Die Gostner Schwaige hat die Einkehrkultur der Seiser Alm verändert. In der kleinen Hütte am Wanderweg zwischen Compatsch und Saltria verarbeitet Koch und Senner Franz Mulser, was die Alm selbst hergibt: Heu, Wiesenkräuter, Blüten und Produkte vom eigenen Hof. Damit hat sich die Schwaige von der klassischen Almjause abgesetzt und einen Ruf erarbeitet, der weit über das Plateau hinausreicht.
Weiterlesen
Zum Signature-Gericht ist die Heusuppe im ausgehöhlten Brotlaib geworden – eine Spezialität, für die viele Gäste eigens hierherkommen. Sie steht beispielhaft für den Ansatz des Hauses, einfache, auf der Alm gewachsene Zutaten ernst zu nehmen und feinsinnig zu verarbeiten. Serviert wird in der urigen Stube oder draußen an Holztischen mit Blick auf die Wiesen und die umliegenden Gipfel.
Der Reiz der Gostner Schwaige liegt gerade in ihrer Kleinheit: Die wenigen Plätze machen den Besuch zu etwas Besonderem, sorgen in der Hochsaison aber auch dafür, dass die Hütte schnell voll ist. Wer sicher essen möchte, reserviert daher rechtzeitig. Die Lage am Wanderweg zwischen Compatsch und Saltria macht die Schwaige zu einem natürlichen Zwischenstopp auf Touren über die Alm – etwa auf dem Hans-und-Paula-Steger-Weg, der durch dasselbe Wiesenmeer führt. So verbindet die Gostner Schwaige eine eigenständige Kräuterküche, ehrliche Almprodukte und die ruhige Atmosphäre einer kleinen Hütte mitten in der Landschaft der Seiser Alm.