Im stillen Weiler St. Oswald, auf rund 750 Metern zwischen Seis und Kastelruth, bewirtet die Familie Jaider auf ihrem Hof seit Generationen Gäste. Der Tschötscherhof ist kein Restaurant im klassischen Sinn, sondern ein gewachsener Bauernhof mit Gaststube – und genau das macht seinen Charakter aus. Aufgetischt wird in einer rund 300 Jahre alten Bauernstube, deren niedrige Decken und dunkles Holz die lange Geschichte des Hauses unmittelbar spürbar machen.
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Gekocht wird unverfälschte Südtiroler Bauernküche: Schlutzkrapfen, Knödel in verschiedenen Varianten, Geselchtes und weitere Hofgerichte gehören zum festen Repertoire, begleitet von Wein vom eigenen Hang. Die Zutaten stammen weitgehend aus eigener Erzeugung oder der näheren Umgebung, was den bodenständigen, ehrlichen Charakter der Küche ausmacht.
Eine besondere Rolle spielt der Herbst: Dann ist der Tschötscherhof eine der klassischen Törggele-Adressen des Schlerngebiets. Zum Törggelen – dem herbstlichen Brauch rund um den neuen Wein – gehören geröstete Kastanien, Süßmost und neuer Wein ebenso wie deftige Hofgerichte. In dieser Zeit ist der Hof besonders gefragt. Wer länger bleiben möchte, kann in einem der einfachen Zimmer übernachten und so das ruhige Leben abseits der größeren Orte erleben. Der Tschötscherhof verbindet damit gelebte bäuerliche Tradition, ehrliche Küche und eine ruhige Lage zwischen Seis und Kastelruth.