das Viertel, in dem Mailand am wenigsten nach Arbeit und am meisten nach Kunst aussieht. Zwischen Akademiestudenten, Botanischem Garten und Aperitivo-Tischen auf der Via Fiori Chiari wirkt das Quartier fast dörflich – und liegt doch nur fünf Gehminuten von der Scala entfernt.

Brera verdankt seinen Charakter einem Palast: Im Palazzo Brera richtete Maria Theresia 1776 die Kunstakademie ein, Napoleon stockte die Sammlung der Pinacoteca mit Werken aus ganz Italien auf – und seither prägen Studenten, Modelle und Maler das Viertel. Die Akademie teilt sich das Gebäude bis heute mit einer der bedeutendsten Gemäldesammlungen des Landes, einer historischen Bibliothek und einer Sternwarte.
Rund um die Via Fiori Chiari und die Via Madonnina hat sich das Künstlerische ins Atmosphärische verfeinert: Antiquariate, Galerien, kleine Boutiquen und Bars, deren Tische abends bis ans Kopfsteinpflaster wachsen. Hinter dem Palazzo versteckt sich der Orto Botanico von 1774 mit seinen uralten Ginkgos – einer der stillsten Orte der Innenstadt, und der Eintritt kostet nichts.
Wohnen und Ausgehen haben hier ihren Preis – Brera ist längst Adresse für leisen Luxus, vom Garten des Bulgari-Hotels bis zu den Stadtpalais an der Via Andegari. Trotzdem bleibt das Viertel zugänglich: eine Stunde vor den Meisterwerken der Pinacoteca, ein Spaziergang durch den Botanischen Garten, ein Glas an der Via Fiori Chiari – mehr braucht ein perfekter Brera-Nachmittag nicht.
01 · Highlights
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Eine der großen Gemäldesammlungen Italiens – mit Hayez' 'Der Kuss', Mantegnas totem Christus, Raffael und Caravaggio.
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Versteckter Garten von 1774 hinter dem Palazzo – uralte Ginkgos, Beete der Akademie und freier Eintritt.
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Die Flaniergasse des Viertels: Antiquare und Galerien am Tag, dicht besetzte Aperitivo-Tische am Abend.
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Akademie, Bibliothek, Sternwarte und Pinacoteca unter einem Dach – im Hof grüßt Canovas bronzener Napoleon.
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Boutiquen, Feinkost und Caféterrassen auf dem Weg Richtung Porta Nuova – Breras lebendige Verlängerung.
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Die vier Anker: Francesco Hayez' 'Der Kuss', Mantegnas radikal verkürzte 'Beweinung Christi', Raffaels 'Vermählung Mariens' und Caravaggios 'Abendmahl in Emmaus'. Für den Rundgang reichen zwei Stunden – Tickets online sparen Wartezeit.
Nein, der Botanische Garten von 1774 ist kostenlos zugänglich. Die Eingänge sind leicht zu übersehen: über den Hof des Palazzo Brera (Via Brera 28) oder von der Via Fiori Oscuri. Drinnen warten alte Ginkgos und eine Stille, die man so zentral nicht erwartet.
Vormittags, wenn die Gassen den Anwohnern und Akademiestudenten gehören, und ab dem späten Nachmittag, wenn die Aperitivo-Tische auf der Via Fiori Chiari füllen. Dazwischen lohnt der Rückzug in Pinacoteca oder Botanischen Garten.
Eines der schönsten – aber auch der teuersten: Hier liegen Häuser wie das Bulgari mit eigenem Garten. Wer das Brera-Flair zum kleineren Preis will, wohnt Richtung Corso Garibaldi oder im angrenzenden Centro und kommt zu Fuß.
07 · In der Nähe
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